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Taufe mit 20 nachträglich?

n*urseS_an%d_Hnuxts hat die Diskussion gestartet


Ein Kumpel von mir hat eine Zusage für ein Bewerbungsgespräch.

Es geht um die Ausbildung zum Gesundheits- und Krankenpfleger.

In den Voraussetzungen für eins der ausgesuchten Lehrkrankenhäuser steht drin, dass man zu einer der Weltreligionen zugehörig sein muss. Mein Kumpel ist 20 Jahre alt und bis heute nicht getauft, seine Eltern sind beide getauft, mittlerweile jedoch aus der Kirche ausgetreten. Morgen soll er sich telefonisch in der Krankenpflegeschule melden, um einen zeitnahen Gesprächstermin zu vereinbaren. Die Ausbildung beginnt am 01.10.2010. Einige werden jetzt denken.. "What? Da is der Junge aber spät dran!" Er ist erst vor 2 Wochen von seinem Work&Travel Trip aus Australien wieder da und gibt jetzt Vollgas :-)

Uns ergeben sich nun folgende Fragen :

Kostet eine Taufe Geld ? Wie schnell bekommt man Termine ? Wo muss man sich als konfessionsloser Bürger melden ? Kann man einfach so getauft werden, obwohl die Eltern aus der Kirche ausgetreten sind?

Ist es "besser" (mag dahin gestellt sein..) sich evangelisch oder katholisch taufen zu lassen?

Was sagt man beim Vorstellungsgespräch ? Hat irgendjemand hier Erfahrungen damit ?

Schonmal Danke für´s Nachdenken an Alle :-)

Antworten
C3laraH^immel


er wird einen taufkurs/ konfirmationsdurchlauf machen müssen

taufen kosten kein geld

er sollte sich im zuständigen pfarramt melden

katholisch wird nich getauft

ich persönlich halte eine taufe, die nur gemacht wird, weil man n job haben will, fürn arsch

entweder man glaubt an gott, und steht dazu und lässt sich taufen als äußeres bekenntnis- das is der sinn der taufe

oder man glaubt nich, und steht dazu und lässt sich nich taufen

eine taufe,die man durchführen lässt, weil irgendwer das so will, is vollkommen sinnlos

Dbisco)rdia_dieP_Zweite


Mein Neffe ist zwar erst 1 Jahr alt, aber wird am Wochenende getauft. Ich glaube innerhalb eines halben Jahres haben seine Eltern den Termin beim Pfarrer bekommen, nur wie ich mitbekommen habe streiken manche Pfarrer wenn die Eltern nicht getauft oder aus zwei verschiedenen Religionen stammen, aber ich glaube das ist nur vereinzelt so. Einer, der mit mir konfirmiert wurde, ist vor der Konfirmation mit 14 noch getauft worden. Ich bin mir zwar nicht sicher, aber an seiner Stelle würde ich mal zum Pfarrer hingehen und mich erkundigen was das angeht. Und meine Meinung dazu, wieso das der Arbeitgeber verlangt. Ich habe zwar mal erlebt bei der Diakonie, dass die gerne einen eingestellt hätten der einer Religion angehört aber selbst finde ich das eher abstoßend. Wenn man in eine Anzeige reinschreibt, nur für Männer odre nru für Frauen würden manche das auch als sexistisch auslegen, aber bei Religionen ist es ok Jemanden zu bevorzugen? Sorry, finde ich dämlich.

nMurse_a&ndx_nuts


Natürlich gebe ich dir irgendwo recht, aber nur weil man an gott glaubst muss man sich noch lange nicht taufen lassen. man kann auch ohne taufe seinen glauben leben. niemand hat gesagt dass er ungläubig ist, nur kam es bisher nie dazu dass er sich über seine religionszugehörigkeit große Gedanken machen musste.

Und irgendwo ist es auch verständlich, dass sich jemand taufen lässt um einen Ausbildungsplatz zu bekommen. Du bekommst in Deutschland nichts geschenkt und ich glaube Gott hätte nichts dagegen, dass Max sich taufen lässt – auch wenn es nun zum Zeitpunkt der Ausbildungssuche stattfindet. Gott möchte auch eine gute Zukunft für ihn :D

SwunRixse


Ich kann da bischen was zu sagen...Ich bin 24 und habe mich auch für einen Job taufen lassen.

