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Aufhebung des Wohnrechtes durch Übertragung/ Verkauf möglich?

L,ianm-xJill


...normalerweise ist bei der Wohnrechtsbestellung auch festgelegt worden, was bei einem Auszug des Berechtigten passiert (ob das Wohnrecht dann ruht, ob der Berechtigte die dem Wohnrecht unterliegenden Räume auf eigene Rechnung vermieten darf oder ob bei Auszug der Eigentümer des Hauses für die andere Unterkunft (z. B. Altersheim) aufkommen muss.

m]oskHiTexh


Könnte mein Freund sozusagen einen Anspruch auf Eigenbedarf stellen, um die blockierten Räumlichkeiten zu nutzen?

Nein.

Oder hat der Wohnberechtigte (obwohl ich ihn gern viel unschöner bezeichnen würde.......) da ein Mitspracherecht/muss er dazu die Zustimmung geben?

Ja.

Der Exfreund hat ja seine eigene Unterkunft in einem anderen Ort und ist meines Wissens nach auch dort gemeldet.

Würde das zu unserem Vorteil eine Rolle spielen?

Nein.

m~aekxki


Der Exfreund hat sich finanziell an der Anschaffung des Eigentums beteiligt, welches auch schriftlich festgehalten wurde.

...Der Fragesteller verrät ja nichts Sachliches. Er beschreibt ein Eifersuchtsdrama und will punkten.

Bitte erkläre mir das? Wie meinst du das?

Ich möchte lediglich meinen Freund unterstützen, damit er und ich uns gemeinsam etwas eigenes aufbauen können. Hier geht nicht darum, wer die Nase vorn hat, wenn du das vermutest.

Welche sachlichen Informationen bräuchtest du noch?

Nochmal danke für die Anworten.

mCok*ieh


Im Endeffekt ist es wurst, ob sie 50:50 bezahlt haben oder einer alles übernommen hat. Dein Freund hat das Wohnrecht ins Grundbuch eintragen lassen und da kommt er nicht mehr raus, ehe den Ex das Zeitliche segnet. Schenkung, Verkauf oder Zwangsversteigerung ändern daran nichts. Nicht umsonst wird man Häuser, zu denen jemand ein lebenslanges Wohnrecht hat, kaum los – wer tut sich sowas schon an. Blöd gelaufen für euch – wenn ihr Ruhe wollt, bleibt euch nur, vor dem Ex das Feld zu räumen oder in unter 4 Augen zur Besinnung zu bringen. Auf rechtlichem Wege zieht ihr 2 den Kürzeren.

K$nacxks


Welche sachlichen Informationen bräuchtest du noch?

Bin kein Jurist. Aber die Formulierung des Rechtes, also der Eintrag im Grundbuch wäre hilfreich. Eventuell noch weitere Verträge?

Wenn ich selbst betroffen wäre, würde ich mit Stichworten nach Gerichtsurteilen googeln. Da kann man erstaunliche Dinge finden, die an jedem normalen Menschenverstand vorbei gehen ]:D

Deine Frage klingt für mich etwa so: Im Grundbuch ist eine Hypothek für Bank X eingetragen. Bank X macht gute Gewinne, hat also genug Geld. Und ich könnte mein Geld gut selbst gebrauchen. Kann ich deswegen die Hypothek löschen lassen?

scing9ha


Welche sachlichen Informationen bräuchtest du noch?

Zu aller erst wäre es nett zu wissen, WO dieses Wohnrecht vereinbart worden ist (Grundbuch, Privatrechtlicher Vertrag), und WELCHEN UMFANG es hat (welche Räume, wielange (Lebenslang, 20 Jahre)), etc.

Wenn es im Grundbuch eingetragen ist, sind die Chancen SEHR schlecht, weil dann der Staat für die Erfüllung der Pflichten die Verantwortung übernommen hat.

Und bevor der Unsinn hier noch ein paar Mal wiederholt wird: Eine Zwangsversteigerung löscht alle Grunddienstbarkeiten und Baulasten. Wenn den Freund also Pleite geht und das Haus dann zwangsversteigert wird, dann ist das Wohnrecht erloschen (allerdings habt ihr dann nix mehr davon)

Luian-$Jill


Und bevor der Unsinn hier noch ein paar Mal wiederholt wird: Eine Zwangsversteigerung löscht alle Grunddienstbarkeiten und Baulasten.

