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Nach Kündigung Nachfolgerin einlernen?!

MBsEinxsam


Mann kennt jetzt hier nicht alle Details Deiner Situation, daher ist es schwierig, Dir einen guten Rat zu geben. Ich wurde auch einmal gekündigt, von daher kann ich sehr gut nachvollziehen, dass man sich da nicht gut fühlt. (Ich hatte damals einen Kurzzeiitjob, der mir nicht gefiel undden ich selbst kündigen wollte. War dann aber irgendwie "verletzt" als der Chef es zuesrt aussprach). Aber grundsätzlich:

- Dir wurde der Vertrag nicht verlängert, das ist ein ganz grosser Unterschied zur Kündigung

- Ich war jahrelang in einem Betrieb, wo etwa 5000 Leute Zeitverträge hatten und man den Leuten ohne jegliche Begründung nicht verlängerte. Von daher finde ich es noch recht fair, dass man Dir anscheinend recht offen mitgeteilt hat, woran es lag. Vielleicht nimmst Du es auch als grundsätzliche Anregung, was Du verbessern kannst, damit es bei nächsten Mal dann klappt. Vielleicht gab es auch in der Zeit wo Du dort warst "Zeichen" , dass Du eigentlich nicht ideal für die Stelle warst?

- Dein(e) Nachfolger(in) kann nichts für die Situation (war auch einmal die Nachfolgerin und das war auch nicht schön).

- Wurdest Du gefragt, ob Du die Nachfolge einarbeiten kannst und hast Du da "ja" gesagt?

- Wichtig für die Beurteilung der Situation ist vielleicht noch die Info, ob Du etwas machst, dass jeder der nachfolgenden Person zeigen kann, oder ob es was spezielles ist, dass zur Zeit nur Du kennst.

- Wenn Du kneifst (Krankmeldung zum Schluss ist da mehr als offensichtlich), hinterlässt Du einen extrem schlechten Eindruck. Zeugnisse müssen ja wohlwollend sein (was sie wertlos macht) und bei uns wird immer bei den letzten Chefs angerufen. Falls das in Deiner Branche auch üblich ist, sollest Du Dir überlegen, ob Du es nicht doch durchziehen willst. Bei uns wird Professionalität bis zum letzten Tag bei nicht verlängertem Personal extrem hoch angerechnet.

Vielleicht hilft es zur Beurteilung Deiner Situation, wenn Du ein Hinweis gibst, was Dein Job war und welche Ausbildung Du dafür hast?

DZrago{phixne


Es tut mir Leid, aber ich versteh das nicht. Der Vertrag ist abgelaufen, da hättest du dir doch denken können, dass sie vielleicht wen andern wollen. Ich würd wirklich ganz normal weiterarbeiten und die Nachfolgerin einlernen. Vielleicht melden sie sich in Zukunft wieder bei dir oder du möchtest dich für eine andere Stelle bewerben. Und da auf großartig "Stolz und Ehre" zu meinen, ist nicht klug.

1JFeznjax1


Ich sehe das Ganze so wie Dragophine.

Es handelt sich hier nicht um eine Kündigung, sondern es war doch absehbar, dass das Arbeitsverhältnis ein Ende nehmen wird. Hätte man in Erwägung gezogen, dich weiter zu beschäftigen, so hätte man schon vorher das Gespräch gesucht und dir einen unbefristeten Vertrag angeboten. Wie dein Arbeitgeber dir auch offen mitgeteilt hat, erfüllst du anscheinend einfach nicht das gewünschte/erforderliche Stellenprofil. Deine Nachfolgerin ist eben besser qualifiziert und somit ist es nachvollziehbar, dass sie den Posten bekommt.

