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Studiumabschlussalter

-3R- hat die Diskussion gestartet


Mein Bruder ist momentan bei mir auf Besuch, und seit Tagen ist die Diskussion bezüglich des Studienabschlussalters ein heißes Thema und belastet ihn (und auch mich irgendwo) imo auch sehr. Wollte mal hören, was ihr diesbezüglich meint.

Die Fakten:

Mein Bruder (23Jahre alt) hat bereits einen Bachelor in Soziologie/Politikwissenschaft absolviert. Nun möchte er ein BWL Studium beginnen (sprich 3Jahre BA+2Jahre MA). Er hat jedoch große Bedenken, da er dann erst mit frühestens 28 fertig ist und das für viele Arbeitnehmer (va. in der Wirtschaft) bereits zu alt ist. Auch würde er erst sehr spät (Vollzeit) Geld verdienen.

Ich weiß nicht so recht was ich ihm raten soll (schlussendlich muss eh er entscheiden, das ist klar). Aber würde mal gerne andere Meinungen hören. Besonders der Faktor erst so spät ein geregeltes/einigermaßen vernünftiges Einkommen zu besitzen, würde mich abschrecken.

Vielleicht finden sich ja ein paar Meinungen, bis ich von der Arbeit zurück bin. :-)

Antworten
Flrey&jaT_Vanaxdis


ich bin in der gleichen Situation wie dein Bruder, 23 Jahre alt, Bachelor-Abschluss und fange jetzt nochmal ein Zweitstudium an. Ich finds überhaupt nicht zu alt. In meinem Erststudium waren vor allem die Männer so um die 22 Jahre alt bei Beginn, d.h. jezt um die 25 (mit 7 eingeschult, einmal Klasse wiederholt und dann 1 Jahre Zivi – > schon ist man 22 bei Studienbeginn). Also soviel älter ist dein Bruder dann auch nicht.

Er hat jedoch große Bedenken, da er dann erst mit frühestens 28 fertig ist und das für viele Arbeitnehmer (va. in der Wirtschaft) bereits zu alt ist.

Dafür hat er dann am Ende zwei Bachelorabschlüsse, die andere nicht haben. Außerdem kann er versuchen neben dem BWL-Studium als Werkstudent in einem Unternehmen zu arbeiten (sollte einfacher gehen, da er ja schon einen Abschluss hat), d.h. er hat direkt praktische Erfahrungen bei Studienabschluss

Auch würde er erst sehr spät (Vollzeit) Geld verdienen.

Naja mal ehrlich Soziologie/Politikwissenschaft ist jetzt nicht das Fach mit wahnsinnig guten Berufschancen. Wahrscheinlich wird er mit BWL bessere Jobaussichten haben als jetzt.

AIduxial


Also ich komme noch aus den alten Studiengängen (nix Bachelor und so ;-D ) und war mit 28 fertig. Gut, ich habe nicht direkt nach dem Abi angefangen und 3 Mal die Uni gewechselt (blieb aber immer bei den gleichen Fächern), was mir viel Zeit geraubt hat. Musste immer was nacholen und habe so im Studium fast doppelt so viele Scheine wie andere erworben.

Meine Mitabsolventen in den Kolloquien waren kaum jünger als 26 und 27, viele waren älter als ich - alle hatten lange studiert.

Bei der Jobsuche (übrigens auch Soziologie) wurde mir das nie negativ ausgelegt. Im Gegenteil - ich hatte mehr gesehen und mehr Erfahrung als viele andere und mit Ende 20 ist man auch schon ruhiger und nicht mehr so sprunghaft (Zitat aus einem Bewerbungsgespräch). Ich habe 2 Monate nach Abschluß eine Arbeit gehabt.

Er soll sich da mal nicht so dolle sorgen machen - das wird uns immer nur von den Medien eingetrichert und in er hippen IT-Medien-Branche mag das so sein - in vielen anderen ist es nicht so.

eza[rthowinxdfire


28 ist völlig okay bro

CnaroFMarFixe


Also bei uns gibt es einige die schon älter sind und bei denen ich weiß, dass sie auf jeden Fall sofort nach dem Studium einen Job haben werden.

Ich weiß aber nicht, ob er wirklich so einen Massenstudiengang wie BWL studieren sollte. Da ist die Konkurrenz schon serh groß..

Kyari|n_7x3


Ich werde fast 40 sein, wenn ich meinen Bachelor Abschluss mache :=o Hab ursprünglich eine Lehre gemacht und danach 10 Jahre gearbeitet, dann musste ich krankheitshalber umschulen. Also hab ich das Abi nachgeholt und danach erst mein Studium begonnen. Ich hoffe sehr, dass ich dann nicht zu alt bin, schließlich hab ich ja noch 25 Jahre Arbeitsleben vor mir :=o

sNonn5enjstern2


Ich denke, man muss das Abschlussalter in Relation zum Lebenslauf sehen.

Wenn man "erst" mit 28 fertig wird, dabei aber nicht getrödelt hat und drei Abschlüsse + nebenjob erworben hat, wird das positiv durch einen potentiellen Arbeitgeber bewertet.

