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Wie Psychotherapie beim neuen Arbeitgeber tarnen?

K=atte;gaaxt


@ marie_christin

Regelmäßige Therapietermine können nicht "einfach mal so" umgelegt werden, wie sie einem passen. Die Kalender der Therapeuten sind vor allem morgens und abends ziemlich voll, weil viele der Patienten tagsüber arbeiten und daher keine Zeit haben. Man ist dann schon froh, überhaupt einen Termin bekommen zu haben, der einem zeitlich einigermaßen passt.

hcagd-t[ysja


Ich würde sagen, dass du eine Schilddrüsenunterfunktion hast und bis deine tägliche Hormodosis genau eingestellt ist, musst du einmal pro Woche zur Blutuntersuchung.

..und dann hats der chef oder personaler auch und weiß, dass man erst nach 6 wochen die veränderungen sieht und dahe rnur alle 6 wochen einstellen muss. damit ist das vertrauen an dieser stelle wohl zusammen mit dem job weg.

ich würde da weder direkt sagen, was ich habe, sondern nur private gründe angeben, die es dir unmöglich machen, regelmäßig vor 9.00 Uhr im büro zu sein.

wenn der arbeitgeber keine flexibilität zulässt, sondern jemanden sucht, der definitiv um 8 uhr anfängt, dann wird keine begründung der welt ihn dazu veranlassen, den job an eine person zu geben, die das nicht gewährleisten kann.

e2str&elxle


Ich würde das Gespräch wohl erstmal ganz normal führen und im Fall einer Zusage das Problem erst thematisieren. Nicht schon beim Vorstellungsgespräch! Außer, das Thema Arbeitszeiten wird vom Arbeitgeber direkt so konkret angesprochen.

Das sehe ich auch so. Wenn Du dann eingestellt wirst, würde ich auch nicht die Wahrheit erzählen, denn in der Probezeit könntest Du ja täglich ohne Angabe der Gründe gefeuert werden. Die Angabe anderer ärztlicher Untersuchungen ließe den Eindruck entstehen, dass Du eben nicht gesund bist, was bei vielen Arbeitgebern leider zur Kündigung führt. Wie wäre es mit Pflege eines Verwandten, den Du in der genannten Zeit zu einem Arzttermin fahren musst, weil an diesem Tag kein anderer Verwandter zur Verfügung steht. Du kannst ja damit aufwarten, dass sich das in absehbarer Zeit erledigt hat, weil dann ein anderes Familienmitglied von einem Auslandseinsatz zurück ist. Natürlich musst Du die Zeit nacharbeiten und darfst Dich nicht verplappern. Ich wünsche Dir für das Vorstellungsgespräch und Deine Therapie viel Glück.

KNattdegaaxt


:)= :)=

Das Thema erst ansprechen, wenn du die Zusage hast!

Und deine Ausrede muss plausibel sein, weil du

a) damit einen wöchentlichen termin rechtfertigt musst,

b) der Termin nicht verschiebbar ist und

c) er zeitlich begrenzt ist (noch ca. ein halbes Jahr - so deine Aussage)

Diyn)e


Hallo NilesCrane *:)

Ich würde es – wie schon mehrfach geraten – erst mal nicht erwähnen beim Bewerbungsgespräch. Wenn Du die Zusage bekommst, würde ich mir gut überlegen, was Du sagst.

Die Psychotherapie würde ich auch danach nicht erwähnen. Erstens geht das den AG nichts an und ist privat, hat also nichts auf der Arbeit zu suchen. Außerdem erspart Dir das Getratsche oder auch, dass Du dadurch von irgendjemandem in eine Schublade gesteckt/bemitleidet wirst.

Andererseits muss Deine (Not)Lüge dann natürlich Sinn ergeben – bei irgendwas mit Blutentnahme oder Infusion wäre ich vorsichtig. Wird ja üblicherweise am Arm gemacht, wo sind dann also die Einstichstellen/Pflaster, wenns wärmer wird und Du ein T-Shirt trägst (gut, man könnte sich einfach so ein Pflaster aufkleben ;-))?

Ist Dein Haupt-Ansprechpartner ein Mann, würde ich was gynäkologisches wählen – da ist die Wahrscheinlichkeit am geringsten, dass er sich mit der Thematik auskennt/nachfragt (Einschätzung meinerseits).

Trotzdem würde ich im Falle des Falles das Gespräch mit dem Therapeuten suchen, ob sich die Termine nicht doch verschieben lassen.

Aber vorerst würde ich mir noch keine allzu großen Gedanken drüber machen und mich auf das Gespräch vorbereiten/konzentrieren – viel Glück dafür @:) :-D

WdaXtekrlxi


Du könntest ja auch sagen, du hast ne Freundin/Schwester, deren Kind du einmal die Woche in den KIGA bringen musst oder sowas. ":/

EJhemaliguer Nutz"er g(#,87546x)


Ich würde sagen, dass du eine Schilddrüsenunterfunktion hast und bis deine tägliche Hormodosis genau eingestellt ist, musst du einmal pro Woche zur Blutuntersuchung.

Nee – das ist eine chronische Krankheit, dann hat sie das für das gesamte Arbeitsverhältnis an der backe.

