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Antrag auf Pflegezeit gestellt - nun Probleme? durch Arbeitgeber

kwubiq080x3 hat die Diskussion gestartet


Hallo,

ich bin die Pflegeperson meiner Mutter. Sie ist seit 2007 pflegebedürftig, bezieht Leistungen der Pflegestufe 2.

Ich arbeite in einem Industriebetrieb. Bin dort nun schon 8 Jahre - 1100 Mitarbeiter sind dort. Ich arbeite im 3 Schichtsystem, bin dort eingestellt als einfacher Mitarbeiter - kein Facharbeiter. Bin also auch Ersetzbar in jeglicher Hinsicht.

Die Pflege ist sehr aufwendig - dazu kommen eben noch die Belastungen des Schichtsystemes..

Im BGB I gibt es ein Pflegezeitgesetz. Ich habe nun den Antrag bei der Pflegekasse gestellt. D.h.: ich kann ein halbes Jahr lang in Teilzeit arbeiten. Natürlich mit Lohnverzicht - aber das ist es mir Wert, endlich eben auch mal einen Tag mehr Zeit haben.

Dem Arbeitgeber habe ich die Woche ein Schreiben ausgehändigt. Ich teilte förmlich mit, dass ich den Antrag auf Pflegezeit stelle. Am August in Teilzeit arbeiten möchte, wöchentlich einen Arbeitstag weniger. Weiterhin hatte ich die Bescheinigung der Pflegekasse über die Pflegebedürftigkeit mit abgegeben.

Ich hatte die Tage Nachtsicht, gab diesen Antrag meinen Vorgesetzten und hab den Empfang bestätigen lassen. Er reichte es dann weiter.

Vorher - all die Zeit hat auf Arbeit niemand gewusst - welche Belastungen ich nebenbei habe. Ganz einfach, würden die wissen - was ich um die Ohren habe, so würde mich der AG kündigen... Die Aussage mache ich nicht ohne Grund, in den letzten Monaten hat sich dies oft im Betrieb bestätigt.

Ich war in den letzten Jahren oft Krank. Was aber nichts mit der Pflege oder mit meiner Mutter zu tun hatte. Hatte einen schweren Autounfall, Achillessehne angerißen, eingewachsener Zehnagel, Fingerkuppe zerquetscht – also immer andere Dinge, durch unglückliche Umstände.

Hätte ich meinen AG gefragt, ob ich eine kleine Auszeit nehmen kann – also einen Tag weniger arbeiten und denen die Umstände erklärt – mit Sicherheit gäbe es da keinerlei Rücksicht und die hätten gesagt "Sie können sich nun immer frein nehmen". Also Begründung würde es garantiert ausreichen – "Häufige Kurzerkrankungen.."

Komisch ist nun, ich habe den Antrag abgegeben… Musste dann die Woche noch einmal in die Nachtschicht. Ich war all die Jahre immer in der gleichen Abteilung. Auch zu Zeiten von Kurzarbeit und Auftragsmangel – ich machte immer die selben Arbeiten…

Nun bekam mein Vorgesetzter vom Abteilungsleiter eine Mail – in der stand, dass ich ab sofort in eine andere Abteilung muss – aus betrieblichen Gründen…

Ich war erst einmal sehr verdutzt aber weigerte mich natürlich nicht.

Die Arbeit, welche ich nun dort mache – hat nichts mit dem zu tun, was ich seit Beginn gemacht hab. Ich muss 8 Stunden lang Kiloschwere Kisten mit Teilen umschütten… wirklich gesagt "der letzte Ass…job im Betrieb"!!!! Ein Job, der sehr auf die Knochen geht – wobei ich sowieso schon mit den Bandscheiben zu tun hab..

Zufall kann dies doch nicht sein…. ??? ??? ?

Natürlich sind es alles Vermutungen, welche ich habe. Aber ich kann mir vorstellen, da ja im Moment "indirekt" Personalabbau betrieben wird, dass ich auch mit auf einer "Liste" stehe.

Durch den Antrag auf Pflegezeit habe ich von Beginn der Antragsstellung an einen Sonderkündigungsschutz.

Will man mir so nun das Leben dort schwer machen?

Wie kann ich mich verhalten? Ich würde meinen Abteilungsleiter schon gerne einmal ansprechen – mitteilen, dass mir das alles sehr merkwürdig erscheint…

Ich bin in der Gewerkschaft... Aber an den Betriebsrat kann ich mich nicht wenden, da dieser bei uns nur ein verlängerter Arm der Geschäftsleitung ist…

Grüße

Kubi

Antworten
z'uzxa


ja dann wende dich besser direkt an die gewerkschaft für ein info-gespräch ... lass' dich vom verhalten deines AG erstmal nicht beeindrucken (jedenfalls nicht auf der arbeit), äußere dich auch darüber nicht negativ gegenüber deinen kollegen (man weiss nie ...) ....

k_u"biZ080x3


HI Zuza..

ja - so habe ich es mir auch gedacht. Nicht beeindrucken lassen bei der Arbeit - im Gegenteil, sogar noch ein wenig "erfreut" sein, dass man was "Neues" macht. Ich muss sehen, wie es sich entwickelt - jedoch, wenn es Mobbing sein sollte, so kann ich dies sehr schlecht Nachweisen dann - die Abteilungen und Vorgesetzten sitzen unter einer Decke.

z"umza


ja eben, immer schön freundlich sein ;-)

ich denke allerdings auch, dass teilzeit in einem schichtsystem nicht einfach zu organisieren ist, da ja irgendjemand deinen platz an den tagen, an denen du nicht da bist, einnehmen muss ....

kFubi08?03


Gut, mag sein - dass die dem Betrieb Umstände bereitet. Auf der anderen Seite, es ist dann Sache vom Betrieb und geht mich nichts an. Und weiter muss ich sagen, bei uns ist es so - also die Planung war all die Jahre so bedacht, dass z.B. von 50 Arbeitern - die Arbeit so verteilt werden kann, dass ohne weiteres immer 5 Mann fehlen können.

Weiterhin ist im Moment die Auftragslage nicht so toll, es besteht eh eine Überbesetzung an Arbeitern

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