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Total lustlos, faul, unmotiviert

A`ll'1RxB


Man sollte allerdings auch in Erwägung ziehen, dass es nicht unbedingt ein tiefenpsychologisches Problem sein muss.

Es geht ganz vielen Studenten so, dass sie das Erbringenmüssen von Leistungen ohne Ende ankotzt. Ich bin auch immer brav in die Vorlesungen gegangen. Alles kein Problem. Aber wenn in den Ferien eine Hausarbeit anstand, hätte ich auf der Zugfahrt in die Uni-Stadt schon vor Lustlosigkeit kotzen können. Aber irgendwie habe ich es einfach durchgezogen, weil: Anders geht es ja nicht. Und für diese "In-letzter-Sekunde-Strategie" war ich einfach nicht nervenstark genug, das hätte mich erst recht in den Wahnsinn getrieben. Es ist also auch manchmal eine ganz profane Frage der Selbstdisziplin.

Vielleicht ist ein Studium für Dich nicht das Richtige? Oder villeicht bräuchtest Du mehr was in Richtung FH-Studium mit mehr praktischen Bezügen?

Aoll1xRB


Vielleicht sollte man hier mal eine Editierfunktion einbauen, damit man "villeicht" auch vielleicht später noch in "vielleicht" ändern kann.

sIunshXine8x3


Auch ein Studium an der FH ist nicht weniger stressig. Wir müssen uns auch in einer Woche durch sämtliche Klausuren quälen, dazu kommen noch Hausarbeiten. Man ahnt vorher nicht, wie viel Druck man in so einem Studium standhalten muss.

A,lEl1RB


Ich wollte FH-Studiengänge keinesfalls irgendwie entwerten und kenne mich damit auch gar nicht aus. Aber soweit ich weiß, sind sie doch zumindest etwas mehr mit praktischen Aspekten angereichert. Und das scheint der TE doch sehr entgegenzukommen.

Heelle^quin


@ sunshine83:

Ich denke ja gar nicht, dass es nicht geht oder dass ich übermäßig viel um die Ohren habe. Mein Studiengang ist recht "gechillt" und es wäre alles gut zu schaffen. Aber ich tue einfach nichts. Und dann schiebt sich natürlich alles auf und dann wird es unlösbar...

A!ll1RxB


Übrigens muss Deine Antriebslosigkeit im sozialen Bereich damit nicht *zwingend* zusammenhängen. Sozial gesehen war ich auch immer sehr träge und habe es hingenommen, wenn sich "nichts von selbst ergeben" hat.

H`eKllegqxuin


@ All1RB:

Ich denke schon, dass das Studium das Richtige für mich ist. Ich denke, hätte ich sofort nach dem Abi in den Beruf einsteigen können, hätte ich nicht studiert. Aber das Studium ist nunmal ein "notwendiges Übel". Es gibt schon oft Veranstaltungen, die mich interessieren und die mir Spaß machen, selbst für die kann ich mich aber nicht aufraffen, etwas zu tun.

Außerdem bin ich fast fertig, 6. Semester BA, das wäre extrem dumm, jetzt alles hinzuschmeißen.

Ich glaube, mich nervt, dass die Uni so "ins Privatleben eingreift". Man geht nicht nur in die Veranstaltungen, kommt dann nach Hause und kann die Seele baumeln lassen. Man muss halt noch was tun. Und 13 Jahre für die Schule zu lernen, das hat mir schon gereicht. Gegen Ende ging da bei mir ja auch nicht mehr viel.

Bei den meisten Berufen ist das ja nicht so. Und selbst, wenn doch, scheint das für mich kein Problem zu sein, habe das im Zuge meines Praktikums schon gemacht. Bin auf der Arbeit nicht fertig geworden und habe es dann abends beendet. Das war überhaupt kein Ding.

Meine "soziale Lustlosigkeit" stört mich gar nicht. Ich bin recht gerne alleine. Und ich habe in meiner Heimatstadt ja Freunde, mit denen ich etwas unternehme, wenn ich zu Besuch bin. In meiner Studienstadt will ich eh nach meinem Studium nicht bleiben, deswegen baue ich mir da nichts wirklich auf.

A.ll1xRB


Klar, wenn Du schon fast fertig bist, wäre es natürlich blöd. Aber es gibt ja auch Studiengänge, wo das "dicke Ende" kommt und man ggf. bei entprechender Faulheit sowieso mit leeren Händen dasteht oder mit einer Note, die für nichts zu gebrauchen ist. Das kann ich hier natürlich nicht beurteilen.

H[ell:equ_in


Ich habe zum Glück keine Prüfung, sondern "nur" eine B.A.-Arbeit. Ich hoffe, dann kann ich mich am Riemen reißen. Prüfung wäre aber in jedem Fall schlimmer, da da noch die Nervösität dazu kommen würde.

Ich hoffe einfach mal auf die psychologische Beratung nächste Woche...

WIater-lxi


Ich habe gerade Semesterferien, muss vier Hausarbeiten und sonstigen Kram machen. Habe bisher nicht angefangen, meine Ferien sind kommende Woche zuende...