Und jegliche Betreuungssache (Hund, Kind) würde ich auch nicht nehmen, denn das kann man ja anders organisieren, so dass die TE nicht involviert ist.

EQhxemali[ger NWutzerx (#87546)


Das mit dem Eisen klang gut... Irgendwie sowas in der Art.

Blr=otspRinnxe2003


Das mit dem Eisen halt ich auch für die beste Idee!

N-il4esCgraane


Also Vielen Dank für die vielen Ideen!

Leider hab ich bisher noch nichts Passendes gefunden.

Ich fasse mal zusammen, was ich bisher an Vorschlägen hier habe:

- Termin bei meinem Therapeuten verschieben: Das geht nicht, sein Kalender ist proppenvoll. Er könnte sich höchstens bemühen, dass ich mit jemandem tauschen kann , der morgens nicht zur Arbeit muss (unwahrscheinlich) und fürs erste muss ich von diesem Termin ausgehen.

- Offen und ehrlich zum Chef sein sein: Kommt weiterhin nicht in Frage. Weniger, weil ich glaube, dass es großen Einfluss auf die Entscheidung vom Chef hätte, sondern weil es mir unangenehm ist.

- Hund gassi führen: s.o.

- Kinder vorschieben: Wie gesagt ich habe keine und ich will das Lügengebäude nicht größer machen als unbedingt nötig.

- Physiotherapie: Ich will als Helfer im Anlagenbau anfangen, da muss man auch Körperlich voll auf Zack sein.

- Bluttests wegen Schilddrüsenunterfunktion: s.o.

- Abwarten, was der Chef später über Arbeitszeiten sagt: Ich weis das in dieser Firma alle um 7:30 anfangen und der Chef weis, dass ich das weis.

- Infusionen wegen Eisen- oder sonstigem Mangel: Klingt erstmal gut, weil harmlos, aber zu welchem ebenfalls harmlosen Krankheitsbild könnte es gehören und warum geht das nicht nach Feierabend?

- Bluttests wegen Diabetes: Es wäre schon mal plausibel und allgemein bekannt, dass man so was auf nüchternen Magen machen muss. Aber schränkt einen das bei körperlicher Arbeit nicht auch ein? Und gibt es Diabetiker die über Monate jede Woche gestestet werden müssen?

Kennt nicht jemand etwas völlig harmloses und zugleich plausibles?

":/

Diyne


ups... das gynäkologische fällt dann wohl flach ^^

Lwou[isiaEna


- Bluttests wegen Diabetes: Es wäre schon mal plausibel und allgemein bekannt, dass man so was auf nüchternen Magen machen muss. Aber schränkt einen das bei körperlicher Arbeit nicht auch ein? Und gibt es Diabetiker die über Monate jede Woche gestestet werden müssen?

Nicht, dass ich wüsste. Als Diabetiker muss man aller Vierteljahre zum Check, alles andere darüber würde eher den Verdacht eines sehr schwer einstellbaren DM erzeugen - dann kannste die Stelle knicken.

Wie wäre es, ein Ehrenamt vorzuschieben? 1x in der Woche machst Du Besuchsdienst im Altenheim. Das macht dann sogar noch einen guten Eindruck (soziales Engagement).

N6ileLsCraxne


Ebenfalls ups: Ich habe die mittlerweile zweite Seite des Threads übersehen. Aber viel neues ist ja noch nicht dazugekommen.

Diese Betreuungsgeschichten wären mir auch zu krude und ich bin kein guter Lügenbold.

Nochmal zum Thema ehrlich sein: Der Mensch mit dem ich es zu tun habe, machte bisher einen ganz vernünftigen und aufgeklärten Eindruck, aber das könnte auch täuschen. Sicher wäre er nicht so inkompetent, das Thema in der Firma rum zu erzählen. Wir gesagt, hauptsächlich ist es mir unangenehm.

KWa$ttega[axt


Wöchentliche Blutuntersuchung wegen einer Fußnagelpilzerkrankung, die du mit Tabletten bekämpfst.

Diese Tabletten greifen die Leber an, daher müssen die Leberwerte wöchentlich gecheckt werden, was natürlich morgens und nüchtern erfolgen muss. Und diese Therapie dauert bis zu einem halben Jahr.

Es gibt andere Bekämpfungsmethoden, wie Nagellack, etc.

Das, so kannst du dann argumentieren, hat dir aber nicht geholfen.

Letzteres geht einen potentiellen AG aber wirklich nichts mehr an.

Befrag deinen Hausarzt zu Details - oder PN.

LUoOuisixana


Ich würde auf KEINEN Fall was von einer Psychotherapie erwähnen. Ganz einfach, weil jeder, der in Therapie ist (bzw eine machen sollte), nicht in dem Maße belastbar ist wie jemand, der seelisch gesund ist. Das ist keine Diskriminierung sondern ein Fakt, wäre man nicht in seinem Seelenleben beeinträchtigt, müsste man keine Therapie machen, eine Voraussetzung für diese ist u.a. Leidensdruck.

Also, ich würde es keinem Arbeitgeber auf dieser Welt erzählen. Es sei denn, man arbeitet schon Jahre in der Firma, hat ein absolut tolles Vertrauensverhältnis zum Chef und hat sich auch sonst hinreichend im Job bewährt, als dass der Chef sich Gedanken machen müsste.

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