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Macht euch eure Ausbildung Spaß?

CFao&imhxe


sind ja eh alles schnösel, studiengebühren zahlen wir nicht, wenn der jung studiern will, soll der selber dafür blechen.

Was genau daran ist nu nicht okay? Ich bin gottesfroh, dass meine Eltern mich unterstützen. Wenn sie das nicht könnten wäre ich die Letzte, die Ihnen das vorwirft. Und wenn ich so manche Akademikerkinder lese oder sprechen höre denke auch ich als Studentin mir "Welch ein Schnösel"..

D0ie_L[il'itxh


Ich rate allen: Einen Tag an eine Hauptschule gehen. Dann Urteil bilden.

War ich und ehrlich gesagt hab ich meine heile Gymnasialwelt nach spätestens einer Minute schon vermisst – kaum hatte ich den Vorhof betreten brach neben mir eine Schlägerei los. Ironischer Weise war das bei einem Projekttag dieser Schule, der dazu dienen sollte, die Schüler über ihre Jobperspektiven zu informieren. Ich hab nicht einen Stand gefunden, der mir nicht sagte, ich bräuchte einen Realschulabschluss mit 2,5 bzw. Abi mit 2,0 – darunter würden sie keinen mehr nehmen. Eine Freundin von mir macht jetzt eine Ausbildung zu Hotelfachfrau – da bekommt jemand ohne Abitur oder selbigem mit 2,6 oder schlechter und/oder ohne Auslandserfahrung sowie mindestens 2 Fremdsprachen gar kein Vorstellungsgespräch mehr.

Was diesen Aspekt angeht, wäre ich objektiv betrachtet eben auch dafür die 3 Schulformen zusammen zu packen. Allerdings denke ich, dass zumindest das Gymnasium als solches weiterbestehen wird. Ich sehe es ja an mir selbst, zu meiner Schulzeit hab ich gebetet, dass da nichts zusammengeführt wird – wäre für mich ja von Nachteil gewesen. Die Leute, die diese Entscheidung treffen, profitieren genauso davon, haben also kein persönliches Interesse daran, am bestehenden System viel zu verändern.

drummscGhmarrerC7x4


Zum Beispiel in der Intelligenz.

Und an all die anderen, die ja die Arbeitslosen als faul darstellen: Selbst mit einem guten Hauptschulabschluss werden viele Bewerber abgewiesen.

fehlende intelligenz wäre ein grund. aber ist ein großteil der hauptschüler zu dumm für die realschule oder ist falsche einstellung der grund für besuch der hauptschule? *shrug*

die hauptschule hat es anscheinend nicht geschafft, das niveau so zu heben, dass man wie früher viele ausbildungsberufe tatsächlich mit diesem abschluss beginnen konnte (heute ist das -- wenn überhaupt -- nur noch auf dem papier möglich, wie du richtig geschrieben hast). eine niveauhebung wäre erforderlich, weil die anforderungen in vielen berufen gestiegen sind. zum beispiel muss ein metallarbeiter heute (zumindest in der ausbildung) auch eine cnc-maschine programmieren, was früher halt nicht erforderlich war.

andererseits kann es natürlich sein, dass das verhältnis ausbildungswillige/ausbildungsstellen schlechter geworden ist und so die arbeitgeber höherqualifizierte zur verfügung haben (und damit hauptschüler durchs raster fallen).

KCyOrie


andererseits kann es natürlich sein, dass das verhältnis ausbildungswillige/ausbildungsstellen schlechter geworden ist und so die arbeitgeber höherqualifizierte zur verfügung haben (und damit hauptschüler durchs raster fallen).

