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Angst vor Glatteis

d@umSmefwraxge


Man muss gar nicht unheimlich langsam fahren, wenn man genug Abstand hält. Und mal gelegentlich eine Bremsprobe machen kann nicht schaden! Dann weißt du, ob und wie glatt es tatsächlich ist (Aber nur, wenn grad keiner direkt hinter dir ist!).

Naja, kommt drauf an, wie glatt es ist. Wenn es richtig spiegelglatt ist, geht es fast nicht mehr darum, zu fahren, sondern das Fahrzeug auf der Straße zu halten, insbesondere bergab. Bei Bremsproben rate ich zu äußerster Vorsicht, insbesondere, wenn du keine Erfahrung auf Glatteis hast. Klar gibt das Aufschluss, wir glatt es ist, aber wenn es zu glatt ist, bringt gerade die Bremsprobe das Fahrzeug zum Schleudern, auch mit ABS. Falls es gar nicht anders geht: Parkplatz ansteuern, warten bis der Winterdienst da war. Nachdem das aber dauern kann, empfiehlt es sich, eine Decke ins Auto zu legen, die hält warm.

b7im:bxoo


Bei Schnee ist ein Auto ohne ABS sogar im Vorteil. Durch das blockierte Rad bildet sich ein Schneekeil vor den Rädern, der zuästzlich hilft das Fahrzeug zu verzögern. Also solange man nicht lenken muss, kann man auch ohne ABS bei Matsch und Schnee ruhig voll aufs Bremspedal drauflatschen. Aber nicht vergessen die Bremse zu lösen, sofern man lenken/korrigieren möchte (das Auto schiebt nicht immer gerade aus, sondern kann leicht schräg kommen, was aber ansich nicht tragisch so tragisch ist). Aber am besten gehst du mal auf größere Parkplätze/Freiflächen und übst etwas das Fahren auf Schnee/Matsch. Lass das Auto bewusst etwas rutschen, sodass du ein GEfühl dafür bekommst, wie das Auto sich verhält, wenn du ins Rutschen kommst und wie du zu reagieren hast.

Denn ein Auto das rutscht ist ansich völlig harmlos. Du darfst nur nicht zuviel rutschen oder unkontrolliert. Ansonsten hast du mit Voderradantrieb und guten Winterreifen ein "sorglos-Paket".

Bei Glatteis, am besten das Auto komplett stehen lassen, denn wenn man sich kaum noch auf 2 Füßen halten kann, sollte auch das Auto stehen bleiben. Sowas kommt aber selten vor. Eher ist es mal irgendwo auf Brücken, im Wald oder an frostigen Ecken überfroren. Erkennt man meistens daran, dass der Boden verdächtig schimmert. Aber einfach an schattigen Ecken etwas aufpassen. Solange dort aber keine Kurve kommt, ist das nicht weiter "tragisch". Nicht lenken, bremsen oder Gas geben. Einfach mit gleichbleibender Geschwindigkeit drüberrollen. So passiert am wenigsten.

Allgemein lässt sich für Winter sagen:

Nicht panisch werden hinterm Steuer. Mal rutscht man bischen, mal drehen die Räder durch, alles halb so wild, wenn man nicht versucht panisch zu lenken oder zu bremsen. Etwas mehr Abstand halten und vorausschauender Fahren. Weil es bringt nichts, wenn du es noch schaffst stehen zu bleiben, dafür dir aber der Hintermann dir reinsemmelt. Klar, dann hast du keine Schuld, aber den Ärger hat man dennoch. Soll aber keine Aufforderung sein rumzuschleichen, sonst wirst du vermehrt überholt. Das ist unter den Straßenverhältnissen dann für beide nicht ungefährlich.

Aber nichts nervt mehr, als wenn jmd mit 30 über die Landstraße zuckelt, obwohl zB eine griffige und geschlossene Schneedecke liegt. Wenn die Straße frei ist, einfach mal probebremsen, dann erkennt man schnell wie rutschig es ist.

myedailluondi&ezweitxe


Hatte Premiere: Ich musste mich gerade durch Schnee kämpfen, der liegen blieb und Eis war auch auf der Straße (es glitzerte unf funkelte wie verrückt=Eis?). Erstaunlicherweise, trotz ein wenig rutschen, bin ich ganz ruhig geblieben. Ich bin schön auch langsam gefahren (ca. 40-55 km/h).

