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Krankenschein f. Mutter - OP von 16-j. in entfernter Klinik

GmanQdhxi hat die Diskussion gestartet


Hallo Leute,

ich habe mal wieder eine wichtige Frage.

Welcher Krankenschein kommt für die berufstätige Mutter in Frage, wenn ein 16-jähriges Kind in einer 300 km entfernten Spezial-Klinik operiert werden muss?

Die Mutter will (oder muss) ihr Kind für diese voraussichtlich eine Woche natürlich begleiten.

Krankschreibung der Mutter kommt wohl nicht in Frage, falls am Klinikort etwas passiert.

Kann ein Kinderkrankenschein ausgestellt werden für diese Zeit? Für über 12-jährige wird nicht mehr gezahlt, das ist mir klar. Mir geht es nur darum, beim Arbeitgeber ordnungsgemäß und gesetzeskonform frei gestellt zu werden.

Vielen Dank für eure Antworten! @:)

Antworten
P9ellxe1


Hallo Gandhi,

ich kann dir mal eben schreiben wie es bei uns ist.

Bis zum 8. Lebensjahr wurde ich mit meinem Sohn gemeinsam in der Klinik aufgenommen. Die Station mußte mir bei Entlassung eine Bescheinigung geben das es aus medizinischer Sicht notwendig war das ich als Mutter mit aufgenommen werden mußte.

Mit dieser Bescheinigung bin ich zur Kasse gegangen und habe das Kinderkrankengeld bekommen.

Nun ist mein Kleiner aber 9 Jahre alt und ich werde nicht mehr in der Klinik mit aufgenommen. Da ich trotzdem bei meinem Sohn sein will muß ich Urlaub nehmen und eine Unterkunft in der nähe der Klinik.

Wenn ich allerdings bei ihm im Zimmer sein möchte, kann ich das bezahlen. Aber diese Bescheinigung, das ich Krankengeld bekomme, kriege ich nicht.

Also nehme ich Urlaub, komme im Ronald Mc Donald Haus unter und bin somit in der Nähe meines Kleinen.

aVpFril4x5


Soweit mir das bekannt ist kann man da nur auf die Kulanz des Arbeitgebers hoffen und eine Unbezahlte Freistellung beim Arbeitgeber beantragen.

ELhemaligfer Nutze:r (#3257x31)


Die Frage ist ob das bei einem 16jährigen noch notwendig ist. Ich denke du wirst Urlaub nehmen müssen, bezahlt oder unbezahlt und im KH wirst du auch nicht mit unterkommen, da wirst du dann ins Hotel gehen müssen in der Zeit

P6ellre1


Auf eine 16 jährige wird man sicher nicht mehr krankgeschrieben und schon gar nicht, wenn sich diese in bester Obhut befindet. Im Krankenhaus ist sie versorgt.

Das würde wohl nur gehen, wenn sie gesitig behindert oder die Sprache nicht verstehen würde. So ist das jedenfalls in der Klinik, in der mein Sohn ist.

Wir müssen dieses Jahr auch erstmalig damit klarkommen.

Sicher bleibt da wirklich fast nur die Möglichkeit Urlaub zu nehmen.

GQandhji


vielen Dank für eure Antworten.

Ja, ein "Rooming in" steht bei einem 16-jährigen nicht mehr zur Verfügung, aber dafür ein Eltern-Appartement in der Klinik - natürlich auf eigene Rechnung.

Mir gehts nur um die ordnungsgemäße (auch unbezahlte) Freistellung beim Arbeitgeber!

E>hemalig:er NuMtzer f(#3257x31)


Ja ich denke eine unbezahlte Freistellung wird wohl immer gehen ... einfach den Chef drauf ansprechen. Die meisten haben für sowas ja Verständnis ...

P2elxle1


Da bleibt nur nachfragen.

Fallen bei dir Überstunden an, die du vielleicht abbummeln könntest?

Das wäre noch ne Möglichkeit.

G]anxdhi


Nochmal vielen Dank für eure Antworten.

Das Dumme ist, die Sache ist etwas verzwickt!

Die Mutter ist momentan arbeitslos - theoretisch noch bis zum 31.03.2011 in ALG I. Ab 01.04.2011 müsste sie ALG II beantragen! Das will sie aber keinesfalls!

Die OP wäre aber am 05.04.2011 (04.04. Aufnahme in der Klinik). Die kritische Woche ist also von Mo. 04.04. bis Fr. 08.04.2011, weil nach der OP noch ca. 3 Tage Aufenthalt angesagt sind.

