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Studium: Wie effektiv lernen?

cSladuu"dia8x4 hat die Diskussion gestartet


Hallo ihr Nachteulen *:)

ich studiere im 1 Semester Medizin und habe in absehbarer Zeit recht viele Klausuren. Ich hab meist mitgeschrieben und habe auch alle Folien parat. Mein Problem ist, dass ich nicht genau weiß wie ich anfangen soll, da ich in jedem Fach noch Unmengen in den Büchern lernen muss. Versteht mich nicht falsch, ich bin motiviert nur weiß ich nicht genau, wie ich anfangen soll.

Wie macht ihr es wenn ihr sehr viel Text habt? Zusammenfassen würde sehr sehr lange dauern. Markiert ihr Teile und schreibt raus,was ihr euch nicht merken könnt?

Könnte ein paar Tips zum effektiven Lernen gebrauchen :-) :-)

Danke schon mal+

Lg

Antworten
HXaemoogloxbin


Differenzieren auf das Wichtigste und lernen, lernen, lernen (lerne auch gerade für Medi-Klausur %:| )

T_ag2dieb


Als erstes hab ich immer alles aussortiert was unwichtig war bzw. was ich schon gewusst habe, damit wurde der Pack idr schon deutlich übersichtlicher.

Dann hab ich mir einen Ort gesucht an dem ich gut lernen kann (daheim in der Nähe von Rechner, TV, Radio, Telefon ist meist nicht so doll) – bei mir waren das die Cafeteria der FH bzw. die UNI-Bib. Ich bin ein Intensivlerner – also wenn ich mal anfange mach ich gern mal 10-15h am Stück – somit lohnt es sich für mich dafür extra einen anderen Ort aufzusuchen, zumahl bei den oben genannten Orten gleich die Mensa nebendran ist bzw. Abends div. Geschäfte.

Wenn ich alles zusammen habe, also Ort, Zeit und übriggeblieben Lernstoff fasse ich dann den restlichen Inhalt auf A4-Blättern zusammen – handschriftlich – übertrage Skizzen und versuche bei Beispielen oft mir noch eigene dazu auszudenken. Mit den Zusammenfassungen fange ich dann an zu lernen – den Urstoff noch nebendran, falls mir gedanklich was abhanden gekommen sein sollte.

Wenn ich das Zeug dann halbwegs im Kopf habe, reduziere ich den Stoff weiter, so dass er recht problemlos auf handliche Karteikarten passt.

Von den Karten lern ich dann weiter, ähnlich wie bei Vokabeln. Ich hab die Karten immer bei mir – die die ich bereits halbwegs behersche in einer Tasche – die die nich so gut laufen in der anderen. Dann wird versucht die eine Tasche zu füllen und wenn nach ein paar Durchgängen noch ein paar über sind, stopf ich die in die "Halbwissen"-Tasche und beginne neu. Die die ich dann im Schlaf behersche fliegen daheim dann raus.

Wünsch Dir Viel Erfolg bei Deinen Prüfungen! :-)

z!uza


ich ergänze folien/skripte einerseits während der vorlesungen und beim vertiefen zuhause/in der bib, zusätzliche "zettel" lassen sich ja einfach dazwischen einfügen ... auf karteikarten verzichte ich, da die ergänzungen für mich konkret genug sind und arbeitsaufwand und ertrag für mich da in keinem verhältnis stehen.

l=okxo


schreiben ,schreiben,schreiben

so hab ich es am besten behalten,erst abschreiben,dann stichpunkt mäßig nochmals schreiben

und dann versucht "Eselsbrücken " zubauen

lernen nicht erzwingen,dann geht ey nichts

das heißt aber nicht ,das wenn man keine lust hat ,dies als ausrede zunehmen

gilt nicht !

du musst lernen ,sonst wirst du kein guter Arzt ;-)

ich drück dir die daumen und viel glück :)*

i9ch_8x8


Meiner Meinung nach ist es ab einer gewissen Seitenanzahl fast unmöglich ohne Zusammenfassungen zu lernen, da man sonst das was man zu Beginn gelernt hat wieder vergessen hat, wenn man am Ende des Buchs angelangt ist.

Ich beginne das Lernen jedes Mal mit dem Schreiben einer Zusammenfassung: bunt, übersichtlich, Mind-Maps... Das dauert zwar seine Zeit(bei den derzeit zu lernenden 1500 Seiten sogar seeeeehr lange), aber es lohnt sich, denn zum Wiederholen reichts dann aus, wenn man sich die Zusammenfassungen hernimmt. Die sollte man aber dann auch 4-5 mal wiederholen, damit man den Stoff auch wirklich behält. Ich mache das Zusammenfassen meist so, dass ich kapitelweise vorgehe, ich lese immer ein Kapitel, markiere mit Leuchtstift und dann schreibe ich das wichtigste raus.

Kurz vor der Prüfung kann man ja dann noch mal das Buch lesen, damit die paar Einzelheiten, die nicht in der Zusammenfassung stehen auch noch mal angeschaut werden.

Muss man Definitionen auswendig lernen bieten sich natürlich auch noch Karteikarten an.

Ach ja: es empfiehlt sich durchaus, ein Buch über Prüfungs- und Lernmanagment zu kaufen, auch wenns blöd klingt. Mir hat das sehr geholfen, man muss aber auch die Disziplin haben, sich an diese Tipps zu halten, auch wenn sie manchmal mühsam sind.

Ich bin jetzt fast fertig mit meinem Studium und hatte einige sehr große Prüfungen und würde jedem in der gleichen Situation definitiv zu solchen Büchern raten.

