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Soll ich das Referendariat hinschmeißen?

ftiulxou1


Wow, mit so vielen Antworten hätte ich nicht gerecht- herzlichen Dank!!

Ich versuche, allen zu antworten.

@ Herman_The_German

Danke fürs Mutmachen. DU hast Recht, ich muss mir mehr Freiraum schaffen. Aber zur Zeit fällt mir das Entspannen extrem schwer, selbst wenn ich mir die Zeit dafür nehme klappt es einfach nicht. Ich könnte nie mit gutem Gewissen Schwimmen gehen, wenn ich weiß, was noch alles für die Schule zu tun ist :-/

Aber ich nehme es mir zu Herzen, das würde es sicher leichter machen.

@ Vulkanier 64

So viel Lob, fühlmich richtig geschmeichelt |-o

Ich denke auch, die Lehrerpersöhnlichkeit habe ich, das wurde mir schon rückgemeldet. Aber das alleine macht leider keinen guten Lehrer aus. Ich bin mir auch nicht mehr sicher, ob das der richtige Beruf für mich ist...

@ Kamikazi0815

Danke für deinen Zuspruch. Das ist ja das Schlimme, das Referendariat ist für alle schlimm- aber ich scheine weit und breit die Einzige zu sein, die aufgeben will. Leider macht es mir zur Zeit überhaupt keinen Spaß, während meine Kolleginnen in den Fachseminaren und in Pädagogik zwar über den Stress schimpfen, ansonsten aber restlos begeistert sind ":/

Der Vorteil noch im ersten halben Jahr (nach dem ersten halben Jahr) abzubrechen läge darin, dass du dann jederzeit dein Ref wieder aufnehmen kannst

Ehrlich? Das habe ich so noch nicht gehört, ich konnte aber zur Unterbrechung auch im I-net nichts aussagekräftiges finden.

@ mariposa

Dein Beitrag trifft es leider sehr genau. Natürlich schreibt man Referendariat. Und natürlich gibt es keine LEICHTIGKEITSFEHLER %-| Das ist genau, was ich meine. Ich bin einfach nicht bei der Sache, früher wäre mir sowas nicht passiert!

@ Amita

Ich weiß ja noch nicht einmal, OB mir das Lehren liegt. Die Arbeit mit Kindern; ja, auf alle Fälle. Aber der ganze Rest ???

@ Yurika

Ja, ich mache auf jeden Fall bis Ostern weiter, klar. Ich habe mir auch vorgenommen, meine drei Unterrichtsbesuche abzuwarten (der letzte ist Mitte Mai) nd mir von anderer Seite Rückmeldung zu holen. Vielleicht wird es bis dahin ja besser :-/

@ sensibelman

Ich glaube, das ist es was dir fehlt: Etwas mehr Gelassenheit

Ja, schon immer. Und zur Zeit ist es besonders extrem.

Ich werde nachher mit einer Freundin telefonieren, deren Bruder arbeitet mit Behinderten, wird demnächst bei uns eine Einrichtung leiten. Vielleicht besteht ja die Möglichkeit, in den Osterferien ein paar Tage zu hospitieren- das fände ich toll!

Und ich werde mich erkundigen, unter welchen Voraussetzungen man das Referendariat unterbrechen kann, wie lange etc. Falls es gar nicht mehr geht...

K7amikoaz_i0815


Danke für deinen Zuspruch. Das ist ja das Schlimme, das Referendariat ist für alle schlimm- aber ich scheine weit und breit die Einzige zu sein, die aufgeben will. Leider macht es mir zur Zeit überhaupt keinen Spaß, während meine Kolleginnen in den Fachseminaren und in Pädagogik zwar über den Stress schimpfen, ansonsten aber restlos begeistert sind

Nein, glaube mir, du bist nicht die einzige, die anderen halten bloß ihre Klappe und trauen sich vermutlich das nicht zu sagen. Ich hatte Glück und hab in meinem Umkreis gleich mehrere, die sich Alternativen offen halten und ernsthaft darüber nachdenken, es sein zu lassen. In den Kursen gab es auch schon den ersten Schwund und es haben einige wahr gemacht.

