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Traum vom eigenen Laden

DsiarmQaixd


Überall wo es geht werden Dienstverhältnisse in freie Dienstverhältnisse – 1 Personen Subunternehmer Firmen etc. umgewandelt. Es hört sich schön an – das Wort freier Dienstnehmer, freier Mitarbeiter – aber in Wirklichkeit ist man genau so auf seinen Chef – oder nun Auftraggeber – angewiesen wie bei einem Dienstverhältnis, nur dass sich der Arbeitgeber Weihnachts, Urlaubs und Krankengeld spart.

Dagegen kann man aber auch klagen, wenn alles trotzdem so funktioniert wie bei einem normalen Arbeitsverhältnis, also, feste Dienstzeiten, Dienstort, etc.

Ansonsten bin ich neugierig: Magst du, Tino82, uns/mir nicht verraten, welchen Onlineladen du betreibst? :-)

TLinox82


Diesen Traum habe ich auch (bin 26), lebe im Ausland und hab so einige Ideen. Z.B. die Produkte die ich aus Deutschland und USA habe einfuehren lassen (z.B. teuere Uhren und Messgeraete) verkaufe ich seit 1 Jahr an eine feste Klientel (gutverdienende Kunden im Gesundheitsbereich, verdiene daran sehr gut pro Geraet). Die ganzen noetigen Papiere dafuer habe ich auch. Und obwohl ich viel Mundpropaganda bekomme und immer mehr Leute von mir erfahren und die Produkte nachfragen, bin ich skeptisch was einen eigenen Laden betrifft.

Gratuliere Zigeunerin20 – ich glaube du bist auf dem richtigen Weg. :)^ Ich kenne viele die über Mundpropaganda Ihren Kundenstock aufgebaut haben. Das ist die beste und günstigste Werbung. Wenn mal dein Kundenstock groß genug ist kannst du dir ja Geschäftsräume zulegen – ich glaub dass deine Branche mit Medizingeräten nicht unbedingt von Laufkundschaft abhängt, also wäre die Lage nicht so wichtig. :|N

Schwierig ist es den richtigen Weg zwischen Sparsamkeit und Risikobereitschaft zu wählen. Sascha Suden schreibt in seinem Buch "Hilfe ich habe gegründet" von mehreren Fehlentscheidungen die ihm viel geld gekostet haben – z.B. erhoffte er sich durch eine 2. Filiale mehr Umsatz...

Das Buch hat mir jetzt keine großen Erkenntnisse gebracht, zumal ich ja nicht von gläubigern verfolgt werde – allerdings fand ich seine Erfahrungen durchaus lesenswert, und so teuer wars auch nicht.

Von Unternehmensberatern halte ich ehrlich gesagt nicht viel, vor allem weil diese oft selbst mal gestrauchelte Unternehmer waren. Beraten müsste man sich eigentlich von erfolgreichen anderen Unternehmern lassen, aber die hätten für sowas keine Zeit.

Eine interessante Erfahrung für mich war auch, dass Inseratwerbung nicht unbedingt unmittelbaren erfolg verspricht. Ich hab mal um 300 Euro eine schöne Anzeige geschalten in einer Fachzeitschrift für genau meine Zielgruppe – und hoffte auf große Reaktionen – doch es war für gar nix. Angeblich muss man dasselbe Inserat 7 mal schalten bis es einmal bemerkt wird. Eher empfehlen kann ich Direktmailing – also ein kleines Prospekt gestalten, mit Brief dazu, und das an relevante Kunden verschicken. Angeblich erhöht eine schöne Briefmarke die Erfolgsquote.

Eine eigene Kunst ist auch der richtige Wareneinkauf. Das richtige Gefühl was schnell verkauft wird, und was ein Ladenhüter bleibt. Ich hab erlebt, dass ich einen Artikel ein Jahr liegen hatte, und an einem Tag wollten es dann auf einmal 2 Kunden kaufen und ich hatte eins zu wenig. Dann bestellst du 2 nach, und keiner wills haben...

Außerdem werden dir als Unternehmer immer wieder größere und kleinere Stolpersteine in den Weg geräumt, und man muss ständig flexibel sein um sich anzupassen.... und vor allem die Kraft und Motivation dazu haben :)z

Insgesamt habe ich derzeit 3 Berufe, eine Teilzeitstelle als freier Mitarbeiter in einem Architekturbüro, eine geringfügige Stelle als Musiker und meinen Shop, der zwar jetzt keine großen Gewinne abwirft, aber Teil meiner Selbstverwirklichung ist.

T_es%traxle


ich habe oft das Gefühl. bzw die Gewissheit, das man keine Erfalg hat, wenn man sich tatsächlich ann alle gesetzte und Vorschriften häl.t

Ein Paar Kumpel von mir, machen alle paar Monate neue Läden auf, mal Schmuck, mal Büdchen, mal Pommesbude..... wenn ein Laden zu macht, bzw zu gemacht wird, ist 1 woche später ein neuer Laden irgend wo anders offen..

Leider kann man nur wirklich Geld verdienen, wenn man nicht ganz "ehrlich" ist, als Slebstständiger.... habe ich zumindest so erlebt bisher.

