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Depressionen: Betrieb will wissen, wie lange man noch krank ist

tMacaki00x7 hat die Diskussion gestartet


Ein Hallo an Euch…

Ich suche schon eine Weile nach Info’s – aber ich habe nichts richtiges gefunden.

Meine Cousine war heute bei mir, sie ist ziemlich durcheinander und fertig. Sie ist Mitte 30, arbeitet seit Jahren in der Industrie als Hilfskraft und verpackt dort Kleinteile.

Sie ist nun schon 3 Monate krankgeschrieben wegen psychosomatischen Störungen / Depressionen. Sie ist auch in Behandlung, jedoch ist es leider eine Krankheit, welche nicht in 3 Tagen verschwindet. Unter Umständen muss man das ganze Leben ändern.

Sie bezieht von der Krankenkasse Krankengeld – da sie ja über 6 Wochen schon krank ist.

Auch war sie schon 2x bei Ärzten der Krankenkasse – die bestätigten die Krankschreibung, sagten auch, dass es unter Umständen eine ganze Weile dauern könnte, bis sie wieder arbeiten kann.

Vor Weihnachten rief ihre Firma an, sie wollten wissen wie lange sie noch krank ist, was sie hat und ob "Schäden" bleiben.

Ihr ist die Sache auch peinlich, so weiß nur ein ganz kleiner Personenkreis was sie hat. Dem Arbeitgeber sagte sie nichts, sie sagte nicht was sie hat und ob Schäden bleiben. Nur meinte sie, dass sie wieder arbeiten gehen kann und ein Ende der Krankheit absehbar ist.

Leider kann man da aber nicht genau sagen, wann es der Fall ist.

Heute bekam sie einen Brief von der Firma. Wieder wollten sie wissen, wann sie wieder arbeiten kommt. Sie müssten planen. Sie seie dazu verpflichtet, dass sie der Firma mitteilt, wann sie wieder kommt.

Naja aber sie meinte auch, sie ist nicht unabkömmlich – was ich auch denke, wenn sie ihre Tätigkeit in der Firma beschreibt. Ihre Arbeit wird oft auch durch Schüler gemacht oder die Firma holt sich bei Engpässen einige Zeitarbeiter, welche dann binnen weniger Stunden angelernt sind.

Von daher versteht sie nicht, was der Betrieb nun überhaupt will – noch dazu, wo sie eh Krankengeld bezieht und die Firma da keine weiteren "Kosten" hat.

Ich verstehe das alles nicht und sie erst recht nicht. OK, der Betrieb weiß nicht was sie hat aber man kann doch bei solchen Krankheiten keinen genauen Termin der Heilung nennen. Es müsste doch der Firma egal sein.

Jetzt redet sie sich ein, dass die Firma sie entlassen will.

Ich habe was gelesen, dass wenn man krankgeschrieben ist und eine Krankheit hat, wo es sein kann, dass immer wieder chronische Erkrankungen kommen, der Arbeitgeber den Mitarbeiter einfach entlassen kann.

Ich sagte ihr, dass sie einmal zum Betriebsrat gehen soll – aber sie meinte, dies würde wenig bringen, die würden mehr den Chefs zuhören, als den Arbeitern.

Sie fühlt sich jetzt total unter Druck gesetzt und ich merkte auch, es tut ihrer Heilung nicht gut.

Hm, was kann sie tun? Zumindest wird sie Montag zu ihrem Arzt gehen, der weiß vielleicht einen Rat.

Habt Ihr Vorschläge?

Vielen Dank und ein schönes Wochenende

Antworten
B(udd-elixna


ich denke auch, ein Gespräch mit dem Hausarzt ist die beste Lösung!

Es ist wirklich so, daß der Arbeitgeber das REcht hat, während einer Krankheit eine Kündigung auszustellen, falls der AG der Ansicht ist, der Arbeitnehmer kann aus gesundheitsbedingten Gründen, und eben falls Restschäden zurück bleiben sollten, seine zu verrichtende Arbeit nicht mehr ausführen!

ist leider so, obwohl ich es nicht in Ordnung finde! :(v

Wer bangt in unseren Zeit, gerade bei längerer Krankheit nicht um seinen Job!

Fiel in den letzten 2 Jahren auch 2x länger aus!

Hatte auch "Schiss" ":/

Habe aber dennoch gemerkt, bzw. die Erfahrung gemacht, daß ich durch regelmäßigen Kontakt mit AG, und auch relativer Offenheit keinen schlechten Stand hatte!

Im Gegenteil, mir wurde sogar Verständniss gezeigt, als es um innerbetriebliche Umbesetzungen ging! :)z

Meine Wünsche und persönlichen Einschätzungen wurden berücksichtigt :)z

BPudde7l`ina


Sorry, muß dazu sagen, daß es sich bei mir um orthopädische Erkrankungen gehandelt hatten!

Depression ist ja doch in unserer Gesellschaft immer noch ein starkes Tabuthema! ":/

Weiß nicht, wie ich es hier handhaben würde! ???

t ac4ki00x7


Danke Buddelina,

ich sehe es auch wie du. Offen sagen was ist und auf Verständnis hoffen.

Jedoch sagte sie mir, dass sie dann von den Kollegen als "irre" eingestuft wird. In der Vergangenheit muss dies schon geschehen sein, als es einer Kollegin ähnlich ging, wurde diese dann richtig gemobt und hat von selbst gekündigt.

Für den Arbeitgeber könnte es allerdings auch sehr einfach sein, wenn er weiß was sie hat, denkt er sich – dass sie sowieso immer wieder darum ausfallen kann und entlässt sie. Er hat somit einen guten Grund.

b)iand6bxi


Also ich würd nix von der Depression erzählen. Wie du schon sagst ist Mobbing ein großes Thema bei solchen Sachen. Desweiteren kann ich nur aus meiner Erfahrung sprechen: War auch längere Zeit krank, habe meine Chefs informiert was los ist und tatsächlich auf Verständnis gehofft. Welch Fehler! Wir arbeiten im Gesundheitsunternhemen, aber wenn Mitarbeiter krank werden motieren unsere Chefs zu den größten Ars...löchern. Ich hatte immer einen guten Draht zu denen, hab mir immer den Hintern aufgerissen und nun..? Tja, nun kündige ich weil ich mich nicht beleidigen lassen muss... Aber dennoch kann man keinen allgemeinen Rat geben... leider...

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