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Darf man Fähigkeiten im Beruf verschweigen?

KsleiKo


marika stern

darf ich mich hier mit einer frage dran hängen?

wie ist das denn generell, wenn man für arbeiten üerqualifiziert ist? darf ich zum beispiel meinen hochschulabschluss verschweigen?

Es ist doch wirklich so, dass man soweit zur Ehrlichkeit über die Fähigkeiten verpflichtet ist, wie es der Arbeitplatz erfordert. Wenn ich mich für einen Posten bewerbe, der kein Studium verlangt, warum sollte ich es überhaupt erwähnen. Es wird ja sogar angeraten, wirklich nur das aufzuführen, was für die Bewerbung und für den Job auch wirklich erforderlich ist. Sonst heißt es noch schneller: überqualifiziert. Wenn ich also einen Job als will, dann sollte ich mich auch entsprechend bewerben.

KYleixo


LadyM

Nun befürchte ich, dass das beim nächsten Job wieder so laufen könnte und möchte es nicht mehr angeben, falls man das darf.

Das mache ich seit Jahren und mit zunehmend mehr Fähigkeiten. ;-D Wenn der Führerschein überhaupt nicht verlangt wird, dann gibt es doch gar keinen Grund zu erwähnen, dass man einen hat. Ich mache das seit Jahren. Klar - man kann sich auf die Rücksicht des ARbeitgebers verlassen, aber welcher ARbeitgeber wird auf die Fähigkeiten seiner Mitarbeiter verzichten, wenn er sie gerade brauchen kann, aslo Dich mal eben doch mit dem Firmenwagen dorthin und dorthin losschicken. Insofern gebe ich auch nicht zu erkennen, dass ich Auto fahren kann und nicht, weil ich es nicht innerhalb kürzester Zeit wieder gut könnte, wenn ich selbst auch keinen Sinn in einem Auto für mich sehe, sondern weil ich das ganz einfach nicht will. Das muss erlaubt sein. Ich biete meinem Arbeitgeber gewisse Fähigkeiten für eine gewisse Entlohnung an - alles andere geht ihn einfach nicht an. Das Problem ist, dass er das gerne in Anspruch nimmt, ich dies aber nicht entsprechend abgegolten sehe. Ich habe es ja probiert. Seitedem bin ich zur anderen Methode übergegangen.

K3le'io


BelleStar

Also wenn du z.b. behauptest, du sprichst fließend englisch, kannst aber kein Englisch, kann er dir fristlos kündigen.

Das ist klar, aber da behauptet man ja etwas zu können, was nicht der Fall ist.

Wenn du etwas verschweigst wird wohl das gleiche gelten.

Das sehe ich anders. Wenn für meinen Job Italienisch gar nicht erforderlich ist, ich nicht sage, dass ich es kann, dann hat der AG doch gar keinen Schaden. ":/ Dasselbe gilt für den Führerschein.

Tgaps


Wenn ich mich für einen Posten bewerbe, der kein Studium verlangt, warum sollte ich es überhaupt erwähnen

Vielleicht weil sonst eine Lücke im Lebenslauf existiert? Was gibt man denn an, was man in z.B. 5 Jahren gemacht hat? Und was hat man für eine Ausbildung, keine?

Ich würde den Führerschein nicht erwähnen, bei Nachfragen aber ehrlich antworten.

pteregr ina


@ ladyM

ich hab ´ne Idee für dein Vorstellungsgespräch:

Wenn du gefragt wirst, ob du einen Führerschein hast, antworte einfach "ich kann nicht autofahren". Das ist dann ja nicht gelogen, wie ich aus deinen Schilderungen entnehme! ;-) 8-)

KkleEio


Vielleicht weil sonst eine Lücke im Lebenslauf existiert? Was gibt man denn an, was man in z.B. 5 Jahren gemacht hat?

Da gibt es genug Möglichkeiten, diese Zeit zu beschreiben - man muss ja nicht verschweigen, dass man studiert hat - man kann doch schreiben, man hätte nicht abgeschlossen. Schon wird das Studium anders bewertet.

Und was hat man für eine Ausbildung, keine?

Naja, viele haben mit abgeschlossenem Studium auch keine Ausbildung - das sieht man ja in der Praxis, dass die einen ihr erworbenes Wissen anwenden können und andere nicht.

