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Mitarbeiterin ist ständig krank

CParalxe


Ich denke immer: sollte sich die Betreuungssituation geändert haben, hätte die Kranke sich gemeldet.... In meinem Bekanntenkreis gab es jemand, der auch wegen geänderter Betreuungssituation keine Nachtschicht mehr machen konnte. Da gab aber im Kollegenkreis jemand, die lieber nur Nachts arbeiten würde. So wurde schriftlich festgehalten, dass alle 3 Monate neu abgesprochen wird, ob es beibehalten wird oder ob geändert wird. Diese Situation ist jetzt das zweite Jahr und noch ein halbes, dann arbeiten alle gleich...

NVand'ana


Außerdem ist das eine großzügige, sehr freundliche Geste von den Kollegen. Schön, wenn das im Einvernehmen so klappt, aber verlangen kann man es nicht. Und diese Telefonistin scheint es ja auch abgesprochen zu haben, und nicht mit Krankfeiern erzwungen. Das ist ein bedeutender Unterschied!

MArs.P3usc6hexl


Das finde ich eine gute Lösung :)^

Mit vorangegangenen Absprachen kommt man meist weit.

Ndandaxna


Und wenn sich die Betreuungssituation geändert hat, oder eine andere Notlage eingetreten ist, dann muß man sich erklären und freundlich um Unterstützung bitten. Vielleicht sind die Kollegen dazu bereit, wenn sie die genauen Umstände kennen und sich in die persönliche Not einfühlen können. Aber das müßte sie dann schon tun, und nicht einfach auf krank machen.

S<hboojxo


Und wenn es jetzt ein 28-jähriger, männlicher Single gewesen wäre, dann würde man zukünftig keine mehr einstellen? Ich denke, vielen fällt es einfach mehr auf, wenn so ein Klischee bedient wird, wie die ständig kranke, alleinerziehende Mutter und es ist meines Erachtens schlimm und ungerechtfertigt, derartige Schlüsse aus dem Verhalten einzelner abzuleiten.

Ja, das ist es. Trotzdem passiert es. Aber Du hast recht. ich habe das selbst einmal erlebt, da ist bei einem Studentenjob mal die alleinerziehende Mutter eines Sohnes einfach weggeblieben, ohne Erklärung. Da ging es auch gleich los - Alleinerziehende seien eben ein Risiko. Dass wir zur selben Zeit gerade Probleme mit drei anderen Leuten hatten, zwei davon Studenten, ging nahezu unter, dabei wäre es rein statistisch viel naheliegender gewesen, aus den "gewonnenen Erfahrungswerten" dann eben Studenten als besonderen Risikofaktor zu betrachten.

Dafür bringt die Kollegin oft Brötchen mit oder backt Kuchen. Man kann sowas also auch unabhängig von Verträgen friedlich lösen. ;-)

Der Unterschied scheint mir zu sein, dass Deiner Kollegin bewusst ist, dass die anderen etwas für sie auffangen, und sie es ausgleicht. Bei der Mitarbeiterin, von der hier die Rede ist, scheint das anders zu sein - sie springt nie/kaum mal ein, sie sucht nicht das Gespräch.

Allerdings habe ich insgesamt auch keinen allzu guten Eindruck von der gesamten Situation auch von Chefseite. "Jeder muss dasselbe leisten" ist so eine Sache - das ist nie so, jeder hat Schwächen und Stärken, und ich sehe hier auch sehr wenig Bewusstsein dafür, dass für eine alleinerziehende Mutter mit Kind eine Nachtschicht nicht nur das Privatleben belasten mag, sondern ganz stark erhöhten Organisations- und gegebenenfalls auch Kostenaufwand mit sich bringt. Wir alle wissen nicht, wie sich die verfahrene Situation jetzt entwickelt hat, aber wenn die TE gleich direkt mit der Härte rangegangen ist, dass da nichts diskutabel sei, finde auch ich das befremdlich. Manchen machen Spätschichten viel aus, anderen wenig - ich zum Beispiel habe als Studentin sehr gern Spätschichten gemacht und finde auch jetzt nix dran. Anderen zerhaut es den kompletten Biorhythmus. Wir wissen ja auch nichts darüber, ob es die Möglichkeit gäbe, dass bei ihr die Spätschichten immer am selben Tag/denselben Tagen stattfinden, das würde organisatorisch sicher einiges erleichtern. So ein Entgegenkommen würde ich als Verantwortliche auch dann zeigen, wenn es nicht um ein Kind geht, sondern um einen Hund oder den Sport oder wasweißich. Nur habe ich die Erfahrung gemacht, dass manchmal aus lauter Prinzipienreiterei solche Dinge nicht möglich gemacht werden. Einmal habe ich in einem Team gejobbt, bei dem bis auf eine Ausnahme alle gern feste Arbeitstage gehabt hätten. Wegen der einen wurde es dann aber nicht gemacht - "weil ihr sonst nicht so flexibel seid". Ja, herzlichen Dank.

