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Wiederholung Facharbeiterprüfung (Fachinformatiker)

V|errücRkte hat die Diskussion gestartet


Hallo,

mein Sohn (22 Jahre) hat die o. g., 3-teilige Prüfung nicht bestanden. Die Prüfung war im Mai dieses Jahres, eine Wiederholungsprüfung ist Ende November 2010, hierfür ist er bereits angemeldet.

Folgendes Ergebnis:

ganzheitl. Aufgabe 1 mit 54 Punkten, also Note 4 = Bestanden (aber schlecht!)

ganzheitl. Aufgabe 2 mit 40 Punkten, also Note 5 = NICHT bestanden

WiSo-Teil mit 51 Punkten, also Note 4 = Bestanden (aber richtig schlecht!)

Nun haben wir bei der Anmeldung zur Wiederholungsprüfung angegeben, dass er alle 3 Prüfungen wiederholen möchte. Dies in der Hoffnung, dass er bei den beiden bestandenen, aber sehr schlecht bestandenen Prüfungen DEUTLICH besser abschneidet. Dazu muss er aber lernen, lernen, lernen. Und dies tut er nicht.

Seit ca. 4 Wochen wohnt mein Sohn wieder bei mir (Ausbildung war in Bayern, ich lebe in Hessen, Nähe FFM) und er tut sich wieder bzw. immer noch SEHR schwer mit der Lernerei. Er hat einfach keinen Bock darauf. Wir haben ein Online-Lernprogramm gebucht, bei denen es Wochenaufgaben gibt, die er absolvieren "kann" und er bekommt vom Tutor auch ein schriftliches feedback. Um die Aufgaben richtig durchzuarbeiten und zu beantworten ist ein täglicher Aufwand von mindestens ca. 4-5 Stunden notwendig (meine Einschätzung). In den ersten beiden Wochen hat er kaum was gemacht, war tagsüber meist am Spielen and so on... Letzte Woche war ich zu Hause und habe ihn sehr "unterstützt", heisst, sehr zum Lernen angehalten. Es fällt ihm sehr schwer einzusehen (Quatsch, er sieht es überhaupt nicht ein!!) etwas zu lernen, was er eigentlich nicht will. Er will programmieren und von Hardware "habe ich keine Ahnung, deshalb kann ich auch die Aufgaben nicht lösen!" und Gleiches gilt für Teil WiSo.

Nun meine Frage: Ist es denn wirklich sinnvoll, ihn die beiden bestandenen Teile nochmal wiederholen zu lassen?

So, bin schon gespannt auf eure Meinungen.

Antworten
nNajana)gut


Hallo Verrückte,

erstmal was, wonach du nicht gefragt hast: dafür, dass dein Sohn volljährig ist, hat seine Mama aber noch einiges zu entscheiden in seinem Leben!? Da rollen sich mir beim Lesen die Zehennägel hoch... aber gut, das war nicht die Frage.

Ist es denn wirklich sinnvoll, ihn die beiden bestandenen Teile nochmal wiederholen zu lassen?

Eher nicht, denke ich.

Wie sind denn seine Vornoten? Gut oder auch eher schlecht? Wenn die gut wären, dann hat er den Stoff ja in Teilen schon mal gekonnt, dann sehe ich Chancen, dass er für eine Nachprüfung alels auf einen besseren Stand bringen kann. Wenn die Vornoten auch schon schlecht waren, hat er natürlich viel mehr Stoff nachzuholen. Da wäre es eventuell strategisch klüger, sich mit den beiden Vieren zufrieden zu geben und nur das dritte Fach zu retten.

Aber ganz ehrlich: wenn er sich in dem Alter noch nicht selbst motivieren kann, ist es egal, wieviele Prüfungen er unvorbereitet schreibt. Ich weiß nicht, ob du es wirklich schaffst, ihn zum Bestehen zu tragen. Aber wenn, dann ist ein Fach immer noch weniger unrealistisch als drei.

Sein eigentliches Problem liegt woanders.

V~ekrrvüc^kIte


Sein eigentliches Problem liegt woanders.

