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Situation an der Berufsschule

Fbighty4Lixfe


Hey ich wollte jetzt hier niemanden dumm anmachen , aber nur so selbst wenn 10% was lernen wollen, dann

Bauen die restlichen 90

Scheise und

Ja der Lehrer Kommt rein und es geht halt los z.B mit Huren....... Aber ich hab nie behauptet das dies alle machen und es war auch sicher nicht auf mich bezogen, und ich glaube ich hab genug im Kopf um zu wissen das die Schule wichtig ist , omg

N"otS4urxe


@ Pfefferminzlikör:

Dass Gymi-Schüler nicht unbedingt mit der Elite des Landes gleichzusetzen, ist mir klar.

Habe selbst miterlebt, dass die Schüler dort auch keine Unschuldslämmer sind und auch gewaltig Mist bauen können. Aber unsere Lehrer waren demgegenüber ziemlich gleichgültig, solange es den Unterricht nicht gestört hat, konnten die Schüler fast alles machen was sie wollten.

Aber irgendwie hab ich die Hoffnung, dass es am Gymi doch noch zivilisierter zugeht als auf der Berufsschule oder Hauptschule. Mittlerweile bin ich wirklich am Grübeln...vor allem da man als Lehrer ja keinen Gebrauch von Waffengewalt machen darf um es mal überspitzt zu sagen ]:D

Ernsthaft, wie soll man jemanden "in der Luft zerfetzen" wenn man als Lehrer kaum Sanktionsmöglichkeiten hat (das wissen auch die Schüler sehr wohl)

MNirMa2x7


@ NotSure

Es ist nicht gesagt, dass du dich von vorn herein festlegen musst. In vielen Bundesländern kannst du auf Gymnasiallehramt studieren und dann nach dem Examen dennoch an eine Berufsschule gehen. Erwähnt wurde schon, dass auch am Gymnasium nicht unbedingt die Bildungselite sitzt. Ich denke hierbei besonders an Privatgymnasien, in denen Eltern versuchen, ihren Kindern das Abitur quasi zu "erkaufen". Die Schüler fühlen sich teilweise wie Kunden, das passende Talent haben sie jedoch nicht (ich spreche aus Erfahrung).

An einer beruflichen Schule kommt es wirklich darauf an, welcher Art diese ist. Kaufleute, Mediengestalter, Finanzangestellte etc. haben oft (nicht immer) Interesse an der Schule, zumal es im Vergleich zum Dasein im Ausbildungsbetrieb für sie teilweise schon fast eine Erholung ist, in die Schule zu kommen. Unter Schmiedern, Schlossern und Maurern ist der Ton vermutlich etwas rauer, aber auch hier kann man nichts pauschalisieren. Es kommt eben auf die einzelnen Menschen an und auch die Schule, die du wählst.

Und wenn du in deinem Bundesland eher schlechte Chancen hast, kannst du immer noch wechseln – NRW und Hessen suchen derzeit Lehrer auch für Sprachen!

Aber mach deine Entscheidung bitte, bitte nicht abhängig von deiner Statur oder vermeintlich ungezogenen Schülern. Das kann man wirklich so nicht verallgemeinern! ;-)

W*olfxgang


Solange sie den Unterricht nicht stören

Die werden aber stören und dann machen sie dir den ganzen Unterricht kaputt.

Überlegungen über die Berufschancen sind gut am Beginn der Ausbildung. Leider ist es aber oft so, dass ein Beruf, der zu einer gewissen Zeit, also heute, gefragt ist, möglicherweise überfüllt ist, bis du mit dem Studium fertig bist. Sowas verläuft immer in Wellenbewegungen und du musst gerade dann fertig werden, wenn Nachfrage herrscht und nicht wenn Überfluss an Bewerbern da ist. Das wirst du aber nicht vorher kalkulieren können.

Sicher ist auch das "Publikum" in einer Goldschmiedeklasse anders als bei Lehrlingen im Strassenbau. (ohne das nun irgendwie wertend zu meinen, aber es dürfte wohl verständlich sein, was gemeint ist.) Auch da kannst du dir heute noch nicht aussuchen, wen du später unterrichten musst.

