» »

Kollegin macht Urlaub trotz Krankenschein, was tun?

tLatuxa


Liebe Kollegin!

ich rate dir vor allem nicht vorschnell zu handeln.

Zunächst mal hast du derzeit nur die Aussage irgendeines Familienmitglieds, dass sie Segeln ist.

Stell dir vor, du wendest dich an deinen Chef, die Krankenkasse und sonstwen und hinterher stellt sich heraus, dass das Familienmitglied herumgesponnen hat.

Selbst wenn die Kollegin Segeln war...vielleicht hat sie keinen Bandscheibenvorfall sondern sonstwas und hat euch die sozial anerkanntere Diagnose Bandscheibenvorfall genannt, weil sie nicht die eigentliche Diagnose unters Volk bringen wollte. Man muß dem AG und den Kollegen nicht sagen, warum man krankgeschrieben ist. Und wenn sie z.B. depressiv ist, wäre ein Segelausflug durchaus ok – trotz AUB.

Du bist verständlicherweise irritiert und ich würde ihr das genauso mitteilen – dass du nicht verstehen kannst, wie sie mit einem Bandscheibenvorfall segeln gehen kann. Von dem Gespräch würde ich eventuelle Folgen abhängig machen.

Generell sollte man sich überlegen, ob und wie schnell man eine solche Sache "petzt" – normalerweise reicht ein eindringliches Gespräch unter Kollegen aus, um zu bewirken, dass sie soetwas nie wieder macht.

Wenn du diesen Verdacht offiziell weitergibst, löst du eine Kette von Ereignissen aus, die nicht rückgängig gemacht werden kann und die möglicherweise zur Kündigung deiner Kollegin führt.

T|a9ranixs


Ja das sorgt wirklich nicht für gutes Betriebsklima, wenn eine die mit Bandscheibenvorfall krankgeschrieben ist einen Segeltrip macht, während die andern in Arbeit ertrinken. :(v

AVlleA+chtunxg


Ist es nicht

Doch für mich schon, deshalb hab ich es ja geschrieben...

Jemand sagt am Telefon "die ist Segeln" und daraus wird jetzt ein ganzer Segeltörn. Es gibt auch Leute die schippern mal nur ein paar Stunden rum, ist "auch nicht nicht sooo häufig" immer ein tagelanger Törn. Ich sag ja nicht, dass du nicht Recht haben kannst, aber die Überzeugung hier ist fehl am Platz..

T6aranxis


Wenn du diesen Verdacht offiziell weitergibst, löst du eine Kette von Ereignissen aus, die nicht rückgängig gemacht werden kann und die möglicherweise zur Kündigung deiner Kollegin führt.

So einfach wird man nicht gekündigt, auch wenn es in diesem Fall vielleicht das Beste wäre. ]:D

tMatuxa


Wenn du diesen Verdacht offiziell weitergibst, löst du eine Kette von Ereignissen aus, die nicht rückgängig gemacht werden kann und die möglicherweise zur Kündigung deiner Kollegin führt.

So einfach wird man nicht gekündigt, auch wenn es in diesem Fall vielleicht das Beste wäre.

Ist ja hochspannend, dass du hier offensichtlich so detailliert über Hintergrundwissen verfügst und die Faktenlage soch sicher kennst, du ihr solche Schlußfolgerungen ziehen kannst. %-|

Solange man nicht weiß, was los ist sollte man den Ball flach halten und keine platten Urteile absondern. :(v

Wenn man der Arbeit fern bleibt, obwohl man arbeitsfähig ist z.B. weil man gar nicht erst krank war und der Arzt eine Gefälligkeits-AUB ausgestellt hat, oder wenn man schneller gesundet ist, als der Arzt angeschätzt hat, dann kann man durchaus gekündigt werden und zwar fristlos.