Habe mir auch Schlossenteiser und son Zeug fürs Gummi geholt. Ich hoffe, das bringt was. Außerdem habe ich mein Auto VOR die Garage meiner Mutter geparkt, damit es geschützter ist. Oh Gott, morgen ist der Schnee sicher auch noch daaaaa. :[]

m<edaillon^diezweitxe


Ach ja, Danke für die lieben Beiträge hier, die mich echt beruhigen. *:)

C5aramaelxa


Super dass du es überstanden hast!

Und soll ich dir was sagen? Ein bisschen Angst ist ganz wichtig. Sonst wird man schnell zu übermütig und überschätzt sich ;-)

Versuch mal, eins der ADAC-Fahrertrainings zu machen. Die sind echt super, ich bin damals mit meinem Twingo auch mitgefahren.

WFilRd"k>atxer


Immer den Gang drin lassen, mit dem Motor abbremsen.

3. bergauf (langsam) 2. grade Strecke

S+tLeinhu;dexr


Denn ein Auto das rutscht ist ansich völlig harmlos. Du darfst nur nicht zuviel rutschen oder unkontrolliert. Ansonsten hast du mit Voderradantrieb und guten Winterreifen ein "sorglos-Paket".

Wenn man sich im öffentlichen Straßenverkehr bewegt, sollte man besser nicht rumrutschen! :-X

W$i{lEdPkater


Schon klar, wenn bergauf die Räder durchdrehen, 3. Gang und wenig Gas und beten !!

dDummsHchmarrexr74


Ansonsten [...] möglichst viel Motorbremse nutzen.

Stimmt das? Ich habe von irgendwoher in Erinnerung, dass bei Glätte die Motorbremse nicht ideal sei (weniger Gefühl mit der Kupplung als mit dem Bremspedal, wirkt nur vorne) ":/ Einige hier scheinen sich doch gut auszukennen...

bmiimbxoo


@ dummschmarrer:

Ich hatte das auch so in Erinnerung. Die Motorbremse kann bei Glätte dazu führen, dass die Antriebsachse über die Haftungsgrenze hinaus verzögert. In dem Szenario:

Motorbremse + Heckantrieb = Dreher/Abflug

Motorbremse + Vorderradantrieb = unsteuerbar

Das hört sich zwar sehr theoretisch an, aber ist mir schon so passiert, indem ich lediglich bei gleichbleibender Geschwindigkeit und mittlerer Drehzahl (ca 3000U/min) relativ abrupt vom Gas gegangen. Mein Hinterteil vom Wagen hat das mit einem wilden Drift quittiert. Hatte alle Hände voll zu tun das wieder abzufangen. Genauso sollte man abrupte Gaswegnahme in kurven Vermeiden, das gilt dann auch für Fronttriebler. Durch die dadurch entstehende Verzögerung wird die Hinterachse entlastet (beim Hecktriebler zusätzlich noch verzögert) und das kann schon reichen um selbst mit einem Fronttriebler eine Piruette zu drehen. (ebenfalls schon "ausprobiert", bei sage und schreibe nichtmal 20km/h eine ungewollte 180°Wende vollzogen.)

Ich will damit keine Panik machen, da war es beide Mal wirklich extrem rutschig, soll nur verdeutlichen, wie schnell es gehen kann.

Daher ist es sinnvoll einfach etwas sanfter zu fahren, sei es bei gasgeben, bremsen, lenken oder schalten. Damit tendenziell auch eher in hohen Gängen fahren. Schleichen braucht deswegen aber auch nicht. Ebenso wie am Berg im 3. Gang anfahren ist m.E. nur Quäulerei der Kupplung. Geht vllt mit einem Diesel, aber bei einem 1,1l mit 60PS muss man die Kupplung schon "rauchen" lassen, damit er einem nicht abschnappt. Mit Gefühl im Fuß geht das genauso im zweiten, oder auch im ersten Gang. Denn letztlich bestimmt man mit der Kupplung wieviel Drehmoment man auf die Räder zulässt. Das kann man genauso im ersten wie im dritten Gang regulieren, nur dass man beim dritten Gang noch bis rund 20km/h die Kupplung schleifen lassen muss. Im Twingo mit Frontantrieb ist das eh nicht so das Thema, der frisst sich vorwärts. Nur aufpassen wenn es zu glatt ist, dann läuft der Wagen evtl. auf die Seite weg. Das geht so lange, bis man in den Graben rutscht. Dann lieber paar cm zurückrollen/fahren und etwas Schwung holen, um die glatte Stelle "mit Schwung" zu überfahren.

