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Kollegin macht Urlaub trotz Krankenschein, was tun?

GnibNicjhtAuxf


Eigentlich solltest du nicht mal wissen, dass sie einen Bandscheibenvorfall hat. Geht die lieben Kollegen nämlich nichts an. Vielleicht hat sie ja sogar was anderes und erzählt es nicht?

Vielleicht war sie gar nicht Segeln und die Person am Telefon hat sich geirrt?

Vielleicht legt sie sich aufs Segelboot und entspannt?

ATll7eAcxhtung


Jo, hiess es bei uns auch immer: sind gerade segeln, kommen erst Montag wieder

Die Zeitangabe, nicht die Beschäftigung. :[]

A^llKeAQchtxung


Naja, ich verstehe ja, dass es dich anfrisst weil ihr Momentan überlastet seid, aber wär es da nicht Aufgabe des Chefs notfalls eine aushilfe zu holen?

Wenn sie jetzt zuhause wäre mit ihrem Rücken und dort fernsehn würde im Bett, wär es in Ordnung? Für euch aber genau die gleiche Situation.

:)^

tIatuxa


aber wär es da nicht Aufgabe des Chefs notfalls eine aushilfe zu holen?

Jepp... so ist es. :)z

Wenn es eine größere Firma ist, wird vom Arbeitgeber erwartet, dass er die Personalplanung( z.B. mit Springern) so gestaltet, dass derartige Situationen abgedeckt werden können ohne dass die Kollegen wochen – und monatelang Mehrarbeit leisten müssen.

Bei einer kleinen Firma geht das natürlich nicht – unter anderem deshalb gibt es für Kleinbetriebe Erstattungen für die Gehaltszahlungen von 70 bis 80 % für den Fall das ein Mitarbeiter krank ist und Lohnfortzahlung erhält.

Das heiß er bekommt 80% des Arbeitgeberbruttos zurück.

Dieses Geld hat der Chef zur Verfügung, um eine Aushilfe einzustellen oder abzurufen...theoretisch... in der Praxis kassiert er das Geld meist ein und läßt die anderen Mitarbeiter unbezahlte Mehrarbeit machen mit dem Hinweis, dass sie sich dafür bei dem erkrankten Kollegen bedanken dürfen. >:(

PBufJfFpkaxff


@ Nette_Kollegin

Fakt ist: Ihr wisst gar nichts! Das ist auch gut so, denn es gibt die ärztliche Schweigepflicht.

Deine Kollegin wurde über einen längeren Zeitraum krank geschrieben und dafür benötigt sie eine Diagnose. Obwohl sie nicht dazu verpflichtet ist, hat Sie Euch gegenüber mitgeteilt, dass Sie einen Bandscheibenvorfall hat. Diese Information muss nicht stimmen und dient eventuell aber auch nur dazu, den wahren Grund ihres Fernbleibens zu verschleiern. Dieser Grund muss nicht Segeln sein! Es ist auch möglich, dass deine Kollegin unter einer Depression leidet oder ein anderes psychisches Leiden hat. Segeln würde bei dieser Diagnose jedoch alles andere als verwerflich sein. Verständlich wäre es jedoch, dass sie Euch nicht den wahren Grund mitteilen möchte, wenn es tatsächlich ein psychisches Leiden sein sollte.

Ich kann dir nur eines sagen: Wenn eine Kollegin auf mich zukommen würde und mir diese "Segelinformation", die sie bei einem privat geführten Telefonat erfahren hat, mitteilen würde, wäre sie mir bei mir als illoyale Lästertante abgestempelt, der ich nie wieder etwas anvertrauen würde. Kümmere dich um die in deinem Verantwortungsbereich anstehenden Dinge und mische dich nicht in die Krankheiten deiner Kollegen ein.

Du bist natürlich von der Krankheit bzw. vom Fernbleiben der Kollegin betroffen, aber darüber musst du nicht mit der Kollegin, sondern mit einem Vorgesetzten sprechen, dem du von deiner Überforderung berichten kannst. Dann können Lösungen, wie zum Beispiel vertretende Zeitarbeiter, gefunden werden.

Ansixga


Was mir gerade noch einfällt: ein Ex-Kollege bekam mit 23 Jahren multiple Sklerose, hatte so 1x im Jahr einen Schub und hatte offiziell immer Magenschmerzen oder so. Klar, wir lästerten auch mal '"was für ein Weichei, fehlt wegen Magenschmerzen eine Woche"

Naja ,war halt so. (Nein, ihm wurde nicht gekündigt, er ist inzwischen in EU-Rente)

Andere Kollegen sind dann wiederum der Meinung, Depressionen und Burn-Out gäbe es gar nicht, die Leute seien alle faul.

