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Muss ich mich nun wegen meines Berufes und Verdienstes schämen?

Luian-wJill


gerade die Beamtenbesoldung ist doch nachvollziehbar

Das sollte sie zumindest für den Betroffenen selbst sein. Da steht doch überall die Besoldungsstufe und die Dienstaltersstufe. Großes Rätselraten sollte das nicht auslösen.

KAatz0enfrau-chenIvxy


Lian-Jill, wenn ich befördert worden wäre, dann wüsste ich das. Und dann hätte ich das schon erwähnt.

Es sind nunmal 300 € mehr, ich kann durchaus meine Gehaltsmitteilung lesen...

I}chbraiuchRehilfxe


Wieso erzählst Du denn ûberhaupt, wieviel Du verdienst? Bei uns im Freundeskreis ist das ein Tabut.

B$atBer XW.


@ Ivy

Nein, Du mußt Dich nicht schämen, aber immer im Hinterkopf behalten, daß eine Verbeamtung einem Sechser im Lotto gleich kommt.

Du bist unkündbar, Dein Arbeitgeber kann nicht Pleite gehen, Du bekommst regelmäßige Gehaltserhöhungen und Beförderungen.

Du sitzt eben keinem gewinnorientierten Unternehmer gegenüber, das ist ein ganz großes Privileg.

L9iQan-JDilxl


Es sind nunmal 300 € mehr, ich kann durchaus meine Gehaltsmitteilung lesen...

Dass du die Zahlen vergleichen kannst, dachte ich mir schon. Aber da muss ja irgendwo stehen, was der Grund für das Mehr ist.

Wenn die Besoldungsstufe und das Dienstalter unverändert sind und es sich um keine planmäßige Bezügeerhöhung handelt (das hätte sich doch rumgesprochen, und wäre auch der Höhe nach ungewöhnlich, weil die üblichen läppischen zwei oder drei Prozent keine 300 Euro ausmachen) muss es einen anderen Grund geben, der üblicherweise erläutert sein müsste.

L;ian-Jxill


...ich schreibe das nur, weil du einen so vollkommen ratlosen Eindruck machst :)* .

CrarorMar-ie


Nein, Du mußt Dich nicht schämen, aber immer im Hinterkopf behalten, daß eine Verbeamtung einem Sechser im Lotto gleich kommt.

Naja, wie ein Sechser im Lotto ist das nicht. Wenn man eine Beamtenlaufbahn anstrebt, den nötigen Grips und Ehrgeiz hat, dann schafft man das auch. Das ist ja nicht so was, wie Popstar werden oder eben ein Lottogewinn.

Ldian->Jill


Wer wirklich Beamter werden will, dem steht das doch offen.

Wir haben hier in Bayern zur Zeit erhebliche Probleme, Nachwuchs in der Finanzverwaltung zu gewinnen. Regelmäßig winkt ein Großteil derer, denen ein Ausbildungsplatz angeboten wurde, weil sie die Beamtenprüfung bestanden haben, dankend ab, weil sie etwas besseres gefunden haben.

L8ian-Jxill


...scheinbar lockt auch das relativ hohe Ausbildungsvergütung niemanden mehr hinter dem Ofenrohr hervor, weil sich herumgesprochen hat, dass man als Beamter eben nicht (mehr)

regelmäßige Gehaltserhöhungen und Beförderungen.

bekommt, sondern der Willkür des Arbeitgebers relativ wehrlos ausgeliefert ist.

FQa[bixenC


da fällt mir doch ein Sprichwort ein:

"Der Neider sieht nur die Blumen im Garten und nie den Spaten"

Ich freue mich für dich! :)_

lieb Gruß,

Fabien

f;ettn"aepfchxenrhue8pfexr


Lian

Ich wäre auch fast in die Finanzverwaltung gegangen. Als man mir aber bei Vorstellungsgespräch direkt den Zettel gegeben hat, auf dem ich unterschreibe, dass ich für 10-15 Jahre in den Großraum München gehen werde, war das bei mir vorbei.

Ich hatte als Alternative noch die Kommunalverwaltung. Da war die Sache dann für mich klar, denn als Kommunalbeamter ist die Versetzung nie so weit weg, wie als Regierungs-/Staatsbeamter :-|

Das Finanzamt hätte mich sehr gereizt, mir würde es auch immer noch gefallen, aber ich kann mir einfach nicht vorstellen, so lange, so weit weg zu leben. 2-5 Jahre hätte ich durchaus in Kauf genommen, aber 10-15 Jahre finde ich schon heftig :-(

Andere Lehrgangsteilnehmer, die sich ebenfalls für die Kommunalverwaltung entschieden haben und gegen das Finanzamt sagen das Gleiche.

