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Mensch als gefährliche radioaktive Strahlungsquelle?

edlouixse hat die Diskussion gestartet


Liebe Mitglieder des med1-Forums!

Möglicherweise werdet ihr ein wenig schmunzeln wenn ihr euch meiner Frage widmet. Aber ich möchte auf Nummer Sicher gehen.

Ich bin zur Zeit im 3 Monat schwanger und habe ein 5 Jähriges Kind zuhause. Da mein Vater schwer pflegebedürftig ist, benötigen wir eine 24-Stunden Hilfe. Wir haben auch bereits eine nette Dame gefunden. Das was mir nur ein bisschen Sorgen bereitet ist, dass sie nur 80 km von Tschernobyl entfernt wohnt, bis vor zwei Monaten als Krankenschwester in einem Spital gearbeitet und hauptsächlich Strahlungsopfer gepflegt hat.

Stellt diese Person jetzt eine "Strahlungsquelle" dar und ist diese eine Gefahr für meinen kleinen Sohn und mein ungeborenes Kind dar.

Auch wenn diese Frage vielleicht für viele dumm erscheint, so würde ich mich über Antworten freuen,

Vielen Dank :)

Antworten
C1he


Es ist ein Laien-Forum... daher kann ich nur sagen, was ich selbst denke:

Eine Gefahr sähe ich, wenn jemand radioaktive Partikel von dort nach hier bringt.

Eine weitere Gefahr sähe ich darin, wenn Gegenstände aus Stoffen, welche durch Bestrahlung selbst zu Strahlung angeregt werden können (Bildung künstlicher Radionuklide) von dort mitgebracht würden.

Beides erscheint mir wenig wahrscheinlich bzw. nur auf einem doch sehr niedrigen Level.

Das ist aber mein Empfinden, mehr nicht.

Ich empfehle Dir, Dich direkt an einen Arzt zu wenden mit dieser Frage.

Kzaodhi-dxya


Ja frag mal einen Arzt.

Das Essen dort ist ja auch verstrahlt, es gibt zwar Messstationen (meine Schule war Pate bei einem) aber die Menschen haben oft keine Wahl und müssen das verstrahlte Essen essen, von daher denke ich, nicht unbedingt durch die Pflege aber durch das Wohnen/die Nahrungsaufnahme kann die Frau höher strahlenbelastet sein, und bei Babys wäre ich dann wie gesagt extra vorsichtig.

R4ennxa


Aber wenn sie für das Baby eine Gefahr darstellt, dann doch für jeden Menschen. Dürfte sie dann überhaupt in aller Öffentlichkeit rumrennen? ???

w|innsetouS-der-}zwneitxe


Nein, das ist keine Gefahr! Prinzipiell gibt es so etwas, z.B. wenn Menschen aus therapeutischen Gründen eine radioaktive Substanz gespritzt bekommen haben, z.B. bei einer Schilddrüsenüberfunktion. Dann stellen sie aber auch keine Gefahr für die Allgemeinheit dar, sondern nur für das Klinikpersonal, das täglich einer bestimmten Strahlendosis ausgesetzt ist und werden (nur deshalb) 3 Tage isoliert. Die Strahlendosis addiert sich sonst für das Klinikpersonal. Es ist also eine Frage der Menge. Eine Person, die selbst nur einer passiven Strahlenexposition ausgesetzt war, stellt keine Gefahr dar!

K{adh0idya


@ winnetou

Aber sie wohnt da, das heisst, sie isst regelmäßig verstrahlte Nahrung.

KWadhid@yJa


@ Renna

Aber wenn sie für das Baby eine Gefahr darstellt, dann doch für jeden Menschen. Dürfte sie dann überhaupt in aller Öffentlichkeit rumrennen? ???

Nope.

Erwachsene Menschen können sich ja auch relativ bedenkenlos röntgen lassen. Ein ungeborenes Kind reagiert viel unmittelbarer auf Röntgenstrahlungen und kann dadurch geschädigt werden. Die sind einfach empfindlicher.

wUinnetou-NderD-zweitxe


Okay, ich gebe Euch insofern Recht, als ich trotz aller physikalischen und medizinischen Kenntnisse tatsächlich selbst auch Bedenken hätte, wenn es um mein eigenes Kind ginge. Es ist doch immer ein Unterschied zwischen theoretischem Wissen und persönlicher Betroffenheit. Also - ich gebe zu - ich würde dieser Frau mein Kind auch nicht anvertrauen. Wider besseres theoretisches Wissen!