Vier Hausarbeiten in einem Semester geht nicht... würde ich mittlerweile als TOTAL überzogen bezeichnen... klar, manche schaffen das sicher, aber nicht, wenn man eher von der faulen Sorte ist. Und die, die das schaffen und dann noch ne gute Note kriegen, müssen "nur" 10 Seiten bei nem anspruchslosen Prof schreiben oder haben nen IQ von 140 aufwärts... :=o ;-)

Ich denke schon, dass grundsätzlich was psychisches dahinterstecken kann. Oder dass du kein wirkliches Ziel hast/der Job den du dir vorstellst nicht DEIN Traumjob ist sondern vielleicht doch mehr ein fauler Kompromiss, den die Eltern noch "duchgehen lasse" (das musst du selber wissen, was du studieren und werden WILLST und inwiefern dein jetziges Studium in diese Richtung geht... bei mir lags daran und ich habs lange nicht wahrhaben wollen...). Oder du bist schlicht überfordert... klar, mit 4 Hausarbeiten im Nacken hat man ganz schön Druck. Warum konntest du dich nicht um BaföG kümmern? Bei mir ist das nicht immer Faulheit, zur Zeit ist es einfach auch manchmal, dass ich nicht weiß, was ich zuerst machen soll und so "zum Amt gehen" schiebe, weil man nicht weiß, wie lange das dauert usw... oder weil es ein Umweg ist... :=o War aber heute da, eh jetzt hier welche meckern wollen. ]:D

Also mir ging es jahrelang exakt so, wie du es beschreibst und ich hab drei Tipps für dich, die bei mir (meist) klappen:

- kein Perfektionismus... krieg die Hausarbeit FERTIG, scheißegal wie mies und wenn du die Nacht durchschreibst oder sowas... besser als "ich geb das mal später ab und hoffe er nimmts noch" zu denken... wie ich grade... |-o obwohl ich mir recht sicher bin – nach einigen Erfahrungen – dass es klappt. ;-) Die Erfahrung, dass in einer Nacht irgendwas fabrizieren auch oft klappt, hab ich aber auch. Und auch die, dass "Entschuldigung, ich fühle mich überfordert/krieg es nicht hin/blabla verschieben??" oft verstanden wird, also notfalls nachfragen.

- einfach machen: wenn du dich vor irgendeiner Prüfung fürchtest... schieb die Entscheidung nicht zu lange auf... geh hin, du wirst dich danach besser fühlen, egal ob du das Ergebnis noch nicht weißt... du hast das tolle Gefühl, was GELEISTET zu haben. Wenn du bestehst, ist es nochmal ein tolles Gefühl. ;-D Einfach nicht soviel denken, sondern mit deinem Zeug anfangen. 90% der Dinge machen während man sie dann endlich macht doch mehr Spaß als vermutet oder es kostet auch viel zu viel Energie, ständig tausend Termine im Kopf zu haben... weg damit = Nie wieder dran denken müssen! ;-D

- hol dir Hilfe, z.B. psychologisch... ich weiß nicht, ich habs gemacht und seitdem geht es einigermaßen, ich pack mein Zeug. Das Problem ist bei mir zur Zeit eher, dass es zuviel Zeug ist, was ich angehäuft hab als dass ich zu wenig machen würde (nur irgendwann will ich auch mal sinnlos faulenzen... auch mal einen Sonntag am Stück... |-o :°( ). Ich brauchte das, dass mich jemand an die Hand nimmt... ich sollte bei der Therapie immer einen Plan machen. Mittlerweile habe ich für mich gemerkt, dass einen Plan machen wichtig ist... dran halten auch... aber du musst dich nicht zu akribisch dran halten, weil manche Pläne doch zu voll für die Realität sind oder mal was dazwischenkommen kann usw... hauptsache wenn du freie Zeit und viel zu tun hast, dann nutzt du überwiegend diese Zeit.

Ach ja, wenn du einen Laptop hast oder auch so: geh in die Bibliothek. Lasse dir NICHT erklären, wie du W-Lan Zugang bekommst. Und arbeite da. Notfalls nimm nur Papier und Stift mit. Da kann man VIEL besser arbeiten. Auch, weil man immer die anderen sieht, die es auch machen und fleißig aussehen. :)z Das einzige, was du dafür können musst, ist morgens deinen Hintern aus dem Haus zur Bibo zu bewegen. ]:D

HDelleXquixn


@ Waterli:

Vielen Dank für deine Antwort.

Es sind mittlerweile nur noch drei Hausarbeiten, bei der vierten ist genau das eingetreten, was ich befürchtet habe: Ich habe nicht mehr Zeit bekommen... Wenigstens habe ich schon einen Ersatzkurs gefunden.

Zwei von den Hausarbeiten sind "nur 10 Seiten". Also zu schaffen wäre das auf jeden Fall.

Ich bin mir schon sicher, dass der Beruf, den ich anstrebe, der richtige ist. Mein Praktikum in dem bereich hat mir sehr viel Spaß gemacht. Und es hat auch was mit meinem Hobby zu tun. Also quasi das Hobby zum Beruf machen.

Überfordert bin ich, hoffe ich, auch nicht. In Referaten z.B., die ich ja machen "muss", weil ich da ja nicht unvorbereitet mit leeren Händen vorm Kurs stehen kann, bekomme ich fast immer gute Noten. Und auch in Klausuren, für die ich lerne (kam am Anfang des Studiums ja noch vor), habe ich meist gute Noten.

Generell ist mein Studium nicht soooo anspruchsvoll. Ist ja kein Medizin oder Jura.

Deine beiden ersten Tipp beherzige ich eigentlich immer so. Aber trotzdem kommt dabei nichts rum. Ich mache einfach nichts...

Das mit der psychologischen Hilfe wollte ich ja machen. Diese Woche gings noch nicht, aber nächste geh ich ganz sicher hin.

Und das mit der Bib ohne Laptop und Handy habe ich auch bereits probiert. Länger als eine Stunde habe ich es da nicht ausgehalten. Und gemacht habe ich da auch nicht wirklich was...

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