» »

studium – keine freunde

d%ummsc~hmarrZer7x4


Das hört sich so an, als wären diese Uni-"Freunde" nur Mittel zum Zweck

naja, es wurde ja der "nutzen" von unifreunden infrage gestellt, da habe ich die freundschaften mal ganz zweckgebunden betrachtet. *:)

SZta*h=l|träCger


Alle gruppen haben sich schon gebildet ...

Kenne ich. Ich war auch neu in der Stadt und mir waren meine Kommilitonen zu ideologisch, das ging gar nicht. Ich war denen wiederum wahrscheinlich zu anti. Mein erster Freundeskreis kam sämtlich aus meinem Studentenwohnheim, speziell die Jungs aus meiner WG.

Da war zwar auch viel Clique, woon ich schon von der Schule her die Nase voll hatte, aber ganz kommt man nicht drumherum. Jedenfalls waren die deutlich älter als ich und dementsprechend früher mit ihrem Studium fertig, so daß mir zum Hauptstudium mein Freundeskreis weggebrochen war. Bin auch umgezogen, dort hatte ich mehr Stadt und Trubel, aber deutlich weniger persönliche Kontakte.

Ich glaube, irgendwann bin ich wie ein einsamer Wolf durch den Campus gezogen, was mir aber so nie aufgefallen ist, da mein Studium ohnehin hochindividuell war und überall, wo ich hinguckte, ebenfalls Einzelkämpfer durch die Gänge und Flure zogen.

Gegen Ende hin habe ich mich beim Freundeskreis meiner damaligen Freundin eingeklinkt. Den hatte ich dann solange, wie die Beziehung lief und der reichte mir vor Ort. Während all der Zeit haben sich meine eigentlichen Freunde aus meiner Heimatstadt auf alle Kontinente verpieselt, so daß ich nach meiner Rückkehr von meiner Studienstadt fast der einzige hier geblieben bin.

Komischerweise habe ich nie Probleme gehabt, wildfremde Leute irgendwo anzuquatschen. Und zwar ohne Smalltalk, sondern direkt ins Schwarze. Das macht für den Moment irre Spaß, aber nur seltenst hat sich etwas daraus längerer Kontakt entwickelt.

Wenn ich mich so umhöre, so klagen alle über das gleiche Problem: Ab einem gewissen Alter kommen kaum noch Freunde hinzu, dafür brechen einige durch die verschiedensten Gründe, meist durch Familiengründung, weg.

Das hat mir einige Jahre zu schaffen gemacht, aber mittlerweile habe ich meine Freundschaftsbedürfnisse entsprechend reduziert: Ich brauche eine Allianz für den Abend, die Woche oder das Jahr. Leute, die einen Teil des Weges mit mir gehen, bis zur nächsten Weggabelung. Für die Langzeitfreundschaft über alle Lebensabschnitte hinweg habe ich fünf Kindergartenkumpels, die ich aber nur noch höchstens einmal im Jahr sehe und dementsprechend bei täglichen Problemen keine Hilfe sind.

Eigentlich schon pervers, wenn man bedenkt, wie schnell man als Kind Freundschaften schliessen konnte, aber so ist die Realität.

af.fisxh


Also solche "Freunde" habe ich an der Uni schon und das ist auch wichtig. Das haben aber gleub ich die meisten früher oder später. Allerdings macht eine richtige Freundschaft für mich mehr aus. Aber das ist auch Definitionssache...

Wenn nach "Nutzen" gefragt wird, zählt man eben das auf, was "nützlich" ist. Dass diese Leute darüber hinaus auch noch andere Qualitäten haben, verneint doch niemand.

S.tah=ltrxäger


PS: Was bei mir hinzukam: Ich habe es gehasst, in meiner Freizeit über das Studium zu sprechen. Dieses ewige Geklage, Gejammer, Gewimmer und Geflenne über Dozenten, Klausuren, Fächer, Kommilitonen, früh aufstehen, spät aufstehen, etc. etc. Z-U-M K-O-T-Z-E-N.

Noch heute denke ich, wenn ich in der Bahn Studis mal wieder übers Studium sprechen höre, was für ausgemachte Langeweiler.

Jetzt muß ich es aber erleben, daß auch die Leute von der Arbeit in ihrer Freizeit über die Arbeit sprechen.

Anscheinend verbringen viele Menschen ihr ganzes soziales Leben mit einem Set von 1-2 Themen!

Gott sei dank gehöre ich nicht dazu. Habe schon immer besonderen Wert darauf gelegt, die verschiedensten Themen anzusprechen und zu diskutieren. Das ist eine Frage des persönlichen Horizonts und einer kultivierten Diskussionskultur. Und nicht zuletzt des Respekts, dem Gesprächspartner nicht immer denselben Mist aufzutischen.

dwummsc<hma&rrxer74


Jetzt muß ich es aber erleben, daß auch die Leute von der Arbeit in ihrer Freizeit über die Arbeit sprechen.

