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Literaturstudium = arbeitslos?

SQunfl`ower_7x3


Ich streiche eine Null! Hilfe! ]:D Also 3 Jahre, nicht 30!

KhadhLidyxa


Oh Mann, so entstehen Gerüchte!

("Sag mal, schonmal was von Sunflower gelesen= das ist ne Frau, echt beeindruckend, schon ÜBER 60, und verfolgt hartnäckig ihren Traum – echt beeindruckend!!")

;-D ;-D ;-D ;-D ;-D

WRate]rxli


Allerdings krieg ich von meinem Freundeskreis nur Verachtung entgegengebracht. Mit sowas käme man ja nie aus seinem Elfenbeinturm heraus und der Verdienst sei ein Hungerlohn :(

Wenn man sich im Elfenbeinturm wohlfühlt, ist der Lohn doch egal. :)z Mal ehrlich: Dein Job soll dir später Spaß machen, es geht ja nicht nach Lohn. Wenn du jetzt BWL oder sowas anfängst, und es dich anödet, dann wirst du doch auch nicht glücklich und glücklich sein ist beim Arbeiten wichtiger als der Verdienst... und zum Leben reichts immer, nur man muss halt Prioritäten setzen. Ich würde jedenfalls auch lieber was schöngeistiges Arbeiten, als Leuten irgendwelches Zeug aufzuschwatzen, auch wenn ich mit "Verkaufen" wohl mehr verdienen kann. Aber ich würde es hassen. Da nehm ich lieber weniger Geld.

Und zweitens: was haben deine Eltern und Freunde studiert? Ganz ehrlich, Leute ohne Studium kapieren eh nich, worum es beim Studium geht, was an so Fächern wie Literatur außer dem Geld toll sein kann und naja... das trifft auch leider auf Medizin- oder BWL-Studenten zu, die kapieren halt meist nich, was Geisteswissenschaften an sich haben, weil es eben nicht ihr Ding ist. Auf solche Leute sollte man deshalb auch nicht zu sehr hören. Man sollte in erster Linie auf sein Interesse hören. Man muss vielleicht von Anfang an ranklotzen, um nen Job zu kriegen, wenn es wenige Jobs gibt. Aber dass man gar keinen kriegt, würd ich nicht so sehen. Und man kann später auch immer noch BWL studieren oder irgendwas ganz anderes arbeiten, wenn man nix findet. Aber man sollte es wenigstens versuchen, denn es geht um mehr, als darum, welchen Job und welches Gehalt man am Ende hat.

Du solltest halt gucken, welchen Job du später machen willst und genau darauf hinarbeiten und dafür Praktika machen, Sprachen lernen etc... man hat bei Literatur halt nicht so Vorgaben, was man genau studiert und was man danach kann, deshalb gibts auch nicht "den" Job, den man danach machen kann. Aber man kann sich ja Gedanken machen und dann gucken, dass die Ausbildung dazu passt. Und dann kriegt man auch Jobs, die zu einem passen.

Lmina-NSoafie


Ich kenne eine Germanistin, die war noch nie arbeitslos und verdient sogar richtig gut. Das liegt meiner Meinung nach daran, dass sie 1. total überzeugt davon war, dass Germanistik das richtige Studium ist und 2. das auch ausstrahlt und somit sehr überzeugend rüber kommt und 3. eine selbstbewußte Person ist.

Ich finde es sehr wichtig, seinen Traum zu verwirklichen und den Beruf zu ergreifen, der wirkliche Erfüllung bedeutet. Man verbringt schließlich so viel Zeit seines Lebens damit – tag täglich!

A&leownor


die war noch nie arbeitslos und verdient sogar richtig gut.

Und was arbeitet sie?

L8inak-SoUfie


Sie ist freiberuflich, hauptsächlich in der Erwachsenenbildung, tätig, macht aber auch noch andere Projekte nebenher.

Dafür ist viel Eigeninitiative notwendig, aber es zahlt sich (finanziell gesehen) sogar aus.

D'ieA Anonxyme


Gibt es denn "Literatur" überhaupt als eigenständiges Studium? Bei den üblichen "-istik"-Studiengängen ist es ja eigentlich immer nur ein Teilbereich (neben Sprachwissenschaft, ggf. Sprachpraxis, Landeskunde usw.), oder? Ich habe jedenfalls Germanistik im Nebenfach studiert im Hauptfach Anglistik/Amerikanistik und arbeite jetzt im Bereich Marketing/PR für ein mittelständisches Unternehmen. Ohne Vitamin B ist es allerdings schwer, irgendwo als Quereinsteiger reinzukommen, denke ich. Bei mir lief es über ein Praktikum noch während des Studiums. Also möglich ist sicher vieles, aber es ist sicher von Vorteil, wenn man vorher schon ungefähr weiß, in welche Richtung man beruflich möchte was bei mir absolut nicht der Fall war :=o

g'agg)agugxgu


Ich streiche eine Null! Hilfe! Also 3 Jahre, nicht 30!