Natürlich ist es nicht schön, seinen Job zu verlieren. Das tut mir aufrichtig leid für dich. Aber sich da jetzt durch eine Krankschreibung aus der Affäre zu ziehen oder der Neuen das Leben schwer zu machen finde ich mehr als kindisch. Das wirft kein gutes Licht auf dich und könnte dir bei der Jobsuche Probleme bereiten. Es ist nicht unüblich, dass Unternehmen, die Angestellte suchen, telefonisch über ihre Bewerber informieren. Käme natürlich nicht gut an, wenn dein bisheriger Arbeitgeber dann von deinem miesen Abgang erzählen würde.

Darüber hinaus bekommst du Geld dafür, dass du bis zum 18.05. deine Arbeit verrichtest. Wenn es bis dahin deine Aufgabe ist, deine Nachfolgerin einzuarbeiten, so solltest du dich hierzu verpflichtet fühlen und diesen Job bis zum Schluss so gut verrichten wie es dir möglich ist.

ztuxza


naja, brave new world!

wenn man so auf "ehre" wert legt, so frage ich mich, warum der AG nicht frühzeitig im personalgespräch angemerkt hat, dass man den AN beim entsprechend notwendigen erwerb von qualifikationen unterstützt? warum sollte man auf "ehre" wert legen, obwohl man für den AG ohnehin nur ein austauschbares arbeitsstück ist? hat der AG jemals seine wertschätzung gezeigt?

frag' doch mal deine nachfolgerin, wie viel gehalt sie bekommt – mal so in der kaffeeküche nach ein paar tagen .... sie wird sicherlich billiger sein, zudem fallen für sie keine kosten an weiterbildung an. aber nächstes jahr ist sie eben die nächste, die den platz räumen darf ....

so hat man halt keinerlei finanzielle planungssicherheit, ist nicht kreditwürdig, keine altersvorsorge ausreichend möglich ...

zum thema einarbeiten: würde ich machen, allerdings musst du da jetzt nicht alle energie reinstecken – geordnete übergabe, der rest ist dann ihr job .... zeig' ihr die abteilungen im haus, ansprechpartner, wo liegt was etc. freundlich sein – aber nicht überschlagen ;-)

1bFen!ja1


warum sollte man auf "ehre" wert legen, obwohl man für den AG ohnehin nur ein austauschbares arbeitsstück ist?

Diese "Austauschbarkeit" war doch von Beginn an klar. Spätestens, als es zum zweiten Mal lediglich einen befristeten Vertrag gab, hätte der TE bewusst werden müssen, dass sie diesen Job vermutlich nicht bis zum Rentenalter behalten würde.

frag' doch mal deine nachfolgerin, wie viel gehalt sie bekommt

Wenn mich das jemand fragen würde, bekäme er ganz sicher keine Antwort. – Erstrecht nicht innerhalb der ersten 14 Tage meines Beschäftigungsverhältnisses. ;-)

f4ragxnurxso


Das ist natürlich keine schöne Situation für Dich. Da ist es verständlich wenn Du gekränkt bist und es der Firma mal heimzahlen willst.

Aber, es wird Deine Situation nicht verbessern und Du tust Dir keinen Gefallen damit.

Wenn sonst nichts vorgefallen ist, ausser das Dein Vertrag nicht verlängert wird, rate ich Dir bring es mit Anstand zu Ende. Wenn Du Dich jetzt krankschreiben läßt bleibt nur ein fader Nachgeschmack und in der Firma fühlt man sich bestätigt, das es richtig war Deinen Vertrag nicht zu verlängern.

GqibNichxtAuf


Sich einfach krankschreiben lassen macht ja einen toller Eindruck. :-/ Die Chefs kennen sich doch oft untereinander (zumindest bei meinem Schwiegervater ist das so- der leitet selber eine Firma und macht oft was mit anderen "Chefs", auch überregional).

Damit schießt doch nur ins Abseits und zeigst deinem Vorgesetzten das er bei deiner Entlassung richtig entschieden hat.

sHchfnuggix018


Verstehe hier nicht die Aufregung.

