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Abgebrochenes Praktikum

Nlo'ct!ambuxle hat die Diskussion gestartet


Hallo,

Ich wollte den Faden hier aufmachen, weil ich mir ein bisschen was von der Seele schreiben wollte, in der Hoffnung, dass es mir dann ein wenig besser geht. Vielleicht habt ihr ja Erfahrung mit so einer Situation. Ihr dürft mir die dann gerne schreiben.

Also vorneweg: Ich bin Masterstudentin der Molekularbiologie. In meinem Studium muss ich unter anderem 2 je 9 Wochen lange Praktika machen und in einem der beiden Praktika meine Masterarbeit dran hängen. Das erste der beiden habe ich schon gemacht :)^

Letzten Montag hat dann mein zweites Praktikum angefangen, aber es stand von Anfang an unter keinem guten Stern. Man muss dazu wissen, dass ich für dieses Praktikum eine andere gute Chance hab sausen lassen, weil ich hochzufrieden mit der Zusage zu dem jetzigen Praktikum war. Leider stellte sich dann 3 Tage vor Beginn heraus, dass ich nicht in dem eigentlich gedachten Projekt mitarbeiten kann, sondern erstmal mit einem Chinesen zusammenarbeiten soll. Der mache zwar theoretisch das gleiche, aber es würde sich eher anbieten, wenn ich da hin gehe.

Also bin ich Montag dahin gegangen und hatte schon ein mulmiges Gefühl. Ich kannte den Chinesen schon von früher und wusste dass unsere Arbeitsweise und Mentalität komplett unterschiedlich ist. So war es dann leider auch. Ich habe innerhalb dieser Woche gemerkt, dass viele Sachen einfach nicht passen. Erstmal waren da Sprachschwierigkeiten, da sein Akzent sehr stark ist. Außerdem fühlte ich mich nicht in sein Projekt eingebunden. Ich hatte eher das Gefühl, dass ich für ihn als Technische Assistentin arbeite (also nur die Sachen ausführt) aber ohne zu verstehen, warum ich die einzelnen Schritte mache und welcher Schritt darauf folgt. Nach einem Gespräch mit seinem Chef (und meinem Ansprechpartner) hat es sich zwar gebessert, aber nicht so, dass ich glücklich mit der Situation gewesen wäre. Ich muss am Ende der 9 Wochen einen Vortrag halten und einen Bericht schreiben aber ich hätte das ohne Projekteinbindung nicht gekonnt.

Lange Rede kurzer Sinn: Ich habe heute nach einem Gespräch mit dem Chinesen und einem weiteren Gespräch mit dem Chef, das Praktikum abgebrochen. der Chinese kann es gar nicht nachvollziehen. Er hat sich wirklich Mühe gegeben, aber trotzdem ging es nicht. Der Chef versteht es auch nur so halb. Er bat mich es noch eine Woche zu versuchen. Aber die eine Woche bisher hat mich schon so geschlaucht, ich hätte das nicht überstanden. Außerdem stand mein Entschluss innerlich schon fest. Ich hätte mich gar nicht mehr darauf einlassen können. Auch wenn ich gewollt hätte :°(

Und nun sitz ich hier und könnte nur heulen. Zwar bin ich auf erleichtert, weil ich mir die Wochen soooo viele Gedanken gemacht habe, aber irgendwie....Ich weiß weder wo ich dieses blöde Pratikum jetzt machen soll, noch wo ich meine Masterarbeit schreiben soll. Das Projekt wäre genau das gewesen was ich gewollt hätte. Aber nicht mit dem Betreuer und jemand anders kann mich nicht nehmen. Alle anderen sind jetzt in ihrem Praktika und ich habe "Zwangsurlaub" :°( Dabei bin ich jemand dem 2 Wochen frei schon zu viel sind :-|

Ich fühl mich wie ein totaler Versager und "Hinschmeißer" und "Nichts-Hinbekommer". Ich hatte mich sooo auf dieses Praktikum gefreut %:|

Sorry, ich musste das mal los werden :-|

Danke fürs lesen

Antworten
CTolch'icixn


Hm. Das ist ja jetzt wirklich doof gelaufen :/

Glaube der Chef versteht es vor allem deswegen nur so halb, weil du nur eine einzige Woche versucht hast mit dem Chinesen zusammen zu arbeiten.

