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Als Doktorand beim Arbeitsamt melden?

S4a>ndrxiena hat die Diskussion gestartet


Hallo!

Vielleicht klingt das wie ne doofe Frage, aber ich bin Student.

Wenn ich mein Examen habe – also 1. berufsbefähigenden Abschluß – muss ich mich dann beim Arbeitsamt melden?

In meinem Fach gibt es keine ausgeschriebenen Doktorandenstellen, ich mach meinen Doktor quasi in meiner Freizeit und muss sehen, wie ich mich finanziere (ich hatte da an 400 € Job + Nachhilfe gedacht)

Aber ich steh ja auch nicht richtig dem Arbeitsmarkt zur Verfügung, denn ich mache ja hauptsächlich meinen Doktor!

Andererseits wäre das ne gute Möglichkeit Arbeit zu finden, ich würd evt gern auch Teilzeit 15 oder 20 Stunden pro Woche arbeiten (Doktoranden kriegen bei uns nen Schlüssel und können immer in die Uni ]:D )

Denn irgend wovon muss ich ja leben.

Ähem.

Wie sind denn so die Doktoranden-Erfahrungen mit Arbeit/Arbeitsamt?

*:)

Antworten
d[ummWefragxe


Ich bin kein Doktorand, kann dir aber trotzdem sagen: Du MUSST dich nicht beim Arbeitsamt melden. Allerdings wäre das ausgesprochen hilfreich, falls du (was keiner hoffen will) gar nichts findest. Ansonsten gibt's hinterher kein Geld vom Staat oder weniger, als wenn du dich sofort gemeldet hättest. Bzgl. eines Jobs, und sei es Teilzeit, wäre das Arbeitsamt allerdings der letzte Verein, an den ich mich wenden würde. Die verwalten nur Arbeitslosigkeit, Arbeitsvermittlung ist da zu 90% Fehlanzeige. Ich würde statt dessen empfehlen, Jobbörsen, Zeitungen, schwarze Bretter und Zeitarbeitsfirmen abzuklappern.

SPandrixena


Danke, aber dazu habe ich eine Frage:

Allerdings wäre das ausgesprochen hilfreich, falls du (was keiner hoffen will) gar nichts findest. Ansonsten gibt's hinterher kein Geld vom Staat oder weniger, als wenn du dich sofort gemeldet hättest.

Das verstehe ich nicht. Ich bin doch Doktorand.

Wie ich das ohne Stipendium oder Eltern finanziere ist natürlich mein Problem, aber das weiß ja keiner, der mich später einstellen will.

Wenns mit dem Studienfach nicht klappen sollte und ich was anderes suche, habe ich ja keine Lücke im Lebenslauf, denn ich bin dann an der Uni eingeschrieben und hatte nachgewiesenermaßen eine Vollzeitige Beschäftigung. (Ob ich dafür bezahlt werde oder nicht ist ja unwichtig.)

Ähem, das schlechte Deutsch liegt an der späten Uhrzeit ;-D

Sjandrixenxa


Okay, nochmal rischtisch:

Ich meinte:

Wie ich das ohne Stipendium oder Eltern finanziere ist natürlich mein Problem, aber das weiß ja keiner, der mich später einstellen will.

Wenns mit dem Studienfach nicht klappen sollte und ich was anderes suche, habe ich ja keine Lücke im Lebenslauf, denn ich war zu diesem Zeitpunkt an der Uni eingeschrieben und hatte damals in diesem Zeitraum nachgewiesenermaßen eine Vollzeitige Beschäftigung, nämlich meine Doktorarbeit.

dqummefrCage


Wenns mit dem Studienfach nicht klappen sollte und ich was anderes suche, habe ich ja keine Lücke im Lebenslauf, denn ich// war zu diesem Zeitpunkt an der Uni eingeschrieben und hatte damals in diesem Zeitraum nachgewiesenermaßen eine Vollzeitige Beschäftigung, nämlich meine Doktorarbeit.

Doktoranden sind noch als Student eingeschrieben? OK, wusste ich nicht, ich bin kein Akademiker, hab nur mal 2 Semester VWL studiert, oder besser: ich war dafür eingeschrieben :-/ . Klingt aber plausibel. Dann kannst du natürlich mal aufs Arbeitsamt zugehen, die haben doch auch irgendwelche schwarzen Bretter o.ä. für Studentenjobs. Einfach mal nachfragen. Die Alternativen zum Arbeitsamt hab ich ja schon genannt.

L+oprdOfT,he4Rinxgs


Klingt vlt. etwas Assozial, aber du kannst aufs Amt gehen und dich dort, trotz Vollzeitstudent, Arbeit suchend melden. Ob du nun tatsächlich dem Arbeitsmarkt zur Verfügung stehst oder nicht, ist für die Leute beim Arbeitsamt undurchsichtig. Du gibst an, dass du Studierst und als Teilzeitangestellter dem Arbeitsmarkt (theoretisch) zur Verfügung stehst, woraufhin du natürlich ersteinmal Stellen angeboten bekommst, zu welchen du wohl durch dein Abitur und fast abgeschlossenes Studium eingeladen wirst. An Bewerbungstagen gehst natürlich schlecht vorbereitet zu den Firmen und wirst dort abgelehnt, solange du aber dort hingehst und dich bewirbst, wirst du vom Amt mit etwas Geld unterstützt.

