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Vorstellungsgespräch Urlaub dafür nehmen?

H(oppWo hat die Diskussion gestartet


Hallo,

heute habe ich mit meiner Chefin gesprochen. Die sagte mir wenn ich ein Vorstellungsgespräch habe, dann muss ich entweder meine Überstunden abfeiern oder mir falls das nicht reicht Urlaub nehmen. Ist das so richtig, ich bezweifel das ja irgendwie....

Zu mir: Ich bin jetzt im Anerkennungsjahr d.h. ich habe nen befristeneten Vertrag vom 1.8.2010-31.7.2011. (Falls das was zu sagen hat).

Wäre echt super wenn mir das jemand erklären könnte.....

Lieben Gruß

Antworten
m.a=ik2x084


Hallo,

ist doch normal das du Urlaub nehmen mußt oder Überstunden abfeiern. Du erhältst doch auch eine Entlohnung für deine derzeitige Tätigkeit, oder nicht?

R:otschoxpf2


Selbstverständlich ist das richtig, dass du für ein Vorstellungsgespräch Urlaub oder Freizeitausgleich nehmen mußt. Was denn sonst?

Hboppxo


Klar bekomme ich Gehalt....

Ich kenne das so das der Arbeitgeber einen zum Vorstellungsgespräch freistellen müssen.... Weil es ja nun wirklich kein (Erholungs)Urlaub ist.... Ich muss doch auch keinen Urlaub nehmen wenn ich ne Fortbildung oder ne Prüfung mache....

zruzxa


selbstverständlich ist das nicht richtig – > § 629 BGB

z.b. hier erläutert:

[[www.vnr.de/b2b/personal/arbeitsrecht/freistellung-zur-stellensuche-was-sie-beachten-muessen.html]]

gruß,

R3oPts+cho'pf2


Ich kenne das so das der Arbeitgeber einen zum Vorstellungsgespräch freistellen müssen.... Weil es ja nun wirklich kein (Erholungs)Urlaub ist..

Na dann schlag das mal deiner Chefin vor. :-X :=o

zMuzxa


das ist geltendes arbeitsrecht – eine pflicht des AG zur freistellung (!) – welches sicherlich nicht "vorgeschlagen" werden muss, sondern ganz einfach durchgesetzt wird!

H)opxpo


ne, dass schlag ich ihr lieber nicht vor, wenns nicht so ist. Aber in dem Artikel von Zuza steht das auch drinne mit der Freistellung.... Deshalb bin ich jetzt schon etwas verwirrt... aber bevor ich nicht 1000%ige Sicherheit habe fange ich sowas nicht an....

aVug23x3


Hallo, was wird denn für ein Zeugnis nach Ende der Zeit erwartet?

N<alax85


In Ö ist es so dass man im Kündigungsfall dafür freigestellt werden muss. Bei einem auslaufenden Vertrag denk ich also auch dass das so sein wird. Immerhin ist es ja absehbar und für den Arbeitgeber auch zu erwarten gewesen.

s:iBngeha


Auch hier wieder: Ein Blick ins Gesetzbuch erweitert das Rechtsverständnis:

<a href="http://www.gesetze-im-internet.de/bgb/629.html">www.gesetze-im-internet.de/bgb/629.html</a>

Zuza hat schon den Artikel genannt: Freistellung zur Stellensuche ist in D geltendes Recht.

H{oppFo


@ aug233,

Hallo, was wird denn für ein Zeugnis nach Ende der Zeit erwartet?

Natürlich ein gutes, aber ich will mich nicht ausnutzen lassen, wei es vllt. viel machen würden....Finde das ne Unverschämtheit wenn man Rechte nicht einhält als AG....

r_utscxhie


Finde das ne Unverschämtheit wenn man Rechte nicht einhält als AG....

Halt deiner Noch-Chefin doch den entsprechenden Paragraphen unter die Nase, wenn sie das selbst nicht weiß :=o

YsM8G


den Link von zuza lesen und verstehen = Wenn gekündigt wird, egal wer oder ein Vertrag ausläuft außer bei nen Aushilsvertrag. Zitat: "Diese Regelung gilt sowohl für befristete und unbefristete Arbeitsverhältnisse, als auch für Ausbildungsverhältnisse, nicht jedoch für Aushilfsarbeitsverhältnisse."

Und damit ist nicht gemeint, das man Urlaub nehmen muß. Nein, der Arbeitgeber muß dem Arbeitnehmer die möglichkeit und Zeit geben sich um einen neune Job zu kümmern. Besuche beim Arbeitsamt zählen da im übrigen auch dazu.

OK? ;-)

Und wenn die nette Dame (Cheffe) es nicht glaubt, einfach mal den dazugehörigen Gesetzestext ausdrucken und ihr zum lesen geben... ;-)

tPhe-cBaver


Wie immer bei Rechtstipps aus dem Internet würde ich erst mal etwas Vorsicht empfehlen: Der angegebene BGB-Paragraph äußert sich nicht explizit zu befristeten Arbeitsverhältnissen, d.h. die Anwendung auf diese ist Richterrecht (also eine Rechtsauffassung, die sich durch die Rechtsprechung ergeben hat). Da müsste man erst mal suchen, auf welche Zeiträume im befristeten Arbeitsverhältnis die jeweiligen Urteile beziehen – ich könnte mir gut vorstellen, dass eine Freistellung z.B. in den ersten Monaten eines einjährigen Arbeitsverhältnisses als unverhältnismäßig angesehen würde.

Außerdem kann die Möglichkeit der Freistellung (zumindest wenn der einschlägige Wikipedia-Artikel Recht hat) durch Tarifverträge, Betriebsvereinbarungen oder individuelle Arbeitsverträge abweichend gestaltet werden. Solange man nicht weiß, was da evtl. vereinbart ist, wäre ich vorsichtig damit, der Chefin inrgendwelche Paragraphen unter die Nase zu halten. Im Zwifelsfall vorher Betriebsrat fragen, sofern vorhanden.

Grüße

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