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studium – keine freunde

S/ona1teVomSc5heitxern hat die Diskussion gestartet


Hi allerseits,

ich habe dieses wintersemester angefangen an ner uni zu studieren und jetzt ist schon einige zeit vergangen und ich habe irgendwie überhaupt keinen anschluss gefunden. Alle gruppen haben sich schon gebildet und ich sitze die meiste zeit allein da. Ein Problem ist einfach dass die uni zu groß ist, es ist nicht wie in der schule, wo man jeden tag die gleichen leute sieht und sich zwangsläufig so oder so mit jemandem anfreundet. Das macht mir große probleme. So vom typ her bin ich sehr auf beständigkeit angewiesen. Ich habe auch ziemliche probleme mit dem selbstbewusstsein. Die meiste zeit fühle ich mich klein und wertlos wenn ich alle kommilitonen sehe, die über "gestern abend" oder ähnliches reden. Ich bin bis jetzt fast immer übers wochenende heim gefahren, um alte freunde und meine familie zusehn, da ich ansonsten einfach nur alleine in meiner wohnung wäre. Daheim vermeide ich es dann immer vom studium zu erzählen und sag eigentlich nur etwas wenn ich danach gefragt werde. Dann tu ich so als würde ich ein paar leute kennen, abends weg gehen usw..

Es gibt schon ein paar leute mit denen ich rede, aber das ist nur sehr oberfächlich. Problem ist nur dass ich bei 2 wirklich darauf achte, abstand zu halten.. Am anfang war ich da recht enthusiastisch, habe aber dann schnell gemerkt, dass diese 2 das studium rein garnicht ernstnehmen, nur sporadisch zu den vorlesungen auftauchen und ich mich da nicht mit rein ziehen lassen will..

Es kommt mir vor als hätte ich verlernt freundschaften zu schließen.. ich kann iwie nicht auf andere zu gehen, ich denke dann immer, dass ich mich aufdränge, eigentlich nichts zu bieten habe.. weiß nicht worüber ich überhaupt reden soll..

der freundschaftszug ist abgefahren und nur ich steh noch am bahnhof, dieses bild habe ich ständig im kopf.

Es kommen bestimmt so tipps vonwegen, iwelche vereine oder angebote an der uni, in die fachschaft eintreten und was weiß ich, aber ich weiß garnicht wo ich die zeit hernehmen soll. Irgendwas gibt es immer zu tun.. entweder ich sollte etwas lernen, schreiben oder haushalt schmeißen, einkaufen usw.. Es gibt tage da denke ich alles halb so schlimm, aber dann gibts es immer mehr so tage an denen mich das fertig macht, so einer wie heute..

Ich wäre sehr dankbar wenn jemand einen guten rat weiß, oder vielleicht von sich erzählen könnte, falls einer selber mal in so einer situation war.

Antworten
mcarik~a sxtern


du mußt halt schaun, wo du deine prioritäten setzt. der tag hat einfach nur 24 stunden und freundschaften sind ein verdammt zeitaufwendiges hobby.

L2ittl?eGhosxt


Freundschaften sind vielleicht zeitaufwändig, aber Kontakte sind im Studium unheimlich wichtig! Alleine ist es wesentlich schwieriger das Studium zu bestehen, meiner Meinung nach.

Ich denke nicht, dass der Zug abgefahren ist. Man lernt doch eigentlich immer wieder Leute kennen. Durch Seminare, Gruppenprojekte, Übungen... Sieh zu, dass du zu den Aktionen an der Uni gehst, z.b. zur Weihnachtsfeier deiner Fachschaft.

E'hemakl_iger NuvtzerU (#x325731)


Zum einen das. Aber zum anderen ist es auch total langweilig immer alleine rum zu hängen.

L@ittbleGhLosxt


Ja, das natürlich auch. Aber man könnte ja auch argumentieren, dass der TE seine Freunde sieht, wenn er am WE nach hause fährt.

m9ak%athaZ1x81


Aber es ist ja auch einfach schön, wenn man am Studienort Leute hat, mit denen man abends mal was machen kann. Da macht doch dann auch die Uni gleich viel mehr Spaß ;-)

LQittlIeGhoxst


Ja na klar! Ich seh das ja auch so.

Ich wollt nur nochmal n anderes Argument einwerfen ;-)

L<aSpaquNerxette


Mir geht das auch so, und ich studier nun im dritten Semester. Ich finde es auch schwieriger, Freunde zu finden. Weiß auch nicht, wieso. Wir haben viele Leute im Studiengang, recht wenige Stunden... Aber gerade bei so vielen Leuten ist es schwer, weil man alle nur so kurz kennt, aber keinen wirklich richtig.

Aber du bist ja noch im ersten Semester, ich bin mir sicher, du findest noch Anschluss. In Vorlesungen ist das alles auch schwerer, aber in Übungen sind ja weniger Leute, mit denen redet man auch eher mal. Setz dich doch einfach mal neben jemanden, der dir sympatisch erscheint. Hin und wieder ein Wortwechsel und dann wird das schon :)_

TLüteAnsupTpe


Darf ich fragen auf was für eine Universität du gehst?

Also ich kenne das, dass man in den Vorlesungen eigentlich niemanden kennenlernt, weil man da eben mit ein paar Hundert Leuten sitzt.

In den Übungen und Tutorien sieht das aber meiner Meinung nach viel besser aus, wo man mit ca. 20 Leuten sitzt.

Das ist halt Klassengröße und über das Studium kann man doch immer reden, sich vielleicht mal zum Lernen treffen oder mal fragen, was am Wochenende so geht ;-).

