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2 Jahres Mietvertrag – ist das rechtens ?

a9mylxe hat die Diskussion gestartet


Hallo,

meine Tochter hat einen 2 Jahres Mietvertrag abgeschlossen. Nun kündigt sie ihren Ausbildungsplatz, da sie kurzfristig einen Studienplatz erhalten hat.

Die Wohnung muss gekündigt werden, ist ein 2 Jahres Vertrag eigentlich rechtens und wie könnte man da rauskommen ??

Wäre schön, wenn Ihr mir helfen könntet – danke !!!

Antworten
D*er kl*ein2e Prixnz


Tja, da hat deine Tochter Pech gehabt.

Wenn man einen befristeten Mietvertrag eingeht, sollte man sich auch an die Mietzeit halten können, sonst muss man u.U. eine ganze Weile zwei Mieten parallel zahlen.

Ich glaube nicht, dass es einen Weg raus aus dem Vertrag gibt.

A.lte_onor


Ich würde mich direkt an den Vermieter wenden und auf Kulanz hoffen. Ansonsten könnte deine Tochter sich ja mal nach einem Ersatzmieter umhören.

S>kinnxy1


Mehr kann man nicht tun:

1. Vermieter ansprechen & auf Kulanz pochen

2. Nachmieter finden

3. Miete bis zum Ende des Vertrages zahlen

R`ebQel0ution


Mögliche Auswege sollten im Mietvertrag festgehalten sein. Ich weiß nicht genau, wie das in diesem Fall offiziell von Seiten des Mietrechts gestaltet ist, aber im Normalfall gilt eine 3-monatige Kündigungsfrist für Mietverhältnisse. Ob das im Falle eines von vorne herein fest befristeten Mietverhältnisses möglich ist bzw. ob der Auschluss einer vorzeitigen Kündigung des Mietverhältnisses in diesem Fall überhaupt rechtens wäre, solltest du vielleicht mal beim Mieterschutzbund in Erfahrung bringen.

WVolfglanxg


Ein zeitlich befristeter Mietvertrag ist nicht kuendbar fuer beide Seiten. Der Vermieter kann nicht mal wegen Eigenbedarf vorzeitig kuendigen, Eine Ausnahme ist allerdings ein oertlicher Wechsel des Arbeitsplatzes. Ist der Studienplatz an einem anderen Ort?

Wzolfggaxng


Ein Nachmieter muss nicht akzeptiert werden.

PSrotexst


2 Jahres Wohnungsmietvertrag ist nicht zwingend rechtens.

Hier muss geprüft werden um welche Art von Mietvertrag es sich handelt (sollte als Überschrift lediglich Mietvertrag stehen, sollten 3 Montae Kündigungsfrist greifen).

Ansonsten kann sie auch persönlich einen Nachmieter suchen.

lqittlex.L.


Kommt drauf an welcher Mietvertrag das ist...

Das Problem hatte meine Freundin vor paar Jahren auch :=o Guck mal nach ob deine Tochter einen Kündigungsausschluss vereinbart hat, dann hat sie eigentlich wenig Chancen und kann nur auf glück hoffen...

Bei Zeitmietverträgen sieht das ganze aber ganz anders aus :=o

Kann mich da aber nicht mehr so genau dran erinnern.

oAlle etanxte


Wenn nichts Anderes im Vertrag steht, kann sie nur mit dem Vermieter aushandeln, dass sie einen Nachmieter sucht - zumindest kenne ich es nur so. Automatisch zustimmen muss er nicht. Wenn gar nichts geht, könnte sie nur seine Erlaubnis zur Untervermietung verlangen. Die muss er geben, sie haftet dann allerdings für Mietausfall und Schäden.

aDmylxe


@ Wolfgang,

der Studienplatz ist an einem anderen Ort, aber nur ca. 40km entfernt, aber die Wohnung ist finanziell eben nicht mehr zu halten, da ja nur noch Bafög zur Verfügung steht.

Ersteinmal vielen Dank für eure Beiträge

E%mmax28


Ohne den Mietvertrag zu kennen (da sollte natürlich mal zuerst reingesehen werden!):

Ein befristeter Mietvertrag muss auf einem Befristungsgrund beruhen, § 575 BGB, z.B. geplanter Eigenbedarf etc. Dieser Grund (also warm nur ein befristetes Mietverhältnis möglich ist) MUSS im Mietvertrag genannt sein, ansonsten gilt der Mietvertrag als unbefristet und man kann ihn mit orderntlicher Frist kündigen.

Ansonsten besteht auch beim befristeten Mietvertrag (wobei länger als 4 Jahre i.d.R. nicht zulässig wäre) IMMER das Recht auf außerordentliche fristlose Kündigung aus wichtigem Grund. Ein Umzug (wobei ich jetzt nicht weiß, ob deine Tochter denn nun auch umziehen will/muss oder ob sie jetzt wegen Ausbildungsabbruchs und Studium sich die Wohnung nicht mehr leisten kann....) ist normalerweise kein wichtiger Grund, bzw. wird es dennoch als zumutbar angesehen, das Mietverhältnis bis zum Ende fortzusetzen. Es muss aber die Möglichkeit der Untervermietung vom Vermieter eingeräumt werden, bzw. einen Ersatzmieter zu suchen.

Da muss der Vermieter aber nicht jeden akzeptieren und auch überhaupt nur, wenn der Wohnortwechsel nicht selbst vom Mieter verschuldet ist und der Mietvertrag noch länger besteht, also nicht, wenn er eh bald ausläuft (dazu kann ich leider nix sagen, weiß ja nicht wie lange der Vertrag noch läuft).

Für alles weitere:

[[http://anwalt-im-netz.de/mietrecht/zeitmietvertrag.html]]

EhmmaR28


Ok, gerade deine Ergänzung gelesen:

Sorry, Geldnot ist wohl kein wichtiger Kündigungsgrund, es gilt im deutschen Recht: Geld hat man zu haben. Im Zweifel müsste sie sich wohl nen Nebenjob suchen.

In einem solchen Fall kann sie wohl nur auf die Kulanz des Vermieters oder eben auf einen fehlerhaften Mietvertrag hoffen

axm<ylxe


Das ist alles ganz dumm gelaufen. Sie hatte bisher, trotz sehr gutem Durchschnitt, kein Studiumsplatz für Medizin gefunden und hat für sich die ALternative gefunden, eine Ausbildung zur Krankenschwester zu machen. Die Ausbildung begann am 1.8., da hat sie auch den Mietvertrag unterschrieben. So und nun hat sie die Zusage für einen Medizinstudium und fängt – das ist leider immer so – sehr kurzfristig an, nämlich am 11.10.

Für einen Wohnortwechsel kann sie nun nichts, da man in unserem Ort eh nicht studieren kann.

@ Emma 28

ich habe mir deine empfohlene Seite gerade mal durchgelesen und da sieht es für sie wirklich nicht gut aus :-(

aJm0yle


nein, ist mir schon klar, dass Geldnot kein Kündigungsgrund ist !

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