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Freiberuflichkeit und Krankheit

eTine mo{tiviexrte hat die Diskussion gestartet


Hallo, wie der Titel schon sagt, bin ich freiberuflich tätig und habe die Befürchtung, demnächst eventuell krankheitsbedingt einige Zeit auszufallen. Ich weiß noch nichts genaues, aber es könnte sich um ein paar Wochen bis ein paar Monate handeln. Ich verdiene wenig, habe bis vor kurzem noch studiert, und zahle einiges an Kranken- und Rentenversicherung. Jedoch enthält die KV kein Krankengeld, das wäre noch viel teurer und könnte ich mir nicht leisten. EIne Berufsunfähigkeitsversicherung habe ich auch nicht, dann würde mir ja netto gar nichts mehr bleiben.

Was mache ich also, wenn dieser Fall eintritt? Kann ich Hartz IV beantragen? Aber ich wäre dann ja nicht direkt arbeitslos, sondern halt krank. Oder Sozialamt? Kann ich meine Versicherungsbeiträge dann für diese Zeit aussetzen? Denn wovon sollte ich die denn bezahlen, wenn ich kein Einkommen habe? Müsste ich die Arbeit dann abmelden, sagen, dass ich keine Aufträge annehmen kann, oder wie würde das laufen? Das macht mir alles so viel Angst, auch dass ich dann keine Anschlussaufträge mehr bekomme vielleicht, weil die während meiner Krankheit anderweitig vergeben wurden... Puh, als ob das gesundheitliche Problem nicht schon beängstigend genug wäre...

Weiß jemand Rat? Ich habe bereits gegoogelt, aber immer nur gefunden, dass Freiberuflichkeit schwierig ist und hart und Risiken birgt, blabla. Doch es heißt ja immer, wir sind ein Sozialstaat, da muss es doch Möglichkeiten geben...

Antworten
zOu^za


als erstes: du bist selbständig tätig – freiberuflich ist der falsche begriff. freiberufler können auch angestellt sein, ist also nicht mit dem merkmal der selbständigkeit gleich zu setzen. das nur, falls du bei krankenkasse und co nachfragst, da man dort dann sicherlich den eindruck hat, dass du dich auf deine selbständigkeit nicht wirklich vorbereitet hast!

ansonsten würde ich die selbständigkeit bereits einige zeit vor deiner geplanten (?) krankheit einstellen, da selbständige zwar natürlich auch hartz 4 beantragen können, aber meines wissens sich selbst versichern müssen – vielleicht ist mein wissen nicht aktuell, also schau' einfach auf der entsprechenden arge-site ..., mit krankengeld kostet doch bei gkv übrigens "nur" 0,6% mehr? also entweder private krankentagegeldversicherung oder diese ebenso über die gkv – das ist wirklich wichtig ....

mJausefcussJes


mit krankengeld kostet doch bei gkv übrigens "nur" 0,6% mehr?

Nein, das ist deutlich teurer wenn man als freiwillig versicherter Krankenhaustagegeld bekommen will.

z}uza


nein @ mausefusses, da liegst du falsch, siehe z.b. hier:

[[http://www.tk.de/tk/versicherung-und-tarife/beitraege/beitraege-fuer-selbststaendige-2011/255934?view=renderTabelle&tableindex=1]]

gkv inkl. krankengeldanspruch kostet für selbständige 15,5% und somit 0,6% mehr als ohne krankengeldanspruch.

du meinst ja anscheinend eine krankenhaustagegeldversicherung, ist aber was anderes ....

sFuperm;om6x4


als erstes: du bist selbständig tätig – freiberuflich ist der falsche begriff. freiberufler können auch angestellt sein, ist also nicht mit dem merkmal der selbständigkeit gleich zu setzen.

Sorry, aber das ist falsch:

[[http://www.arbeitsratgeber.com/freiberuflich-arbeiten-0261.html]]

Freiberufler sind eine besondere Personengruppe in Bezug auf deren Tätigkeitsfeld und Ausbildung – die auf selbstständiger Basis arbeiten. Wenn sie irgendwo angestellt sind, sind sie Angestellte.

P-aprikasochxote*


Au weia. Da wird aber viel ein einen Topf geworfen. "freiberuflich", "freie mitarbeit" und "selbstständigkeit", Dann "Krankengeld", "Krankenhaustagegeld" und Krankentagegeld".

Vielleicht sollte man sich mal klar sein worum es hier geht!?

Ich vermute mal du bist selbstständig und als freier Mitarbeiter unter Vertrag?

Ich hab in meiner Versicherung das Krankentagegeld mit drinn. Ab der 6. Woche einen Betrag nach meinen Vorstellungen. So viel teurer ist das nicht. Und es ist wie du siehst absolut doof, das nicht zu machen. An deiner Stelle wäre es das einfachste noch schnell die Krankentagegeldversicherung mitreinzunehmen, damit du das hinkriegt. Alles andere wäre absolut umständlich.

Wenn du dann wieder (nach deiner Krankheit) in die private/freiwillige zürückwillst wird es (ohne Anwartschaft) auch so sein, dass du einer neuen Gesundheitsprüfung unterzogen wirst, da erscheint dann deine neue Krankheit und die Versicherung wird gleich komplett nochmal teurer ...