Man kann sich auch ein kleines Säckchen Sand/Split in den Kofferraum werfen, falls man sich irgerndwo wirklich festfahren sollte. Halte ich aber für übertrieben.

Gegen festgefrorene Türen gibt es so Balsam für die Türgummis. Das soll verhindern, dass einem die Tür zufrieren oder die Diuchtungsgummis beschädigt werden. Türschlossenteiser kann prinzipiell nicht schaden, ich bin nur dahingehend skeptisch, ob dadurch im Schloß sich nicht vllt erst recht Feuchtigkeit bildet und das Schloss zu friert. Weil Lösungen auf Alkoholbasis werden ins Schloss geschüttet, der Alkohol verflüchtigt sich mit der Zeit, was bleibt ist das Wasser und gefriert im Schloss. Aber das ist nur ein GEdanke von mir...

@ Steinhuder:

mit kurz rutschen meine ich, wenn ein Rad/Achse für eine Sekunde mal die Haftung verliert ist das nicht weiter tragisch.

@ medalliondiezweite:

Super! War halb so wild, oder? :)^

Ja, geschützt parken kann den Unterschied machen, ob man kratzen muss oder nicht. Wenn möglich auch nah ans Haus stehen.

Wenn es glitzert muss es nicht zwingend glatt sein. Am besten 1-2 Bremsproben machen (natürlich nur, wenn hinter dir frei ist). Da merkt man sofort wie rutschig es ist.

mZedAaillkondiYezwexite


Heeeello *:)

Heute haben mich die Autofahrer hinter mir nervös gemacht. Klar, die wissen nicht, dass ich Fahranfängerin bin und Angst hab, jedoch bin ich aber auch nicht geschlichen. Ich wünschte, ich würde mich nicht so nervös machen lassen.

L8iNverrpooxl


Heute haben mich die Autofahrer hinter mir nervös gemacht. Klar, die wissen nicht, dass ich Fahranfängerin bin und Angst hab, jedoch bin ich aber auch nicht geschlichen. Ich wünschte, ich würde mich nicht so nervös machen lassen.

Ich kann dich voll und ganz verstehen, in meinem ersten Winter ging es mir nicht anders, aber die 40-50 km/h sind je nach Strecke definitiv geschlichen. ;-)

Aber nicht aus der Ruhe bringen lassen und mit der Zeit wirst du auch sicherer.

dkummeNfragxe


Dem kann ich nur beifplichten. Klar, rege auch ich mich manchmal über unsichere Autofahrer auf, die bei Schneefall nicht mehr als 40 fahren. Neben Schnee gibt es aber auch Glatteis, also richtig spiegelglatt, nicht nur ein festgefrorener Schneeregen. Das ist das gefährlichste überhaupt, und da habe auch habe bei dem Wetter manchmal Exemplare hinter mir -vorzugsweise in Porsche Cayenne oder BMW X5, bei denen möchte ich anahlten, aussteigen und in die Fresse hauen (ja... sorry, aber die regen mich echt auf). Ich fahre seit 16 Jahren Auto, und das ziemlich am südlichsten Ende Deutschlands, wo ein Wimter wie dieser gar nicht mal so ungewöhnlich ist, sowas haben wir eigentlich fast jedes Jahr ein paar Tage lang. Leider glauben Geschäftsreisende oder Touristen allzuoft, sie bräuchten sich lediglich einen SUV zu mieten, und schon sind die Gesetze der Fahrphysik für sie ungültig. Das Erwachen kommt, wenn der SUV auf dem Dach liegt, denn gerade bergab sind die auch nicht besser als normale Autos. Richtig, (steil) bergab. Das ist bei Glatteis das gefährlichste, nicht bergauf, auch wenn die Antriebsräder bergauf stärker rutschen. Bergab schiebt das Auto sehr stark von hinten, auch beim Fronttriebler.

m>edaill=ond]iezweixte


Ich denke, morgen lasse ich das Auto stehen, denn es soll 30 cm Neuschnee fallen und es wird nur Schnee geschoben, nicht gestreut. ":/

dIummsUchmarrxer74


und es wird nur Schnee geschoben, nicht gestreut.

gut so. bei meinem einen fahrrad dreht sich die kette nicht mehr wegen verrostung (obwohl sie in einem kasten läuft), nachdem ich durch den salzmatsch gefahren bin.

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