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Harz4 von Familienmitgliedern zurückzahlen nach deren Tod?

AhurorJa hat die Diskussion gestartet


Ein Familienmitglied wird wohl in Kürze Sozialleistungen (Harz 4) beantragen müssen um nicht zu verhungern. Er möchte das nicht, da er gehört hat, dass nach seinem Tod die Erben (u.a. Ich) diese Leistungen wieder zurück zahlen müssen. Und zwar so viel, wie sein Erbe (z.B. Haus) Wert ist. Stimmt das? Ich kann das nicht glauben, habe auch noch nie davon gehört :-o

Antworten
A,sigxa


Mmmh...also wenn jemand ALG2 bekommt, dann hat er üblicherweise auch ein Anrecht drauf. Kann sein dass man die Leistungen anteilig für den laufenden Monat zurück zahlen muß aber grundsätzlich ? Man muß sich "nackig" machen um ALG2 zu beantragen.

Wenn jemand ein Haus hat und alleine drin wohnt dann bekommt man eher kein ALG2 weil man vorher das Haus verkaufen muss.

Man kann auch nicht das Haus kurz vorher "verschenken"

(Sollte man doch irgendwas "gemauschelt" haben und das kommt hinterher raus, sieht die Sache wohl anders aus)

dUie bHeule


Ich kann hier nur eine ungefähre Antwort geben:

Hartz4 wird gewährt wenn alles Vermögen aufgebraucht ist, außer das Schonvermögen. Darunter fällt eine angemessene Wohnung oder sogar ein kleines Haus.

Was passieren könnte, daß ein Haus vorhanden ist, das zu groß oder zu wertvoll ist, aber Hartz4 trotzdem gewährt wird, das Haus dann aber mit Sicherhungshypotheken belastet wird. Nach dem Tod wird der Verkaufserlös erst für diese Hypotheken verwandt und der Rest ausgezahlt.

Einfach so zurückzahlen muß man Hartz4 nicht, vor allem kann die Erbschaft immer noch ausgeschlagen werden, falls nur Schulden übrig bleiben.

Ayuroxra


Das Haus ist eine Bruchbude und sicher kaum etwas wert. Aber es ist sozusagen der Lebenstraum und falls etwas passieren sollte, würde ich das Erbe aus diesem Grund auch nicht ablehnen können. Aber einen Schuldenberg könnte ich mir auch nicht erlauben. Ich dachte immer ALG2 ist quasi geschenkt – eben für Leute die nicht alleine überleben können.

Z>Rub


Ja aber wenn du ein Riesen Haus kannst du alleine überleben in dem du das Haus verkaufst und in eine kleine Wohnung ziehst.

Wenn dann das Geld aus dem Hausverkauf alle ist dann hast du einen Hartz 4n Anspruch.

K#a(dhi-dya


Ja aber wenn du ein Riesen Haus kannst du alleine überleben in dem du das Haus verkaufst und in eine kleine Wohnung ziehst.

Aber wenn das Riesenhaus eine "Bruchbude" ist, ist das ja nur eine sehr kurzfristige Lösung. Und dann hat der Alg-ler nicht mal seine geliebte Bruchbude.

Das kann ich mir nicht vorstellen.

KAadhxidya


Kann man da nicht evt drumrum kommen, indem man den Verkaufswert schätzen lässt?

Wenn das Haus so sanierungsbedürftig ist, wird da ja nicht viel bei rumkommen.

Vermutlich wurde das einfach geschätzt nach dem Motto "Haus, xxx qm Wohnfläche, in Stadtteil XYZ". Ich würde da nochmal genauer nachfragen, wie diese Äußerung in eurem Einzelfall zustande kam. Könnte mir vorstellen, dass da einfach mit Werten aus Tabellene gearbeitet wurde, die auf die reale Situation nicht zutreffen.

M0amaY LischUen


Hallo Aurora,

seit einiger Zeit hat die Regierung entgegen der damaligen "Sozialdemokraten" beschlossen und in der Folge das Gesetz dahingehend geändert, dass selbstgenutzter Wohnraum nicht mehr verwertet werden muss. Ausnahmen sind nur diejenigen, die bspw. eine Villa am Starnberger See haben und darin alleine leben.

Wenn es eine "Bruchbude" ist, besteht sogar die Möglichkeit, dass bestimmte Sanierungskosten, wie bspw. ein neuer Heizkessel vom Amt finanziert werden.

Eine Rückzahlung von ALG oder Hartz IV im Todesfall erfolgt im Erbfall nicht. So ist die aktuelle Rechtsprechung. Das kannst Du auch beim Job-Center erfragen.

Ich habe so einen Fall bei einem meiner Mitarbeiter. Dieser hat Omas Haus vor einigen Monaten geerbt. Die Rente von Oma hatte nicht ausgereicht, die Verwandten konnten sie nicht unterstützen, da hatte sie ihre Rente übers Amt aufstocken müssen.

Erkundige Dich am besten wirklich erst einmal, im Zweifel mit Hilfe eines Beratungsscheines vom Amtsgericht bei einem Anwalt für Sozialrecht (Schein für Deinen Onkel) und dann nehmt das, was Deinem Onkel zusteht.

Viel Glück

A0uroxra


ok, dann bin ich ja erstmal beruhigt. Habe auch noch nie von solchen Fällen gehört und mich gewundert. Dann bleibt nur zu hoffen, dass nicht verlangt wird, dass er das Haus verkauft. Es ist wohl kaum etwas wert und im Ort stehen viele Häuser leer weil da keiner wohnen will.

Lgennixe


Wenn du auf Nummer sicher gehen willst, lässt du das Haus schätzen, dann kannst du denen vom Jobcenter das auf den Tisch legen, wenn die ankommen mit Haus verkaufen.

[[http://www.immobilienscout24.de/de/immobilienbewertung/immobiliengutachter/index.jsp]]

So wie sich das anhört, wird das aber nicht nötig sein. Traurig für deinen Onkel, im Alter noch in Armut zu leben. Hoffe er hat wenigstens Familie bei sich.

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