Wenn man mit 28 fertig wird und es aus dem lebenslauf deutlich wird, dass man viel getrödelt hat (8 Jahre an der gleichen Uni eingeschrieben ohne Praktika/Auslandssemester/Nebenjob) und dann erst das Diplom (oder möglicherweise erst den Bachelor fertig), sieht das natürlich ganz anders aus. Das ist aber bei deinem Bruder nicht der Fall.

Mit einrechnen muss man allerdings, wie hart umkämpft der Arbeitsmarkt ist.

B)rothe,rhood


Bachelorabschluss mit 22 und das auch nur, weil mein Geburtstag ungünstig liegt, heißt ich wurde genau mit 7 Eingeschult.

Aber an sich ist die Beendigung des Studiums mit 28 nichts außergewöhnliches oder schlimmes. Vor allem wenn man vorher noch einen Abschluss (bzw. in diesem Fall schon ein Hochschulstudium) hat. Obwohl natürlich Soziologie/Politikwissenschaften dir bei BWL nicht viel nützen wird. Aber schaden wird es auch nicht.

N3ilpYferd


Ich finde, das ist völlig im Rahmen. "Früher" (also vor 10 Jahren oder so 8-) ) war es ganz normal, als Mann erst mit Ende 20 fertig zu sein – mindestens 13 Jahre bis zum Abi, Zivi oder Wehrdienst, und die Magister- oder Diplom-Studiengänge haben sowieso länger gedauert. Er hat ja schon einen Abschluss, und wenn er jetzt gezielt noch etwas Praxisbezogenes draufsetzt, sollte das eigentlich kein Nachteil sein. Nebenher arbeiten wäre natürlich gut, aber das gilt ja eigentlich für alle Studenten.

N|ilpxferd


Ach ja – ich war vor 13 Jahren als Frau mit 26 fertig (auch Soziologie), und fand das früh genug ;-). Diesen ganzen Hype, dass man heutzutage mit 22 oder 23 am besten direkt in eine Leitungsfunktion einsteigen soll, finde ich total übertrieben. Ein bisschen Persönlichkeitsentwicklung nach dem Abi kann nicht schaden ;-)

w}isedma"n86


ich werd auch mit 27 oder 28 fertig... (ok, ein jahr später als geplant, aber läuft halt net alles so wie gedacht...)

ich denk des is im rahmen...

m(arie_achjrisxtin


@ Nilpferd:

:)^

Ich war 26, das war für meinen Studiengang recht früh.

Ejm!ma28


Ich finde 28 auch völlig in Ordnung! Ich war (noch) 24 als das Studium abgeschlossen war (StaatsEx) und war dabei eine der jüngsten. Die meisten meiner Kollegen im Ref sind älter, einer ist sogar weit über 40. Aber dein Bruder könnte mit 28 ja zwei Bachelor und einen Master vorweisen, das ist ja was ganz anderes als für einen Studiengang so lange zu brauchen.

Ich kenne übrigens auch genug Leute, die in meinem Alter, also so mit 25, 26 gerade (mindestens zum 1. Mal, teilweise öfters) exmatrikuliert wurden oder das Studium abgebrochen haben und dann eine Lehre begonnen haben. Ich persönlich dachte immer, dass man so ganz ohne zusätzlichen Abschluss neben den Abiturienten eh keine Chance hat, aber alle von denen haben mittlerweile eine Lehrstelle und nicht die schlechtesten.

Klar ist es ärgerlich, so lange nicht richtig zu verdienen, mir geht es ja nicht anders. Aber es bleibt halt immer die Hoffnung, hinterher einen tollen Job zu bekommen, der die finanziell "verlorenen Jahre" wieder wett macht. Und mal ehrlich: Ich konnte im Studium keine großen finanziellen Sprünge machen, musste immer sparen etc. Aber ich kam zurecht. Ich hatte zahlreiche Aushilfsjobs, die alle nicht besonders toll waren, manche waren richtig ätzend, aber das waren Erfahrungen, die ich ohne Studium nie gemacht hätte und die mir umso mehr gezeigt haben: Wenn du DAS für dich nicht dauerhaft willst, musst du Gas geben und lernen, lernen, lernen :)z

Axduiaxl


Oh Soziologie und BWL wird oft zusammen gesucht. Ist mir in den Stellenanzeigen wenigstens dann und wann aufgefallen.

Empfehlen kann ich, wenns finanziell geht, eine private Altersvorsorge... man zahlt ja doch erst spät in die Rentenkasse sein. Sowas hab ich mit 24 bekommen von meinen Eltern. die zahlen jetzt jeden Monat was ein. :-D

Bmrothe0rh{ooxd


Also gerade die Soziologie wird von Seiten der BWL bzw. wirtschaftswissenscaften schon etwas belächelt^^, um es mal nett auszudrücken.

Aber sicherlich gibt es da auch Berufe, wo es nicht schadet, beide Bachelor dafür zu haben. An sich schadet eben ein zusätzlicher Abschluss nie. Weil zusätzliches Wissen ja immer gut ist.

Und ich kenne auch genug Leute, die erst mit 30 ihr Studium beenden werden, dagegen ist 28 auch noch recht früh.

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