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Mangelnde Empathie, wenn jemand im Beruf häufiger krank ist

d%ummsch6marxrer74


Nichtsdestotrotz kann ich es mir irgendwie ne so vorstellen, dass jemand wirklich über Jahre hinweg nichts haben soll.

Was heißt nichts? Eine Erkältung wird wohl jeder mal haben, aber ich kenne doch einige, bei denen es seeehhhr selten so schlimm wird, dass man völlig ausgeschaltet ist (und ich gehöre auch dazu).

GCiarntAtla<n<tis


@ Dummschmarrer:

Hast du ein Glück {:( :°(

Wobei okay, ich muss ja zugeben, dass ich jetzt die Infekte auch nicht am krassesten finde oder so. Die Schmerzen, die ich letztes Jahr im Sommer im Kreuz hatte... na ja. Also damit ging wirklich gar nichts mehr. Beim Infekt kann man ja wenigstens noch sagen: okay, mit irgend nem Schmerzmittel geht's fast immer. :-X

G5ivan]tAt`lanxtis


Ich will jetzt ja nicht wieder so ein Jammerpaket aufmachen oder so; aber bei uns ist das wirklich mit diesem Kranksein ein Familienphänomen. Und ICH bin da kurioserweise noch nicht mal am schlimmsten dran, ohne dass ich jetzt irgendwie mit meinem noch '"angeben" will...

dgummDschmarxrer74


Tröste Dich damit, dass viele in meinem Umfeld, die häufig alle möglichen Krankheiten haben/hatten (ich meine keine Hypochonder oder Wehleider), steinalt wurden...

t!atuja


Schon klar, aber das kann man eben auch umdrehen. Die Kollegen haben es sich auch nicht ausgesucht Extra-Arbeit zu machen und dass sie davon genervt sind und nicht voller Mitleid an den kranken Kollegen denken kann man ihnen nicht gerade verübeln.

Das Problem sind nicht die "Kranken" und auch nicht die Kollegen.

Es ist der Chef, der Boss, die Unternehmensleitung.

Man kann, wenn man Personalbedarf ermittelt nicht von 100% der Sollstunden ausgehen. Je nach Größe des Betriebes muß man Springer haben oder die Arbeitslast so kalkulieren, dass der Kollege am Schreibtisch nebenan oder der nächsten Montagestation die unaufschiebbaren Sachen mitmachen kann, ohne zu keulen.

Das geht aber im Betrieb XY nicht, wird jetzt sicher argumentiert, aber in vielen Fällen wird aus Gründen der Gewinnmaximierung die Personaldecke so dünn wie möglich gehalten.

Das Ergebnis sind dann völlig erschöpfte Kollegen, die wochen – und monatelang Überstunden geschoben haben und dann den kranken Kollegen mobben.

woho/_madeY_wxho


Tatua,

ein sehr guter Beitrag! Die gesunden Kollegen können eben nichts für die Krankheit des Kollegen und wollen auch nicht immerzu Überstunden machen,vollkommen verständlich.

Durch das möglichst Dünnhalten der Personaldecke wird eben von den noch Gesunden eine Solidarität eingefordert, die nicht immer verständlich ist. Verständlich heißt für mich, eine sich im Rahmen befindliche Krankheitsvertretung und vor allem auch nicht immer für den gleichen Kollegen, bei dem schon der Chef seit mindestens 10 Jahren weiß, dass der mindestens 3 Monate pro Jahr ausfällt.

Von normalen Infekten, die jeder mal hat, will ich gar nicht reden...

hIooxki1


Hin und wieder fallen auch Chefs aus. Und meine Erfahrung hat gezeigt, dass diese dann meist länger fehlen wegen Burn-Out. Krankheit trifft also nicht nur den untersten Mitarbeiter.

Ich kenne aber auch Gegenbeispiele:

Ein ehemaliger Chef meiner Frau hat nie verstanden, warum hin und wieder Mitarbeiter (insbesondere mit Kindern) mal für ca. drei Tage mit Magen-Darm ausfällt. Dieser hat das dann auch mal bekommen, war aber nicht drei Tage ausser Gefecht, sondern für drei Wochen. Danach ist nie wieder ein blöde Bemerkung gekommen.

Aber am besten man schleppt sich mit Noro-Virus oder Schweinegrippe ins Grossraumbüro. Die Kollegen sind ja immun dagegen. Ich finde es unverantwortlich, wenn man mit ansteckenden Krankheiten zur Arbeit geht.

M,edihxra


Ich muss ehrlich zugeben, dass ich innerhalb von zwei Jahren immer öfters krank geworden bin. |-o

Ich bin migräneanfällig mit starker Aura und wenn die mich erwischt, sinds mal 1-2 Tage, die ich im Büro fehle. Zudem sind meine Atemwege in der Zeit schneller anfällig geworden – hierbei vermut ich, dass es mit meiner Arbeit (Archiv) zusammenhängt und die Unterlagen meist schon Stockflecken haben und ich somit täglich Sporen ausgesetzt bin, obwohl ich den ganzen Tag das Fenster offen lasse. Dass hier mal was gemacht wird, glaub ich kaum.