Wie gesagt, aus der Ferne ist es kaum zu beurteilen. Aber es macht auf mich keinen guten Eindruck, weder von TE-Seite noch von Seiten der Mitarbeiterin, die entweder ziemlich unverschämt/gleichgültig ist oder aber recht verzweifelt und anscheinend nicht allzu selbständig.

E9mma_P/eel


Shojo

Sehe ich genauso wie du. :)z

Nandana

diese Telefonistin

Das werde ich jetzt einfach mal nicht weitergeben. Klingt ja wie im Callcenter... ]:D

Und wenn sich die Betreuungssituation geändert hat, oder eine andere Notlage eingetreten ist, dann muß man sich erklären und freundlich um Unterstützung bitten.

Ich bin mir nicht sicher, inwieweit die Arbeitsatmosphäre den offenen Dialog fördert, denn wie Shojo schon schrieb finde ich auch diese Prinzipienreiterei etwas gewöhnungsbedürftig. Außerdem: Wie kann es denn sein, dass man sich das zwei Jahre anschaut und nun plötzlich nach einer Lösung sucht? Da liegt es doch nahe, wenn hier einige vermuten, man wolle weniger eine Lösung finden, als sie nun einfach loswerden...

b!laueh suppxe


Wenn ich es so machen würde wie Shojo das vorschlägt, würde das ganze System zusammenbrechen. Dann kämen alle an und schieben ihren Goldfisch vor, der unmöglich den Nachmittag alleine zuhause verbringen kann. Ich kann nicht die gesamten Spätdienste und Nachtdienste auf 3 andere abwälzen. Das wäre bodenlos! Und mit einer 35 stundenwoche (wo sie wie gesagt,nicht runtergehen will) kann ich nicht verlangen, das ich nur von 8 uhr bis 12.15 uhr arbeite. Der Pflegealltag beginnt nunmal früh um 6 uhr! Da beisst die Maus keinen Faden ab!

Natürlich ist die ganze Sache verfahren! Wir haben ihr Lösungsmöglichkeiten vorgeschlagen, die SIE und kein anderer abgelehnt hat. Das Unternehmen hat in meinen Augen alles getan. Jetzt ist sie an der Reihe! Ich kann nicht ihr Leben in die Hand nehmen. Das muss sie selbst machen!

belHaue zsupxpe


Die Situation hat sich jetzt zugespitzt, da sie nun zum wiederholten male im Urlaub krank ist. Den sie natürlich dann nochmal bekommt, wo sie dann wieder 3 Wochen weg vom Schuss ist! Lesen und dann urteilen. Ich möchte mich nicht ständig wiederholen müssen!

S&hoRjxo


Wenn Du Deinem eigenen Anspruch nachkämst und so genau lesen würdest wie von anderen verlangt, dann würdest Du sehen, dass ich gar nichts Konkretes vorschlage, außer vielleicht, dass man schaut, ob sie vielleicht eine FESTE Spätschicht oder auch zwei die Woche bekommen könnte, je nachdem, wie oft eure Leute Nachtschichten machen, denn dann wäre es für sie organisatorisch sicher leichter beziehungsweise überhaupt zu handhaben. Und wenn in eurem Team Leute dabeisind, die finden, dass die Fürsorgepflicht für ein Kind und einen Goldfisch gleichzusetzen ist, dann habt ihr ganz andere Probleme. ;-D

Ferner würdest Du lesen, dass ich die Situation - wie immer genau sie herbeigeführt wurde und wer sich auch immer an welcher Stelle Versäumnisse anzulasten hat - für sehr verfahren halte. ich weiß nicht, ob da noch was zu lösen ist. Du bist jetzt festgefahren und verzweifelt und siehst ohne ihre Kooperation keinen Ausweg, bei ihr wird das ähnlich sein (ich denke nicht, dass sie sich einfach ins Fäustchen lacht), und wenn ihr beide die Choreographie mit denselben Schritten weitertanzt, ändert sich natürlich überhaupt nichts.

Ohne dass ich direkt finde, dass Du etwas FALSCH gemacht hast, empfinde ich Deinen Umgang mit der Situation dennoch nicht als besonders angenehm und glaube, dass es so auch nichts mehr werden kann, es sei denn, sie dreht sich ganz allein um 180 Grad und kommt wie durch ein Wunder Dir entgegen. Ansonsten ist Deine eigentliche Frage inzwischen tatsächlich: Wie werde ich sie los?

