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Chronisch krank und ein Jahr Australien, wer zahlt Medis?

l5iasxon hat die Diskussion gestartet


Hallo!

Ok, wie in der Überschrift zu erkennen ist, plane ich ein Auslandsjahr in Australien (Work & Travel), los gehts schon in 3 Wochen!

Ein Problem hat sich jetzt kurz vor Abflug doch noch in den Weg gestellt und zwar sind das die Medikamente auf die ich jeden Tag angewiesen bin. Kurz dazu, ich habe Multiple Sklerose und muss mich jeden Tag spritzen...

Ich hatte erst vor kurzem erfahren das die Auslandskrankenversicherung zwar "100%" Medikamente übernimmt, ABER nicht für Vorerkrankte bzw eben für solche, die auf ihr Medikament definitiv angewiesen sind! Es scheint wohl auch absolut keine Versicherung zu geben, die die Kosten im Ausland trägt.

Wahrscheinlich muss ich jetzt die ganzen Spritzen mitnehmen bzw soviel wie ich wegbekomme und meine Familie muss mir dann noch etwas nachschicken. Das ist aber auch alles nicht so einfach wegen Zoll usw bzw müssen diese Spritzen auch noch kühl gehalten werden! Zum verzweifeln...

Hat von euch schonmal jemand damit Erfahrung gemacht? Wäre echt toll wenn mir jemand von euch helfen kann!

Danke schonmal!

Antworten
Glrauamxsel


Vielleicht schickt Dir eine Versandapotheke die Spritzen auch nach Australien.

Aber ob die Krankenkasse da mitmacht, ist fraglich.

zpuza


ja, das müsstest du dann selbst zahlen – da gibt's leider keine andere möglichkeit (außer gkv-betrug).

u~nkomLpli)zienrt


Hi

das ist ein ziemliches Problem - genaugenommen zwei

1. Wenn du länger als 180 Tage deinen gewöhnlichen Aufenthaltsort außerhalb der EU hast fliegst du aus der GKV raus. Sofern du nach deiner Rückkehr gleich wieder arbeitest besteht zwar Versicherungspflicht in deiner letzten GKV, aber die Beiträge der 6 Monate werden nachgefordert.

2. Für deinen work and travel Aufenthalt benötigst du ein entsprechendes Visum. Dies setzt eine Krankenversicherung voraus. Der ADAC z. Bsp. bietet zwar Auslandsversicherungen an, aber die schließen nicht nur alles was mit Vorerkrankungen zu tun hat aus; als private Versicherungen werden sie dich mit ziemlicher Sicherheit ablehnen

WTolfGganxg


Ich benötigte während mehrjähriger Auslandsaufenthalte wichtige Augentropfen. Ich habe vorher mit dem Augenarzt abgesprochen, dass er Rezepte ausschreibt und dann haben mir jeweils Freunde die kleinen Fläschen besorgt und mitgebracht. Ob das bei deinen Spritzen, vor allem, wenn du diese täglich benötigst, klappt, kann ich nur schwer beurteilen.

rOedpeopp}er28x4


um welches medikament handelt es sich denn?

WNo=lf@gxang


Kannst du vielleicht die Spritzen vorübergehend durch Tabletten ersetzen? Die kannst du besser lagern und transportieren.

Es geht ja sicher nicht darum, dass du das Medikament nicht in Australien bekommst. Da gibt es sicher alles. Es geht darum, dass es auch von egal welcher Versicherung ersetzt wird.

tEatuxa


Was sagt denn dein Neuro zuhause?

könntest du mit dem einen Deal machen?

So in der Art, dass jemand aus deiner Familie einmal im Quartal in der Praxis deine KK-Karte einliest und sich ein Rezept ausstellen läßt?

Du könntest ja theoretisch einzelne Reisen gemacht haben immer wieder nach DE gekommen sein. Du wirst dich allerdings während der gesamten Zeit freiwillig versichern müssen bei der KK, was nicht ganz billig ist.

Aber immer noch billiger die Spritzen selbst zu zahlen.

Wobei mir einfällt – einige von den Herstellerfirmen bieten zumindest für Amerika Programme an, wo Leuten, denen der Versicherungsschutz wegbricht für ein Jahr das Medikament zur Verfügung gestellt wird (Serono z.B. für Rebif) Wie Teva das hält, weiß ich nicht, aber ruf doch mal die Hotline an... Du bist bestimmt nicht der erste, der dieses Problem hat und vi

Vielleicht haben die eine Idee für dich?