HAagalaxz77


@ AlleAchtung

wenn am Telefon die Aussage getätigt wird, die kommt erst Montag wieder, sind es wohl doch ein paar Tage am Stück ;-)

Ich kenne leider auch diverse Kollegen, die sich mit Krankschreibungen mal eben das Urlaubskonto aufbessern und irgendwo weiß es jeder, aber wie händelt man sowas? Es ist recht schwer die Leute dafür dran zu kriegen, denn wenn man eine AUB anzweifelt, wirds doch ganz schnell übel ...

Ich würde wenn überhaupt die Kollegin erstmal unter vier Augen ansprechen oder notfalls mit dem Kollegen, der Bescheid weiß, damit wenn sie wirklich Mist gebaut hat, merkt ihr habt das sehr wohl mitbekommen.

PAuni+ca85


@ nyra:

Das verstehe ich ja auch! Aber die TE hat geschrieben, dass das nicht das erste Mal war.

Wenn man wirklich ernsthaft was hat, dann sollte man sich auch den Kollegen anvertrauen. Es kann nicht sein, dass jmd ständig krank ist und die anderen die ganze Arbeit mitmachen sollen. Und keiner weiß wirklich Bescheid, was da los ist.

Ich hab viel Verständnis und auch schon viel mitgemacht – aber irgendwie finde ich das alles etwas seltsam hier. ":/

TPara(nxis


Wenn man der Arbeit fern bleibt, obwohl man arbeitsfähig ist z.B. weil man gar nicht erst krank war und der Arzt eine Gefälligkeits-AUB ausgestellt hat, oder wenn man schneller gesundet ist, als der Arzt angeschätzt hat, dann kann man durchaus gekündigt werden und zwar fristlos.

Richtig, dann würde sie evt gekündigt werden und zwar zu Recht. Wenn aber alles ok ist mit der Krankschreibung und dem Segeltörn, dann würde ihr ja nichts passieren.

tKatxua


Wenn man wirklich ernsthaft was hat, dann sollte man sich auch den Kollegen anvertrauen. Es kann nicht sein, dass jmd ständig krank ist und die anderen die ganze Arbeit mitmachen sollen. Und keiner weiß wirklich Bescheid, was da los ist.

Mit Verlaub... es gibt ein Recht darauf solche Informationen nicht mitzuteilen und dieser Schutz hat auch gute Gründe. Gerade in Fällen wo jemand "ernsthaft was hat" kann es nach hinten losgehen, wenn dieses Wissen durch die Firma getragen wird.

Ein Arbeitgeber muß einkalkulieren, dass ein Arbeitnehmer krank wird und dass die Kollegen nicht über Gebühr belastet werden bei solchen Vorfällen. Ich finde es zum K*** , dass in solchen Fällen der kranke Mitarbeiter zum Kollegenschwein gemacht wird. Der Chef ist da der Ansprechpartner und sollte Ziel des Ärgers sein.

Dies alles gilt für Fälle, in denen der Mensch tatsächlich krank ist und nicht nicht mittels gelben Schein zusätzliche Urlaubstage verschafft.

A<lleAcphtunxg


wenn am Telefon die Aussage getätigt wird, die kommt erst Montag wieder, sind es wohl doch ein paar Tage am Stück

War in meinem Elternhaus die Standardaussage, wenn man sich nicht sicher war wann derjenige wieder da ist oder derjenige einfach am Wochenende ungestört sein wollte. Also einfach die Kollegin ansprechen, wenn sie Dienstag kommt. Obwohl sich das konkrete Problem, die Mehrarbeit, dann ja eh erledigt hat.

Gerade in Fällen wo jemand "ernsthaft was hat" kann es nach hinten losgehen, wenn dieses Wissen durch die Firma getragen wird.

:)z

Tparanxis


Jo, hiess es bei uns auch immer: sind gerade segeln, kommen erst Montag wieder. Das konnte dann aber alles mögliche bedeuten.

Ngandaxna


Ich würde dem Chef schon einen Hinweis geben, glaube ich. Schließlich verursacht sie Mehrarbeit für alle anderen. Und wer segeln kann, kann auch arbeiten!

