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Darf mein Lehrer mich zum Duschen zwingen?

K>yr_ie


sunshine Bei uns wurde das Problem sehr gut gelöst, dafür braucht man aber Ressourcen (Räume und Lehrer). Die Mädchengruppe wurde bei uns unterteilt in eine Gruppe, die gut im Sport waren (Note 1 und 2), die andere Gruppe bestand aus Leuten, die eine 3-4 oder schlechter hatten. Diese Gruppen hatten dann in getrennten Sporträumen Unterricht. Fand ich persönlich total klasse, weil das Sportklima auf einmal immens verbessert wurde und jeder konnte nach seinen persönlichen Voraussetzungen trainiert werden. Aber wie gesagt: dafür braucht man zwei Lehrer sowie zwei Räume gleichzeitig.

1FFe:njxa1


Dumal

Na ja, aber das Leben ist kein Wunschkonzert. Ich hätte mich im Geschichtsunterricht vielleicht auch lieber mit anderen Themen befasst als gefühlte 20x den 2. Weltkrieg durchzukauen. Im Deutschunterricht hätte ich den "Steppenwolf" dem "Homo Faber" vorgezogen. Und: Ja, auch ich habe einige Sportarten gehasst, habe mich aber trotzdem nicht dagegen gesperrt. Wenn eben Turnen auf dem Plan stand, dann bin ich halt auf dem Schwebebalken herum gehopst, obwohl ich eigentlich lieber eine ordentliche Partie Hand-, Fuß- oder Basketball gespielt hätte. Da muss man dann eben durch.

a.fish

Die Kurse in der Oberstufe fand ich auch gut. :)z Da war ich dann von der Turnerei und allem anderen, wobei man unendlich Zeit für den Auf- und Abbau vergeuden musste, befreit.

Insgesamt muss ich übrigens sagen, dass ich den Sportunterricht vermutlich unter anderem auch eher positiv gesehen habe, weil ich zu den glücklichen Schülerinnen zählte, die beinahe alles konnten. Außerdem habe ich mich immer auf die Sportstunden gefreut und war von Grund aus motiviert. Demnach habe ich selber natürlich auch keine schlechten Erfahrungen gesammelt.

hga>phazarxd


Und dann noch: Warum ist es so, dass der Lehrer sich an der Unsportlichkeit einiger Schüler orientieren muss? Wieso ist es da anders herum als in den anderen Fächern, bei denen schlechte Schüler eben mit Nachhilfe und Lerneifer dafür sorgen müssen, den Anforderungen zu genügen?

Das ist doch Nonsens. Jeder Schüler sollte da abgeholt werden, wo er sich befindet (Leistungstechnisch).

Das gilt für jedes Fach.

Wenn einer in den Lernfächern nur weiterkommt, weil er ewig Nachhilfe bekommt, dann ist er auf der falschen Schule. So sehe ich das.

Tja und von Sport kann ja wohl kaum die Schullaufbahn eines Schülers abhängen, oder es müsste Schulen mit sportlichem Förderbedarf geben. Das halte ich aber für weit hergeholt.

M.E. sollte Sportunterricht den Schülern eine Freude an Bewegung vermitteln und einen Ausgleich zum vielen Sitzen in der Schule (und heutzutage leider auch zuhause) schaffen. Schlechte Noten hat verdient, wer sich nicht anstrengt oder gar verweigert. Wer aber stets versucht und trotzdem keinen Schlagball über 5m weit werfen kann, die 100 m in 20 Sekunden läuft oder den Handstand nie hinbekommt, der sollte nach seiner Leistungsbereitschaft benotet werden.

Für mich war Sport früher genau folgendes:

Eine Möglichkeit für die Mittelbegabten auch mal gute Noten zu bekommen und auf schlaue Bewegungslegastheniker herabzuschauen. ]:D

D-umaxl


Emma_Peel

Naja, normalerweise studiert man ja gleichwertig seine Fachrichtungen sowie auch Erziehungswissenschaft.

Tatsächlich? Wo?

Musik!

Ach ja...Das war auch toll. Wieder so ein Fach, wo eigentlich nix gemacht wurde. Doch, unsere Lehrerin hat in der 6 "Referate über unsere Lieblingsbands" über ein ganzes Halbjahr gezogen. Allerdings gab es nur ein wirklich komplett ausgearbeitetes Referat, dass tatsächlich, zur Qual der Mitschüler, tatsächlich eine Schulstunde dauerte. Der Rest war unausgegorener, gelangweilter Scheiß. Na ja, sie hat wenigstens versucht ein wenig Begeisterung für das Fach zu wecken.

a,.fixsh


Oh, ihr habt in dem Fach gesprochen/diskutiert?