Einfach so mal kurz aus der privaten raus muss gut überlegt sein. Zurück ist meist mit Verlusten verbunden. Tagegeld rein, muss ja nicht so viel sein, und aus die Maus.

zguza


tja, und das ist leider unvollständig ....

z5uzxa


ach so, du meinst sie wäre in der pkv? wäre mir jetzt bei einer frau gar nicht in den sinn gekommen, da das mit der zeit zu teuer werden könnte ":/

m<alusefXusxses


Ich nahm an das es hier um eine PKV geht.

WYildka|txer


Bin etwas im Zeitdruck habe nicht alles gelesen !

Es gibt doch die freiwillige Arbeitslosenversicherung noch die ist preiswert, musst aber mindestens dann einen Tag nicht krankgeschrieben sein !!

e3in5e moti{vieArte


Hallo zusammen,

danke für eure netten Beiträge, auch wenn sie mir noch nicht wirklich weitergeholfen haben.

Ob ich nun freiberuflich oder selbstständig bin, ist doch eigentlich egal, oder? Ich glaube, es ist beides. Ich arbeite jedenfalls in der Erwachsenenbildung auf Honorarbasis mit mehreren Auftraggebern, bei einigen habe ich einen Honorarvertrag, bei den anderen reiche ich nur Rechnungen ein.

Ich bin in der gesetzlichen Krankenkasse. Ich will auch in keine private, denke, die würden mich nicht nehmen, dafür bin ich nicht gesund genug. Ich zahle bei meiner Kasse einen ermäßigten Beitrag, da mein Einkommen relativ gering ist. Und da weiß ich nicht, ob ich da einfach den Krankengeldanteil mit draufzahlen kann oder ob ich dann erstmal den vollen Beitrag zahlen müsste. Kann ich fragen, klar. Aber ich will eigentlich nicht mehr zahlen und zudem zahlen die dann, glaube ich, auch erst ab der sechsten Woche oder so. Wenn man schon ab dem ersten Tag Krankengeld haben möchte, muss man, glaube ich, doch wesentlich mehr als nur 0,6 Prozent zahlen.

"Richtig" arbeitslos melden möchte ich mich nicht und eine Arbeitslosenversicherung auch erst recht nicht. Ich will ja gar nicht arbeitslos sein, und schon gar nicht dauerhaft. Und meine Arbeit schon vor der Krankheitsphase aufgeben will ich auch nicht. Erstens wird die Arge mir dann ganz schnell neue Aufträge suchen, wenn ich z.B. behaupte, ich hätte keine mehr bekommen, doch vielleicht zu noch bescheideneren Bedingungen als ich sie jetzt habe. Und wie gesagt, ich will ja arbeiten, doch wenn es nun einmal für eine Zeit nicht geht...

Ich hatte eigentlich gedacht, dass dann das Sozialamt oder die Arge greift. Ich brauche ja gar nicht ALG I, denn ich wäre ja nicht wirklich arbeitslos, sondern eigentlich für eine Zeit arbeitsunfähig. Wisst ihr da was drüber? Wenn es so was gäbe, wie viel Erspartes darf ich dann haben? Was ich habe, ist wirklich nicht viel, nur ein kleiner Notgroschen, aber eben alles, was ich besitze, das würde ich ungern für die Krankheit ausgeben...

koleinBer_dnra<chenstKexrn


Also ich würde mich an deiner Stelle mal ganz schnell an die Arge wenden und denen dein Problem schildern – es ist ihre Pflicht dir da Auskunft zu geben! Ich nehme mal an, dass du dann übergangsweise Geld von der Arge bzw. vom rudimentär noch vorhandenen Sozialamt bekommen kannst und die auch deine KV-Beiträge übernehmen müssten – bin mir aber leider nicht sicher. Also so schnell wie möglich nachfragen! Denn wenn du schon denkst, dass du monatlelang ausfallen könntest ist es ja wohl was ernstes, d.h. du musst auf jeden Fall dafür sorgen, dass du irgendwie weiter krankenversichert bist, sonst stehst du am Ende mit einem Schuldenberg da, der nicht mehr zu überblicken ist.

e&ineK [motiviexrte


Hmm, klar, nachfragen wäre sicher das einfachste. Aber sollte ich dann auch ehrlich sein? D.h. sagen, dass ich tatsächlich evtl. demnächst KRANK werden könnte und nicht etwa "nur" keine Aufträge mehr habe? Ich hab da irgendwie so ne Unsicherheit, denke eher, dass ich behaupten müsste, "arbeitslos" zu sein. Doch das würde ja spätestens dann rauskommen, wenn sie mir ein Angebot machen und ich dann nicht kann, weil ich im KH bin. Hmm, weiß auch nicht, vielleicht blockiert diese Sache irgendwie mein logisches Denken, weil ich halt auch Angst habe...

e6inVe m#ot[ivierxte


Vielleicht sollte ich ja auch erstmal das Sozialamt anrufen statt der Arge. Obwohl, ist das heute überhaupt noch ein Unterschied? Ich war zum Glück noch nie auf diese Ämter angewiesen...

M.aryPsoole


hey motivierte *:)

schön mal wieder von dir zu lesen!

bis auf die baustellen kinderwunsch und job ist zwischen dir und deinem freund alles wieder gut? das freut mich :-D

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