Ich weiß ja nicht, ob das möglich wäre, aber vielleicht könnt ihr auch mit ihr reden und ihr klarmachen, daß ihr von ihrem Urlaub während des Krankenstandes wißt und das nicht in Ordnung findet. Vielleicht könnt ihr euch ja einigen, daß sie euch in der nächsten Zeit arbeitsmäßig entlastet und etwas mehr übernimmt, und ihr dafür den Chef raushaltet. Je nachdem, wie euer Verhältnis sonst ist, sieht sie ihren Fehler vielleicht sogar ein?

J*ont{i 0x9


Hallo,ich hatte vor 5 Jahren auch einen Bandscheibenvorfall mit dem ich 5 Monate krank war in der Zeit hatte ich schon lange Urlaub gebucht habe dann bei der Krankenkasse angerufen die mir sagte wenn der Arzt sei OK gibt kann ich fahren(Attestbekommen) was ich dann auch ohne schlechtem Gewissen getan habe.Die Abwechslung und das entspannen nach langer Krankheit fördert das Gesund werden.Ich finde die Kollegen haben nicht das Recht vor allem nicht den Einblick in das Krankheitsbild meine Kollegen waren froh als ich dann wieder da war und nicht neidisch da wurde offen gesprochen.Krankheit bedeutet nicht im Hause bleiben und das Bett hüten man darf ins Theater,Kino usw.Bewegung ist beim Bandscheibenvorfall die beste Medizin also halt mal den Ball flach jeden kann das schnell treffen .Anschwärzen jedenfalls ist ziehmlich mies

N.anmdxana


Urlaub mit am Strand liegen und erholen ist auch was anderes als segeln! Ansprechen würde ich die Kolllegin auf jeden Fall. Vielleicht ist die Erklärung ja so plausibel, daß man sie einsieht, und dann ist ja alles gut. Ich finde schon, daß Kollegen, die von so etwas Wind kriegen, da nachfassen dürfen. Schließlich müssen sie ja auch deren Arbeit miterledigen und sind dadurch beeinträchtigt. Da kann man sich dann als Kranker nicht mehr allein auf seine Privatsphäre berufen, wenn sowas rauskommt.

SNukxin


Naja, ich verstehe ja, dass es dich anfrisst weil ihr Momentan überlastet seid, aber wär es da nicht Aufgabe des Chefs notfalls eine aushilfe zu holen?

Wenn sie jetzt zuhause wäre mit ihrem Rücken und dort fernsehn würde im Bett, wär es in Ordnung? Für euch aber genau die gleiche Situation.

Ich denke nur weil sie mit Segeln ist, heißt dass nicht dass sie aktiv mitarbeitet – ich denke man kann da auch nur begleiten.

So ein Bandscheibenvorfall ist auch nicht spaßig, habe selbst einen (wenn auch zum Glück von der eher harmloseren Sorte) , es ist ja nicht so, dass sie kerngesund ist und sich einen Krankenschein hat schreiben lassen um euch zu Ärgern und den Chef zu betrügen.

Ich würd gar nix sagen und wenn sie wieder da ist sie ruhig darauf ansprechen, nicht direkt vorwurfsvoll.

Wollen Sie selber etwas dazu schreiben?

Dann melden Sie sich an bzw. lassen Sie sich jetzt registrieren, das ist kostenlos und innerhalb weniger Minuten erledigt. Interessant sind sicher auch die übrigen Diskussionen des Forums Beruf, Alltag und Umwelt oder aber Sie besuchen eines der anderen Unterforen:

Allergien · Zahnmedizin


Nicht angemeldet: Anmelden | Registrieren | Zugangsdaten vergessen? | Hilfe

Startseite | Impressum | Nutzungsbedingungen | Netiquette | Datenschutz | Mobile Ansicht   © med1 Online Service GmbH