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Studium abbrechen, wie soll ich's meinen Eltern sagen?

E`lli(9x1 hat die Diskussion gestartet


Hey Leute,

ich habe jetzt im Sommer angefangen an deiner Privatuni BWL zu studieren, aber es gefällt mir überhaupt gar nicht :( Es macht mit gar keinen Spaß und es ist auch nicht das, was ich jetzt noch 3 Jahre lang machen möchte.

Allerdings ist sone Privatuni ja auch sehr teuer und meine Eltern haben schon das erste Semester bezahlt und deswegen trau ich mich nicht ihnen zu sagen, dass ich abbrechen will. Hat jemand einen Tipp wie ich am Besten vorgehe, damit sie nicht ganz so sauer sind? :(

Ich möchte mir dann jetzt einen Ausbildungsplatz oder ein duales Studium suchen, weil mir auch der Praxisbezug fehlt...

Antworten
S9arahR Tam


Ich würde dir raten,deinen Eltern gut zu begründen warum du nicht zu ende studieren willst und vielleicht als kompromiss dass erste Semester zu ende machen,dann ist wenigstens das Geld nicht umsonst heraus geschmissen.Vielleicht sagen deine Eltern dann ok du darfst aufhören.Deine Zukunftspläne kannst du ja denn noch verfolgen.

mPayriNka s|tern


ich würde dir auch raten, dass erste semester, da es jaeh schon bezahlt ist, durchzuziehn und parallel nach alternativen zu schaun. nach zwei wochen finde ich noc nicht wirklich, dass man eine entscheidung treffen kann, vielleicht ändert sich ja noch deine einstellung. im moment ist doch alles noch vorbereitungskram.

was sind denn die gründe dafür, dass es dir nicht gefällt?

EWll2i9x1


@ marika stern

da es eine Privatuni ist geht das Studium schon länger, etwa 2 Monate schon ;-)

Ich habe einfach keinen Spaß an dem Studiengang, es interessiert mich eigentlich überhaupt nicht wirklich und so ein Studium an sich ist glaub ich auch nichts für mich :( Ich hab wohl zu wenig überlegt bevor ich mich dafür entschieden hab.

k6ate3rchayrlixe


mit den eltern sprechen – da musst du durch. besser gleich als später.

es ist ja so, dass du dich in einen zug gesetzt hast, und merkst, dass der in die falsche richtung fährt.

manche "erfahrungen" kosten halt geld.

ist jetzt zwar ein blöder vergleich, aber unser sohn hat z.b. ein paar monate nach führerescheinerhalt unser auto aufs dach gelegt, ich war total verärgert, bis ich realisiert habe: zum glück ist ihm nix passiert.

bei dir wird jetzt eine wichtige weichenstellung für deine zufriedenheit oder deine ausgefülltheit in den nächsten jahren, webnn nicht sogar fürs weitere leben vorgenommen.

wenn sich deine eltern eine privatuni leisten können, schein ja die vergeigte kohle eher ein sekundäres problem zu sein.

unser sohn studiert auch, es war eine zangengeburt. hat sich im allerallerletzten umentschieden, und das gespräch mit uns ist ihm nicht leichtgefallen.

wohnung war nämlich schon angemietet.

jetzt studiert er was anderes in einer anderen stadt und ich glaube er ist glücklich.

S^unfFlower_x73


Das kann passieren. Ich habe mein Abi mit 26 nachgemacht und gedacht, ich sei zielstrebig und wüsste, was ich will. Irrtum – Studium nach einem Semester (auf dem Papier 2) abgebrochen. Klar waren meine Eltern nicht begeistert, aber es ist MEIN Leben.

Was ungemein helfen kann:

Dir klar zu machen, was Du willst. Auf ein "ich breche dann mal ab" reagieren viele Eltern nicht begeistert. Wenn man aber genau sagen kann, warum und v.a. was man STATT DESSEN machen will, wirkt alles viel wohlüberlegter. Wenn Du für dieses Semester eh nicht mehr rauskommst aus der Privatuni: Nutze die Zeit, Dich schlau zu machen, was Du willst; ggf. schon zu bewerben,...