Ich persönlich habe ein paar Studenten in meinem Freundeskreis, die es auf die Tour machen, ist eben nur wie erwähnt etwas assozial.

W*ate:rlxi


Kriegt man denn als Student überhaupt was vom Arbeitsamt? Schicken die einen nicht weg zum BaföG-beantragen?

Und naja... wenn du nebenbei einen Job hast, wo das Geld reicht, dann brauchst du ja kein Arbeitsamt. Wäre halt nur gut zu wissen, was in deinem Fall ist, wenn du mal keinen Job haben solltest, ob du dann was kriegst. Wäre mir nämlich neu, dass das Arbeitsamt überhaupt für eingeschriebene Studenten zuständig ist... denn wie du schon sagst, du bist "Student" und nicht arbeitslos/arbeitsuchend.

LNordO{fThle45Ringxs


Ja man darf nur nicht angeben, dass man ncht arbeiten kann. Man muss eine gewisse Zahl von Stunden am Tag frei haben (also dem Arbeitsmarkt zur Verfügung stehen)

Niayndaxna


Man kann sich beim Arbeitsamt melden und ganz normal arbeitssuchend sein. Wenn dann wirklich ein Stellenangebot kommt, kann man den Leuten dort meistens die Situation erklären und um schriftliche "Ablehnung" bitten, das klappt eigentlich immer.

LaorRdgOfTdhev4Rings


Wenn dann wirklich ein Stellenangebot kommt, kann man den Leuten dort meistens die Situation erklären und um schriftliche "Ablehnung" bitten, das klappt eigentlich immer.

Oder man geht zum Vorstellungsgespräch und verlangt eben überdimensionale Gehälter, das wird die meisten Unternehmen schon zu einer Ablehnung bewegen.

A licce__


@ TE

Wie viele Monate hast du denn schon gearbeitet bisher?

sLaraxng


bei uns kriegen doktoranden normalerweise eine halbe stelle als wissenschaftlicher mitarbeiter, d.h. etwas mehr als ca. 1000 netto im monat. Gibts das bei euch nicht?

zquxzxa


von der arbeitsagentur erhält man keine leistungen, so denn man nicht zuvor auch eingezahlt hat – hattest du bereits eine sozialversicherungspflichtige beschäftigung? wenn du keine geldleistungen wünschst, so wirst du durch das akademikerteam der arbeitsagentur betreut – und musst natürlich angebote annehmen!

wenn du geld wünschst, so musst du hartz 4 beantragen – das machen ja auch recht viele absolventen. da musst du dann natürlich auch das sofortangebot annehmen, zeitarbeit usw.

schau doch einfach auf die site der arge zwecks infos ....

D0ark6Drexam89


WILLST du dich beim Arbeitsamt melden, oder eher nicht? Und fragst du nur, um eventuelle Konsequenzen des Nicht-Meldens abzusehen?

Ich meine, solang du eingeschriebene Studentin bist (also Vollzeit) musst du dich nicht beim Arbeitsamt melden. Und Jobs, die dir helfen dich finanziell über Wasser zu halten solang du deine Doktorarbeit schreibst, solltest du auch gut ohne die Hilfe des Amts finden :)z

squnset1400


Solange du an der Uni eingeschrieben bist, giltst du als Student, und somit als in Ausbilung/Weiterbildung befindlich, d.h. du kannst nicht gleichzeitig (im Sinne eines Leistungsanspruches) arbeitsuchend sein. Damit würde Arbeitslosengeld, sofern es aufgrund der vorherigen Beschäftigung überhaupt möglich wäre, m.E. ausgeschlossen.

Bei Hartz IV bist du dazu verpflichtet, dich um einen Arbeitsplatz zu bemühen bzw. zumutbare Angebote anzunehmen. Da du das nicht vorhast, fällt das auch weg. (Ich würde auch davon abraten, das so laufen zu lassen und dann "dafür zu sorgen", keine Stelle zu bekommen – kann unangenehme Folgen haben).

Um deinen Lebensunterhalt während der Promotionsdauer zu sichern gibt es folgende Möglichkeiten:

- Teilzeitjob (mit genug freier Zeit für die Doktorarbeit)

- Doktorandenstelle außerhalb der Uni (wenn es an der Uni keine passenden Stellen gibt)

- Wohngeld (bei ausreichend niedrigem Einkommen)

- für ein Stipendium bewerben

Du kannst sicherlich beim Arbeitsamt nach Unterstützung bei der Suche nach einem passenden Teilzeitjob fragen oder dich erkundigen, ob es noch weitere Möglichkeiten der finanziellen Unterstützung gibt.

Bis auf ggf. Wohngeld wird es aber wohl schwer werden, an Sozialleistungen heranzukommen.

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