T:ino"8x2


ich habe oft das Gefühl. bzw die Gewissheit, das man keine Erfalg hat, wenn man sich tatsächlich ann alle gesetzte und Vorschriften hält

...das hast die sicher gewissermaßen recht. Vorschriften und Gebühren für Unternehmer stammen noch aus einer Zeit wo Geschäftsleute in der Regel wohlhabender waren als Angestellte. Deshalb gibt es fast für alles 2 Tarife – einmal für Privatpersonen – und einmal für Firmen. ( z.B. Krankenkassen, Kontogebühren, Kreditkarten...)

Verbraucher haben durch den Konsumentenschutz fast Idiotenfreiheit. Vor allem in Onlineshops.

Der Unternehmer muss alle Risiken selber tragen. :-|

KDat1er_3x-8


Diarmaid

wie wär es mit der Idee, mache eine Galerie auf , verkauf auf Provisionsbassis und einer Ausstellungsgebühr handarbeiten von Hobbykünstlern, viel Erfolg.

mMot$oroFlxa


Ich kenne auch die ganze Problematik. Wichtig ist das bevor man anfängt sich selbstständig zu machen, einen genauen Plan zu erstellen und alles zu durchdenken, viele Geschäftsideen scheitern schon bevor sie geboren sind, weil dafür in der entsprechenden Region überhaupt kein Bedarf ist oder die Lage für diese Branche suboptimal ist.

Das wichtigste am selbstständig sein ist, das man in der Lage ist sich zu verändern und auch sehr selbstkritisch zu sein. Der Markt ändert sich ständig und man muß mitgehen, sonst wird man früher oder später scheitern. An diesem Problem scheitern viele alteingesessene Geschäfte.

Auf alle Fälle muß man als Selbstständiger um zu überleben, ständig 1000 Prozent bringen und man muß sein Job leben und nicht nur als Job ansehen.

Wenn jemand gerne ein Sicherheitsdenken hat, und auch an regelmässige Arbeitszeiten denkt, dann sollte man die Finger von der Selbstsändigkeit lassen.

E>mpf8angsqxueen


Dazu kann ich gut was sagen, mein Verlobter hat sich selbstständig gemacht,

er ist gelernter Florist und hat einen Blumenladen eröffnet er steht seit ca. 10 Monaten :-)

Also noch ganz frisch, es war schwer und ist auch jetzt noch hart aber er läuft einigermaßen gut.

Am Anfang waren wir noch beide im Laden und es hat einfach nicht gereicht... schade auch schöne frische Blumen wegzuwerfen nach ein paar Tagen weil sie alt geworden sind und keiner sie gekauft hat... :°(

Wir waren oft traurig wenn es nach ein paar Umsatzschwachen Tagen weiter so mies ging, von 16 Euro am Tag kann man halt nicht leben...

Aber langsam mit viel Geduld klappt es, ich hab mir einen Job gesucht damit wir es weiter schaffen, und wir schaffen es auch langsam wir bekommen immer mehr Kunden, haben mittlerweile 1 Teilzeit Angestellte und einen wöchentlichen Hotelauftrag und ein Restaurant das alle 4 tage frische Rosen braucht.

Man darf sich halt nicht entmutigen lassen, es dauert bis man bekannt wird, und Kunden gewinnt. Aber es wird immer besser. :-D

Auch wenn wir oft traurig waren, bzw. jetzt auch noch manchmal sind, man muss kämpfen :)= ;-)

Und an Umsatzstarken Tagen Valentinstag etc. nehm ich mir einen Urlaubstag und pack mit an.

Es ist auch für mich hart, aber das wird schon.

E0mp.fangsmque@en


Ich kann mich noch erinnern wie wir einem Tag vor der Eröffnung bis ans Limit überzogen waren kein Geld, Kühlschrank leer und ich war am Vortag bei Mama und hab ein Restlessen bekommen, das mussten wir uns zu zweit Tweilen :)_

Achja... ]:D

rEosaA_ScLhäfxchen


Man liest derzeit in vielen (Frauen)Zeitschriften von Menschen, die in ihrem alten Beruf todunglücklich waren, ein Burnout hatten. ... danach einen kleinen persönlichen Laden gegründet haben – und jetzt komplett glücklich und erfüllt sind.

Das fällt mir auch immer wieder auf, wenn ich die Zeitschriften meiner Mutter durchblättere. Da könnte man als Unwissender tatsächlich den Eindruck kriegen, dass sowas spielend leicht geht und schnell von Erfolg gekrönt ist.

Ich hab von berufswegen her schon einige solcher "zündenden Ideen" quasi bankrott gehen sehen. Bei einigen wenigen war es schade und diejenigen hatten wohl einfach Pech, bei den meisten allerdings sah man die schlechte Vorbereitung, die Unwirtschaftlichkeit und Naivität auf den ersten Blick. Da wusste man direkt, dass die in ein paar Monaten schließen können. "Ich werd mein eigener Chef" klingt natürlich erstmal verlockend, was so an Arbeit dahinter steckt, wenn man Chef ist, ahnen die wenigsten.

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