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Aufhebung des Wohnrechtes durch Übertragung/ Verkauf möglich?

m<ae0kkxi hat die Diskussion gestartet


Hallo liebe Forumsgemeinde,

ich hätte hier mal ein dringendes Anliegen. Es geht um das Haus meines Freundes, er ist alleiniger Eigentümer des Hauses mit dem Grundstück. Sein Exfreund hat allerdings ein Wohnrecht in dem Haus. Nun hat dieser Exfreund erfahren, dass ich bei meinem Freund einziehen werde/möchte... . Da der Exfreund noch sehr an meinem Freund "hängt", macht der jetzt Stress und ist kurzfristig in das Haus gezogen und blockiert somit meinen Einzug. Mein Freund und ich suchen jetzt eine Möglichkeit, dass Wohnrecht aufheben zu lassen. Der Exfreund blockiert auch dieses und zeigt kein Einsehen und er lässt auch nicht mit sich reden.

Gibt es eine Möglichkeit, dieses Wohnrecht aufzuheben, auf Grund...z.B. auf Dringlichkeit oder Unzumutbarkeit der Wohnsituation?

Nur mal eine Annahme: Wenn mein Freund, das Eigentum auf eine dritte Person überträgt (oder an eine dritte Person verkauft), würde das Wohnrecht somit erlischen? Oder braucht man dazu die Zustimmung des Wohnberechtigten?

Ich hoffe ihr könnt mir helfen. Ich danke euch jetzt schon mal für eure Antworten. Ich bin für jeden Ratschlag dankbar.

Lg Maekki *:)

Antworten
czla%irext


Geht es um ein lebenslanges Wohnrecht, das eventuell auch im Grundbuch steht?

Wenn ja, dann erlischt das Recht tatsächlich erst mit dem Tod der Person. Verkauf ändert am Wohnrecht nichts.

M%e7xmi8F6


Genau so wie Clairet ist es! Kauf bricht Miete ja nicht. Und falls die persönliche Dienstbarkeit im Grundbuch eingetragen ist, dann kann man erst mal nichts machen.

mraek:kai


Ja, das Wohnrecht ist auf Lebenszeit angesetzt und auch eingetragen. Gibt es nicht doch irgendwo ein verstecktes Hintertürchen?

Ich danke euch beiden für eure Antworten.

Mfg^^

K?nacEkas


Gibt es nicht doch irgendwo ein verstecktes Hintertürchen?

Ja klar, der Wohnberechtigte kann sein Recht ja "vermieten".

ctlzaicret


Da gibts keine Hintertüren.

Einzige Möglichkeit: Das Wohnrecht abkaufen und löschen lassen. Das könnte aber teuer werden und der Betreffende muß natürlich damit einverstanden sein.

Krna,cks


Da gibts keine Hintertüren.

Doch. Ich kenne einen Fall. Wohnberechtigter wird dement, bekommt einen juristischen Pfleger und muss ins Heim. Seine Wohnung ist nun frei.

Da muss das Vormundschaftsgericht zustimmen (eben nicht der Wohnberechtigte selbst), dass die Wohnung vermietet wird. Die Miete steht dem Berechtigten zu.

c"laiLrext


Sicher, aber das geht doch an der Fragestellung vorbei. Der TE möchte den Wohnberechtigten und seine Ansprüche loswerden.

m!okvie7h


Um einen unliebsamen Ex loszuwerden gibt es keine Hintertürchen, ist ja auch nicht im Sinne des lebenslangen Wohnrechts.

LBianM-Jxill


Sein Exfreund hat allerdings ein Wohnrecht in dem Haus

Wie ist es denn dazu gekommen, dass man jemandem auf gut Glück ein lebenslängliches Wohnrecht einräumt?

Hatte er sich finanziell beteiligt am Hauskauf?

Lfian"-Jixll


Hat er Wohnrecht im gesamten Haus oder nur in bestimmten Räumen?

m8aekEki


Hallo,

erstmal danke für eure Beteiligung. Mein Freund und sein Exfreund hatten sich das Eigentum zusammen angeschafft, ich vermute mal er wird sich finanziell beteiligt haben (kann ich jetzt nicht so genau sagen). Mein Freund ist aber der alleinige Eigentümer (wie sagt man.....läuft auf seinen Namen). Die beiden waren gute 9 Jahre zusammen und wollten gemeinsam ein Eigenheim, die Beziehung ging aber recht friedlich auseinander. Nun ist deren normaler Umgangston ja auch gestört.

Hat er Wohnrecht im gesamten Haus oder nur in bestimmten Räumen?

Das wird von mir grad erforscht.

Könnte mein Freund sozusagen einen Anspruch auf Eigenbedarf stellen, um die blockierten Räumlichkeiten zu nutzen? Oder hat der Wohnberechtigte (obwohl ich ihn gern viel unschöner bezeichnen würde.......) da ein Mitspracherecht/muss er dazu die Zustimmung geben?

Der Exfreund hat ja seine eigene Unterkunft in einem anderen Ort und ist meines Wissens nach auch dort gemeldet.

Würde das zu unserem Vorteil eine Rolle spielen?

K$n0ackxs


Sicher, aber das geht doch an der Fragestellung vorbei.

Sehe ich nicht. Der Fragesteller möchte in das Haus einziehen, das offenbar nicht "frei" ist. Wenn ich etwas möchte, was ein anderer (zu Recht) besitzt, muss ich es "abkaufen".

Wenn der andere nicht verkaufen oder vermieten möchte, ist es doch nur eine Frage des Preises – oder?

Zuerst muss man sich das eingetragene Recht genau ansehen. Daraus ergeben sich Lösungsansätze, nicht durch Spekulation. Der Fragesteller verrät ja nichts Sachliches. Er beschreibt ein Eifersuchtsdrama und will punkten.

K=nackxs


Der Exfreund hat ja seine eigene Unterkunft ... Würde das zu unserem Vorteil eine Rolle spielen?

Sehe ich nicht. Warum sollte ein Recht verfallen, nur weil es über das Grundbedürfnis hinausgeht? Dann müsste man ja alle Feriendomizile enteignen können.

L7i%an-!Jill


Könnte mein Freund sozusagen einen Anspruch auf Eigenbedarf stellen, um die blockierten Räumlichkeiten zu nutzen?

Nein, das glaube ich nicht. Zumindest habe ich einen solchen Fall noch nie erlebt.

Ein eingetragenes Wohnrecht auf Lebenszeit kann meines Wissens ausschließlich durch einvernehmliche Vereinbarung aufgelöst und im Grundbuch gelöscht werden.

Selbst wenn man das Haus verkaufen wollte oder wenn es zwangsversteigert werden sollte, bleiben die Rechte des Berechtigten im Normalfall bestehen, was einen Verkauf ziemlich erschweren dürfte.

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