KhatzeHnfr&auche(nI"vy


Lian-Jill, weiß ich doch :-)

Also es gab eine Erhöhunhg zum 01.01.2012.

Das sollen angeblich 1,9 % sein. Was natürlich keine 300 € ausmacht.

ABER: Verglichen mit der Besoldungstballe, die vorher Bestand hatte, passt das schon!

Bater W., ich finde auch nicht, dass die Verbeamtung ein Sechser im Lotto ist...

Und wie Lian-Jill schon sagte, regelmäßige Beförderungen gibt es so nicht mehr...

Am Anfang, so wie bei mir jetzt, geht es recht schnell: Hochzeit = Familienzulage, alle zwei Jahre eine Gehaltsstufe höher.

Aber irgendwann steht man eine ganze Weile auf einer Stufe und es passiert erst mal nichts mehr.

Und die Arbeitsbelastung wird ja nicht weniger, sie steigt eher an.

MHACHBA


Hintergrundinformationen zur aktuellen Debatte um den grün-roten-Sparangriff:

- Die "Giftliste" des MFW -

(vgl. auch Stuttgarter Nachrichten vom 21.10.2011)

Weitere Stellenkürzungen: abgewehrt!

Wegfall eines Betrags in Höhe des früheren "Weihnachtsgelds" für Pensionäre (30 %) in fünf Tranchen

Einsparvolumen 18 Mio. Euro pro Jahr; am Ende 90 Mio. Euro

Verlust: 2,8 %.

Schrittweise Absenkung des Versorgungsniveaus um 5,22 % bis 2020

Einsparvolumen: 13 Mio.Euro pro Jahr; am Ende 190 Mio. Euro

Verlust: 5,2 %.

Schnellere Anhebung der Pensionsaltersgrenze

Einsparvolumen 28 Mio. Euro

Absenkung des Beihilfebemessungssatzes für Ehepartner von 70 auf 60 %

Einsparvolumen: 22 Mio. Euro

Absenkung des Beihilfebemessungssatzes für Beihilfeberechtigte mit zwei Kindern auf 50 %, bei Beihilfeberechtigten mit drei oder mehr Kindern Absenkung des Beihilfebemessungssatzes auf 50 % bei Wegfall auf ein Kind

Einsparvolumen: 35 Mio. Euro pro Jahr

Absenkung des Beihilfebemessungssatzes für Pensionäre von 70 auf 60 %

Einsparvolumen: 80 Mio. Euro pro Jahr

Verlust: 6 %.

Besoldungserhöhungen ohne Pensionäre

Einsparvolumen 2012: 40 Mio. Euro

Wegfall der linearen Anpassung von Besoldung und Versorgung in Höhe von 1,2 % im Jahr 2012

Einsparvolumen 2012: 200 Mio. Euro.

Anbei das Neueste der Sparmaßnahmen für Beamte!

LDianV-Ji~ll


Ich bin mir sicher, dass das ohne nähere Erklärungen kein Außenstehender kapieren kann.

BTaterx W.


@ Lilian,

Ivy

Aber Ihr bekommt doch einen regelmäßigen Inflationsausgleich? Und je nach Familienstand wird der Ortzuschlag berechnet? Ihr seid unkündbar. Mein Chef kann morgen Pleite gehen, und wer stellt mich Alte dann noch ein?

Ich sitze täglich meinem Arbeitgeber Aug' in Aug' gegenüber, ist ein kleiner Familienbetrieb.

Kein Betriebsrat, keine Gewerkschaften, kein 13. Monatsgehalt. Das Weihnachtsgeld hängt von der Auftragslage ab. Einen regelmäßigen Inflationsausgleich gibt es nicht. Ich muß Wutanfälle, Gebrüll und Beleidigungen ertragen.

Ich bin damit übrigens kein Einzelfall, vielen Arbeitnehmern, die in kleinen Betrieben arbeiten, geht es so. Es arbeitet ja nicht jeder Angestellte in einem Großkonzern. Die vielen kleinen Handwerksbetriebe sind ja auch Arbeitgeber, und dort geht es oft richtig krachledern zu.

Gemessen daran, habt ihr wirklich einen Sechser im Lotto.

Das ist allerdings auch meine Erfahrung, Beamte und Angestellte im öffentlichen Dienst wissen gar nicht um ihre Vorteile.

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