Es ist natürlich blöd, wenn man ohne Studium gar keine Ausbildung hat. Wenn ich mich allerdings für einen Job als Putzfrau oder an der Kassa beworben habe, war es nie interessant, welchen Schulabschluss ich hatte (wäre vielleicht sogar noch eher störend gewesen) - es hängt also schon auch noch davon ab, wofür man sich bewirbt und was wie notwendig ist. Die ersten Jahre meiner Erwerbstätigkeit hatte ich zeitweise 4 Jobs.

Eine Lücke könnte störend sein, aber wie viele Menschen haben Auslandsaufenthalte, Selbstfindungsprozesse, etc. Das ist doch legitim und man könnte also ein 5jähriges Studium als Selbstfindungsprozess definieren - wäre keine Lüge. Das ist bei mir anders. Ich habe trotzdem eine Ausbildung und ein nicht abgeschlossenes Studium, danach habe ich angefangen zu arbeiten. Ich habe allerdings nachher neben der Arbeit unter anderem ein anderes Studium angefangen und abgeschlossen - das erwähne ich nie, da es keine Lücke gibt. ;-) Völlig unwichtig für meine Karriere, denn 40 % von dem, was ich noch gelernt habe, hat gar nichts mit meinem Job zu tun. 20 % könnte ich dazu nehmen (das verschweige ich auch, wie noch einiges andere), und 40 % haben gar nichts damit zu tun.

KSleino


peregrina

Wenn du gefragt wirst, ob du einen Führerschein hast, antworte einfach "ich kann nicht autofahren". Das ist dann ja nicht gelogen, wie ich aus deinen Schilderungen entnehme! ;-) 8-)

:)z

Aknoniyma1


Hätte nicht gedacht, dass es noch andere Leute gibt, denen es auch so geht. ;-D Ich habe auch mit 18 den Führerschein gemacht, die ersten Jahre danach bin ich noch hin und wieder mit dem Auto meiner Eltern gefahren, doch seit ich ausgezogen bin (seit über 10 Jahren) überhaupt nicht mehr. Die ersten Jahre hätte ich mir kein Auto leisten können, mittlerweile könnte ich es mir zwar problemlos leisten, wüsste aber nicht, wozu ich ein Auto brauche.

Ich würde auf eine entsprechende Frage im Vorstellungsgespräch das ehrlich sagen: Also dass ich zwar den Führerschein habe, aber seit Jahren nicht mehr gefahren bin und erst wieder ein paar Fahrstunden nehmen müsste. Und wenn es für meinen Traumjob erforderlich wäre, Autofahren zu können, würde ich das auch machen - sonst aber nicht....Da ich privat einfach keine Notwendigkeit sehe.

Ansonsten denke ich auch: Sofern nicht in der Stellenausschreibung oder sonstwo ausdrücklich steht, dass ein Führerschein erwünscht ist, kann Dich keiner zum Autofahren zwingen. Ich würde das auch nicht großartig als Lüge sehen - Führerschein hin oder her: Fakt ist, dass Du nicht (mehr) fahren kannst. Bedenklich fände ich es eher umgekehrt: also wenn Du sagen würdest, dass Du den Führerschein hast (und verschweigst, dass Du seit Jahren nicht mehr gefahren bist...) und dann mit dem Dienstwagen herumfährst und Dich und andere gefährdest...

Waaterxli


Ich würde auch nur das erwähnen, was bei der Stelle gefragt ist. Mag ja Leute geben, die tausend Fähigkeiten haben... aber wenn ich bei Stelle XY nur Kaffee kochen, Outlook bedienen und Englisch sprechen können muss, dann schreibe ich nicht hin, dass ich Altägyptisch kann, wozu? (Außer um anzugeben... ]:D )

Also man wählt doch auch Fähigkeiten aus, die zur Stelle passen, weil man ja zeigen will, warum man für DIESE Stelle gut ist... alles andere ist auch irgendwie Privatleben und geht niemanden was an. Wenn ich für die Stelle keinen Führerschein brauch, dann ist es keine Lüge, wenn ich ihn nicht angebe... es wurde gar nicht danach gefragt.

Und wenn ich mich auf eine Stelle im Büro am PC bewerbe, dann finde ich es legitim, wenn ich dort nicht das Büro renovieren oder den Garten jäten will. Piepegal, ob Garten jäten mein allergrößtes Hobby ist und ich einen Abschluss als Landschaftsgestalter hab... irgendwie müssen sich die Arbeitgeber ja auch an die Angaben in ihrer Stellenausschreibung halten, weil sonst ist das auch eine Lüge. Man kann nicht einfach jede X-beliebige Tätigkeit verlangen, wenn man davon nie was gesagt hat.

Schlimm ist nur, wenn man Fähigkeiten erfindet, find ich. ;-)

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