Ich habe damals sehr grundlegend die Richtung gewechselt – und bin sehr zufrieden. Promoviere mittlerweile und halte auch angesichts einige sehr spezieller schwieriger Nebenbedingungen (erforderliche teuere Weiterbildung, um überhaupt im gewünschten Bereich arbeiten zu können) durch. Und kann mir (meistens) vorstellen, noch 30 Jahre in dem Job zu arbeiten.

g-axtxo


Ich kann dir auch nur raten, dass Gespräch gut vorzubereiten. Begründe, warum du das Studium nicht weiterführen möchtest damit sie verstehen, dass du es dir gut überlegt hast. Dann solltest du auch einen Vorschlag haben, was du als nächstes tust. Ausbildung suchen schön und gut, aber was ist wenn dir das auch wieder nicht zusagt? Dafür also auch gute Argumente sammeln. Da die Ausbildungen erst in einem Jahr anfangen wirst du auch ein paar Monate zum Überbrücken haben. Was willst du da machen?

Letztendlich ist es dein Leben und das müssen und werden deine Eltern (hoffentlich) auch einsehen. Zumal Geld in ein teures Studium zu investieren, dass dir nicht gefällt, sie sicher auch nicht unbedingt wollen. Wenn du selbst gut überzeugt bist von deiner Entscheidung und Argumente für die wichtigsten Wenns und Abers hast, wirst du dich bestimmt sicherer im Gespräch mit deinen Eltern fühlen und sie nehmen dich und deine Entscheidung auch ernst.

Ebll<i9x1


Ach man ich hab echt Angst vor dem Gespräch :°(

Eben kam mein Vater rein und war schon wieder grundlos richtig böse zu mir, und das auch noch obwohl ich heute Geburtstag habe..

Wie wird es dann erst werden wenn er n Grund hat sauer zu sein? :(

Ich hab jetzt heute schon mal ein paar Bewerbungen geschrieben und muss sie nur noch abschicken.

Vorhin hab ich auch schon versucht das irgendwie anzuschneiden, das Thema. Ich meinte halt dass ich nicht glücklich bin mit dem Studiengang und meine Eltern meinten nur "jaa ab dem 3. Semester wird das besser. Das jetzt ist ja nur das Grundstudium" :( :(

B|la6ugxelb


Ich denke auch, dass du dir überlegen solltest was du stattdessen machen willst - dann haben die Eltern wahrscheinlich mehr Verständnis dafür. Ich habe mein Studium nach 1 Jahr gewechselt. Es hat mich einfach nicht wirklich angesprochen. Ich habe dann das Jahr fertig gemacht und mich über ein anderes Studium, das mich interessiert hat, informiert und dann gewechselt.

Meine Eltern hatten dafür vollstes Verständnis. Ich drück dir die Daumen, dass deine das auch haben werden. Aber selbst wenn nicht solltest du dich nicht dazu zwingen lassen etwas zu studieren was du nicht möchtest...

Achja, alles Gute zum Geburtstag! @:)

n>ajan@agxut


Dass du Bewerbungen schreibst, find ich schon mal spitze. Evtl. kannst du dir ja bis zum Ausbildungsbeginn nächstes Jahr einen Job suchen und dich selbst finanzieren. Das ist nicht nur sinnvoll, sondern kommt bei deinen Eltern bestimmt gut an.

uupelxa


Du kannst ihnen doch auch anbieten, die Gebühren für das eine Semester zurückzuzahlen.

SUmCilli2


Mmh, ich fand Studium zu Anfang auch echt :(v {:( und hätte am Liebsten abgebrochen. Ist das nach 2 Monaten nicht etwas übereilt? Man muss doch erst mal in die ganze Sache reinfinden und anfangs ist das Neue oft etwas komisch. ":/ Ich habe nach meinen ersten Klausuren im 1. Semester geheult und gedacht, dass es gar nichts für mich ist, ich zu dumm bin, es mir keinen Spaß macht etc. Und nun stehe ich kurz vor dem Abschluss....

pIebbxy


Vorhin hab ich auch schon versucht das irgendwie anzuschneiden, das Thema. Ich meinte halt dass ich nicht glücklich bin mit dem Studiengang und meine Eltern meinten nur "jaa ab dem 3. Semester wird das besser. Das jetzt ist ja nur das Grundstudium" :( :(

Deine Eltern haben auch z.T. recht.