Absyuka


Soweit ich das richtig verstanden habe, reden wir von Medizin – in diesem Studiengan geht es mW darum, innerhalb kuerzester Zeit ein Maximum an Stoff zu erfassen (+diesen wiedergeben zru koennen); da ist meist nicht viel mit der Erstellung großartiger Zusammenfassungen o.Â., weshalb ich ebenfalls dafuer plaediere, Stoff auf das Wichtigste (das, was wahrscheinlich gefragt werden wird) zu reduzieren und dies zu lernen. Man kann definitiv nicht Alles lernen – das gehoert dazu: abzuwaegen, was relevant ist oder nicht!

i9c\h_88


und woher weiß man vorher was geprüft wird?

in meinem Studium muss ich auch riesige Stoffmengen lernen, aber man kann nicht einfach einen Teil weglassen und in "kürzester Zeit" sind manchmal eben 3 Monate, wenn es um eine große Prüfung geht.

Wie gesagt, Zusammenfassungen machen sicherlich erst ab einem gewissen Stoffumfang Sinn, bei 100 Seiten braucht man das definitiv nicht, weil man ja gar nicht lange dran lernt. Da reichts dann wenn man die allerwichtigsten Dinge auf ein paar Karteikarten rausschreibt.

AXsukxa


Ich habe zT fuer eine Pruefung 3 Tage Zeit, mich vorzubereiten (weil der Unialltag es nicht anders zulaesst), wobei die prueefungsfrequenz bei 2/6 wochen liegt. Woher man weiß, was relevant ist? Altklausuren, Lernziele und IMPP-Fragen.

CTristapllo


Wir haben Gruppen gebildet. Unsere Gruppe (vier Personen) hat sich zusammen gesetzt, Vorlesungen in Themenkreise gebündelt und schriftlich fixiert. Markante und wichtige Punkte wurden mit Auszügen der Fachliteratur unterlegt und in PDF Dateien (Word > PDF) in unser Gruppenforum gestellt.(Uni-System)

Samstags war der Tag der Wahrheit, da wurden die Stoffe überarbeitet und jeder musste einen Fachvortrag halten. Zeit 8°° > 16°°, danach ging es zur Arbeit um Geld zu verdienen. Das haben wir bis zum Schluss diszipliniert durchgezogen,effizient und sehr erfolgreich. Einziger Störfaktor : Vielweiberei

cPlauuQdia84


Wow :-)

wie viele von euch schon geantwortet haben. Ich freu mich!! Mein Problem beim Zusammenfassen ist leider, dass ich es viel zu genau mache und dann meine Zusammenfassung so lang wie das ganze Buch wird und ich die Lust verliere :-/

Benutzt ihr verschiedene Textmarker?

Das ist schwer, ich habe nie richtig gelernt zu lernen und jetzt stehe ich vor der Problem.

Danke für eure Antworten und immer her mit den weiteren Tips *:) *:)

H~aemog7lobixn


Dann musst du es jetzt lernen, wobei ich dir nur sagen kann, dass es nie DIE Lernmethode gibt – Jeder muss für sich selbst den besten Weg finden.

Desweiteren gilt es, kontinuierlich zu lernen – Vorlesungen/Seminare vor- und nachzubereiten, um so den Anschluss zu behalten und den Lernstoff vor der Prüfung so gering wie möglich zu halten.

Benutzt ihr verschiedene Textmarker?

Ja, ich benutze immer einen gelben und einen orangen Textmarker %-|

Pjee>Klxee


Lerngruppen sind super. Man fragt sich gegenseitig ab, kriegt selber Fragen gestellt, lernt etwas von der Lernmethode der anderen (ich zum Beispiel fasse schnell in einer kurzen Skizze als Eselsbrücke zusammen. Medizin eignet sich hervorragend dafür!). Die Muskelnamen habe ich zu Tiernamen umgeformt und damit ein Tier für die Schulter, eins für den Rücken gemacht. usw. Und diese Tiere sind mein ganzes Studium mitgegangen und haben dann in Fysiologie auch noch Waffen und Attribute bekommen. Gerade beim Auswendiglernen sind Eselsbrücken und Creativität von grossem Nutzen.

Wenns schnell gehen muss, benutze soviel wie möglich verschiedene Lernwege. Visuel, auditiv, machen/skizzieren. Selber lernen aber auch den anderen abhören und korrigieren. So wird das ganze Gehirn gefordert und der soziale Druck, sich in der Gruppe nicht hängen zu lassen, tut sein Übrigens. Wird schon klappen! Und gut zu lernen muss man ja auch erst mal lernen

C'riBstaxllo


So wird das ganze Gehirn gefordert und der soziale Druck, sich in der Gruppe nicht hängen zu lassen, tut sein Übrigens.

Wir haben, in der Gruppe(vier Personen) die ich gegründet habe, 27 Kommilitonen verbrannt. Es gab eine Handschlagregel: Wer nicht erscheint ,die Systeme nicht pflegt und mitarbeitet, hat verwirkt und darf nur noch lesen. Hart, aber gerecht. Unsere Gruppe war sehr angesehen und wenn mal überhaupt nichts ging, haben wir den/die Prof. eingeladen, die auch gern kamen weil sie wussten, hier bläst du nichts in den Wind.

Es war eine sehr schöne Zeit. Wir sind uns heute auch noch, weltweit, sehr verbunden und nutzen jede Gelegenheit uns zu treffen.

c=lauu`dia8x4


@ Haemoglobin

Das war nicht so gemeint, dass ich wissen wollte welche Farben ich verwenden soll,sondern eher, ob man verschiedene verwenden sollte, um nach sehr wichtig,wichtig und weniger wichtig zu differenzieren. ;-)

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