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Krankschreibung: Arbeitgeber will jetzt Gespräch, hingehen?

S5anuxk


Hallo kubi, deine Geschichte ermuntert mich

Denn seit etwa einem Jahr nehme ich mir vor, was du getan hast. Sich längere Zeit krank schreiben lassen von einer krank machenden Arbeit. Ich habs bisher nur immer eine Woche hingekriegt. Mein Antrag, dass ich Teilzeit für 30h/Woche arbeite, wurde abgelehnt.

Also um die Ausgangsfrage kurz zu beantworten: Brief schreiben, dass du derzeit krank bist und den Termin gern wahrnimmst, wenn du wieder gesund bist.

Bei uns ist es das gleiche mit der Angstpolitik. Du, ich hatte schon meine Chefin nach Hause befördert, nachdem sie auf der Arbeit war und kam frisch aus dem Krankenhaus, weil sie einen Giftanschlag mitgemacht hat. Sie sah aus wie der Tod auf Beinen. Da ging nichts mehr. Und als ich sie zusammen mit meinen Kollegen endlich davon überzeugt habe, dass sie zu Hause besser aufgehoben ist ... wer steht da in der Türe und hat noch eine wichtige Aufgabe – die Geschäftsleitung. Ich habe mir eine Kurzanleitung geben lassen, dass ich diese Angelegenheit übernehmen kann.

Das ist nur eine Geschichte von vielen, die ich am liebsten gar nicht erinnern möchte. Personalabbau und der Rest der Mitarbeiter muss eben sehen, dass er das Pensum erfüllt. Es gibt Mitarbeiter, die schlafen im Büro. Unseren Betriebsrat kann man leider auch vergessen.

Alles ist so ungesund dort. Meine Arbeit inhaltlich macht mir Spaß, aber das Arbeitsumfeld ist krank.

Das schlimme ist, dass man nicht gleich von heute auf morgen die Kraft für einen Job hat.

Ich kann die Leute verstehen, die hier fragen, warum du dich nicht umorientierst. Weil das ist das einzige Vernünftige in so einer Situation.

Aber man braucht Energie dafür und du lädst jetzt deine Akkus auf. Einen Schritt nach dem anderen machen. Das ist absolut richtig. Von so einer Arbeit muss man sich erstmal erholen.

Keinem ist geholfen, wenn du jetzt überstürzte Entscheidungen fällst.

Ich wünsche dir gute Genesung und danke dir, dass du mich wieder bestärkt hast, mich länger krankschreiben zu lassen. Ich brauche ein paar Wochen um fit für einen neuen Job zu sein.

(ich bin 40 Jahre und war-haha, ich schreibe schon in der Vergangenheit- 6 Jahre in dem Unternehmen)

k]ub~i08x03


Hallo Sanuk,

danke. Ich wünsche dir, dass du den richtigen Weg gehst und alles gut wird.

Du hast das Problem gut erkannt, weil du in einer ähnlichen Situation steckst. Ich und du auch, wir sind nicht die Menschen – welche einfach so von heute auf morgen den Job hinwerfen, kopflos und noch dazu – wenn man schon Jahre in der Firma arbeitet. Das ist kein leichter Schritt und auch nicht mit einigen Wochen Auszeit zu machen.

Ich habe bei mir an einem Punkt besonders gemerkt, dass alles absolut kein Spaß ist. Als ich zur Untersuchung beim Medizinischen Dienst der Krankenkasse war, dort alles erzählte... und ich dann wieder nach Hause bin, saß ich noch eine halbe Stunde im Auto und hab geheult ohne Ende. Eben über diesen ganzen Mist und ich bin so einer, der nie weint – nach meiner Kindheit war dies das erste Mal wieder.

Dabei sind wir doch alle "freie" Menschen und warum tun wir uns das an? Ich will nicht wissen, wer in Wirklichkeit alles unzufrieden mit dem Job ist. Natürlich hat jeder Phasen, es ist nicht jeder Tag Sonnenschein. Aber viele, so wie ich – bei denen ist es jeden Tag so, Wochen, Monate, Jahre.

Ich habe viel, viel zu viel darüber nachgedacht. Es liegt meiner Meinung an der ganzen Gesellschaft. Wenn ich sehe, was unser Volk in den vergangenen Jahrhunderten geleistet hat, wie es sich entwickelt hat, was es entwickelt hat – wenn ich sehe, was dieses Volk eigentlich schaffen könnte und dann wie alles zu Nichte gemacht wird... Ich sehe tagtäglich, wie der Abstand zwischen Arm und Reich immer größer wird. Die Menschen vereinsamen, viele werden oberflächlich und nehmen keine Rücksicht mehr auf die Mitmenschen.