Ohne soziale Kontakte kann man meiner Meinung nach das Studium nicht überstehen, weil es einen sonst wirklich kaputt macht.

Aber ich kenne das Problem, ich weiß auch häufig nicht worüber ich mit den Leuten reden soll, die belanglosen Themen sind schnell ausgelutscht, habe zum Glück aber auch noch alte Bekannte auf der Uni.

sQchnat{terguxsche


Die meiste zeit fühle ich mich klein und wertlos wenn ich alle kommilitonen sehe, die über "gestern abend" oder ähnliches reden.

Wenn Du heute mitgehst, kannst Du morgen auch über "gestern Abend" mitreden.

Du mußt dazu nicht jede Nacht versacken. Aber mindestens ein Abend in der Woche sollte für die Ablenkung reserviert sein. In meinem ersten Studium waren wir immer donnerstags in der Kneipe. Freitags war die erste Vorlesung am Mittag, also war das kein Problem. Später bei meinem zweiten Studium war ich dienstags und donnerstags in unserem Studentenclub. Ein paar Runden Billard, sich unterhalten, und 2-3 Bier dazu. Ab und zu habe ich auch mal die Musik gemacht. Alles nicht exzessiv, aber dafür regelmäßig. Für mich war das Entspannung, und wer etwas von mir wollte wußte, wann ich da zu erreichen war. Die so geknüpften Kontakte sind auch nach über 20 Jahren noch aktiv.

S'unfloPwerC_73


Man kommt im Studium ohne Kontakte nicht wirklich weiter. Irgendwann wird es Gruppenaufgaben o.ä. geben – spätestens dann MUSS man mit anderen Kontakt haben. Zeige mal selber Initiative: Schließe Dich anderen zum Mittagessen in der Mensa an; frage Dir sympathische Leute, ob jemand mit Dir zum Essen gehen will. Nehme an Veranstaltungen teil. Es gibt doch überall auch sonstige Gruppen an den Unis: Sportkurse,... Melde Dich zu sowas an. Es kann nämlich nett sein, mal vom eigenen Studienfach wegzukommen.

Das mit den Heimfahrten am Wochenende würde ich mir auch überlegen. Bei mir im Semester waren die Leute recht schnell "unten durch", weil als Botschaft oft rüberkam: Ich hänge an Zuhause, ich hänge an den Leuten dort, die Uni-Leute nutze ich nur für's Studium. Man muss ja das Wochenende nicht allein in der Wohnung verbringen. Informiere Dich, was in der Uni-Stadt los ist. Sprich' Leute an, ob sie mit Dir ins Kino, in Kneipe XYZ gehen. Notfalls gestalte auch mal einen Tag alleine: Lerne den Ort kennen. Das, was abseits von Uni & Bibliothek los ist.

Und notfalls:

WG statt eigener Wohnung. Kannst Dir ja Zeit lassen, bis Du was wirklich passendes findest. Aber (Nicht-Zweck-)WG hilft toll gegen Einsamkeit.

ai.fli2sxh


Also die "Heimscheißer" – die Leute, die jedes Wochenende nach Hause eiern – hatten es bei uns auch schwerer. Klar, man kann halt entweder zu Mutti fahren oder sich auf die neue Situation einlassen. Beides geht nicht.

Gibts bei euch keine Erst-Semester-Feiern o.ä.? Sowas gibts doch eigentlich an jeder Uni.

Irgendwas gibt es immer zu tun.. entweder ich sollte etwas lernen, schreiben oder haushalt schmeißen, einkaufen usw.. Es gibt tage da denke ich alles halb so schlimm, aber dann gibts es immer mehr so tage an denen mich das fertig macht, so einer wie heute..

Du bist zum Studium zu hause ausgezogen, oder? Am Anfang kommt einem das alles unheimlich viel und fast unschaffbar vor. Aber glaub mir, Du wirst eine Routine entwickeln und bald wird z.B. Haushalt, Einkaufen und dieser Kram nebenher laufen und Du wirst mehr Zeit und Freiräume haben.

Und bis dahin musst Du Dich im Kopf dazu entscheiden, Dich in Deinem neuen Lebensabschnitt einzufinden und Dich wirklich darauf einzulassen. Such nicht nach Ausreden, warum dieses oder jenes nicht geht – machs einfach und schau, was passiert.

sfingqhxa


Versuch doch selber eine Lerngruppe zu gründen: Aushang am schwarzen Brett (auch dem virtuellen schwarzen Brett). Oder versuch es mit einer Sportgruppe.

Hast du schon mal auf StudiVZ oder Facebook gesucht, ob es deine Uni/Fachbereich dort vertreten ist?

Meistens gibt es auch eine Fachschaft, oder Studikaffe wo man versuchen kann kontakt zu bekommen.

Viel Erfolg beim Studium!

m?akQathaq18C1


Also die "Heimscheißer" – die Leute, die jedes Wochenende nach Hause eiern – hatten es bei uns auch schwerer.

Für die Leute, die nicht übers Wochenende heim fahren, macht es auch wenig "Sinn"sich mit Wochenendheimfahrern anzufreunden, weil die ja Leute suchen, mit denen sie auch am Wochenende was unternehmen können.

aK.fisxh


@ makatha181

Es ist nicht nur das. Sunflower hat es gut beschrieben:

Das mit den Heimfahrten am Wochenende würde ich mir auch überlegen. Bei mir im Semester waren die Leute recht schnell "unten durch", weil als Botschaft oft rüberkam: Ich hänge an Zuhause, ich hänge an den Leuten dort, die Uni-Leute nutze ich nur für's Studium.

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