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Arbeitsverhältnis mit Schwerbehindertenausweis

JwasmCindxa75 hat die Diskussion gestartet


Hallo zusammen,

ich habe heute einen Job angeboten bekommen. Da ich einen Schwerbehindertenausweis habe, bekäme mein Chef Zuschüsse und Förderungen. Doch wie genau diese Zuschüsse aussehen weiß ich nicht.

Ich habe den Ausweis schon eine ganze Weile, habe aber immer nur auf 400 € gearbeitet, darum kam er nie zum Einsatz. ;-)

Welche Vor- und Nachteile habe ich und mein Chef wg. meinem Ausweis?

Könnt ihr mir dazu etwas sagen?

Antworten
C{aramXelxa


Du bekommst mehr Urlaub, je nach Grad der Behinderung und du kannst nicht so leischt gekuendigt werden. Du hast im Prinzip nur Vorteile @:)

Jrawsmind;a75


*schieb* :)D

W^a-ltra7ut19x33


Wieviel Prozent hast Du denn?

Also,ich habe 40% und laut einem Sachbearbeiter beim Arbeitsamt nützt mir das gar nichts.Erst ab 50% Prozent

hätte das einen Vorteil.

Vielleicht meldet sich @Caramela nochmal dazu.

J5asmiMnda!7x5


Wieviel Prozent hast Du denn?

Ich habe 50 %.

WSiestulie


@ Waldtraut,

doch 40% nützen etwas. Du kannst dich auf dem Arbeitsamt mit Schwerbehinderten gleichstellen lassen. Dann hast du auch Ansprüche auf Förderungen und besonderen Kündigungsschutz. Nur kein Sonderurlaub.

Du kannst aber auch einen Neuantrag stellen, dass du mehr bekommst. Frag mal deinen Arzt dazu *:)

Nyandaxna


Ich denke, es spielt auch eine Rolle, weswegen du die Schwerbehinderung hast. Wenn es etwa eine Gehbehinderung ist, und der Beruf nicht gerade körperlich fordernd ist, wird man dich deswegen sicher gern einstellen. Wenn es auf Psyche ist, wäre das schon heikler. Man muß immer bedenken, daß der Arbeitgeber sich überlegen wird, ob jemand mit SB leistungsfähig in dem Beruf ist, oder ob es zu Minderleistungen, Krankheitsausfällen oder Konflikten kommen wird.

Wxaltvraut1x933


@ Wiestlie,

danke für den Tip,werde da mal nachfragen *:)

Jrasmihndxa75


Man muß immer bedenken, daß der Arbeitgeber sich überlegen wird, ob jemand mit SB leistungsfähig in dem Beruf ist, oder ob es zu Minderleistungen, Krankheitsausfällen oder Konflikten kommen wird.

Der Arbeitgeber bekommt aber bei Beschäftigung eines SB Zuschüsse und Förderungen vom Arbeitsamt. Deswegen kann es sich ggfs. lohnen, einen SB einzustellen. :-D

N{andxana


Ja, kann sich lohnen, wenn der Krankheitsausfall und zu erwartende Probleme nicht so groß sind, daß er die Vorteile frißt.

CFaraLmelia


Bei einem GdB (Grad der Behinderung, der uebrigens NICHT in % angegeben wird) von 30 und 40 kann man sich mit Schwerbehinderten gleichstellen lassen. MW aber nur, wenn man Nachteile im Arbeitsleben hat..

S2un flowerx_73


Man selber hat ja erstmal den geringen Freibetrag in steuerlicher Sicht. Ob es für den Arbeitgeber ein Vor- oder Nachteil ist, muss wohl im Einzelfall entschieden werden. Ich habe einen GdB von 40 und die Gleichstellung; der Kündigungsschutz-Aspekt hat bei mir vor Jahren in der Probezeit leider nicht gegriffen und ich hatte nach einer OP direkt die Kündigung.

Mein GdB beeinträchtigt mich im Job eigentlich nicht (Gelenksprobleme; damit verbunden allerdings gelegentliche Ausfälle). Ich habe es in (zahlreichen) Vorstellungsgesprächen IMMER angesprochen, die OFfenheit wurde gewürdigt, war aber nie ein Problem. In den Fällen, in denen ich es nicht thematisiert habe, war die Atmosphäre so schlecht bzw. die Ansprüche an "perfektes Funktionieren" so hoch, dass mir klar war, dass ich den Job selber nicht will.

Meinen GdB und die Gleichstellung habe ich nur, weil ich den 1. Job nach dem Studium ja wg. der Probleme verloren habe und danach ArGe und Hartz IV auf mich zukamen – wo man mich zu einem Job als Produktionshelferin in der Fleischwarenfabrik zwingen wollte und die Probleme mit den Gelenken nicht anerkennen wurde. Da habe ich halt alle Register gezogen.

Aktuell war der GdB für mich selber aber eine Last. Bin (bei bestehendem, aber befristeten) Arbeitsverhältnis auf Jobsuche, und wg. des GdB und der Gleichstellung ist immer die Schwerbehindertenabteilung zuständig, die für meinen Bereich einfach ziemlich unfähig (aber immerhin nett) sind. Mit dem Hochschulteam der Arbeitsagentur wäre mir mehr geholfen, nur lande ich da halt nicht.

Ich würde letztlich aber immer mit offenen Karten spielen. Entweder es ist kein Problem für den Arbeitgeber – und wenn es eines ist, muss man sich eh auf Ärger und Kommentare gefasst machen, sollten Gesundheitsprobleme auftauchen. So einen Arbeitgeber möchte ich gar nicht erst!

Dort, wo ich aktuell arbeite, haben wir jemanden mit einem GdB von 90 – und die Person ist fähiger, belastbarer und seltener krank als alle anderen!

P|aulTinxe11


Einen Schwerbehindertenausweis hat man erst ab 50 %. Ab 30 kann man nur zwecks Kündigungsschutz Gleichstellung mit Schwerbehinderten beantragen.

Wenn du einen Job hast, bringt er dir Vorteile. Erst mal, dass einer Kündigung das Integrationsamt zustimmen muss. Verhindert Kündigungen zwar nicht wirklich, macht sie nur teurer (Abfindungen).

Sonderurlaub, früherer Rentenanspruch.

Dem Arbeitgeber bringt es kaum Vorteile. Zwar spart er Ausgleichsabgabe, die er zahlen muss, wenn er zu wenig Behinderte beschäftigt. Die meisten können aber so gut rechnen, um zu wissen, dass allein der Sonderurlaub meist teurer ist. Und sehr viele Firmen verhindern sie, indem sie einfache Arbeiten an Behindertenwerkstätten vergeben, das wird angerechnet.

Daher ist es meist schwer, eine unbefristete Stelle zu finden.

Wenn allerdings die Rentenversicherung "Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben" genehmigt hat, kann sie Eingliedeungszuschuss zahlen und Kosten für spezielle Umgestaltung des Arbeitsplatzes.

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