Ich habe erlebt, dass nicht nur Haupt-, sondern auch Realschüler durch das Raster fallen. Da werden Gymnasiasten auf die leeren Stellen gesetzt, da "ein schlechter Gymnasiast immer noch besser als ein guter Realschüler" sei (O-Ton des Ausbildungsleiters). Also so ähnlich wie Lilith schon schrieb:

Eine Freundin von mir macht jetzt eine Ausbildung zu Hotelfachfrau – da bekommt jemand ohne Abitur oder selbigem mit 2,6 oder schlechter und/oder ohne Auslandserfahrung sowie mindestens 2 Fremdsprachen gar kein Vorstellungsgespräch mehr.

Ddiscozura.ged88


@ Discouraged88

Welche Lehrstelle hättest du denn gern? Einzehlandelskaufmann?

Ja genau die Lehrstelle.Eigentlich ein lächerlich einfacher Job (nicht herausfordernder als der Job in der Druckerei,in der ich 7,60 Pro Stunde verdiene) der weit unter meinen tatsächlichen Fähigkeiten liegt,aber nicht mal den krieg ich.

Frustriert zu Hause sitzen, das kenne ich. Da geht man auf Dauer kaputt. Wie wäre es mit einem Freiwilligen Sozialen Jahr?

Ich weiss nicht wie mir das helfen soll.Das Arbeitsamt hat mir auch geraten,mich für Einstiegsqualifizierungen zu bewerben,hat natürlich auch überhaupt nichts gebracht. Ausserdem bin ich 21 und möchte auch endlich mal richtiges Geld verdienen,ich möchte einfach nicht den Rest meines Lebens zuhause leben müssen. >:(

d3ummschjmarr,er74


Ja genau die Lehrstelle.Eigentlich ein lächerlich einfacher Job (nicht herausfordernder als der Job in der Druckerei,in der ich 7,60 Pro Stunde verdiene) der weit unter meinen tatsächlichen Fähigkeiten liegt,aber nicht mal den krieg ich.

wenn der job auch weit unter deiner formalen qualifikation liegt, kann auch das ein problem sein (überqualifiziert).

DJisc.our,a*ged8x8


Nene,bin ja kein Student oder sowas.Die Mindestvorraussetzungen für den Job(was Abschluss etc. angeht) habe ich,meine tatsächlichen Fähigkeiten liegen deutlich darüber,das meinte ich

LiaJcosxte23


setzen6

es geht mir doch im endeffekt um die einstellung vieler "einfacheren" menschen, studierter mensch=fachidiot der eh nix kann.

dass nicht jeder maschinenbau und jura studieren kann oder soll, dürfte hier für jeden klar sein, ohne kassiererin beim aldi käme ich nicht an meine lebensmittel und ohne klempner hätte ich ne überschwemmung zuhause.

somit ist es genauso schwachsinnig, wenn ein chefarzt sagt, alle handwerker und verkäufer beim netto wären eh blöd und würden nix auf die kette kriegen.

alle werdegänge ergeben im endeffekt eine symbiose. und klar, bei vielen hapert es an der intelligenz. man wird ein minderbegabtes kind auch nie dahin kriegen, wo man ein durchschnittlich bis hochbegabtes hinbekommt. aber man kann es doch anerkennen, wenn jemand der nicht intelligent ist, dennoch ne ausbildung abschliesst und arbeiten geht. nur sollte man umgekehrt auch anerkennen, wenn jemand mit viel mühe und arbeit sein abi mit auszeichnung besteht und ein anspruchsvolles studium abschliesst.

und zum thema keine chancen auf nen ausbildungsplatz... mein freund macht mit 25 nochmal das abi nach, es ist nicht so, als gäbe es hier keine angebote, auf 2. bidungsweg nen besseren abschluss nachzuholen. mit realschulabschluss kommt man heute leider nicht mehr so weit, wenn er nicht hervorragend ist. habe ich auch zu spüren bekommen, also musste ich was dagegen tun.