Das nervt mich auch. Aber man kann ja durchaus Gespräche auch in andere Richtungen steuern. Gut, manche sind da hartnäckig, aber ich denke ein sehr deutlicher Hinweis kommt dann doch an (in meinem Umfeld wäre das die Frage nach der "Projektkontierung" für das Gespräch). Aber das kann man nur bringen, wenn man genügend andere Themen in petto hat; also das Gespräch abwürgen und danach großes Schweigen sind natürlich nicht so der Burner.

EHle"ena


Als ich mein Studium begonnen habe, hatte ich überhaupt kein Interesse, neue Freunde zu finden weil an meiner Uni total viele "Szenies" und Pseudoindividualisten rumlaufen. Ich hab einfach mein Ding für mich gemacht und irgendwann hat es sich einfach so ergeben, dass sich eine andere Einzelgängerin zu mir gesetzt hat und wir rausgefunden haben, dass wir noch andere Fächer zusammen belegen und heute, nach gut 1 1/2 Jahren hat sich daraus ein super Freundeskreis gebildet. Es sind auch noch andere dazugekommen.

Meist ergeben sich Freundschaften durch Zufall oder wenn man eben nicht danach sucht. Aber vlt versuchst du dich mal darauf zu achten, ob vielleicht noch andere alleine rumlaufen. mit denen kommst du sicher leichter ins gespräch

*:)

K8a)dEhixdya


@ Eelena

War genau so bei mir! :)z Im kleinen Hauptfach intrigante Lästerer, im großen Hauptfach Pseudos :(v

@ dummschmarrer / CaroMarie

Ja, ich hatte gewissermaßen 2 Kategorien an Freunden: zum einen die Unileute, mit denen man sich abwechselt bei Vorlesungen bzw die sich gegenseitig helfen, zum anderen die "richtigen" Freunde, mit denen man auch was macht. Teilweise ist aus Kategorie 1 dann Kategorie 2 geworden :)z

U1lmer\ S_patz


Im Studentenheim oder in einer WG findet man sofort Leute, die wieder Leute kennen, und schon hat sich ein Grundstock gebildet.

Das kann ich so nicht bestätigen; im Gegenteil, ich empfand das Wohnheim immer extrem anonym und außer mit meinem Zimmernachbarn (der häufiger wechselte) gab's kaum näheren Kontakt; oft kannte ich nicht mal die Nachbarn im Gang.

Interessant ist's aber, dass es auch anderen Leuten so ging wie mir: auch ich hatte keine große Lust, am Abend als einziges Gesprächsthema die Probleme und Geschichten im eigenen Studienfach aufzuwärmen, weshalb ich versucht habe, möglichst auch Kontakte zu Leuten aufzubauen, die andere Fächer studierten als ich.

Zu denken gibt mir die Sache mit den Wochenendheimfahrern. Ich war zunächst selbst einer, später bin ich alle 2 Wochen heim; finde es auch wichtig, en Kontakt zur Heimat ncht ganz abreißen zu lassen. Klar war's dadurch schwieriger, was mit Leuten vor Ort zu unternehmen, denn unter der Woche ist man abends müde und hat keine Zeit / Lust, noch großartig was zu unternehmen und am Wochenende ist man dann ja im Hotel Mama.

Aber dass andere Leute einen deswegen als Freund ablehnen, nur weil man die Wochenenden daheim verbringt, das hör ich zum ersten Mal. Solche Vorurteile gab es zumindest bei uns nicht; jeder hatte Verständnis dafür, dass man auch seine Familie sehen will; ich fand es dann einen ganz guten Kompromiss, nur ca. alle 2 Wochenenden heim zu fahren, weil ich ja auch selbst auch mal einen Samstag / Sonntag mit meinen Komilitonen vor Ort verbringen wollte. Hatte meinerseits aber auch genügend Bekannte, die jedes Wochenende heimfuhren. Klar fehlten die mir dann manchmal, ich wäre aber nie auf den gedanken gekommen, dass sie mich deswegen nicht mögen.

Sttahlt'räger


im Gegenteil, ich empfand das Wohnheim immer extrem anonym und außer mit meinem Zimmernachbarn (der häufiger wechselte) gab's kaum näheren Kontakt; oft kannte ich nicht mal die Nachbarn im Gang.