Man sollte da auch mit etwas Distanz die ganzen Kommentare der Mitreferendare genießen: es gibt so Super-Reffis, die im Februar schon die Unterrichtseinheiten für die nächsten 3 Monate durchgeplant haben und am besten schon den Stoffverteilungsplan für ihre Lehrprobe im Kopf haben. Aber was bringt einem das selbst? Gar nüscht. Ich glaube auch, dass viele so viel reden, um es sich selbst täglich vor Augen zu halten. :)z

Dein Beitrag trifft es leider sehr genau. Natürlich schreibt man Referendariat. Und natürlich gibt es keine LEICHTIGKEITSFEHLER %-| Das ist genau, was ich meine. Ich bin einfach nicht bei der Sache, früher wäre mir sowas nicht passiert!

Sorry, aber wie soll man auch bei der Sache sein, wenn man kaum noch schläft und es hundertmillionen Menschen Recht machen will (muss)? Geht mir nicht anders. Ich überarbeite z.T. Arbeitsblätter noch 5x nach, weil ich direkt vor der Stunde noch massiv peinliche Tippfehler entdecke!

f1iloux1


Ich glaube, das Schlimmste für mich ist zur Zeit diese Unkreativität. Mir fällt absolut nichts ein.

Ich soll mit den 10ern eine Satire von Böll vertiefen, mir fällt aber kein kreativer EInstieg ein (worauf meine Mentorin diesmal Wert legt), ich weiß nicht so Recht, wie ich mit Ihnen Stilmittel heruasarbeiten soll....

Ich sitze hier schon seit 3 Stunden und habe kaum was erreicht.

Das lässt mich zweifeln. Nicht, ob ich mich vor der Klasse behaupten kann (das geht meist ganz gut) oder ähnliches, sonder, dass ich zu blöd zum Untericht planen bin :°(

E6hemasliger9 NuTtzer (#I32573x1)


Ich glaube manchmal steht man sich einfach selber im Weg weil man sich unter Druck setzt. Und zu blöd bist du bestimmt nicht ...

ROogerDRLabbxit


Ich denke, nach 6 Wochen Referendariat ist es wirklich zu früh, eine Entscheidung zu fällen. Das erste halbe Jahr würde ich mindestens abraten, wobei ich eher dazu tendiere, das Referendariat zu Ende zu machen, um einen vollwertigen Berufsabschluss zu haben. Ob du danach dann wirklich als Lehrerin arbeitest, ist ja eine ganz andere Frage. Wie sieht´s denn mit deinen Kontakten im Seminar aus? Hast du nicht vielleicht jemanden, mit dem du das ein oder andere vorher mal besprechen kannst?

ich weiß nicht so Recht, wie ich mit Ihnen Stilmittel heruasarbeiten soll....

Je nach Leistungsniveau vielleicht, Stilmittel (evtl. inklusive Definition) auf Folienstreifen, entsprechende Textstellen auf Folienstreifen, in Partner- oder Gruppenarbeit zuordnen lassen, auswerten und dabei Wirkung der Stilmittel besprechen?

jxadey80


@ Mariposa

Ich wünsche Dir alles Gute – aber ich möchte auch nicht verschweigen, dass ich es für ziemlich bedenklich halte, dass Du das Wort Referendariat durchgängig falsch schreibst.

Ich finde es ja reichlich übertrieben von ziemlich bedenklich bei einem Tippfehler zu sprechen ]:D

Welche Bedenken möchtest Du der TE denn damit mitteilen? Insbesondere in Verbindung mit dem "Ich wünsche Dir alles Gute – aber .... "

@ filou

Ich habe nicht LA studiert, und habe somit keine Erfahrung mit dem Referendariat, aber ich habe auch gerade den praktische Teil meines Studiums absolviert und stehe jetzt kurz vor dem letzten Examen.

Das man sich zu Beginn seiner praktischen Tätigkeit überfordert fühlt und das einem die Routine und sicherlich auch noch viel praktisches Wissen fehlen ist mehr als normal. Ich habe die Erfahrung selbst gemacht. Gerade wenn dann zu Beginn viel Kritik kommt, die natürlich nur gut gemeint ist ]:D , wird man immer unsicherer. Und es gibt sie wirklich, die "Kollegen", die scheinbar vergessen haben, wie es bei ihnen am Anfang war. Oder manchmal hatte ich auch das Gefühl, dass besonders diejenigen sehr "scharf schiessen", die selbst mal zu kämpfen hatten.

Ich habe während meiner praktischen Zeit planmäßig etwa 2 bis 3 monatlich den Bereich gewechselt und habe auch immer beides erlebt – wie Du in Deinem Praktikum auch schon – es gab Bereiche, wo es gar nicht lief und ich vor Unsicherheit am Ende kaum noch ,meinen Namen sagen konnte und Bereiche, wo ich ein paar Wochen später hochgelobt war.