Ich war nach meiner Bandscheiben-OP 4 Monate lang krankgeschrieben. Oje - ich ging JEDEN NACHMITTAG spazieren ! Und ja, manchmal liefen mir Kollegen über den Weg. Da wurde bestimmt auch gelästert, eigentlich könnte ich ja zur Arbeit kommen...

BTW: in unserer Firma hätte ich offiziell Rückenbeschwerden, egal was ich tatsächlich hab...

Und meine Mutter - umgotteswillen, die ging nach ihrem BSV ins Schwimmbad (mit OK, ja geradezu mit Aufforderung des Arztes was sie gewissen Leuten mit Freude unter die Nase gerieben hat)

PS: wißt ihr was die Leutz aus unserer Personalabteilung machen: "bringen Sie ruhig auch die Krankmeldung für die Krankenkasse vorbei, wir leiten das dann weiter" und dann wird nach dem Diagnoseschlüssel gegoogelt :(v

NOetteu_KolYlegi7n


Wow, hier gings ja ganz schön hoch her in den letzten Stunden. Anscheinend hat das Thema bei einigen einen Nerv getroffen.

Vorab: Ich bin für alle Kommentare dankbar, das hilft mir schon, die ganze Sache einzuordnen. Persönliche und pauschale Angriffe gegen mich ("Denunziantin" o.ä.) finde ich allerdings eher suboptimal.

Ich muss auch dazu sagen, dass ich viele Kollegen habe, bei denen ich nach einem solchen Telefonat gedacht hätte: "Oh, schön, dass es ihm/ihr wieder besser geht. Sicher genießt er / sie jetzt einfach noch ein paar Tage in einem Liegestuhl irgendwo an Bord in der Sonne und kommt nächste Woche wieder gut erholt zurück." Da wäre ich überhaupt nicht auf die Idee gekommen, böses zu denken.

Bei dieser einen Kollegin sieht es halt anders aus, aber die Gründe, warum ich bei ihr extrem misstrauisch bin, kann und will ich hier nicht im einzelnen aufzählen.

Derzeit sehe ich die Sache jetzt so, dass ich abwarte, ob sie am Dienstag wieder kommt und sie dann darauf anspreche. Falls sie nicht kommt, sondern den nächsten Krankenschein bringt: Keine Ahnung.

N]aqn+danxa


Finde ich eine gute Zwischenlösung.

Gerade wenn es eine Kollegin ist, die aus anderen Gründen schon unangenehm aufgefallen ist, wäre ich nicht bereit, so ein Verhalten stillschweigend mitzutragen. Wenn es jemand ist, der sonst tüchtig und bereitwillig seine Arbeit macht, würde ich auch nichts sagen. Aber es gibt leider wirklich Menschen, die sich auf Kosten der Kollegen gern mal eine zusätzliche Auszeit genehmigen, und da hat das Hinschauen nichts mehr mit Denunziantentum zu tun, sondern mit dem Berechtigten Schutz seiner eigenen Kraft. Ich bin neugierig, wie die Sache weitergeht, bitte berichte dann mal.

PHunicxa85


@ nandana:

Seh ich auch so :)^

tHatuxa


@ sanuk und bodhdran

[Bezieht sich auf zwischenzeitlich gelöschte Beiträge]

In diesem thread sind etliche sehr wenig reflektierte Bemerkungen über die kranke Kollegin gefallen und viele idiotische Vorschläge, wo man die Frau ohne weiteres persönliches Gespräch melden und anscheißen sollte.

Allerdings nicht von der TE.

Warum gehst du jetzt die TE direkt an Sanuk?

Sie ist irritiert und sie hat den Eindruck, dass ihre Kollegin eigentlich nicht krank ist.

Das ist erst mal nachvollziehbar. Manchmal muß man erstmal nachdenken, ehe man zu dem Entschluß kommt, dass man die kranke Kollegin nicht gleich beim Chef ansch*** sollte.

Ich habe in diesem Faden mehrfach eine Lanze gebrochen für ihre Kollegin, mit dem Hinweis, dass die ganze Situation gar nicht klar ist und dass die Dinge nicht immer so sind, wie sie scheinen.

Das gleiche gilt hier aber für die nette Kollegin, die den thread eröffnet hat.