Hehe, das erinnert mich an ein Wohnheim, wo ich mal lebte. Ich war der einzige auf dem ganzen Trakt. Nach 10 Monaten sah ich auf den Gang aus den Augenwinkeln einen Schatten in einem Zimmer verschwinden. Muß wohl ein Mensch und Mitbewohner gewesen sein. Voll unheimlich, wie in einer Geisterstadt. Aber ich habe es auch genossen mitten in der Großstadt zu sein, aber keinen Mensch zu sehen (auch nicht vom Fenster trotz weiten Blicks). Mucke konnte man übrigens bis zum Anschlag aufdrehen.

Ach ja, mein großes Vorbild damals war Klaus Kinski, der seine Geschäftspost grundsätzlich ungelesen in die Seine warf. Irgendwann bloß war mein Telefon tot, mein Postkasten quillte über und von der Uni drohte die Exmatrikulation, wie ich gerade noch so feststellen konnte. Hatte wohl meine Einsiedelei etwas zu weit getrieben. ;-D

Ach ja, Wohnungskündigung vom Studentenwerk kam auch. Erinnere mich genau. An eine Donnerstag um 15 Uhr bin ich nach einer durchzechten Nacht mit einem Kneipier (Schumi hatte in der Nacht die WM gewonnen, yeah!) aufgewacht und brauchte bis 18 Uhr eine Wohnung, sonst wäre ich auf der Straße gelandet. Das Aufwachen und die Realisierung der Lage war hart, kann ich sagen.

Um 18 Uhr hatte ich tatsächlich eine! Noch dazu ein Wohnhaus voller Stewardessen und Verkäuferinnen (Zufall!)! Voll das Kontrastprogramm, nach einer Weile kannte ich jede dort, nette Resozialisierung. ;-D

SLtah_ltrxäger


Nur für die Statistik: es war ein Sonntag – zwangsläufig.

W`atwerlxi


Wer geht für mich zur Vorlesung, während der ich einen anderen Termin hab, wer guckt meine Noten nach, weil ich schon in die Semesterferien abgedüst bin und bei wem kann ich um 23 Uhr eben nochmal Druckerpapier leihen.

Ich hasse solche Leute! ]:D Naja, nicht wegen einmal "kann ich bei dir was scannen" oder "kann ich mal ein Blatt, einen Stift haben"? Aber ich bin mit einer Heimscheißerin befreundet, die nachts um 23 Uhr einen Tag vorm Referat kommt mit: ICH bin zuhause (in Heimscheißhausen natürlich!) ICH bin krank, sag DU mal dem Prof bescheid warum ich fehle, damit ICH trotzdem die Klausur mitschreiben darf. :=o

... und ich sitz dann in meinem Bett und rege mich tierisch auf: darf alleine ein halbes Referat halten, weil ich bestimmt nicht mit sowas zum Prof gehe, der dann eh nur mich aufm Kieker hat, weil ich mit sowas unerhörtem ankomm. Da müssen manche nichtmal selber dem Prof ne Mail schreiben ;-)

Oder Semesteranfang: Heimscheißerchen bleibt natürlich so lange wie möglich zuhause. Ich bin ja da und schreib Heimscheißerchen erstmal ein. ]:D

Haha Stahlträger, deine Wohnheimgeschichte... ;-D

Ich kenn hier auch keinen auf dem Gang. Will ich auch nicht. Ich bin total froh, dass ich ein Appartement hab. Ehrlich gesagt: meine Nachbarn rennen schreiend durch den Flur... die will ich nicht kennen. 8-) Sind merkwürdig... bestimmt Erstis *g*

Zum Glück ist es hier wirklich ruhig, man hört von nebenan NIX. Nicht wie in der Platte fürher, wo ich Sex und Klodeckel und ALLES verfolgen konnte. :=o

UOlmerm Spaxtz


klingt für mich eher ein wenig nach Neid auf die Leute, die am Wochenende heimfahren dürfen, Waterli...

EyhemalViger Nuutzer |(#325K73x1)


Das hab ich mir auch gedacht. Es kann doch jeder machen was er will, wenn du dann für die Menschen den Karren aus dem Dreck ziehst, bist du doch selber Schuld ....

CQaoi!mhe


Huch, du redest so über deine Freunde? Dann will ich nicht dein Feind sein..

U`lm@er ?Spaxtz


Allein schon den Ausdruck "Heimscheißer" finde ich zutiefst verächtlich

Wollen Sie selber etwas dazu schreiben?

Dann melden Sie sich an bzw. lassen Sie sich jetzt registrieren, das ist kostenlos und innerhalb weniger Minuten erledigt. Interessant sind sicher auch die übrigen Diskussionen des Forums Beruf, Alltag und Umwelt oder aber Sie besuchen eines der anderen Unterforen:

Allergien · Zahnmedizin


Nicht angemeldet: Anmelden | Registrieren | Zugangsdaten vergessen? | Hilfe

Startseite | Impressum | Nutzungsbedingungen | Netiquette | Datenschutz | Mobile Ansicht   © med1 Online Service GmbH