Die Schwierigkeiten des Lehrerberufs werden oft unterschätzt sowohl am Gymnasium wie auch an der Berufsschule. Die sehr hohe Anzahl an Lehrern, die nicht das vorgesehene Pensionsalter erreichen ist aber ein Indiz dafür.

PIfeffe(rminmzlBixkör


Du hast sehr wohl Sanktionsmöglichkeiten ]:D

Und spätestens, nachdem der das 5. Mal zur mündlichen Spontan-LK antanzen durfte (oder die 6 wegen Leistungsverweigerung kassiert hat) reisst der sich auch am Riemen. Oder das ganze in Form einer Kollektivstrafe (ohje, war ich jetzt böse? ]:D ).

Wenn du die Störenfriede ständig stören lässt, nimmst du den anderen ihre Chance darauf, etwas zu lernen.

Warum möchtest du Lehrerin werden?

Bmlue+sp/irit


ich würd an deiner stelle auf Gymmi studieren..mit der klientel an der Berufsschule,(viele Ausländer,die kaum sprechen können,Dumpfbacken .usw..)würdest du nicht lange durchhalten..

W4olpfgaRng


solange es den Unterricht nicht gestört hat, konnten die Schüler fast alles machen was sie wollten.

Wenn jemand, der vor der Berufswahl, ob Lehrer oder nicht, steht, so etwas schreibt, dann befallen mich grösste Zweifel an dessen Eignung. Ich halte Lehrer, bei denen Schüler fast alles machen können, was sie wollen, nicht für gute Lehrer. Wenn du schon vor Beginn deiner Lehrerausbildung solche Kriterien ansetzt, na, dann gute Nacht!!

Wenn dich nach 10 oder 20 Berufsjahren die Resignation befällt und du dann gegenüber den Schülern so eine Art "Leckmichamarsch"-Haltung entwickelst, dann hast du mein gewisses, eingeschränktes Verständnis. Wenn du schon vor deiner Ausbildung so sprichst, habe ich Zweifel an deinem Einsatzwillen.

mRoBkiZeh


Wolfgang :)^

Das ist mir auch aufgefallen. NotSure du scheinst schon bevor es losgeht die Einstellung zu haben, die man auch als Gymnasialschüler bei Lehrern so gar nicht leiden kann. Das geht in die Richtung "Die Fleißigen fördere ich weiter, die anderen können mich direkt mal", also der einfachste Weg. Unabhängig von der Schulform gibt es aber nunmal ein Alter wo für die Schüler tendenziell alles wichtig ist – außer der die Schule. Und ein Lehrer ist nicht nur ein Wissensvermittler sondern hat auch einen pädagogischen Anspruch. Ansonsten könnte man die Schüler auch alleine vor ein Buch setzen und wer's lesen will liest, wer nicht nicht.

PSfeffMermi1nzlikxör


Für mich klingt das eher nach: studieren, sicherer Job bei angenehmer Bezahlung. Irgendwie überleben. Mir fehlt da ein bisschen Idealismus :-/

N7otSu*rxe


Naja, es gibt aber auch Schüler, denen es völlig wurscht ist, ob sie jetzt schon die 4e Fünf kassiert haben, schon am Gymi selbst erlebt...

da konnte die Lehrerin auch nix mehr machen.

Weitere Bedenken habe ich wegen der Eltern solcher Schüler, ständig Konflikte mit ihnen weil man den Fünfer erklären muss...naja weiss nicht wie heftig sowas werden kann...

Eigentlich bringe ich anderen gerne etwas bei, habe da auch schon Erfahrung allerdings bei Grundstudiumsstudenten, die natürlich wissen warum sie in meinem Kurs sitzen, da stört keiner, jeder kann ja schliesslich gehen wenns ihm nicht passt...

