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Selbstständigkeit und nebenbei angestellt?

NqullachQtfuepnfzehxn hat die Diskussion gestartet


Hallo ihr Lieben!

Ich frage mich, ob es möglich ist, eine UG/GmbH zu gründen und trotzdem noch nebenbei "normal" zu arbeiten? Also nicht vom Zeitfaktor her, sondern verdiensttechnisch. Weiß da jemand etwas? *:)

Antworten
E%quilixzer


Nebenbei selbsständig arbeiten ist grundsätzlich kein Problem. Soweit ich weiß, muß allerdings der Arbeitgeber über die Selbsständigkeit informiert werden.

SNvenh_33


Grundsätzlich ist alles Möglich. Deinen Arbeitsvertrag solltest Du natürlich prüfen ob Du Deinen Arbeitgeber vor Aufnahme einer weiteren Tätigkeit informieren musst oder ob es sogar Einschränkungen bei der Art der Nebenberuflichen Tätigkeiten gibt (Stichwort Wettbewerbsverbot)

Zusätzlich musst Du Dich bei Deiner Krankenkasse erkundigen. Damit die nebenberuflichen Einnahmen Beitragsfrei bleiben können müssen bestimmte Kriterien erfüllt sein.

Steuerlich gibt es keine Besonderheiten, außer natürlich das Du bei zusätzlichen Einnahmen natürlich auch mit einer zusätzlichen Steuerbelastung rechnen musst (Umsatzsteuer, evt. Gewerbesteuer, Einkommensteuer)

SFv3en_3x3


Achja, vor der Gründung einer GmbH sollte man sich unbedingt mit einem Steuerberater zusammensetzen. Abgesehen von den Gründungskosten geht man bestimmte Aufzeichnungsverpflichtungen ein die nicht ganz ohnen sind sofern man keine Ahnung vom Steuerrecht hat. Es sollte daher geklärt werden ob es nicht sinnvoller ist, ein reines Einzelunternehmen zu gründen. Allein der Grund eine Haftungsbeschränkung zu erreichen ist nicht immer sinnvoll.

NAuUllaOcNhtf+uenfxzehn


Danke für die Antworten! Es ist jetzt auch nichts konkret geplant, aber ich habe generell mal überlegt, sollte ich mal eine gute Geschäftsidee haben ;-) Ja, die Haftungsbeschränkung ist wirklich der Hauptgrund in meinen Überlegungen. Unsere Schüleragentur ist eine UG, wo ich die Finanzbuchhaltung mache, also ein kleines bisschen kenne ich mich da schon aus. Für eine UG benötigt man ja auch nur 1 Euro Startkapital (theoretisch, kommt natürlich drauf an was man benötigt in dem Unternehmen), und dann müssen 25 % des Gewinns zurückbehalten werden bis die 25.000 Euro für die GmbH erreicht sind...

Dachte eben, dass ich in der ersten Zeit normal arbeiten würde, bis die UG richtig läuft. Solange man keinen Gewinn macht, fallen ja auch keine Steuern an, und der Lebensunterhalt wäre ja weiterhin gesichert durch die Arbeit, somit geht man nicht wirklich ein Risiko ein, verschuldet sich nicht und wenns nicht läuft lässt mans wieder und arbeitet normal weiter...

S6ven*_33


Eine GmbH oder eine Mini-GmbH zu gründen muss auch einen Sinn haben. Was für ein Risiko möchtest Du den beschränken? Hier liegt der Knackpunkt und aus meiner Erfahrung kann ich Dir sagen das die meisten eine völlig falsche Vorstellung davon haben wann eine Haftungsbeschränkgung wirklich Sinnvoll ist.

Ein großer Irrglaube ist zb. das die zukünftigen Gesellschafter glauben sie könnten für ein eventuelles Fehlerverhalten nicht persönlich zur Rechenschaft gezogen werden. Das ist Falsch.

Wenn Du zb. Waren benötigst wirst Du Probleme haben Lieferanten zu finden die keine Vorkasse von Dir verlangen werden. Wenn Du Geld von der Bank benötigst, wirst Du ebenfalls kein Geld bekommen ohne das Du selber eine persönlich Haftung übernimmst.

Was aber immer bleibt bei der Wahl einer GmbH oder einer Mini-GmbH sind die erhöhten Verwaltunsaufwendungen und die in diesem Zusammenhang stehenden zusätzlichen Kosten.

Bist Du zb. in der Lage eine Bilanz im Sinne des Einkommensteuergesetzes zu erstellen? Wohl kaum, also wird ein Steuerberater gebraucht und das kann ziemlich teuer werden.

Eine einfache Einnahmen- Ausgabenrechnung kann hingegen viel eher auch von einem Leihen bewerkstelligt werden und selbst wenn man dies von einem Steuerberater erledigen lässt, was ich an dieser Stelle ausdrücklich empfehlen möchte, dürften die Kosten deutlich geringer sein, als wenn man Buchführungspflichtig und somit zur Erstellung von Bilanzen verpflichtet ist.

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