Auch das ist Training für den späteren Berufsalltag.

Ich hoffe Du weißt, dass es "pädagogisch" ziemlicher Müll ist nach 4 Wochen davon zu sprechen, dass Du verlängern mußt :|N

Alles Gute und Kopf hoch.

f$lu(tterxby


Hallo filou1

Ich kann dich total gut verstehen, ich war vor einem halben Jahr an genau dem gleichen Punkt. Das Ref ist eine schreckliche Zeit und man wird dauernd an seine Grenzen und darüber hinaus getrieben. Ich hatte schon gut die Hälfte meines Refs hinter mir und schon so viel Kloppe einstecken müssen, dass ich mir auch überlegt habe, alles hinzuschmeißen. Was die Seminarleiter mir beim einen Besuch angekreidet haben, weil es zu schwarz war, haben sie mir beim nächsten angekreidet weil es zu weiß war. Will heißen: ich habe immer im nächsten Besuch das umgesetzt, was sie mir vorher gesagt haben, nur um mir dann anzuhören, dass sie es diesmal genau umgekehrt hätten haben wollen. Wenn einen das nicht die Wände hochtreibt, weiß ich es auch nicht.

Man fühlt sich die ganze Zeit so hilflos und so ausgeliefert, weil von den Kaspern ja alles abhängt. Aber groß was dagegen sagen will man auch nicht, bzw. kann man ja nicht, sonst hat man bis in die nächste Steinzeit verschi***n.

Meine Erfahrung ist, es klappt am besten, wenn man aufhört es allen Recht machen zu wollen. Ich wusste wirklich nicht mehr weiter, bin immer wieder mit dem Kopf gegen eine Wand gerannt. Also habe ich mich umgedreht und bin in die entgegengesetzte Richtung gegangen und habe angefangen, es MIR Recht zu machen. Und siehe da, ich war nicht mehr so gefrustet und es lief auch in den Besuchen. Und am Freitag habe ich meine Prüfung bestanden (obwohl sie mir da zum guten Schluss auch noch einen rein gedrückt haben).

Ich würde dir also raten, hör auf damit, es allen Recht zu machen. Mach es in erster Linie dir Recht, denn diese Frustration und Verzweiflung ist auf Dauer nicht gesund und nimmt dir den Spaß an dem eigentlich echt tollen Job.

Viel Durchhaltevermögen weiterhin! :)*

svensi{belxman


Ich soll mit den 10ern eine Satire von Böll vertiefen, mir fällt aber kein kreativer EInstieg ein

Manchmal halte ich es nicht für sinnvoll, das Fahrrad zweimal zu erfinden. Es wird doch bestimmt genügend Lehrer geben, die dafür schon mal eine Idee entwickelt hatten.

Wenn ich jede Sache alleine finden wollte, käme ich in der Wissenschaft auch nicht weiter...

Ich halte es für sinnvoll und effektiv, auch die Kreativität der Mitmenschen mitzunutzen und nicht jede Sache neu zu erfinden. Zudem gibt es Entdeckungen mit guten und mit schlechten Erfahrungen. Und gute Erfahrungen zu nutzen, halte ich für weise.

W0asc1h"Sodxa


Wie du an den zahlreichen Antworten sehen kannst, geht es dir nicht alleine so. Ich mache auch das Referendariat seit letzten Sommer und habe sehr oft Phasen, in denen ich alles hinschmeißen möchte. Ich habe das Gefühl, ich bin die unkreativste Referendarin überhaupt. Mir fallen keine motivierenden Einstiege, keine kreativen Phasen, keine guten Übergänge ein. Meine Mentorin sitzt nur immer hinten und schaut mich böse an. Jeden Tag sitzt man bis nachts am Schreibtisch, versucht sein bestes, plant neue Methoden mit ein, steht morgens um 6 Uhr auf, will alles umsetzen um dann am Ende des Schultages wieder nur kritisiert zu werden. Ich brauche dringend mal wieder aufbauende Worte, ein Lob...irgendwas! An meiner Schule arbeitet eine andere Referendarin, die mit mir zusammen angefangen hat und das völlig easy wegsteckt. Ihre Stunden sind perfekt vorbereitet, alles Phasen und Methoden perfekt ausgearbeitet. Bei Unterrichtsbesuchen wissen die Ausbilder gar nicht, was sie groß kritisieren sollen. Und ich stehe daneben mit meinem absoluten CHaos im Kopf, dem Gefühl, gar nichts zu können, sich einfach nicht weiterzuentwickeln und niemals das vom Studienseminar Erwartete erfüllen zu können.