Das ist etwas, worüber man eigentlich ein Buch schreiben müsste, es jeder lesen müsste, damit allem Menschen die Augen geöffnet werden.

Ich sehe auch Lösungen für diese Probleme. Vielleicht ist das Wort "Grundeinkommen" ein Begriff. Das heißt, jeder Bürger, egal ob Kind, Erwachsener oder Rentner bekommt ein Grundeinkommen. Da gab es schon genügend Leute, die sich mit so etwas auseinander gesetzt haben und das auch durchgerechnet haben. Ich glaube der Betrag liegt irgendwie zwischen 600 und 700 Euro.

Die Finanzierung dafür ist ohne weiteres möglich.

Wer arbeiten geht, der bekommt dann eben noch anteilig seinen Lohn zu diesem Geld.

Warum das noch nicht gemacht wird – angeblich ist die Wirtschaft damit nicht zufrieden, weil sie Angst haben, dass dann kaum noch wer arbeiten würde. Die Firmen dürften dann auch nicht mehr die Leute behandeln wie Dreck, dann ist ja klar – dass man dann nicht mehr unbedingt darauf angewiesen ist, arbeiten zu gehen.

Die Moral würde aber gesteigert werden und am Ende kommt auch mehr dabei raus, wenn ein Mensch glücklich und zufrieden arbeiten geht.

Gewiss wären dies Mehrkosten für die Wirtschaft und dem Exportland Deutschland würde dies vielleicht nicht gut tun. Aber vielleicht kommt so ja auch wieder der Begriff "Made in Germany" neu hervor und die Welt weiß, dies ist Qualität und dafür bezahle ich gerne mehr.

Aber was soll's... man zerbricht sich am Ende nur den Kopf darüber, über Dinge – welche man nie selbst und alleine ändern kann. So hat man eigentlich schon genug mit sich selbst zu tun und sollte eben erst einmal dieses hinbekommen und vor allem den Akku laden.

Jfenni;fer1x9


Hallo,

nur kurz ich empfehle Dir ein Beratungsgespräch bei einem Anwalt,dieses kostet gerade 20 Euro in deinem Fall das beste.

Ich kann Dir nur raten,weiter Krankschreiben,denn nach 6 Wochen Krankschreibung, bekommst Du 70 % vom Grundgehalt,egal ob Du gegündigt bist oder nicht.Fakt ist, Du bist krankgeschrieben.Mir ist das gleiche passiert krankgeschrieben in der Probezeit,wegen schlechtem Arbeitsklima,kurz vor Ende der Probezeit Kündigung.Ich zum AA

ja die sagten keine zahlung vom AA weil ich Krankgeschrieben bin.Ich sofort zur Krankenk.die zahlten,wichtig ist das sie jede Krankmeldung der Durchschlag für die kasse immer pünktlich dort eingegangen ist.Ich bin froh das ich Geld bekomme,denn Arbeitslosengeld ist eindeutig weniger.

Noch ein Tipp,schriftlich dem Arbeitgeber mitteilen,das weitere Krankschreibung auf Dauer vorliegt,der Arbeitgeber kann dann Planen mir restlichen Personal,niemals hingehen die machen dich fertig.Und darauf warten Sie nur,notfalls reicht ein schreiben vom Anwalt,nehme einen Fachanwalt für Arbeitsrecht,oder frage direkt bei der Gewerkschaft nach.

Alles Gute

Jennifer

J~ennifNer-19


Ach ich doofe Nuss,

noch eins, nach 8 Jahren können die dich egal aus welchen Gründen auch immer,nicht so einfach kündigen.DU BEKOMMST AUF JEDENFALL EINE ABFINDUNG SOWEIT ICH WEIß ein halbes bis ganzes Monatsgehalt pro Arbeitsjahr !!!!!!! Unterschreibe nichts bloß nicht !!!!!!

Ich bekamm durch Verdi bei einem anderen Unternehmen für 1,5 Jahre Teilzeit 1500 Euro Abfindung !

Überlege Dir warum die Druck machen die kriegen dich nicht so raus.Überlege wieviel Du an Abfindung bekommen kannst.

Gruß Jenny

c=hDeeknyAangexl81


@ Jennifer

DU BEKOMMST AUF JEDENFALL EINE ABFINDUNG SOWEIT ICH WEIß ein halbes bis ganzes Monatsgehalt pro Arbeitsjahr !!!!!!!