Habe Spass an meinen Fächern und den anderen diese zu erklären, leider traue ich mir aber den Umgang mit Problemschülern nicht zu, versuche Konflikte eher zu vermeiden (bin sehr harmonieliebend), aber ich kann auch ganz anders, nur "zerfetze ich leute halt nicht gerne in der luft" und versuche es eher auf die freundliche Art, wenn man mich aber allzusehr versucht runterzumachen, verliere ich leider schon mal die Nerven :-/

mwokcieh


Ich wage mal zu bezweifeln wo du mehr Fünfer verteilen musst. Und den Klischees zufolge sind die Eltern der Berufsschüler sicher nicht so engagiert wie die der Gymnasiasten, die dann wirklich wegen jeder schlechteren Note auf der Matte stehen und ihren Jan-Hendrik verteidigen ]:D ;-D An der Berufsschule triffst du übrigens auch die Abiturienten wieder, die nach dem Abi eine Ausbildung machen, studieren ja bei weitem nicht alle.

Naot,Sure


@ Wolfgang:

Sorry, das ist nicht meine Aussage oder Einstellung, sondern so waren bei uns am Gymi fast alle Lehrer, eine andere "Strategie" um mit Problemschülern fertig zu werden habe ich bei uns am Gymi nicht erlebt.

Habe nicht die Absicht es so zu machen, aber was wenn ich wirklich ganz schwierige Schüler habe oder Schüler die absolut nichts tun wollen, wo auch kein pädagogisches Geschick mehr hilft, diese Frage stelle ich mir natürlich, wie komme ich mit denen dann klar...

Ich unterrichte gern und bin auch fachlich kompetent, aber weiss nicht wie ich mich auf die "Problemfälle" vorbereiten soll, das ist meine Sorge. Ob ich dem gewachsen bin und ob meine Liebe zum Vermitteln meiner Fächer und meine Fähigkeiten in solchen Situationen ausreichen ":/

M\rs.BaGinvbridxge


Ich habe an beiden Schulformen gearbeitet (in NRW ist das möglich, wenn man Lehramt für die Sek II studiert). Ich kann dir meinen ganz persönlichen Eindruck schildern, der natürlich auch von den unterschiedlichen Größen der Schulen und den unterschiedlichen Standorten und auch von den unterschiedlichen Fächern abhängig ist.

Zuerst mein Fazit: Ich würde nicht wieder ans Gymnasium zurück wollen.

Ich arbeite an einem Berufskolleg hauptsächlich im sozialen Bereich, d.h. ich bilde Erzieher und Kinderpfleger aus. Die Schüler in diesem Bereich sind meist freundlich und selbstständig. Sie haben Verantwortung für ihre Ausbildung übernommen. Wenn es zu Problemen kommt, sind sie mein Ansprechpartner und ihre Praxisstelle. Durch Besuche in den Praxisstellen lerne ich die Schülerinnen intensiver und von einer anderen Seite kennen, als lediglich in der Schule. Meist entstehen so enge Betreuungssituationen.

Die Kollegen an meiner Schule empfinde ich als locker und dem Schüler zugewandt. Durch die große Größe der Schule war es leicht Kollegen zu finden, mit denen ich auf einer Wellenlänge liege. Insgesamt ist der Umgang miteinander locker und flexibel, es gibt zum Beispiel keine festen Plätze im Lehrerzimmer, einige Kollegen kenne ich gar nicht, mit anderen arbeite ich eng zusammen.

Natürlich gibt es auch andere Bereiche an der Schule, wenn man nur im Berufsgrundschuljahr, in Klassen für Schüler ohne Ausbildungsverhältnis oder Metzgerklassen eingesetzt wird, dann kann man einpacken. Da muss man schon ganz speziell gestrickt sein, damit das einem Spaß macht. Aber auch da denke ich, dass man dort auch als junge Frau ohne weiteres sich durchsetzen kann. Wenn man an einer Berufsschule tätig wird, kann man davon ausgehen, dass man alle Bildungsschichten unterrichten wird. An der Schule, an der ich tätig bin, kann man jeglichen Bildungsabschluss erwerben vom Hauptschulabschluss bis zum Abitur. Das kann spannend sein, das kann auch nerven. Das bedeutet auch, dass man sein Material immer wieder für die unterschiedlichen Klassen neu aufarbeiten muss.

Ich hab aber auch das Glück z.T. nur halbe Klassen unterrichten zu können, d.h. dass ich in einem Unterricht, in dem nur 11 Schüler sind natürlich viel individueller auf die einzelnen Schülerinnen eingehen kann.