Und Spaß kann das dann ja gar nicht machen. Während man uns immer erklärt, dass Schüler nur lernen können, wenn sie stets motiviert werden, fehlt uns jegliche Motivation. Wir werden nur kritisiert, fertig gemacht, sitzen heulend zu Hause rum, wollen alles hinschmeißen und verlieren den Glauben an uns selbst. Echt ne didaktisch sehr wertvolle Methode!

s%ensiFbelmxan


Mir fallen keine motivierenden Einstiege, keine kreativen Phasen, keine guten Übergänge ein.

An meiner Schule arbeitet eine andere Referendarin, die mit mir zusammen angefangen hat und das völlig easy wegsteckt. Ihre Stunden sind perfekt vorbereitet, alles Phasen und Methoden perfekt ausgearbeitet.

Vielleicht kann sie auch nur besser die Informationen/Hinweise aus Lehrbüchern und Internet verwerten...

CFarri<e2?9x_


hey,

ich mache auch gerade das Ref fürs Gymnasium und ich musste auch schon ein paar mal echt schlucken als man mich kritisiert hat. Das gehört wohl leider dazu aber ist auch absehbar...es geht nur 1,5 Jahre und danach hast du deine Ruhe.

Lass dich nicht entmutigen und halte durch. @:) von den Sesselfurzern, die ihren eigenen Unterricht selbst totlangweilig gestalten, lassen wir uns nicht unterkriegen!!

K0amikyazi08P15


@ WaschSoda

An meiner Schule arbeitet eine andere Referendarin, die mit mir zusammen angefangen hat und das völlig easy wegsteckt. Ihre Stunden sind perfekt vorbereitet, alles Phasen und Methoden perfekt ausgearbeitet. Bei Unterrichtsbesuchen wissen die Ausbilder gar nicht, was sie groß kritisieren sollen.

Hast du ihren Unterricht mal mit angeschaut? Und warst du bei der Besprechung mit ihren Fachleitern dabei?

Im Ref erzählen viele Vieles ;-)

Das muss nicht immer alles so den völligen Tatsachen entsprechen.

fgilo>u1


Irgendwie bin ich froh, jetzt wenigstens zu wissen, WO eigentlich mein Schwachpunkt liegt:

- Ich tu mich wahnsinnig schwer mit der Unterrichtsvorbereitung (besonders im Deutschunterricht). Mir fallen keine spannenden Einstiege ein, ich brauche ewig um Arbeitsblätter zu erstellen, mir fallen keine sinnigen Gelenkstellen ein...

Nur, wie ich das ändern kann- ich weiß es nicht. Ich glaube, ich bin schon mitten in einer "self-fulfilling-prophecy".

Ich habe Angst, dass mir nichts einfällt- und prompt funktioniert es auch nicht! :(v Ich meine, noch ist das halbwegs machbar, aber später kann ich doch nicht mehr 5h für 45 min Unterricht brauchen :-o (ok, das war jetzt das Längste, aber es zeigt doch deutlich, dass es nicht klappt.) :°(

Ich glaube, das beste für mich wäre eine Unterbrechung, damit ich einfach mal runterkomme, in aller Ruhe in mich reinspüren kann- und mich vielleicht doch mit meinem geliebten Bruderherz beschäftigen kann x:) :°(

Allerdings scheint es in BaWü nur die Möglichkeit einer wiederaufnahme des Refs zu geben, wenn man eine längere, andauernde Krankheit nachweisen kann- und die hab ich ja nicht. Ob da psychische Probleme wohl auch zählen?

Auf der Seite des Regierungspräsidiums habe ich nichts dazu gefunden :|N

g#atxo


Kann man eigentlich auch "durchfallen"? Wir hatten damals Lehrprobe mit einem Typ in Geschichte, der war absolut unfähig. Er hat mit 4,0 bestanden und die ganze Klasse war ungläubig, dass der tatsächlich zukünftig unterrichten darf. :-o >:(

KWam~ika(zi081x5


Kann man eigentlich auch "durchfallen"?

Ja natürlich kann man das!

Aber Notengebung ist leider nicht zwangsläufig etwas Objektives. Auch der Bedarf an Lehrern steuert die Versagerquote.

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