Jep, das weiss ich sehr gut, najagut. Er selbst sieht es nicht so. Ich habe die Wahl, loszulassen oder noch nicht. Im Moment kann ich noch nicht loslassen. Er wird auf der Straße landen, wenn er die Prüfung nicht besteht. Dazu kommt noch, dass er sich auf ein Kampfgewicht von 135 kg hochgefuttert hat. Hier jedenfalls sind erfolge von inzwischen 8 kg weniger zu verzeichnen.

Was meinst du mit Vornoten? Eine Vorprüfung oder die allgemeinen Noten? Er hat im 3. Lehrjahr die Berufsschule komplett "ausgebucht", heisst, er ist nicht mehr in die Schule gegangen. Das geht, wenn der Ausbild. Betrieb einverstanden ist, war er auch. Im Nachhinein allerdings ein Fehler. Auch ich war damals einverstanden, da mein Sohn einen 1wöchigen Crash-Kurs von der Fa. erhalten hat. Hat leider nicht genügt :-(

n"ajaxnaguxt


Was meinst du mit Vornoten? Eine Vorprüfung oder die allgemeinen Noten? Er hat im 3. Lehrjahr die Berufsschule komplett "ausgebucht", heisst, er ist nicht mehr in die Schule gegangen. Das geht, wenn der Ausbild. Betrieb einverstanden ist, war er auch. Im Nachhinein allerdings ein Fehler. Auch ich war damals einverstanden, da mein Sohn einen 1wöchigen Crash-Kurs von der Fa. erhalten hat. Hat leider nicht genügt :-(

Mir ging es ganz allgeimein darum, wie er vorher mit dem Unterrichtsstoff klarkam. Das ist ungefähr die schlechtestmögliche Voraussetzung :-( Also wenn sich noch was ändern lässt, dann reduziert es auf eine Nachprüfung, vielleicht schafft er wenigstens die.

Aber danach sollte sich ganz grundsätzlich was ändern, denke ich.

V'errüKcktxe


Er kam NICHT gut mit dem Unterrrichtsstoff klar :-(

Es ist sein Traumberuf. Er möchte und kann und will auch nichts anderes machen... Und er ist nicht in der Lage, dafür die Verantwortung zu übernehmen und ran zu klotzen... Ich könnt heulen...

Aber danach sollte sich ganz grundsätzlich was ändern, denke ich.

Genau dieser Meinung sind wir auch... Da sind wir schon so lange dran, seit er da ist... Aber ohne ihn geht es nicht. ER muss eine Änderung wollen... Und irgendwie glaube ich doch tatsächlich, dass ich ihm da irgendwie bei helfen kann... Wenn er wenigstens das ERfolgserlebnis "bestandene Prüfung" hat, bekommt er vielleicht den Kopf wieder hoch...

Na ja, ok... Danke für deine Meinung... *:)

nMajanxagut


Wie du schon schreibst:

ER muss eine Änderung wollen...

Also lass ihn alleine machen und nimm ihm nicht das Denken ab.

:°_

BIraxim


Nachdem er, wie du geschrieben hast, schon für alle 3 Prüfungen neu angemeldet ist, ist es, soweit ich weiß, gar nicht mehr möglich ihn von den Prüfungen wieder abzumelden. Dafür solltest du dich an die IHK wenden.

Die Frage die ich mir stelle... wenn er die Prüfung nicht bestanden hat, wieso ist er dann jetzt bei dir zu Hause und nicht mehr in seinem Betrieb? Der Betrieb ist verpflichtet einen Prüfling der nicht bestanden hat um eein weiteres halbes Jahr als Azubi zu verlängern! Der Azubi muss das dem Betrieb von sich aus sagen, aber wieso lässt du ihn lieber zu Hause rumsitzen, zocken etc, als weiter arbeiten und Erfahrung sammeln?

Schlechte Noten + 1/2 Jahr rumgegammelt sieht um einiges beschissener aus als Schlechte Noten aber weiterhin beschäftigt und n ggf. gutes Arbeitszeugnis...

V)errRückxte


Ok, ich habe mich noch nicht erkundigt, ob diese Möglichkeit - zwei Nachprüfungen wieder abzuwählen - besteht bzw. von der IHK genehmigt würde. Ich wollte mir das erstmal durch den Kopf gehen lassen.

