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Referendariat überfordert mich!

d2anmaex87


Aber ich glaube, vor allem bei der "one-minute-speech", würden sich meine Kids weigern das zu machen

Ich denke one-minute-speech ist etwas für höhere Klassen, aber das Daumensystem fined ich gut. Ein Belohnungssystem kam bei uns als Schüler häufig so an als wollte der Lehrer uns kaufen. Einzig bei einer Lehrerin hat das gewirkt, aber die haben wie sowieso respektiert.

Ich bin dafür dem eigentlichen Grund für die Störung auf die Spur zu kommen, denn nur wenn ich den Grund kenne, kann ich etwas dagegen tun.

Ich hatte einen Leherer der das versucht hat. Selbstverständlich gab es für mein Verhalten damals einen Grund zu Hause. Allerdings fühlte ich mich schlicht belästigt als er sich erkundigte. Der drang in meine Privatsphäre ein, vorher mochte ich ihn, danach fand ich ihn schlicht widerlich. Und bei allem idealismus glaube ich kaum das man die ZEIT hat bei jedem Schüler hinter zuhacken. Zu dem ist auch die Möglichkeit zu reden ohne Ärger zu bekommen einladung genug. Bei der oben erwähnten Lehrerin hatte ich ja immernoch die selben Probleme wie bei dem darunter erwähnten Lehrer, war aber eine ganz andere Schülerin. ;-)

d}ana\ex87


Ein Nachtrag noch: Ich habe mich später sehr wohl einem Lehrer anvertraut. Allerdings habe ich dafür einen Lehrer gewählt der es verstand eine Klasse zu führen, einen der mir das Gefühl gab zu wissen wo es lang geht. Schlussendlich war diese durch klare Regeln vermittelte Sicherheit vertrauensbildender als jede Kumpeltour vorher.

Emxsecrxatus


Der drang in meine Privatsphäre ein

Darum geht es mir nicht. Niemand hat das Recht ungewollt in die Privatsphäre einer anderen Person einzudringen. Es geht schlicht darum den Kindern zu vermitteln das man sich für sie Interessiert. Das Vertrauen kommt mit der Zeit von alleine und damit auch der Respekt.

d>anae8v7


Es geht schlicht darum den Kindern zu vermitteln das man sich für sie Interessiert.

Wie stellst du dir das konkret vor? Ein Beispiel bitte.

Efxsecsratxus


Ich verzichte Beispielsweise darauf unangekündigte Arbeiten schreiben zu lassen, ich lobe die Kinder individuell nach ihrem jeweiligen Leistungsstand ohne dabei den Wettbewerbsdruck unter den Kindern zu fördern, ich setze mich mit einzelnen Kindern zusammen und bespreche die Hausaufgaben ggf. individuell, ich biete 3x die Woche vor dem regulären Unterrichtsbeginn eine Nachhilfegruppe im kleinen Kreis an, ich achte darauf, dass jedes Kind regelmäßig für sich Erfolgserlebnisse verbuchen kann um die Motivation zu erhalten und und und. Es sind viele kleine Dinge die jeder Lehrer tun kann um seinen Schülern zu zeigen das sie wichtig sind und vorallem ernst genommen werden.

dJanae)87


All diese Dinge schließen aber eine klare Linie im Unterricht nicht aus. Was machst du zum Beispiel wenn du ein zwei in der KLasse hast die immer und immer wieder reden? Ich zum Beispiel tue mich bis heute sehr schwer einfach mal die Klappe zu halten während vorn jemand spricht und ich bin nun schone in Weilchen am studieren... ;-) Was machst du in so einem Fall?

fuettnaepkfcKhenh!uepfexr


Was machst du zum Beispiel wenn du ein zwei in der KLasse hast die immer und immer wieder reden?

Unsere Lehrer haben dann einfach immer nur geschwiegen und die beiden "Ratschkatln" angeschaut und abgewartet. Das hat immer sehr schnell geholfen..

Evxse8cratxus


In so einem Fall halte ich es für absolut falsch diesen Schülern zuviel Aufmerksamkeit zu schenken. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass Schüler die weniger mit Ihrem Leistungsstand glänzen können natürlich gelegentlich versuchen auf andere Weise eine gewisse Art der Anerkennung von ihren Mitschülern zu ergattern... z.b indem sie versuchen den Unterricht zu stören. Insgesamt bin ich bei meinen Schülern allerdings so akzeptiert, dass eine einfache Bitte das Privatgespräch auf die Pause zu verlegen auch gefolgt wird.

dYanaex87


Unsere Lehrer haben dann einfach immer nur geschwiegen und die beiden "Ratschkatln" angeschaut und abgewartet. Das hat immer sehr schnell geholfen..