Kommt aber auch darauf an, an welchem Rang es im Grundbuch eingetragen ist, oder? Darüber wissen wir ja immer noch nichts.

Zumindest erschwert so ein Wohnrecht nicht nur einen Verkauf, sondern auch eine Zwangsversteigerung.

Aber ich gebe zu, dass ich mit dem ZVG auf Kriegsfuß stehe :=o .

Bin schon froh, dass ich den § 114a ZVG kapiert habe. Den brauche ich ab und zu beruflich o:) .

mla^ek&ki


Guten Morgen,

das Wohnrecht wurde im Grundbuch eingetragen, bezieht sich auf das gesamte Haus und ist auf Lebenszeit vereinbart.

Gut, ich sehe ein, dass wir keine Möglichkeiten haben, außer zu hoffen, dass der Exfreund zur Besinnung kommt.

Ich danke euch.

*:)

L"iFan-Jxill


bezieht sich auf das gesamte Haus und ist auf Lebenszeit vereinbart.

Ohne Ausnahmeregelungen für den Fall einer Trennung?

AMll1RxB


@ singha

Wenn den Freund also Pleite geht und das Haus dann zwangsversteigert wird, dann ist das Wohnrecht erloschen

Ich kann es nicht leiden, wenn Unsinn mit besonderer Vehemenz vorgetragen wird: Wenn hier Wohnungsrecht oder Nießbrauch vorliegen und diese nicht rangeschlechter ggn. einem geltendgemachten Gläubigerrecht sind, bleiben sie natürlich gem. §§ 44, 52 ZVG bestehen. (sog. Übernahmeprinzip)

Sag mir bitte, dass Du nicht Jura studiert hast.

q#wert!y64x30


Ich gehe davon aus, dass das Wohnrecht eingetragen wurde, weil gemeinsames Eigentum (damals) nicht möglich (war). Deshalb kann man die Sache auch nur lösen, wie sie von vielen Geschiedenen gelöst werden (muß). Gemeinsamer Verkauf. Und wenn nichts eingetragen wurde, wer wieviel bekommt, wird das auf 50:50 herauslaufen.

Afll1}RB


weil gemeinsames Eigentum (damals) nicht möglich (war)

??? Warum das denn nicht?

Deshalb kann man die Sache auch nur lösen, wie sie von vielen Geschiedenen gelöst werden (muß).

Mit dem Unterschied, dass eine "Lösung der Sache" hier vermutlich nicht einseitig erzwungen und der Exfreund bis zum Tode einfach dort wohnen bleiben kann. ;-) Und zu welchen Konditionen er das dann auflösen wollen würde, wäre reine Verhandlungssache.

Wenngleich sich der Fall überhaupt erst bei genauerer Kenntnis der Umstände der Zuwendung abschließend bewerten lässt.

qywervt\y64x30


Zumindest in Österreich war früher gemeinsames Eigentum nur bei Ehepartnern möglich. Bei Lebensgemeinschaften etc. konnte nur einer ins Grundbuch.

A7ll1xRB


Zumindest in Österreich war früher gemeinsames Eigentum nur bei Ehepartnern möglich. Bei Lebensgemeinschaften etc. konnte nur einer ins Grundbuch.

Das ist ja interessant. Nun, ich gehe ohne abweichende Angabe immer etwas chauvinistisch davon aus, dass nach der deutschen Rechtslage gefragt ist. ;-D

Aber nach einem ersten "Googlen" habe ich den Eindruck, dass sich diese österreichische Regelung nur auf Wohnungs-, nicht auf Grundstückseigentum bezog. Hier geht es aber wohl um ein Hausgrundstück.

LSian--Jixll


Zumindest in Österreich war früher gemeinsames Eigentum nur bei Ehepartnern möglich. Bei Lebensgemeinschaften etc. konnte nur einer ins Grundbuch.

Das kann ich jetzt fast nicht glauben.

Hierzulande (D) ist es vollkommen egal, in welcher Beziehung man zueinander steht. Es können immer wahllos viele Leute sich das Eigentum an einer Immobilie (egal ob Haus oder ETW) teilen.

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