Ntandaxna


Um ehrlich zu sein kann ich gut verstehen, wenn man diese Mitarbeiterin einfach nur noch los werden will. So gut gemeint die Lösungsvorschläge auch sind, aber ein Betrieb ist keine Therapieanstalt für seine Mitarbeiter. Bei aller Fürsorgepflicht ist es bestimmt nicht Sinn der Sache, dass der Chef den Mitarbeitern ihre Probleme aus der Nase zieht und sich dann schonend und fürsorglich um eine gute Lösung bemüht. Wenn die Frau nicht Schicht arbeiten kann oder will, muss sie sich eben einen Arbeitsplatz suchen, der zeitlich ihren Vorstellungen entspricht. Es gibt ja Jobs, die man vormittags machen kann. Für eine ganz begrenzte Zeit mal einen Sonderbonus in Anspruch nehmen, das mag ja angehen, wenn man sich zuvor durch gute Leistung bewährt hat und bereit ist, ins Gespräch zu gehen. Aber das scheint ja nicht so der Fall zu sein. Diese Denke, daß der Arbeitgeber einem da entgegen kommen muß, wenn man private Probleme hat, ist weit verbreitet, aber unsinnig.

Wenn der Arbeitgeber am Ende des Monats keinen Lohn zahlt, oder weniger als vereinbart – dann sagt doch auch keiner: Ach der arme Arbeitgeber, vielleicht läuft das Geschäft schlecht oder er hat sich mit Krediten übernommen, ich arbeite trotzdem weiter für ihn, wer weiß was der für Probleme hat... So rum muß man sich das mal anschauen, dann merkt man, wie unsinnig das ist.

S(hojxo


Klar, so geht es definitiv nicht. Die Frage ist, wie es sich so entwickelt hat, und da wäre es als Vorgesetzte nicht schlecht, es zu reflektieren, damit man es im Zweifelsfall bei ähnlich gelagerten zukünftigen Problemen beziehungsweise deren ersten Anzeichen anders/besser handhaben kann. Dass seitens der Mitarbeiterin einiges gründlich falsch läuft und es so nicht tragbar ist, lässt sich aber auch meiner Meinung nach nicht beschönigen. Bei so einer Kollegin wäre ich dann auch irgendwann vor allem dankbar, wenn sie endlich nicht mehr da ist.

MAor<ganeLreFaxy


Ich fände es ehrlich gesagt nicht verwerflich, wenn man einer alleinerziehdenden Mutter, die ja anscheinend arbeitswillig WÄRE (viele bleiben auf der faulen Haut sitzen), nur die Frühschicht gäbe. Hab ja auch lange im Pflegedienst gearbeitet, da gabs auch welche, die hatten nur FRüh – oder Nachtschicht, weil es eben driftige Gründe gab, und die anderen, denen es eben anders ging, haben das bedingungslos akzeptiert. Da muss ich Shojo schon Recht geben, ein Goldfisch wäre natürlich kein Grund, und solch einen sollte man nicht vorziehen.

Wenn sie wirklich NICHT krank ist, dann ist sie vielleicht einfach nur verzweifelt, weil sie den Job behalten will, aber mit den Führungskräften in der Hinsicht vielleicht gar nicht zu reden ist.

M}rs.Puvsc'hel


Natürlich ist es nicht verwerflich..Aber dann muss man das vorher absprechen und keinen Abeitsvertrag unterschreiben der ein 3 Schicht Systen beinhaltet.

aber mit den Führungskräften in der Hinsicht vielleicht gar nicht zu reden ist.

Hast Du alles gelesen?

b~eet6le#j8uice21


Aber dennoch ist so ein AG doch kein Kindergärtner. Wenn man Probleme hat muss man auf ihn zukommen.... statt einfach Krank zu machen... das Gespräch sucht sie ja nicht, also muss jeder einfach mal davon ausgehen, dass sie Betreuungsprobleme hat? mal btw der junge war 10, oder?

grübel... ok vielleicht nicht den ganzen Nachmittag alleine lassen, aber mal mit zu nem Kumpel gehen etc... das sollte doch kein Ding sein.

Bin selbst in der Pflege und ganz ehrlich, ich hätte keine Lust lauter SD zu machen bloß weil ne Kollegin ein 10 jähriges Kind hat. Morgens um 6 hat sie ja auch ne Betreuung für ihn... oder geht der selbstständig zur Schule, steht auf, macht frühstück etc? Dann kann er auch selbstständig heim kommen.

Aber generell einfach finde ich, wer das Problem hat der muss auch reden und nicht warten bis wer auf ihn zu kommt.. und DANN auch noch abblocken und auf stur stellen. s. stationswechsel angebot etc

Mcotrgakne}LeF}ay


Hast Du alles gelesen?

Die TE hat nur erwähnt dass sie es ablehnt, aber mich würde mal interessieren, warum. Sie muss ja Gründe dazu haben. Es kann ja auch sein, dass sie wirklich krank ist. Ich bin auch die hälfte vom Jahr krank. Gibts halt sowas :-/

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