Man muss sich allerdings auch deutlich machen, dass all die, die an andren Schulen scheitert zum Schluss doch wieder am Berufskolleg enden um dort einen Bildungsabschluss nachzuholen, was immer auch ein vermehrtes Auftreten von sozialen Problemen bedeutet.

Ein entspanntes Leben am oberen Ende der Bildungspyramide hat man am Gymnasium ganz sicher nicht. Was mich unglaublich genervt hat ist, dass man jeden Piep mit den Eltern bereden muss. D.h. als Klassenlehrer, dass man in einem ständigen (Telefon-)austausch mit den Erzeugern steht. Dass man bei jedem Elternsprechtag die Bude voll hat. Dass man für jedes Kind mit einer fünf individuelle Förderpläne erstellen muss.

Zwar sind die Kleinen in der fünf und sechs noch wissbegierig und für fast alles zu begeistern, das kehrt sich aber schnell in der Pubertät um. Da ist man dann der blöde Lehrer für den man dann auch noch die scheiß Hausaufgaben machen muss. D.h. man muss entweder die Peitsche rausholen oder Motivationskünstler werden.

In einem Grundkurs Kunst in der 11 zu unterrichten, in dem hochpubertierenden Jungen sitzen, macht definitiv auch keinen Spaß.

Bei vielen Kindern ist es einfach so, dass man erst einmal gegen den Lehrer ist (Der will, dass wir was lernen, wir haben keinen Bock).

Ich hab es am Gymnasium als unglaublich laut empfunden (und das nicht nur in meinem Unterricht, manchmal hat man die Kollegen durch die Tür schreien hören, wenn man über den Flur ging).

Sehr viel Zeit des Unterrichts geht für Disziplinierungsmaßnahmen drauf. Warten bis alle ruhig sind, wieder warten bis alle zuhören, aufpassen, dass keiner den anderen wehtun,...

Das Kollegium war wesentlich kleiner, die Kollegen fühlten sich elitärer (mein ganz persönlicher Eindruck), jeder hatte seinen Platz, auf dem man bloß nichts ablegen durfte. Insgesamt wirkten viele sehr unnahbar.

Tagelange Zeugniskonferenzen, in denen jeder Schüler einzeln in allen Details besprochen wurden. Hilflosigkeit, weil einige Schüler trotz aller Hilfen und Maßnahmen weiterhin auffällig blieben.

Ich würde dir raten nach den Sommerferien in beiden Schulformen im Unterricht zu hospitieren, dann kannst du dir dein eigenes Bild machen. Du wirst sehr schnell sehen, welche Schulform dir mehr liegt.

N8odtSu&re


Hallo Mrs. Bainbridge, danke für deinen ausführlichen Erfahrungsbericht.

Mir ist schon klar, dass am Gymi die Eltern und Kollegen eher Probleme machen als an der Berufsschule, aber:

Eben solche "Berufsvorbereitungsklassen" lösen bei mir Panik aus. Ich denke absolut unmotivierbare Schüler die nichts wollen und sich gegen sämtlichen Wissenserwerb wehren, dann auch noch den Unterricht permanent stören und sich einfach nix sagen lassen sind wirklich mein Alptraum schlechthin. Wie man dann noch Spass an seiner Arbeit haben kann weiss ich auch nicht.

Habe gehört, dass insbesondere an neu hinzugekommene Junglehrer solche Klassen bevorzugt "abgeschoben" werden, stimmt das?

Welches sind deiner Meinung nach die Eigenschaften die man als Berufsschullehrer oder als Lehrer überhaupt mitbringen muss?

Darf ich dich fragen warum du Lehrerin geworden bist?

TAhjomascraxt


Als (inzwischen erkrankter) Berufsschullehrer kann ich dir nur raten, dies gut zu überdenken. Ich war auf einer Landberufsschule, wo es eher noch gesittet zuging. Aber da gab es auch schlimme Klassen (Schüler ohne Ausbildung, Handelsschule, Berufsvorbereitungsjahr, Berufsgrundbildungsjahr). Du solltest möglichst nicht persönlich nehmen, was dir da geboten wird.

Tatsächlich-Berufsschullehrer werden gesucht, weil sich das die wenigsten antun wollen.

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