Es war ein befristetes Dienstverhätnis..Dh die TE hat von Anfang an gewusst, dass sie den Job vermutlich nicht für immer haben würde. Wenn sie den Vertrag nicht verlängern wollen, ist es nunmal so: In diesem fall kann die TE nichts machen.

Meines Erachtens nach macht es einen großen Unterschied ob Kündigung oder Vertrag nicht verlängert. Ich finde sich krankschreiben lassen wäre nicht besonders klug.. vielleicht bekomt sie ja doch nochmal eine Chance..und dann wäre mit der Aktion alles verspielt.

und ja, solange man im Dienstverältnis ist, gehört es nunmal zu den Aufgaben neue Kollegen einzuschulen, obs passt oder nicht...

MTsEyinsaxm


warum der AG nicht frühzeitig im personalgespräch angemerkt hat, dass man den AN beim entsprechend notwendigen erwerb von qualifikationen unterstützt?

Es war ein Zeitvertrag.... Zudem sind die als Begründung angeführten Gründe Dinge, die man nicht unbedingt vom AG als weitere Investition verlangen kann. Soll er eine zeitlich befristete Person mehrere Sprachen lernen lassen? Mögliherweise Sprachen, die die Person aus der Schule schon hätte können müssen? Zudem passte es von der Art (offen etc) wohl einfach nicht.

z*uzxa


mittlerweile sind ja bereits endlose befristungen möglich; dies ist nicht mehr auf 2 befristungen begrenzt. (siehe befristung mit grund vs. befristung ohne grund)

befristete AN werden eher nicht für ihre arbeitnehmerrechte einstehen, sich nicht an den betriebsrat wenden, erhalten keine weiterbildungsmöglichkeiten – nicht ohne grund sind heute neuarbeitsverhältnisse i.d.r. befristet; der AN soll sich an seinem arbeitsplatz nicht zu wohl fühlen und weiss, das jede kritik nicht zu einer neuerlichen befristung führen wird.

ich finde es erschreckend, dass vielen leute hier weder die gesellschaftspolitische noch wirtschaftliche dimension betrachten (z.b. auch erosion der sozialsysteme, denn befristung heisst nicht höheres einkommen aufgrund erhöhten risikos, sondern eher niedrigeres!) – kein wunder, dass gut ausgebildete leute heutzutage deutschland verlassen ....

ach ja, auch AG sollten den datenschutz beachten ....

1-Fenxja1


ich finde es erschreckend, dass vielen leute hier weder die gesellschaftspolitische noch wirtschaftliche dimension betrachten (z.b. auch erosion der sozialsysteme, denn befristung heisst nicht höheres einkommen aufgrund erhöhten risikos, sondern eher niedrigeres!) – kein wunder, dass gut ausgebildete leute heutzutage deutschland verlassen ....

Du übertreibst maßlos. Bei uns und auch den meisten anderen Betrieben in meiner Branche sind unbefristete Arbeitsverhältnisse die Regel. Meistens steigen neue Mitarbeiter mit einem Jahresvertrag ein, aber wenn sie sich dann bewähren, kriegen sie danach sofort die Festanstellung.

Die TE scheint schlicht und ergreifend nicht optimal qualifiziert gewesen zu sein, so einfach ist das. Ich verstehe die Aufregung echt nicht. :|N

L/ilaLiDna


befristete AN werden eher nicht für ihre arbeitnehmerrechte einstehen, sich nicht an den betriebsrat wenden, erhalten keine weiterbildungsmöglichkeiten – nicht ohne grund sind heute neuarbeitsverhältnisse i.d.r. befristet; der AN soll sich an seinem arbeitsplatz nicht zu wohl fühlen und weiss, das jede kritik nicht zu einer neuerlichen befristung führen wird.

Ja, es gibt Leute, denen es so ergeht und evtl. zählt die Fragenstellerin dazu – wissen tun wir es nicht.

Das steht hier auch nicht zur Debatte.