Wir haben ihn wieder zu uns genommen, weil er psyschiche Probleme hat/hatte. Er hat sich auf die letzte Prüfung NULL vorbereitet. NULL. Ich habe ja schon geschrieben, dass er sich innerhalb eines Jahres 30 kg angefuttert hat. Auch deshalb haben wir ihn hergeholt. Wir haben uns mit dem Ausbildungsbetrieb dahingehend geeinigt, dass er September unbezahlte Freistellung erhält und im Oktober nochmals Bezüge. Offizielle Betriebszugehörigkeit noch bis Ergebnis der Prüfungen.

Hm... ob das nun richtig oder falsch war, darüber lässt sich sicher streiten. Jedenfalls ist er hier nicht alleine, ich couche ihn sehr, was das lernen betrifft... Ja, ich weiss, für einen 22jährigen sehr komisch... Dort hätten wir ihn nicht "unter Kontrolle"... Ja, ja... ich weiss... Nicht prügeln... Ich wollt eigentlich nur Meinungen wegen den Prüfungen haben..

S>heexp


Nun haben wir bei der Anmeldung zur Wiederholungsprüfung angegeben, dass er alle 3 Prüfungen wiederholen möchte. Dies in der Hoffnung, dass er bei den beiden bestandenen, aber sehr schlecht bestandenen Prüfungen DEUTLICH besser abschneidet. Dazu muss er aber lernen, lernen, lernen. Und dies tut er nicht.

Es ist doch vollkommen wurscht, ob er gut oder schlecht bestanden hat. Hauptsache er hat bestanden. Alles andere interessiert eh keine Sau mehr ;-) Lass ihn einfach nur die nichtbestandene Prüfung wiederholen. es sei denn, er will unbedingt die anderen beiden Prüfungen auch nochmal wiederholen. Aber die Entscheidung solltest du schon ihm überlassen.

V8eQr(rücxkte


Ja sicher überlasse ich ihm die Entscheidung. Im Moment macht er sich auch keine Gedanken darüber. Und ich selbst bin auch nicht auf die Idee gekommen, dass wir vielleicht noch versuchen könnten, nur eine Prüfung zu machen. Hat mich am WE eine Freundin darauf aufmerksam gemacht.

Und ich wollte mal noch drüber nachdenken, ehe ich meinen Sohn frage, ob er das evt. möchte bzw. wenigstens versuchen möchte.

Ich weiss nicht, ob das einfach direkt nach der Lehre egal ist, WIE man abschließt. Sicherlich spielt es in 10 Jahren keine Rolle mehr, aber gleich der erste Job NACH der Lehrausbildung wird sich sehr wohl seine Noten anschauen...

V}errüc'ktxe


:)D

Keiner mehr eine Meinung zu??... :°(

nMa5janUaguxt


Du zerbrichst dir immer noch seinen Kopf. Lass es.

Aber ich gebe dir recht, mit den Noten bekommt er vermutlich genausowenig eine Stelle, wie wenn er die Prüfung gar nicht besteht.

V?err8ückte


Wenn das so einfach wäre, trotzdem danke, dasst vorbeigeschaut hast :-) @:)

B}rraim


die Noten nach der Ausbildung sind sogar extrem wichtig um einen neuen Job zu finden!

Das Arbeitszeugnis und seine Kenntnisse natürlich auch – aber die Noten sind keineswegs so unwichtig wie von einer anderen Userin hier dargestellt.

Du musst ihm irgendwie klar machen, dass es um seine Zukunft geht – wenn ihm sein Job Spaß macht und ihm das Arbeiten Spaß macht müsste es doch auch machbar sein, dass er eine ordentliche Prüfung ablegt... ich mein das ist ja kein Hexenwerk.

GEiftm`ischeroin08y9


Macht ihm denn der Job, den er später mal machen wird Spass?

Gibt es ander Mitprüflinge, die er kennt, die auch durchgefallen sind? Wenn 2 lernen, die das gleiche Problem habe ist es oft einfacher...

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