Das was du geschildert hast, kenn ich von ner Kommilitonin (wir sind auch Bios ;-D) – wir mussten ein Praktikum vor unserer Bachelorarbeit absolvieren, und ihr Betreuer war 1:1 das was du beschrieben hast. Sie hat auch sehr gelitten.... Allerdings konnte sie dann den Betreuer wechseln zur Arbeit und dann gings halbwegs – die 10 Wochen davor waren aber auch echt hart.

Kannst du nicht bei deiner anderen möglichkeit nochmal nachfragen, da wo du zuerst abgesagt hattest? Vllt kommst du ja da noch irgendwie unter.

Ich persönlich glaube dass es vllt besser gewesen wäre, wenn du es noch zumindest eine Woche versucht hättest – vllt hättest du dann mit wem anders zusammen arbeiten können. Aber im Nachhinein kann man eh nix mehr dran ändern. Ich bin sicher du hattest deine Gründe so zu entscheiden, also solltest du jetzt einfach versuchen das beste daraus zu machen.

Ich bin sicher dass du das irgendwie schaffst ! :)_

NKoctUambxule


Danke für dieine Worte.

Kannst du nicht bei deiner anderen möglichkeit nochmal nachfragen, da wo du zuerst abgesagt hattest? Vllt kommst du ja da noch irgendwie unter.

Ja, das werde ich gleich Montag machen. Vielleicht ergibt sich ja was...

Ich persönlich glaube dass es vllt besser gewesen wäre, wenn du es noch zumindest eine Woche versucht hättest – vllt hättest du dann mit wem anders zusammen arbeiten können.

Ich hätte den Betreuer nicht wechseln können, das stand fest. Und ich wollte einfach keine Zeit verlieren. Kennst du das Gefühl, wenn man innerlich bei einem Thema einfach blockiert? Man kann das dann gar nicht beeinflussen. Es rauscht dann nur so an einem vorbei. Ich habs wirklich versucht %:| Was hätte die Woche da geändert?!

Boah, ich bin immer ne vorbildliche Studentin gewesen. Ich bin durch KEINE Klausur gefallen, alle waren immer zufrieden mit mir. Ich war immer zügig mit allem fertig. Habe den Master bisher in 2 statt 3 Semestern gemacht. Auch beim Bachelor war ich schneller. Und jetzt "leiste" ich mir sowas %-| Ich bin enttäuscht von mir...auch wenn ich meine Entscheidung nicht bereue. Komisch, oder?

C@oAlc{hicixn


Du solltest dir nicht einreden, dass du jetzt versagt hast. Irgendwo muss einem auch mal was doofes passieren!

Ja, ich weiß was du meinst, mit dem innerlich zumachen ;-) Kenne das auch.

Die Woche mehr hätte dir sicherlich unter den Umständen nix gebracht, allerdings hätte es vllt deinen Chef davon überzeugt dass das nix nutzt. Andererseits ist das vllt auch verlorene Liebesmüh, wenn du eh nicht woanders hättest unterkommen können...

Bei der anderen Stelle Montag mal nachfragen ist auf jeden Fall schonmal ne gute Idee.

Hast du nicht vllt andere Profs/AG Leiter zu denen du nen guten Draht hast? (vllt wo du deine Bachelorarbeit geschrieben hast, oder mal ein Praktikum gemacht hast vorher oder so?) Selbst wenn die vllt keine freie Stelle haben, vllt kennen die ja noch irgendwen der wen gebrauchen könnte.

Sei jedenfalls nicht zu hart zu dir – sowas kann jedem Mal passieren.