Natörlich – das war ernsthafte Kunstanalöse. :)z Wir mussten aber auch malen. Und dann unser eigenes Bild kritisieren und analysieren. Zum Thema Kubismus hab ich ein Viereck aus verschiedenen kleinen Vierecken in versch. Blautönen gemalt und darüber in schwarz einen Kerzenständer – den hatte ich Zuhause einfach aufs Blatt gelegt und drumherum gezeichnet. ;-D Und dann hab ich aber losgelegt... mit der Paradoxie der Blickrichtung und Perspektive (die daraus resultierte, dass ich nicht perspektivisch zeichnen kann), dem Zusammenspiel von weicher Form des Kerzenständers und den harten Kanten der Vierecke, gleichwol symbolisch für die Divergenz der Farben von kalten Blau hin zum warmen Licht der Kerzen... Waren, glaub ich, am Ende 13 Pkt. ;-D

.Ist leider ab und an aufgefallen, so viele Tipps braucht dann doch kein Mensch.

;-D Konntest nicht als besonders eifrig durchkommen, nein?

cUhilyledOixl


weil er ewig Nachhilfe bekommt, dann ist er auf der falschen Schule. So sehe ich das.

Erzähl das mal den Eltern die ihr Kind durchs Gymnasium prügeln und die Klasse ausbremsen. Dann lieber nen guten Realschulabschluss.

Hinterher darf man sich dann mit den Leuten auf der Uni rumärgern, die Studiengänge haben nen NC von 1,X, 300 Anfänge rund nach 2 Semestern fliegt 80 % raus weil sie sich überschätzt haben oder die Leistung einfach nicht bringen können.

Zum Sport: Ich würde Noten in Kunst, Sport, Musik und Religion gleich komplett abschaffen und dort überhaupt nicht bewerten. Es ist eigentlich ein Unding das solche Fächer anderen wie Mathe und Physik oder Englisch gleichgestellt sind.

c(hilletdOixl


Nachtrag streiche das mit dem NC, mach keinen Sinn, da ich den Satz nachträglich geändert habe.

ENmma2_Peel


Dumal

Tatsächlich? Wo?

Hier in HH ist es definitiv so, ich spreche aus leidvoller Erfahrung. Ich gehöre zu denen, die eingesehen haben, dass sie für die Schülerschaft keine besondere Bereicherung wären und habe damals beschlossen, mein Seelenheil in einem anderen Beruf zu suchen. Ist besser so – ich bin nämlich in der Theorie gar nicht so schlecht, aber in der Praxis viel zu ungeduldig.

a[.fi=sh


M.E. sollte Sportunterricht den Schülern eine Freude an Bewegung vermitteln und einen Ausgleich zum vielen Sitzen in der Schule (und heutzutage leider auch zuhause) schaffen. Schlechte Noten hat verdient, wer sich nicht anstrengt oder gar verweigert. Wer aber stets versucht und trotzdem keinen Schlagball über 5m weit werfen kann, die 100 m in 20 Sekunden läuft oder den Handstand nie hinbekommt, der sollte nach seiner Leistungsbereitschaft benotet werden.

:)z Vor allem das. Mag sein, dass das früher anders war und da tatsächlich noch trainiert wurde, aber heute sollte man da meiner Meinung nach ganz unten anfangen und tatsächlich darauf schauen, dass die Schüler Bewegung mit etwas positivem verbinden.

@ Fenja

Insgesamt muss ich übrigens sagen, dass ich den Sportunterricht vermutlich unter anderem auch eher positiv gesehen habe, weil ich zu den glücklichen Schülerinnen zählte, die beinahe alles konnten.

Pff, dann warst Du eine von denen, bei der meine Schulfreunde und ich von der Bank aus per Gedankenkraft versucht haben, sie zum Hinfallen zu bringen. ]:D ;-)

Tcaps


Tja und von Sport kann ja wohl kaum die Schullaufbahn eines Schülers abhängen

Ich habe mir durch Sport damals den Durchschnitt versaut - auch fürs Studium. Motivation hin oder her, was nicht geht, geht nicht. In Lernfächern kann man lernen, aber im Sport, Kunst Musik? Na lang ist's her.

DAumal


1Fenja1

Ich hätte mich im Geschichtsunterricht vielleicht auch lieber mit anderen Themen befasst als gefühlte 20x den 2. Weltkrieg durchzukauen. Im Deutschunterricht hätte ich den "Steppenwolf" dem "Homo Faber" vorgezogen.

Natürlich gibt es auch in anderen Fächern Themengebiete, die nicht gefallen. Nur ist Sport meiner Meinung nach eben komplett falsch konzipiert – das es an nötigen Ressourcen mangelt. Lehrer, Raum und natürlich Geräte.

Wenn eben Turnen auf dem Plan stand, dann bin ich halt auf dem Schwebebalken herum gehopst

Ich habe bei solchen Sachen auch meine Pflicht getan. Mehr aber eben nicht. Bin ich eben einmal über einen Balken gesprungen, hab einmal so einen Medizinmann Person B zugeworfen und das war es dann. Komplette Zeitverschwendung.

T~aps


der sollte nach seiner Leistungsbereitschaft benotet werden

Wäre das schön gewesen.