Nun bieten sich ein paar Möglichkeiten, umgehend in Arbeit zu kommen - noch im März oder spätestens am 1. April, die die Mutter unbedingt wahrnehmen will und muss, um nicht in ALG II zu fallen!

Wenn der potentielle Arbeitgeber auf Grund des OP-Termines den Arbeitsvertrag ab spätestens 01.04. nicht unterschreibt, müsste sich die Mutter selbst bei der Krankenkasse versichern für diese Woche, um die Krankenversicherung für sich und den 16-jährigen kranken Sohn sicher zu stellen.

Nur was sagt man dem "NEUEN" Arbeitgeber?

Das ist eine absolute Ausnahmesituation! Die Mutter ist sonst NIE krank! Aber in diesem Fall? ":/

Und der OP-Termin liegt deswegen so ungünstig, weil es sich um eine Spezialklinik handelt, die mit diversen Spezialisten zusammenarbeitet, die aus dem gesamten Bundesgebiet bzw. aus dem Ausland extra dorthin kommen, um derartige Erkrankungen zu operieren. Da kann man sich leider nicht zeitnah einen günstigen Termin aussuchen.

Also Überstunden fallen wohl weg! Und Urlaub gleich in der ersten Woche? ":/

Es ist alles schwierig!

E#hemali)ger Nutkz}erq (J#3257x31)


Kann der Sprössling das nicht alleine durchstehen das man ihn nur hinbringt und abholt? Ich meine mit 16 ist man ja eigentlich alt genug und wenn sich ein neuer Job findet ist es bestimmt ungünstig direkt zu fragen ob man frei bekommt ...

GMaDn9dhi


Das ist schwierig! Das überlebt die Mutter nicht! Und der Sohn? Er hat schon einen OP-Marathon hinter sich als Tumorpatient seit dem 1. Lebensjahr.

Da wäre die bessere Entscheidung, den neuen Arbeitsvertrag um diese eine Woche zu verschieben und sich selbst krankenversichern!

Ich hatte gehofft, es gäbe eine andere Möglichkeit?! Ich dachte immer, ein Kinderkrankenschein trägt zur Pflege und Betreuung eines "ernsthaft" erkrankten Kindes bei.

Ob nun 12 oder älter, bezahlt oder nicht? Der neue Arbeitgeber muss ja für diese Zeit nichts bezahlen, wenn ein "unbezahlter" Kinderkrankenschein ausgestellt wird!

Vielen Dank für die Antworten @:)

Gvandxhi


Noch ein Hinweis für euch: das Kind hat keinen Behindertenausweis und ein ärztliches Attest, dass die Betreuung bzw. Begleitung des Kindes erforderlich ist, wäre kein Problem. ... Nur weiß ich eben nicht, in wie weit dieses Attest arbeitsrechtlich relevant ist.

Ptellxe1


Oha!

Ok, vergiss die Überstunden und den Urlaub.

Verzwickte Situation.

Gleich mit Frei anfangen ist tatsächlich schlecht. Wenn die Mutter aber beim Sohn sein möchte muß sie das dem Arbeitgeber erklären.

Aber wie das da ankommt......

Hm, hat sie denn Zeugnisse auf die sie sich beziehen kann?

Es kommt halt auf den Betrieb an. Wie nah sind sich dort Arbeitnehmer und Arbeitgeber? Ist der Betrieb klein?

Mehr als reden bleibt ja nicht.

Wenn ich mal so über meine Arbeitgeber nachdenke, ich glaube ich hätte es machen können.

E2hemalig:er Nu4tzer~ ( #325x731)


Tja da kommt es dann wohl alleine auf den Arbeitgeber an. Kann sein das er sagt kein Problem, kann auch sein das der sagt wenn sie nicht anfangen nehme ich den nächsten Bewerber ...

Paellxe1


Ruf doch mal bei der Krankenkasse an.

Wenn das mit dieser Bescheinigung auch für einen 16ährigen gilt, eben WEIL es nötig ist das er begleitet wird, müßte die Kasse das bezahlen.

Oder liege ich da falsch? Bei einem bis zu 12 jährigen wäre mir das jetzt klar.

Da muß ich passen. Ich würde bei der Kasse anrufen und fragen.

Einen Kinderkrankenschein bekommt man sonst ja nur, wenn das Kind sonst niemand betreuen könnte. Im Krankenhaus wird das Kind aber betreut, da ist die Mutter nicht zwingend erforderlich (ist nicht meine Sichtweise).

Ja oder eben man bekommt ihn, wenn das Krankenhaus bescheinigen kann das es notwendig war und wenn ein Behindertenausweis vorliegt....weiß nicht ob das reicht.

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