(Aber ich weiß wie du dich fühlst – ich bin zwar nicht so ganz Musterstudentin wie du, aber schon ziemlich gut, wenn ich das mal so behaupten darf ;-) Durch eine einzige Klausur bin ich durchgefallen... Ein weltuntergang. Meine Freunde hielten mich für total bescheuert – sowas passiert ja schließlich vielen nich tnur einmal... Aber ich weiß wie es sich anfühlt ^^)

Ntocta(mbule


Vllt wo du deine Bachelorarbeit geschrieben hast, oder mal ein Praktikum gemacht hast vorher oder so?

Das war auch in genau der Abteilung :-| Beim gleichen Prof. (der ist da Abteilungsleider)Auch meinen HiWi Job hatte ich in der Abteilung. Zwar bei nem anderen Arbeitsgruppenleiter

Durch eine einzige Klausur bin ich durchgefallen... Ein weltuntergang.

Jaaaa ich weiß was du meinst. Man weiß ja selber dass man am Rad dreht, aber helfen tut einem das auch nicht :=o Ich würd jetzt voll gern die freie Zeit genießen :-/

C*olchjicixn


Kann ich mir vorstellen ^^

Hm, doof das.

Aber morgen ist Montag, da kannst du ja vllt mal was rumtelefonieren.

Vllt fällt dem ja doch noch was ein, wenn du nochmal ne klärende Mail hinschreibst warum das jetzt so gelaufen ist, wie es gelaufen ist ;-)

Klappt schon! :)_

U>lmer S;patxz


Hab zwar einerseits schon Verständnis für Deine Situation, andererseits gehört es auch zum Leben (und zum Studium) dazu, zu lernen, mit anderen Leuten zusammenzuarbeiten, auch auf internationaler Ebene. Auch im Berufsleben kann es Dir immer wieder passieren, dass nicht immer elles Friede, Freude, Eierkuchen ist, sondern Du auch mit Leuten wie Deinem Chinesen zusammenkommst, mit denen Du's halt aus welchen Gründen auch immer, nicht so kannst. 9 Wochen sind zudem wirklich ein Zeitraum, den man überstehen kann.

Du warst ja schon auf dem Richtigen Weg: Du hast mit deinem Kollegen und dem Vorgesetzten (Prof) gesprochen und die Situation hat sich ja schon etwas gebessert. Das bedeutet doch, dass auch die beiden Interesse dran haben, mit Dir konstruktiv zusammenzuarbeiten und Kompromisse einzugehen bereit sind. Das muß aber auch von Deiner Seite aus kommen. Ich kann schon nachvollziehen, dass die beiden jetzt enttäuscht sind, dass Du trotzdem das Praktikum abgebrochen hast.

N|octa>mbulxe


Hallo Ulmer Spatz

Ich geb dir tendenziell schon Recht. Aber:

gehört es auch zum Leben (und zum Studium) dazu, zu lernen, mit anderen Leuten zusammenzuarbeiten

Das stimmt, nur leider hatte ich ncith das Gefühl MIT ihm zusammenzu arbeiten, eben weil er mich in seine Arbeit nicht ingeweiht hat. Ich habe zig mal nach bestimmten Unterlagen gefragt und sie dennoch nicht bekommen. Genauso war es mit Erklärungen zu der ein oder anderen Sache. Was mich auch sehr gestört hat war, dass er einen Tag gar nicht erst ins Labor gekommen ist ohne mir Bescheid zu sagen. Einen zweiten Tag (von insgesamt 5) hat er mich für halb 10 ins Labor bestellt, kam dann selbst aber nach 12. In der Zwischenzeit konnte ich nur warten. So sieht Zusammenarbeit für mich nicht aus.

9 Wochen sind zudem wirklich ein Zeitraum, den man überstehen kann.

Das stimmt auch. Allerdings hätte ich anch diesen 9 Wochen einen Bericht schreiben müssen, sowie einen Vortrag halten und später ne mündliche Prüfung. Ich hatte dabei Angst weder das ein noch das andere zu können, eben weil ich nicht richtig involviert wurde. Das hätte ne Menge schlecher Noten gegeben %:|

Hätte ich die Zei nur irgendwie "überstehen" müssen, wäre das ganze etwas ganz anderes.

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