1!wxay


:)z

aufgrund ihrer arbeit in tschernobyl stellt sie keine gefahr für euch dar. denn die leute die sie dort gepflegt hat, waren vermutlich an der stahlenkrankheit erkrankt und diese ist nicht ansteckend. zur strahlenquelle würde sie nur, wenn sie selbst (aktiv) radioaktive stoffe in entsprechender menge im körper aufgenommen hat.

w=innetRou-d`e@r-zw6eitxe


Im Prinzip hast Du Recht. Und wenn es nun Dein Kind wäre ???

1Bway


Aber sie wohnt da, das heisst, sie isst regelmäßig verstrahlte Nahrung.

quatsch. die kontaminierte zone rund um den reaktor (30 km) ist nach wie vor sperrgebiet. da wohnt niemand, ausser ein paar wissenschaftlern. die wohnen übrigens direkt im dorf tschernobyl (freiwillig)... und ausserhalb dieser zone ist die radioaktive belstung von nahrungsmitteln in etwa genauso hoch wie in süddeutschland.

Im Prinzip hast Du Recht. Und wenn es nun Dein Kind wäre

hier steht nirgendwo, dass sie direkt in prypjat oder innerhalb der sperrzone gelebt/gearbeitet hat. ich halte es daher für absolut unwahrscheinlich, dass sie so stark verstrahlt ist, dass sie eine gefahr für ein ungeborenes kind darstellt. zumal die mutter ja nicht ständig mit ihr kuscheln will, oder :=o

AKnxval


Damit der Mensch selbst zur Strahlenden Quelle wird muss er entweder so starker Strahlung ausgesetzt werden dass diese ihn Grillen würde oder er müsste Strahlende Stoffe in sich auf nehmen. (Spätestens seit dem Mord an Litwinenko sollte jeder wissen dass auch dies dem Träger nicht so gut bekommt.)

AMnv'axl


Aber sie wohnt da, das heisst, sie isst regelmäßig verstrahlte Nahrung.

Und du glaubst wirklich dass ihre Nahrung viel stärker belastet als deine ist?

K@adh]idya


Klar, wenn sie die heimischen Lebensmittel isst.

Die Halbwertszeit von Strahlung ist ziemlich hoch, außerdem gibt es dort doch Messtationen.

Mtamao Lixschen


Sorry, wenn ich mich einmische, aber ungeborenes Leben wird deshalb mehr geschützt, weil grundsätzlich **jeder** Mensch seine individuelle Strahlendosis hat bzw. niemand ganz genau sagen kann, wann es für wen wirklich gefährlich wird.

Aus diesem Grund sind auch die maximalen zulässigen Dosen so niedrig gehalten, dass man sicher gehen kann,keine Schädigung zu erreichen.

Im Fall einer Schwangerschaft liegt das Problem im wahrsten Sinne des Wortes tiefer. Es ist nämlich auch der Eintrittswinkel der Strahlung und die Eintrittsstelle von großer Wichtigkeit. Hinzu kommt die Strahlenhärte, denn je härter die Strahlung desto geringer die Aufnahme im Körper.

Die Lebensmittel sind in dieser Gegend nicht höher Belastet, als in Deutschland oder ganz Europa.

Durch die Wolken, den Wind und überhaupt die Atmosphäre sind die Strahlen überall verteilt worden.

Man denke nur an die Warnungen in den Medien, das man keine Pilze mehr essen sollte. Wer spricht heute noch davon? Glaubt Ihr wirklich, die Halbwertzeit sei abgelaufen?

Selbst wenn, dann macht es die Masse, die man aufgenommen hat und man muss beachten, dass Halbwertzeit nicht gleich Halbwertzeit ist. Jedes radiaktive Element hat seine eigenen Halbwertzeit.

Die Halbwertzeit ist auch keine feste Größe, sondern bedeutet nur, dass nur noch die hälfte der ursprünglichen Strahlung da ist.

Wenn die Ausgangsstrahlung 150 rem betrug, dann beträgt sie bei der Halbwertzeit 75 rem. Betrug die HWZ jedoch 1500 rem, dann sind es immernoch 750 rem.

Würde die geplante Pflegerin Strahlung nach außen abgeben, die bedenklich und folglich auch messbar wäre, dann würde sie am Flughafen festgehalten werden, aber das ist auch ausgeschlossen, weil sie dann schon längst tot wäre.

Viele Grüße

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