Vorsicht mit Halbwissen!!!! Es gibt KEIN Recht auf Abfindung!!!

Mal vom TE abgesehen, finde ich es traurig, dass man statt sein Leben in die Hand zu nehmen und was zu ändern, sich lieber von der ungeliebten Arbeit krankschreiben lassen – auf Kosten der anderen :|N :|N :|N

Z]wergzenfr)au


Ich habe mich nicht sehr tiefgehend mit Arbeitsrecht befasst, aber ich weiß sicher, dass eine Kündigung wegen Krankheit unter Umständen zulässig ist. Zum einen bei häufigen Kurzerkrankungen, bei länger andauernden Erkrankung (Ende absehbar?) und bei dauerhafter Leistungsminderung (man geht von etwa 30% geminderter Leistungsfähigkeit aus). Wie genau die Voraussetzungen aussehen müssen bzw. welche Bedingungen zu erfüllen sind, wirst du an geeigneter Stelle erfahren.

Daher solltest du dich umgehend an einen Fachanwalt für Arbeitsrecht wenden. Du hast keinen Schimmer, was in dem angekündigten Gespräch auf dich zu kommen wird und/oder wieviel Druck man auf dich ausüben wird, dass ein oder andere zu unterschreiben.

Und damit du auch etwas für dich tust: Schau dich nach einem anderen Job um.

ruutsGchie


Jennifer, man versteht auch, was du uns sagen möchtest, OHNE DASS DU ALLES GROß SCHREIBST ;-D :=o

k(ubi0x803


Danke für euere Infos und Ratschläge

Schlimm ist eben nur, dass ich jetzt seit Tagen wieder merke, wie sehr ich mich darüber fertig mache. Klar, alles nicht so ernst sehen und locker bleiben aber dies ist oft leicht gesagt.

Da sitzt man wieder still da und starrt vor sich hin und in einem ist nur Leere. Nachts macht man kaum ein Auge zu und selbst in den Träumen ist man mittendrin.

Ich könnte da echt nächste Woche nicht hingehen, egal was sie wollen oder was sie dann machen. Es geht nicht. Ich werde ihnen schriftlich mitteilen, dass ich auch gesundheitlichen Gründen nicht in der Lage bin dort zu erscheinen, ich arbeitsunfähig bin und über den weiteren Verlauf keinerlei Auskünfte geben kann. Ich rechtzeitig mitteilen werde, wenn ich wieder arbeitsfähig bin und dann können gerne Gespräche geführt werden.

Natürlich kann man bei Krankheit gekündigt werden. Wenn einer dauerhaft Schäden hat, dann ist dies auch ein Grund den Arbeitnehmer zu kündigen. Selbst wenn einer Kündigungsschutz durch das Schwerbehindertenrecht hat, dann finden die immer Wege. Am Ende ist es dann echt so, dass sich Gerichte und Anwälte darum streiten.

Im Moment würde mir dies noch fehlen, mich dann auch noch wegen dem ganzen Mist vor Gericht rechtfertigen zu müssen. Zur Gesundheitsbesserung trägt das nicht bei.

Ich muss selbst einen Weg finden, vielleicht auch doch noch richtige Hilfe bei Ärzten suchen. Dann meine Nerven zusammenreißen und Bewerbungen schreiben. Bis dahin wird mich mein Arbeitgeber auch mit Sicherheit schon gekündigt haben. Ich hoffe, dass wird mich stärken und mich von einigen Dingen befreien.

S{anxuk


Hallo kubi,

ich ahbe gerade frei und möchte mich mit dem Thema beschäftigten, wenn ab 3.1.11 meine Bürozeit wieder anfängt.

Dann melde ich mich wieder und das sicherlich heftig.

Schönes neues Jahr euch allen @:) ;-D *:) @:)

m}aik020<8W4


Hallo Kubi,

deine Schilderungen über die Zustände in deinem Betrieb finde ich schlimm. Ihr arbeitet in einem 3-Schicht System, dass heißt also auch regelmäßig Nachtschicht machen? Das ist schon allein eine starke gesundheitliche Beanspruchung und wenn dazu noch eine Betriebsführung des Leistungsdruckes und Angsteinflößens betrieben wird, dann ist das auf die Dauer nicht lange auszuhalten.

Immerhin bist du schon 8 Jahre in dem Betrieb und hast deine Arbeit gemacht. Das dich ganze sehr mitnimmt kann ich gut verstehen. Man setzt ja nicht einfach so, einen Arbeitsplatz aufs Spiel, den man schon so lange hatte.