Gleiche Situation wie bei deinem Kumpel...Eltern beide getauft und aus der Kirche ausgetreten, ich bin nie getauft worden.

Ich habe eine Vertretungsstelle bekommen, die nur verlängert wurde (unbegrenzt) weil ich mich habe taufen lassen...

Klarer Fall: Da geht es ums Geld! Die wollen Kirchensteuer kassieren!

Trotzdem verdiene ich da deutlich besser als vorher (auch mit Kirchensteuer) also hab ich mich taufen lassen.

Ich hab mich katholisch taufen lassen, wüsste jetzt also nicht warum die nicht taufen sollten?!

Normalerweise würde ich sagen gehört da richtig nen "Kurs" oder sowas dazu. Ich hab aber nen paar Kontakte gehabt, deswegen ging das sehr schnell und "privater Unterricht" und nen Gespräch mit dem Pastor hat gereicht.

Und ich finde es nicht sinnlos, für seinen Traumjob spricht doch nichts dagegen...Egal ob gläubig oder nicht.

Sinn der Taufe ist in dem Fall definitiv die Kirchensteuer ]:D

Ich hab beim Vorstellungsgespräch gesagt, dass ich mich taufen lassen würde wenn das Bedingung ist...denen war mehr als klar dass ich absolut ungläubig bin (dem Arbeitgeber)...

Ob die Eltern getauft sind interessiert dabei eigentlich keinen...da hat bei mir niemand nach gefragt!

Geld kostet das nicht (naja irgendwann halt Kirchensteuer)...Termin usw muss man beim zuständigen Pfaarbüro fragen. Ich würd es einfach abhängig davon machen wo es schneller geht :=o

Hoffe das hilft ein wenig...

nCurse@_xand_nuxts


aber bei Religionen ist es ok Jemanden zu bevorzugen? Sorry, finde ich dämlich.

Da gebe ich dir recht.

Die Diakonie nimmt ja noch katholische Mitarbeiter, aber die Caritas nimmt keine evangelischen ...

nhur~se_an!d_nutxs


@ SunRise

Top Beitrag :-D Kumpel ist unterwegs zu mir mit der Bahn, den kann ich dann gleich ernstmal entwarnen :-)

Um welchen Job gings bei Dir, wenn ich fragen darf? (... du Ungläubiger^^)

S;unRixse


Um eine Stelle als Lehrerin im medizinischen Bereich, bin bei der Diakonie tätig :)^

FAalleTnAngVel4xu


mein mann hat sich im april diesen jahres taufen lassen, mit 34 8-)

wir haben bei unserem pastor angerufen, der kam zum taufgespräch. danach folgten noch zwei intensivere gespräche incl. kirchenbesichtigung und dann wurde mein mann an einem sonntag im gottesdienst getauft.

es kostet nichts. ob ev. oder kath. muß sich dein freund selber überlegen. meiner meinung ist ev. die flexiblere religion, die auch zeitgemäßer ist, aber das sieht jeder anders. @:)

K}adh(idya


Wichtig ist, es geht um eine

Erwachsenentaufe

und da geht einiges anders.

Man muss einen Vorbereitungskurs besuchen, der kann ein halbes Jahr dauern, manche Pfarrer taufen auch nur an Ostern.

Kostet eine Taufe Geld ?

Nein.

Wie schnell bekommt man Termine ?

Vorbereitungskurs dauert mehrere Wochen/Monate

Er bekommt Grundlagen vermittelt, Verhalten in der Messfeier (wann muss man knien, sitzen, stehen, was muss man im Chor mit der Gemeinde sagen), einige Gebete (Vater unser, Ave Maria), evt Kirchenlieder lernen. Oder bei strengeren Kursen alles, was man so in einem Kommunionskurs lernt. Also einiges mehr.

Wo muss man sich als konfessionsloser Bürger melden ?

Du wirst beim Stadtamt/Bürgeramt mit der neuen Konfession in den Perso eingetragen.

Kann man einfach so getauft werden, obwohl die Eltern aus der Kirche ausgetreten sind?

Ja, aber ich könnte mir vorstellen, dass in diesem Fall eine Rolle spielt, wann die ausgetreten sind. Wenn es zu einem Zeitpunkt im Jugendlichenalter war, man also eine kirchliche Erziehung/Prägung mitbekommen hat, verzichten die vllt auf einen Vorbereitungskurs und machen daraus einVorbreitungsgespräch.