Sich krankschreiben zu lassen als stummer Protest gegen das Vorgehen des Arbeitsgebers ist jedenfalls eindeutig nicht der richtige Weg.

M?sE5insTam


@ zuza

Wenn Du eine sozialpolitische Grundsatzdiskussion (mal wieder) vom Zaun brechen willst, könntest Du einfach Deinen eigenen Faden eröffnen.

Ich bin einer von den gut ausgebildeten Leuten, die Deutschland verlassen haben. Ich war 11 Jahre in Kettenzeitarbeitsverträgen und es war nie ein Problem für mich. Habe sehr wohl für meine AN-Rechte eingestanden und da gab es einiges, bekam Weiterbildungen etc., war kreditwürdig usw. Was ist Dein Problem? Was ich aber unmöglich fand, war, dass der einzige, der in meiner letzten Abteilung ein unbefristetes Arbeitsverhältnis und damit faktisch unkündbar war, sich wie die Axt im Walde benommen hat. Kann AG somit auch verstehen, dass sie bei solchen Umständen einen unbefristeten Vertrag genau überlegen. Oder wie erklärst Du dir die Kündigungen wegen Verzehrs einer Maultasche, einer Bullette, Aufladen des privaten Handys am Arbeitsplatz usw? Keiner dieser Leute wurde deswegen gekündigt, sondern weil es in Deutschland nicht mehr anders geht.

Es ist fairer, wenn beide Seiten normal kündigen können und dann würde das alles nicht nötig sein. In dem Land, in dem ich jetzt lebe, ist eine zweimonatige Kündigungsfrist für beide Seiten normal. Alle haben unbefristete Verträge, es hat in meinem Betrieb kein unkündbaren Problemfall (so wie es in Deutschland immer der Fall war), die Leute fordern genauso ihre sonstigen Arbeitnehmerrechte, die Sozialkassen sind recht stabil, und wer eine Putzfrau privat hat, hat die auch nie schwarz, weil alles so unproblematisch ist.

Deutschland sollte endlich aufwachen und wieder wettbewerbsfähig werden.

Stweet'Hearxt20


Ich wurde nicht gefragt ob ich die Neue einlernen möchte. Es wurde einfach so beschlossen. Ich hatte gar keine Wahl.

Ich arbeite derzeit noch als Empfangsdame (Zentrale). Das heißt ich mache die Telefonzentrale (oft extrem viele Anrufe) man muss also schon stressresistent sein, bearbeite eingehende Kundenanfragen, kümmere mich um die Vorbereitung und den Versand vom gesamten Messematerial, bereite internationale Schulungen vor (ich muss alles organisieren). Ich verwalte die Termine, empfange die Gäste, bewirte sie. Und wenn Kollegen viel Arbeit haben kommen sie zu mir und ich unterstütze sie. Da ist es dann egal was es ist. Mir wird es kurz erklärt und ich mach es dann.

Die Neue wird ab morgen zwei Wochen neben mir sitzen und mir über die Schulter schauen. Das ist sowas von nervig :-( Mich stört das extrem wenn mich jemand die ganze Zeit beobachtet.

1qF7enkja1


Ich wurde nicht gefragt ob ich die Neue einlernen möchte. Es wurde einfach so beschlossen. Ich hatte gar keine Wahl.

So ist es Gang und Gäbe. Warum sollen die dich denn fragen? ":/ Außerdem bist jawohl du diejenige, die der Neuen alles am besten zeigen kann, weil du den Job ja nun zwei Jahre gemacht hast. Ist doch logisch.

Die Neue wird ab morgen zwei Wochen neben mir sitzen und mir über die Schulter schauen. Das ist sowas von nervig :-( Mich stört das extrem wenn mich jemand die ganze Zeit beobachtet.

Gerade als Empfangsdame sollte man doch anderen Leuten gegenüber aufgeschlossen sein und sich durch so etwas nicht aus der Ruhe bringen lassen. :-/

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