Ich darf mir auch immer wieder blöde Kommentare von meinem Vorgesetzten abholen – der kurioserweise genauso oft wie ausfällt.

Letzte Woche lag ich z. B. mit fiebriger Bronchits flach. Fieber weg, Husten noch da – ich hock im Büro, weil ich kein Bock drauf hab, mir wieder Vorträge abzuholen, dass die ganze Arbeit ja liegen bleibt.

Wenn ich weiß, dass es ansteckend ist, bleib ich auch daheim und kurier es aus.

E%hemalig%er Nuctzer (x#359873)


GiantAtlantis

Ich habe es nur eigentlich immer auf dem Solidaritätsprinzip gesehen, d.h. wenn Kollege x krank ist, machen es Kollege y und ich. Sind mal y und ich krank, vice versa. |-o Und ja, ich würde mich auch bedanken, wenn ich längere Zeit ausfalle, und jemand die Vertretungsstunden gemacht hat. :-X |-o

ein tipp: bedank dich auch, wenn du kürzere zeit ausfallen solltest. solidaritätsprinzip hin oder her, es ist einfach eine nette geste. und nette gesten versüssen das alltagsleben und sorgen für ein gutes arbeitsklima. ;-)

P8unicxa85


Ich hatte mal nen Teilzeitjob. Der fing im Dezember an... Ich hab mir den Arsch aufgerissen. War in nem Klamottenladen. Hab alles für die gemacht.

Prompt wurde ich dann leider nach 3 Wochen krank. Mandelentzündung mit Fieber. Mein Arzt hat mich 1 Woche krankgeschrieben, musste Antibiotika nehmen. Ende vom Lied: Kündigung!

Fand ich krass. Wobei ich andererseits auch froh war, dass ich dort weg war. Wir waren 5 Mädls und 3 waren gegen mich - weil ich die Einzige war, die Englisch konnte und die engl. Kunden bedient hat. Weil ich die Einzige war, die sich mit Internet usw auskannte und das Mailprogramm im Laden eingerichtet hat usw. Denk die haben nur auf nen Grund gewartet um mich rauszumobben.

Trotzdem mies.

Mwed|ih>rxa


@ Punica

Das ist echt :(v

Pzunicxa85


Mich wundert mittlerweile schon gar nichts mehr.

Wobei ich mittlerweile eh erfahren hab, dass der Laden hier in der Stadt schon bekannt sei und dort ständig aus irgendwelchen Gründen Mitarbeiter entlassen werden. Scheinbar wird das Geld auch nicht pünktlich gezahlt.

EJhemaligeFr Nutz@eCr (x#35987x3)


was ich noch anfügen wollte:

Ich habe es nur eigentlich immer auf dem Solidaritätsprinzip gesehen, d.h. wenn Kollege x krank ist, machen es Kollege y und ich. Sind mal y und ich krank, vice versa.

ich finde es generell schade, wenn man dinge für selbstverständlich nimmt und meint, sich nicht bedanken zu müssen. gerade solidaritätsprinzipien sind eine tolle und meiner meinung nach sinnvolle errungenschaft unserer gesellschaft. sich dafür zu bedanken kann der sache nur dienen.

Cch|i`rimwoxya


aber ein bisschen Menschlichkeit hat noch nie geschadet. Denn das bleibt gerade viel zu sehr auf der Strecke.

Wer kann sich das denn noch leisten? Finanziell gesehen.

Die kontinuierlich steigende Quote an Menschen mit Depression, die einen immer größeren Anteil an den Krankheitstagen ausmachen, kommt nicht von ungefähr!!!

Es ist bloss schade, dass heutzutage jeder zweite meint an Depressionen zu leiden. Da reicht ja schon ein Kummerblick und die Leute diagnostizieren bei sich Depressionen

Ich bin völlig entsetzt über solch eine Einstellung :-o !!! Wenn die meisten Leute in unserem Land wirklich SO denken, dann sind diese vermeintlich leichtfertig erteilten Diagnosen einer Depression wirklich kein Wunder!!!

Evhemaliqger \NutzeEr (#3x59873)


Chirimoya

ich denke, die meisten arbeitsgeber denken zum glück nicht so. denn was man sich genauso wenig leisten kann, ist ein schlechtes arbeitsklima. diejenigen hier, die solidarität kleinschreiben, beachten nicht, dass es dabei nicht nur um wohltätigkeit geht, sondern auch darum, produktiv zu bleiben. dass ein wohlwollendes arbeitsverhältnis sich auch auf die konkurrenzfähigkeit auswirkt, weiss jeder vorgesetzte, der nicht auf den kopf gefallen ist. :-)

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