D}um0al


Medizinmann

;-D ;-D ;-D

Ball!

S|chkeheNzeraxde


Naja, es gibt hier ja offensichtlich etliche Schulen, bei denen die Lehrer nicht rückwärts aus den Latschen kippen, sobald sie ihrer Schüler anriechig werden und es als ganz normal erachtet wird, dass man sich nach dem Sport höchstens kurz wäscht und nicht duscht.

Ach du, ich glaub, aus den Latschen kippen sie irgendwie alle ;-D Ich kenn das noch gut aus meiner Schulzeit, da haben die Lehrer sich auch immer beschwert, wenn sie nach dem Sportunterricht in der Klasse Unterricht hatten ;-) Zumal dann viele Mädels sich dann noch mit so furchtbar süßem Deo eingedieselt haben, dass einem ganz schummerig im Kopf wurde *gg*

kannst ja mal eine Petition beim Bundestag einreichen, Schehezerade, schließlich scheint der Geruch Deiner Schüler schon an Körperverletzung zu grenzen.

Ach, ich bin leicht zufrieden zu stellen, mir reicht schon ein grammatisch korrekter vollständiger Satz aus dem Munde eines meiner Schüler, damit mir das Herz wieder aufgeht :-)

Ja, ich würde das nur nicht mal "Mobbing" nennen – es ist einfach der normale Umgang miteinander, einige stehen in der Hackordnung eben weiter unten. Aber nur weil das normal ist, heißt es ja nicht, dass es nicht trotzdem für den Betroffenen schlimm ist.

Heute kann ich das mit Abstand sehen und sagen: gut, war bei uns alles noch im Rahmen. Aber damals hatte ich schon häufiger sehr detaillierte Vorstellungen davon, wie ich mich vor den Bus zur Schule werfe anstatt einzusteigen. Und wie gesagt, ich musste gar nicht so viel einstecken. Man ist als Jugendlicher halt sehr abhängig von der Meinung anderer.

Ich denke schon, dass solche Auswüchse, wie sie hier teilweise beschrieben werden, stark an Mobbing grenzen bzw. durchaus schon zu Mobbing zu zählen sind!

Ich kann mich da auch noch sehr gut an meine eigene Schulzeit erinnern, als Hardcore-Gothic in einem Minikaff war ich das personifizierte Mobbing-Ziel. Und als eine der ersten, die sowohl Regel als auch Brüste bekommen hat, war ich natürlich auch beliebtes Anschauungsobjekt im Schwimmunterricht. Ich denke, solche Situationen hat doch jeder in seinem Leben mal gehabt, in denen er der Außenseiter war, die Pubertät ist natürlich besonders anfällig für so etwas. Der Umgang damit fällt halt nicht allen gleich leicht.

Insofern finde ich es schon toll, dass z.B. an meiner Schule sehr viel Sozialtraining mit den Schülern geleistet wird, das auch deutlich fruchtet. Da bin ich schon sehr stolz auf unsere Schüler!

Aber letztlich geht es hier doch weder um Mobbing noch um die Scham, sich nackt zu zeigen, sondern einzig und allein darum, wie die TE aus der Nummer mit ihrem Sportlehrer rauskommt (Wo steckst du eigentlich, Obsessions?), und das wurde hier ja schon vielfach geklärt. Nirgendwo gibt es Duschpflicht oder Duschzwang, und wenn der Lehrer kein verhaltensgestörter Spinner ist, dann wird er auch nicht rumgehen und an den Schülern schnüffeln. Ich vermute – an das Gute im Menschen glaubend und aufgrund meiner eigenen Erfahrungen – dass er einfach nur eine unglückliche Wortwahl gefunden hat, um die Schüler zum Duschen zu motivieren. Alles andere würde ja wohl bei mehr Mitschülern als nur der TE für Empörung sorgen, bei Schülern und Eltern! *:)

Sjche1hezeLradxe


Ist das nicht bei jedem Schulfach so? Ich kann mir nichts undankbareres vorstellen, als Lehrer zu sein. Egal, welches Fach man unterrichtet, mind. die Hälfte der Schüler hat keine Lust darauf und drückt das mehr oder weniger deutlich aus.

Da muss ich noch kurz vehement widersprechen: Für mich ist das ein ganz toller Beruf, der einem die einzigartige Chance gibt, jungen Menschen auf dem Lebensweg ein bisschen Handwerkszeug und Hilfestellung geben zu können. Ich finde es total toll, was man im Unterricht machen kann, und ich fand es jedes Mal richtig super, wenn ich von Schülern das Feedback bekommen habe, dass sie für das Leben was mitnehmen und ihnen der Unterricht richtig Spaß gemacht hat. Und das ist viel häufiger der Fall, als man meint. Man muss halt nur entsprechend schülerorientiert arbeiten! Aber wie das geht, hab ich ja Gott sei Dank gelernt.

Ps: Natürlich hat man an der Uni Erziehungswissenschaften!

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