An deiner Stelle würde ich auch nicht zu dem Termin gehen. Wenn sie dir dann kündigen, am besten einen Fachanwalt nehmen und noch eine Abfindung rausholen.

Noch kann man in Deutschland nicht einfach so jemanden kündigen, nach so einer langen Betriebszugehörigkeit.

nvasjanag-uxt


Möchte mich auch anschließen :°_ kubi, du machst das gut.

Ich hatte '09 das Vergnügen, aus psychischen Gründen lang krankgeschrieben zu sein, und ich kenn das Gefühl, wenn da wieder ein Brief eintrudelt... :°( Sprich mit deinen Ärzten, ob du eine Aussage machen kannst wie "es dauert mindestens noch x Monate", und verschieb das Gespräch auf eine Zeit, wenns dir besser geht. Das ist nicht ideal, aber wenn du momentan mehr nicht kannst, gehts halt nicht.

Wegen der Kündigungsgefahr würde ich dir auch zu einem Anwalt raten. Es ist zwar nicht leicht, jemanden wegen Krankheit zu kündigen, gerade wenn du schwerbehindert bist, aber innerhalb gewisser Grenzen geht es trotzdem. Such dir einen Fachmann, damit du da keine unnötigen Fehler machst.

~~~

Zitat Kubi:

vielleicht auch doch noch richtige Hilfe bei Ärzten suchen.

Was machst du denn bisher? Ich war zuerst nur beim Hausarzt und dann aber bei einer Psychiaterin, die mich mit Medikamenten versorgt hat und bei der ich auch Therapiestunden hatte. Auch wenn viele Angst vor Antidepressiva & Co haben, wäre mein Rat trotzdem, dir in dieser Richtung einen Arzt zu suchen. Das richtige Medikament kann dir helfen, deine Kräfte wieder zu sammeln.

Ich schick dir ein bisschen Mut und Kraft rüber :)* *:)

TxMAxV


Leider hatte ich in den letzten Jahren ein wenig Pech und war oft Krank.

Diesen ganzen Frust habe ich wortwörtlich in mich hineingefressen, so dass ich in den letzten 1 1/2 Jahren 35kg zunahm.

Ich hatte selbst noch nicht einmal mehr Interesse an den einfachsten Dingen z.B. mähte ich wochenlang keinen Rasen mehr, hab nur dagesessen und vor mich hingestarrt.

Er sagte noch, dass ich wenn ich es für richtig halte, mich Anfang 2011 mal in Behandlung zu einem Psychologen begebe und ich ohne weiteres ruhig ein halbes oder dreiviertel Jahr zu Hause bleiben kann.

Und jetzt wunderst Du Dich dass der Arbeitgeber ein Gespräch will??

Bei allem Verständnis aber für Deine Probleme bist schon Du verantwortlich! Ich finde es ehrlich gesagt ziemlich [...] seine eigenen Probleme allesamt dem Arbeitgeber ans Bein binden zu wollen. Wie der Name schon sagt die Firma ist Arbeitgeber – und Arbeit haben Sie Dir seit Jahren gegeben. Bezahlt haben sie Dich offensichtlich auch nicht schlecht denn Du wolltest ja nicht zu einem anderen AG wechseln weil das, ich zitiere "ein derber Rückschritt" gewesen wäre.

Ich kann Dir nur raten damit aufzuhören die Schuld bei anderen zu suchen und selbst Dein Leben in die Hand zu nehmen. Der anstehende Jahreswechsel bietet sich dazu ja förmlich an.

Ssve`n_33


Beim lesen des Fadens kamen mir ehrlich gesagt die gleichen Gedanken wie die von TMAV geschildert.... Dinge wie "Gott, was für ein Weichei ohne Eier in der Hose" etc. Das tut mir irgendwie sehr leid, weil man vergisst schnell das es wirklich Menschen gibt die psychisch Krank sind und man kann eine Krankheit nicht vergleichen mit "normalem Stress" oder "normaler Angst" vor unangenehmen Gesprächen. Wenn man über mehrer Jahre ständig unter Strom steht und Anst vor dem Verlust seiner Arbeit hat etc. Ich glaube es braucht viel Zeit tatsächlich zu erkennen das man etwas verändern muss und wenn man diesen Zeitpunkt verpasst ist es zu spät. Burnout.