Auch hier muß man nicht blind drauf hauen.

S{a3nuxk


@ tatua

ja, hier gab es durchaus positive Beiträge - deine mit eingerechnet.

Mir war es wichtig den Charakter solcher Anschuldigungen zu benennen.

Ist es die Aufgabe einer "netten" Kollegin, herauszukriegen, was sie während ihrer Abwesenheit tut? Warum fühlt sie sich verpflichtet, dem Chef ihre Mutmaßungen gegenüber Kollegen zu schildern?

[...]

Pbeddxi


Ja das ist in manchen Fäden häufig der Fall......... es werden Aussagen welche User posten gleich dem Eröffner zugeschoben. Ich lese dann immer gerne das erste Posting mit durch. In diesem ist von Unsicherheit die Rede. Klar..verstehe ich auch. Denn ich empfinde es auch als Unsicher wenn da jemand in der Krankheitsphase einige Tage zur See fährt. Ich weiß wie ein Bandscheibenvorfall weh tut und wie wenig man sich bewegen kann.

Und mal ganz ehrlich: da müssen 3 Leute für 6 arbeiten. Alleine das ist sehr belastend. schon mal daran gedacht, dass dies sehr an die Substanz geht? Ich hätte auch eine Art Wut im Bauch. UND die Kollegen verhalten sich doch gut und fair, wenn sie sagen, dass sie erst abwarten, bis die kranke Kollegin wieder da ist.

Ich denke auch mal, dass die allermeisten Menschen hier zu Hause bleiben würden und nicht in Urlaub fahren, wenn sie krank-geschrieben sind ...völlig egal aus welchem Grund auch immer. Und mal so gesagt: Wäre ich Chef und würde sowas erfahren, dann würde ich die Gute verwarnen... das ist einfach meine Meinung. Vielleicht nicht das was in einer Betriebsvereinbarung steht aber so denke ich wirklich. Aber ich bin nicht die Fadeneröffnerin und nicht der Chef und will ihr nichts in den Mund legen. Als Kollegin wäre ich auch vorsichtig, würde dem Chef nichts sagen, aber die Bandscheibengeplagte dann wirklich darauf ansprechen.

P_eddi


Ist es die Aufgabe einer "netten" Kollegin, herauszukriegen, was sie während ihrer Abwesenheit tut?

Am Freitag habe ich versucht, bei ihr zuhause anzurufen, da wir, die derzeit vertretenden Kollegen uns über die Neuaufteilung der Vertretungsregelung schon unterhalten hatten und einfach mal nachfragen wollten, ob schon absehbar ist, ob sie am Dienstag wieder kommt.

Jetzt kommt ein Problem: Bei dem Anruf habe ich von einem Familienmitglied die Mitteilung bekommen, die Kollegin sei erst Montag wieder da. Als ich dann verblüfft nachgefragt habe, wo sie denn sei – und schon befürchtet hatte, sie sei in irgendeiner Klinik – bekam ich die Auskunft, sie sei zum Segeln gefahren.

S|unXflQower_x73


Wäre ich Chef und würde sowas erfahren, dann würde ich die Gute verwarnen... das ist einfach meine Meinung.

Dafür gibt es rechtlich aber keine Handhabe.

Und ja, eigentlich sollten kranke Kollegen in Ruhe gelassen werden. Eigentlich. Aber es gibt nun mal auch Situationen, wo man weiter planen muss – und da ist es durchaus auch legitim, vorsichtig anzufragen, wie die Tendenz ist. Ermöglicht doch eine bessere Planbarkeit bei ohnehin unterbesetztem Team.

Andererseits habe ich (trotz aller "Freiheiten" und ähnlicher Frechheiten während meiner Krankschreibungen) immer sehr frühzeitig selber Rückmeldung gegeben. Aus Fairness den Kollegen gegenüber.

P_e@dJdi


Immer noch meine Meinung: kann ja sein, dass die Kollegin gar nicht zum Segeln war. Wasuachímmer...dann ist die Diskussion eh hinfällig.

wenn aber doch, dann mal ehrlich: Wo gibt es eine so ruhige See oder einen so ruhigen See im Oktober also bei Wind, dass jemand mit Schmerzen bei jedem Schritt (und so war es bei mir) sich auf einem Segler gut auf den Beinen halten kann?? Neneee....

Wenn ein Mensch krank ist dann ist er krank. jo stimmt. Nur das kommt mir wie gesagt irritierend vor.

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