Insgesamt bin ich bei meinen Schülern allerdings so akzeptiert, dass eine einfache Bitte das Privatgespräch auf die Pause zu verlegen auch gefolgt wird.

Das hilft aber auch nur wenn man schon einen gewissen Respekt bei seinen Schülern hat und genau der fehlt der TE. Wir hatten da so einen Lehrer der es auch mit keine-Aufmerksamkeit-schenken versuchte und am Ende spielten zwei der Herren schlicht Fussball und auf Aufforderung es zu lassen wurde ihm ein schlichtes Nö entgegen gerufen. Das war übrigens in der elften Klasse eines Gymnasiums.

C|i3ntyxa


Heute war wieder reines Chaos... Und ich bin wieder völlig k.o.

Da zweifelt man schon sehr an sich selbst und seiner Kompetenz als Lehrperson :(

dHanaaex87


Die Frage ist ob du generell ein Problem mit Autorität hast oder nur vor der Klasse. Wenn du dich in der Rolle einer Führungsposition grundsätzlich unwohl fühlst und nicht glaubst das du dich da einleben kannst solltest du sehen ob du vielleicht doch in einen anderen Pädagogischen Bereich wechseln kannst. Wenn du dich aber generell schon wohl fühlst als "Anführerin" dann musst du dir ein festes Datum setzen zu dem du ein Konzept entwickest nach den hier gegebenen Tipps und es dann durchziehst.

K>ami;kaziG081x5


Liebe Cintya,

ich kann es dir so nachfühlen. Bin grade in der gleichen Situation, aber am Gymi. Habe morgen meinen 3. UB in meiner größten Chaotenklasse, man wie ich mich freue :)^

C}inJtya


Bis jetzt habe ich mich in anderen Klassen immer wohl gefühlt in meiner Rolle.

Aber im Moment ist es einfach unerträglich...

Kamikazi0815: Ich drück dir die Daumen für morgen!!

f8luttexrby


Also, wie ich schonmal geschrieben habe, 7. Klassen sind generell schwierig und anstrengend (meiner Erfahrung nach). Die Kinder testen zu Hause und eben auch in der Schule dauernd ihre Grenzen und "schreien" förmlich nach Konsequenz. Wenn man aber vorne rumwütet wie Rumpelstilzchen und zetert, dann wird man oft nur weniger ernst genommen.

Ich bin auch jemand, der leiser wird, je lauter die Schüler werden und in den meisten Fällen hilft das auch. Sonst greife ich mir explizit die Schüler raus und bitte sie, nach der Stunde zu mir zu kommen (also, besser gesagt ich teile ihnen mit, dass ich sie am Ende der Stunde sprechen werde). Es gibt eine Studie, die ich jetzt leider nicht finde, aber die besagt, dass oft mehr als doppelt so viel Zeit für die Reaktion auf eine Störung verwendet wird, als die Störung selbst andauert. Also behindert man sich selbst und die anderen Schüler im Unterricht voran zu kommen, wenn man jeder Störung Zeit und Aufmerksamkeit widmet.

Was das Belohnungssystem angeht: Ich mache beides, also belohnen und bestrafen. In richtig anstrengenden Klassen, wie meiner H 5 grade, schreibe ich mir jede Stunde auf, wieviel Zeit für Störungen draufgegangen ist und wenn wir 45 Minuten zusammen haben, werden die Freitags in der 6. Stunde nachgeholt. Da hätten die Schüler frei, das tut also ordentlich weh. Mir auch, denn ich muss ja auch länger bleiben, aber das geht eben nicht anders.

Als Belohnungssystem verwende ich Hausaufgabengutscheine. In den Klassen schreibe ich mit mit einem einfachen System (Sternchen, Plus, Minus) nach jeder Stunde auf, wer sich wie verhalten hat und wenn ein Schüler 5 Sternchen beisammen hat, bekommt einer einen Hausaufgabengutschein und darf irgendwann eine Hausaufgabe ausfallen lassen. Das kann man dann ja auch weiter führen und die Klasse später insgesamt reflektieren lassen, wer ein Sternchen verdient hat usw.

Exsecratus, in meiner besagten 5. HS-Klasse sind 15 Schüler, davon haben mindestens 10 Probleme zu Hause. Und zwar in einer Form, die ich zum Glück nie erleben musste. Dem kann man als Lehrer doch nicht gerecht werden, auch wenn man sich anstrengt, aber das kann man einfach nicht auffangen. Ich fühle mich dafür jedenfalls nicht ausgebildet. Was nicht heisst, dass ich das nicht berücksichtige und versuche entsprechend Rücksicht zu nehmen. Aber jedem Schüler bei seinen privaten Problemen zu helfen halte ich für zu ambitioniert, ganz ehrlich.

CJinmtyxa


Kamikazi0815: Wie war dein UB? Ich hab nächste Woche... das kann was werden.

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