Wenn ich jetzt also versuche mich in die Situation des TE´s zu versetzen wüsste ich nicht, warum ich nochmal zum Arbeitgeber gehen sollte..... Ich würde zu meinem Hausarzt gehen und ihm die ganze Sache schildern. Es sollte kein großes Problem sein, dass der Arzt eine entsprechende Bescheinigung für den Arbeitgeber schreibt in dem er auch die voraussichtliche Krankheitsdauer benennt. Diese Bescheinigung würde ich dann zum Arbeitgeber schicken mit dem Hinweis an dem vorgeschlagenen Termin nicht teilnehmen zu können und mich zu einer erneuten Terminvereinbahrung zu melden sobald es mein Gesundheitszustand zulässt.

Lg

mNaikE20j8x4


Hallo TMAV,

erstmal würde ich dir zustimmen, dass man sich seinem Arbeitgeber gegenüber loyal verhalten sollte. Damit meine ich z. B.: nicht wegen Kleinigkeiten krank schreiben lassen, nicht nur Dienst nach Vorschrift machen, nicht immer über seinen Arbeitgeber meckern.

Andererseits scheint mir das bei Kubi nicht das Problem zu sein. Wenn die Arbeitsbedingungen wirklich so sind, wie er es beschrieben hat, dann kann davon keine Rede sein. Weil er 8 Stunden an seiner Maschine stehen mußte, in Wechselschichten, und die Vorarbeiter (Aufseher?) schon dafür gesorgt haben, dass man sich keinen lauen Lenz macht, oder mal mit den Kollegen ein paar Worte wechselt.

Wie der Name schon sagt die Firma ist Arbeitgeber – und Arbeit haben Sie Dir seit Jahren gegeben.

Und sie haben ihn sogar ganz ordentlich bezahlt. *Staun*

Das gibts auch noch in Deutschland. Schließlich könnte sich die Firma ja neue Leute holen, die für weniger Geld die Arbeit machen. Oder auch Leiharbeiter.

Die Bezahlung wird schon in Ordnung gewesen sein, weil er qualifiziert war und zuverlässig seinen Job gemacht hat. Und das 8 Jahre.

Ich will ja nicht zu persönlich werden und es geht mich auch nichts an, aber was machst du den beruflich TMAV ? Arbeites du auch in der Produktion? Hast du schon mal Nachtschicht gemacht? Oder bist du Handwerker?

Kannst du überhaupt beurteilen, was es bedeutet, so einen Job unter solchen Bedingungen zu machen?

H udbipfupxf1


Ich versteh das alles nicht ganz.....

Ich kann nicht beurteilen wie schlimm die Zustände in diesem Betrieb sind. Offensichtlich so übel dass du nicht vor hast jemals wieder dort zu arbeiten. Wieso suchst du dir nicht eine neue Stelle und kündigst? Der AG kann dir, wie du schreibst erst ab Ende Januar kündigen, das gilt aber nicht für dich, du kannst jederzeit schriftlich kündigen, brauchst auch gar nicht persönlich hinzugehen. Ich kann mir vorstellen dass es dir sehr schnell besser gehen wird wenn du das tust. Du kannst dich ja auch nicht ewig krankschreiben lassen. Es wäre etwas anderes wenn du nach deiner Krankheit vor hättest dort weiter zu arbeiten, was ja nicht der Fall ist. Wäre ich dein Arbeitgeber würde ich dich sofort nach Ablauf der Kündigungssperrfrist entlassen und das wird er vermutlich auch tun, denn wer kann sich schon einen MA leisten der dauernd krank ist und nichts bringt, ausser Umtriebe.

Dass der AG wissen möchte wie lange du etwa noch krank sein wirst, ist verständlich, denn er muss ja wissen ab wann er einen Ersatz einstellen kann. In der Schweiz bezahlt nach dem 30. Tag die Versicherung 80% des Lohnes, das heisst es kann jemand anderes, der die Arbeit macht, zu 80% eingestellt werden. Es ist aber auch möglich jemandem der krank ist nach 30 Tagen zu kündigen. Das ist in unserem Team schon passiert, übrigens auch bei einer psychischen Erkrankung. Die Person war hoffnungslos überfordert und hatte immer wieder Zusammenbrüche. Man konnte sich nie darauf verlassen ob sie am nächsten Tag zur Arbeit erscheinen würde oder ob sie wieder einen Zusammenbruch haben würde. Während ihres dritten Kuraufenthaltes hat man ihr gekündigt. Bei ihrem jetzigen Job wird viel weniger von ihr erwartet und sie ist sehr glücklich und hatte nie mehr Zusammenbrüche.

Deshalb mein Ratschlag. Häng dein selbstmitleid an den Nagel und such dir einen Job der dir besser zusagt.

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