;-D ;-D

Ich habe mich auch schon gewundert ;-D

Das ist aber eine Menge Geld. Aber was macht man nicht alles für seinen Traumjob x:)

bqmexd


Hallo,

Ich kenne eine Germanistin, die war noch nie arbeitslos und verdient sogar richtig gut. Das liegt meiner Meinung nach daran, dass sie 1. total überzeugt davon war, dass Germanistik das richtige Studium ist und 2. das auch ausstrahlt und somit sehr überzeugend rüber kommt und 3. eine selbstbewußte Person ist.

Ich finde es sehr wichtig, seinen Traum zu verwirklichen und den Beruf zu ergreifen, der wirkliche Erfüllung bedeutet. Man verbringt schließlich so viel Zeit seines Lebens damit – tag täglich!

dem Rat kann ich mich nur anschließen.

Irgendetwas zu studieren, was angeblich gut nachgefragt ist, angeblich viel Geld bringt, angeblich hoch angesehen ist, ... pffff, wenn einem das keinen Spaß macht, wird man niemals wirklich gut, und man bekommt wahrscheinlich niemals deeeeen Job.

Meine Meinung: wenn es Dein Traum ist, der Dir über alles geht ... TU ES

:)^

Nur so hast Du die Chance, noch etwas extra "Herzblut" in das Studium zu stecken, extra Aufgaben zu übernehmen, ggf. einen Nebenjob zu machen, und das ganze auszuhalten, weil es DEIN TRAUM IST.

Und Dir wird es guttun, dich schon während des Studiums daran zu erfreuen, und Dich nicht ständig auf später zu vertrösten, wenn Du mit dem öden Studienfach endlich viel Geld verdienen würdest (was sowieso nicht funktioniert!)

Jeder Lehrer in der Oberstufe hat von mir gedacht, ich würde "sein Fach" studieren (Chemie, Biologie, Erdkunde, Musik) ... nein, mein Traum war die EDV (wie es damals noch hieß). Ich hätte das Geschäft meiner Eltern übernehmen können (... ins gemachte Nest setzen, ausgesorgt .. ), nein, ich habe dankend abgelehnt, und es meinem Bruder überlassen.

Nach dem Abitur habe ich erstmal eine Ausbildung gemacht, wurde übernommen und am Tag, als ich wg. der Aufnahme eines Studiums kündigen musste, wollte man mich zum Abteilungsleiter befördern "Guten Morgen, wir müssen mal mit Ihnen reden ..." ... "Ja, ich wollte auch gerade zu Ihnen ..." Tja ... und dann ... ich bin studieren gegangen ...

Danach wurden mir in Bewerbungsgesprächen "normalerweise sehr hoch hängende Früchte" in die Hand gelegt. Mir war ein fundierter Einstig mit Kontakt zu "normalen Leuten" lieber.

Erst sehr viel später habe ich dann den Schritt gewagt, von der abhängigen Beschäftigung in die selbstbestimmte Arbeit (nicht ohne in der Wirtschaftskriese ordentlich Federn zu lassen ...)

Aber ich bin glücklich und zufrieden. Keine Ahnung, ob ich das mit all den Ratschlägen geworden wäre, die ich unterwegs bekommen habe.

Der Beste Rat war damals bei der Entscheidung zwischen Aufstieg im Beruf und Studium, als mein Gruppenleiter sagte: "Wenn Du es wirklich willst, TU ES, später geht es nicht mehr!". Danke Manfred, das war einer der besten Ratschläge meines Lebens!

Jeder kann nur Ratschläge geben, die aus seinem eigenen Umfeld stammen. Wer nichts mit Literatur am Hut hat, dem ist jemand, dessen Leidenschaft dort liegt etwas suspekt. (Eine Bekannte von mir wollte Musikgeschichte studieren ... aus meiner Sicht was völlig ödes, ich muss Musik erleben, nicht lesen, studieren oder irgendwo sitzend anhören ... aber es war ihr Steckenpferd, und so weit ich weiß, ist sie gut geworden ...)

Von daher: Höre Dir die Ratschläge ruhig an, entscheide aber nach Deinem Herzen, nach dem, was DU wirklich willst.

Und dann werde DER BESTE LITERAT DEN ES GIBT!

Ich wünsche dir viel viel Mut und auch Glück, bei Deiner Entscheidung.

lg. *:) @:)

BrosZtxonbronwxnie


Hallo,

studiere es doch.

Wenn du möchtest lese mal das hier (hat letztes Jahr ein best paper award bei einer Konferenz gewonnen):

[[http://www.cs.columbia.edu/~delson/pubs/ACL2010-ElsonDamesMcKeown.pdf/ Extracting Social Networks from Literary Fiction]]

Es gibt viele Möglichkeiten mit literaturwissenschaftlichen Methoden zu arbeiten (ich will damit nur sagen, dass es nicht "klassisch" sein muss). Traue dich und lass es dir nicht vermiesen.

Viel Erfolg

BVostonrbrowUnixe


link ging leider nicht: [[http://www.cs.columbia.edu/~delson/pubs/ACL2010-ElsonDamesMcKeown.pdf]]

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