Wenn die beiden ersten Sachen nicht klappen, würde ich den Dialog mit der Krankenkasse suchen, es liegt ja auch nicht in deren Interesse, dass du mit einer völllig eskalierten MS von deinem Work&Travel-Aufenthalt zurückkommst und denen nur noch mehr Kosten verursachst.

Du bist aber auch verd*** spät dran mit deiner Planung ;-)

tjatuxa


P.S.:

Spritzen mitnehmen im Flieger ist kein Problem – denk aber dran dir eine Zollbescheinigung ausstellen zulassen (Formular gibts auch bei der Copaxonehotline, Arzt muß unterschreiben)

Spritzen nicht in den Koffer, sondern ins Handgepäck, wg der Temperatuschwankungen. Wenn du 90 oder noch mehr Spritzen mitnehmen willst, würde ich vorher mit der Airline sprechen... nicht dass du am Abreisetag Streß bekommst.

Und... Australien ist wunderschön... in bin sooo neidisch und würde am liebsten mitfliegen. *:)

r,edRpep!pe4rT28x4


Ich denke auch... am besten man klärt mit der Airline/dem Flughafen ob man in "großen" Mengen das Medi mitnehmen kann...

In Australien ist übrigens Cladribin zugelassen zur MS-Therapie, hier in D leider noch nicht.

Wäre das vllt was für dich?

Das o.g. Rebif gibt es zB auch in Patronenform. Das legt man in den elektronischen Injektor ein und hat seine 3 Wochendosen mit einer Patrone abgedeckt = 52 Patronen für ein Jahr. (allerdings auch Medis für ca 20.000 €)

Das muss zB auch nicht gekühlt werden. bis zu 14 Tage ohne Kühlung ist möglich.

Nur so als Beispiel... ich denke es ist möglich, da noch ne Lösung zu finden....

tBatuxa


@ redpepper

Würdest du wegen einer Auslandsreise die BT wechseln?

Ich glaube ich nicht, im Moment nimmt der TE ja Copaxone...

Und das Hauptproblem ist glaube ich nicht der Transport sondern die Frage wer das Medikament in der Zeit zahlt – selbstzahlen ist keine Alternative, wenn der TE nicht steinreich ist.

tzhe-Mcavexr


Tja, das sieht wohl schlecht aus:

- Versicherungsschutz aus der deutschen KV hast Du in Australien nicht, wenn Du dort ein Jahr arbeitest (anders wäre es evtl., wenn Du bei einem deutschenUnternehmen angestellt wärst und nach AU entsandt würdest)

- Reisekrankenversicherungen zahlen für Dein Dauermedikament nicht

- jede private KV in Australien wirde Dich ablehnen oder Beiträge fordern, die über Deinen Medikamentenkosten liegen (also extrem hoch, wenn es copaxone ist)

Es bleibt also nur die Möglichkeit, beim Hersteller nachzufragen, ob es da irgendwelche speziellen Programme gibt. Habe gerade zufällig gesehen, dass der Copaxone-Hersteller eine patientenhotline hat, vielleicht wissen die mehr: 0800-1 970 970

Du könntest natürlich auch bei der KK nachfragen, ob es da Kulanzmöglichkeiten gibt. Die Antwort ist allerdings mit ziemlicher Sicherheit "nein" (die Kasse wäre sowieso froh, wenn sie Dich loswürde). Außerdem könnten sie dann natürlich mal genauer nachschauen, was in dem Jahr versicherungsmäßig los ist und Dir gegebenefalls Schwierigkeiten machen (siehe unten).

Alle anderen Mauscheleien mit Rezepten und Ärzten sind strafrechtlich schlicht und einfach Betrug.

Ich fürchte fast, Du wirst Dir einen Auslandsaufenthalt innerhalb der EU suchen müssen, wenn Du nicht riskieren willst, Dich strafbar zu machen. Außer dem Betrugsprozess wird Dich die Kasse dann nämlich auch noch auf Schadensersatz für die zu Unrecht bezogenen Medikamente verklagen.

Grüße

SJchnaOttilxein


Hallo zusammen,

ich weiß, dass der Eintrag schon älter ist, aber mir beschäftigt zurzeit die gleiche Frage.

Wie ist es bei dir ausgegangen?

Ich würde mich über Ratschläge und Erfahrungsberichte freuen =)

Danke

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