Die Frage ist: gefällt dir "nur" das Studium nicht oder kannst du dir auch nicht vorstellen, später in den vorgesehenen Bereichen zu arbeiten?

Für mich ist das Studium "Mittel zum Zweck" – das Grundstudium war Horror (*gääääääähn*), das Hauptstudium nur noch zur Hälfte "gääääääääähn", weil man selbst Schwerpunkte setzen kann.

Studium kann halt echt staubtrocken sein zeitweise. Frage: was wolltelst du denn ursprünglich (arbeitsmässig) machen nach dem Studium?

gBagrgagugxgxu


Also ich habe auch 3 Monate studiert und dann abgebrochen. Ich bereue es getan zu haben.

Es war einfach viel zu früh zum abbrechen gewesen.

Mal eine andere Frage. Wieso hast du BWL als Studienfach gewählt?(SOll jetzt kein Vorwurf sein)

Was hast du dir darunter vorgestellt?

Was würdest du denn lieber machen?

SxunfClotwHer_Q7x3


Dass Deine Eltern vermutlich nicht jubeln werden, ist Fakt. Aber es ist DEIN Leben und nicht das Deiner Eltern (mein Vater wäre deutlich stolzer, würde ich die aktuelle Karriere mit Promotion etc. in einem anderen Fach machen!). Aber eigene Entscheidungen zu treffen, gehört halt zum Erwachsenwerden dazu.

Ich frage auch mal etwas direkt-dreist nach:

Wie bist Du auf BWL gekommen? Welche Vorstellungen hattest Du von dem Studium und davon, was Du mit dem Abschluss später anfangen willst?

Packe jetzt mal meine Vorurteile aus: BWL und Privatuni klingt so ein bisschen wie "Eltern sind auch irgendwie im Bereich Wirtschaft, man verdient hinterher i.d.R. gut – also mache ich das auch mal".

Aber so hält man kein Studium durch. Klar ist Grundstudium meistens öde – aber das hält man durch, wenn man weiß, wofür man auch diese Grundlagen lernen muss und v.a. wenn man weiß, was man hinterher konkret mit dem Abschluss machen möchte.

Solange man das nicht weiß, wird einen leider kein Studium begeistern.

Ebensowenig wird einen eine Ausbildung begeistern, wenn einem klar wird, dass man hinterher weniger Weiterentwicklungsmöglichkeiten hat und es dann bereut, nicht doch studiert zu haben (Freundin von mir hat jetzt 10 Jahre nach dem Abi angefangen zu studieren, weil ihr der Job zu langweilig wurde!).

Also:

Grundlegend schlau machen. Am besten unabhängig von Deinen Eltern (die nicht so ganz unkompliziert zu sein scheinen und vermutlich zu viel Einfluss ausüben. Das kann man nicht gebrauchen, wenn man grundlegende Entscheidungen triff,t die vielleicht vom Idealbild der Eltern abweichen).

Kleine Frage am Rande:

Wie geht es Deinen Kommilitonen? Ich fand gemeinsames Jammern am Anfange wirklich hilfreich. Einfach als Realitätscheck, was MEINE Unzufriedenheit/Fehlentscheidung ist- und was "normaler" Frust, den ALLE haben. Das hat mir sowohl geholfen bei der Entscheidung, mein erstes Studium abzubrechen, als auch beim Durchhalten im auch frustrierenden Grundstudium im 2. Studiengang.

Kannst Du mit einer Freundin drüber reden?

Und inwiefern studierst Du das, was Du studierst und wo Du es studierst, weil Du bspw. noch zu Hause wohnen kannst? Ist auch nicht sooo toll im Studium...

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