M/ülbli201v0


"ein schlechter Gymnasiast immer noch besser als ein guter Realschüler"

Das stimmt nicht und habe ich leider selber erfahren müssen. Wie siegessicher war ich mir als Gymnasiast bei der Suche einer Ausbildungsstelle (mittlere Reife/ Oberstufenreife, aber KEIN Abi). Ich dachte mir, mit meinen 3ern und 4ern hätte ich immer noch weit bessere Chancen als ein 2-er Realschüler, denn (so mein Gedankengang auch heute noch) Gymnasiasten haben eine andere Art von Bildung. Sie müssen komplexere Dinge lernen, haben einen anderen Umgang, sind ein anderes Niveau gewöhnt und vor allen Dingen geht es am Gymnasium wesentlich geordneter zu. Auf der Realschule nebenan waren Zigaretten und Drogen eigentlich Alltag. Bei uns hat wenn überhaupt mal der ein oder andere aus der Oberstufe geraucht.

Daher dachte ich, werden Gymnasiasten mit Kusshand genommen in den Berufen.

Aber das Gegenteil war der Fall, hatte fast keine Vorstellungsgespräche und nur Absagen. Meine entgültige Ausbildungsstelle fand ich nicht über den normalen Bewerbungsweg.

Versteh ich das richtig, Du musstest deinen ELTERN Miete zahlen? :-o Also das ist etwas was ich nie verstehen werde. Sobald der Sohn oder die Tochter den ersten Lohn auf dem Konto haben, können die gleich etwas für die Miete abdrücken? Nee, also sowas geht gar nicht! Würde ich auch nie machen! Es ist nämlich nicht irgendein Mieter sondern das eigene Kind, da kann man doch nicht so dreist sein. :|N

Genau meine Meinung.

Doch meine "Mutter" (sie ist schon lange nicht mehr meine Mutter, sie ist für mich gestorben) war immer der Meinung wir haben eine WG und da hat jeder 50:50 beizutragen. Sowohl finanziell, als auch Haushalt etc. Und ich könne froh sein, dass ich ihr nicht wirklich genau die Hälfte geben muss sondern weniger. Das Argument, ich sei nicht irgendein Mitbewohner, sondern ihr Kind, hat sie gar nicht interessiert. Mit 12 musste ich schon den Haushalt nach der Schule machen, wenn sie ja sooo kaputt von ihrem Job heimkommt. (Arbeiten müsste sie sowieso, ob ich existiere oder nicht!)

Zudem hat sie ja auch noch Kindergeld kassiert und den (reichlichen) Unterhalt meines Vaters.

Es muss schlimm für sie gewesen sein, als ich mit 19 von daheim abgehauen bin. Denn von nun an stand sie auf eigenen Beinen...

Hotel Mama nannte sie es immer. Ich nannte es Sklaverei!

Sie meinte ich werde mich noch umschauen wenn ich eine eigene Wohnung habe und dann so richtig auf die Schnauze falle.

Also ich weiß ja nicht... Seit ich ausgezogen bin damals hatte ich wesentlich weniger zu tun, hatte keinen Ärger mehr, wieder Freude am Leben und keine Angst mehr wenn ich abends nach hause kam. *lach*

Und vor allem gibt es seitdem was zu essen und ich hab sogar was zum Anziehen.

Oje jetzt bin ich vom Thema abgekommen, aber die Wut über all das ist noch immer so groß dass ich nicht anders kann, als den Frust darüber rauszulassen.

Wenn dann noch jemand daherkommt und einen als Versager hinstellt weil man eine Ausbildung abgebrochen hat, dann werde ich echt wütend. Es ist eher ein Wunder dass ich überhaupt im Berufsleben so Fuß fassen konnte aus dieser Misere heraus in der ich damals war mit meiner Alkoholiker-Mutter.

Aber ok, manche Menschen kennen sowas nur aus Hollywood-Filmen. Jemand der selbst ein intaktes elternhaus und eine schöne Familie und heile Welt hatte, kann wahrscheinlich für die andere Seite gar kein Verständnis aufbringen.

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