Ist es "besser" (mag dahin gestellt sein..) sich evangelisch oder katholisch taufen zu lassen?

Jobmäßig wäre es besser, katholisch zu sein, denn die evangelischen sind offener und stellen auch Katholiken ein, bei katholischen Arbeitgebern kanns schwierig sein wenn man evangelisch ist.Persönlich würde ich die evangelischen bevorzugen.

Aber hier gehts ja nicht ums Persönliche, sondern nur ums Geld %-|

Was sagt man beim Vorstellungsgespräch ? Hat irgendjemand hier Erfahrungen damit ?

Man sagt, dass man sich taufen lassen will, wie man zu dem Glauben gefunden hat, was man an Erfahrungen hat (Erziehung, Religionsunterricht) etc

Schonmal Danke für´s Nachdenken an Alle :-)

Bitte.

Mit Nachdenken ist Dir nicht geholfen, sondern mit Erfahrungen.

Mein Ex hat sich als Erwachsener taufen lassen.

Kannst ja auch "Erwachsenentaufe" und deinen favorisierten Glauben sowie Landkreis oder Stadt googlen, dann erfährs Du, wie die lokalen Priester das handhaben mit Vorbereitungskursen.

T+agdi]exb


Kadhidya hat ansich schon alles gesagt und ich find ihre Anmerkungen bezüglich ev. bzw. kath und der Sicherheit vollkommen richtig.

Freund von mir ist an ne ev. Schule und hat sich deswegen taufen lassen, Pfarrer hat es gewusst, Arbeitgeber wusste es auch. Ging alles recht fix und brauchte nur ein kurzes Vorgespräch, dann gings an nem Sonntag in die Kirche (war er – mit uns Ungläubigen ;-) – dann der einzige unter 60) und nach ner ewiglangen langweiligen Predigt wurde dann getauft.

Einige andere Freunde/Bekannte von mir wären längst aus der Kirche ausgetreten, wenn die Religionszugehörigkeit nicht Bedingung wäre. Finde nebenbei auch, dass das sehr fragwürdig ist – gibts da keine Klagen gegen?

KJaRdhidxya


Ich denke nicht, denn als konfessionell gebundener privater Träger legt man darauf Wert, bestimmte Werte zu vermitteln, diese gehören ins Leitbild der Mitarbeiter.

Und es ist ja wohl klar, dass alle Katholiken gute Menschen sind, alle Evangelischen schlechte Menschen und alle anderen des Teufels :)z

s"chnSatteZrguschxe


In den Voraussetzungen für eins der ausgesuchten Lehrkrankenhäuser steht drin, dass man zu einer der Weltreligionen zugehörig sein muss.

Gehört denn Atheismus nicht zu den Weltreligionen? Religion muß nicht theistisch sein, wie man am Beispiel des ursprünglichen Buddhismus sieht.

Ein konfessionelles Krankenhaus hat zwar das Recht, das im Grundgesetz verbriefte Recht auf Glaubensfreiheit außer Kraft zu setzen. Aber gibt es wirklich keine andere Möglichkeit als ein erlogenes Bekenntnis? Damit würde Dein Kumpel sein Leben als Christ mit einem Verstoß gegen die göttlichen Gebote beginnen. Egal welchen Glauben man selbst hat – irgendwie komisch sollte einem da schon werden.

M-orga'neL6eFay


Hab auch ne Ausbildung gemacht, bei uns war es genauso. Das ist bei kirchlichen Trägern nunmal so. Die verbieten auch, dass man zum zweiten mal verheiratet ist. Steht sogar alles im Arbeitsvertrag.

Ich würd machen und würd evangelisch wählen.

K8adh$idya


Eine Religion definiert sich als Gemeinschaft, die an etwas glaubt.

Da Atheismus es negiert, und keine gemeinschaft im Sinne des Austausches existiert (die meisten sind atheistisch und gut ist) ist es selbstverständlich keine Weltreligion.

Das Wort Atheismus vom von theos, Glaube, sowie der Verneinung.

Somit hängt man per definitionem keinem Glauben und keiner Religion an.

Gründet man jedoch die Freigeistige Gemeinschaft "Wir glauben an nischt!" dürften alle atheistischen Mitglieder wohl zumindest auf den Status einer Glaubenszugehörigkeit rechnen; für eine Weltreligion ist das zu klein.

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