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Muss ich mich nun wegen meines Berufes und Verdienstes schämen?

L6iann-Jixll


Aber Ihr bekommt doch einen regelmäßigen Inflationsausgleich?

Nein. Von regelmäßig kann keine Rede sein. Wir bekommen statt dessen, im Gegensatz zum Tarifbereich, regelmäßig Nullrunden.

PLuff,pa+ff


Ich finde 2150 € jetzt nicht außergewöhnlich viel Geld für ein abgeschlossenes Studium.

Ich würde mich jedenfalls an deiner Stelle mit diesem Gehalt nicht absspeisen lassen wollen, wenn ich 10-12 Stunden täglich arbeiten würde. Du bezahlst deine Krankenversicherung selbst und bei der Stundenanzahl, die du arbeitest, kann man dieses Gehalt schon als Niedriglohn betrachten. Du kommst netto auf einen Stundenlohn von unter 10,00 €....

LZian-J%ilxl


Beamte und Angestellte im öffentlichen Dienst wissen gar nicht um ihre Vorteile.

Das Fehlen der von dir aufgezählten Nachteile ("Ich muß Wutanfälle, Gebrüll und Beleidigungen ertragen.")

ist ja nicht automatisch ein Vorteil. Das sähe ich eher als Selbstverständlichkeit an.

f#ettn$aepfchKenhxuepfer


Ich würde mich jedenfalls an deiner Stelle mit diesem Gehalt nicht absspeisen lassen wollen, wenn ich 10-12 Stunden täglich arbeiten würde.

Muss man als Beamter aber. Da kann man nicht mit dem Arbeitgeber (Dienstherrn) verhandeln ;-)

P|uffpxaff


Muss man als Beamter aber. Da kann man nicht mit dem Arbeitgeber (Dienstherrn) verhandeln

Eben! Deshalb verstehe ich gar nicht, dass man auf sie neidisch sein kann. Ich finde es eher ziemlich traurig und bemitleidenswert.

feettKnae]pfcheanhuyepfepr


Die Wenigsten kenn sich einfach damit aus.

ich würde wahrscheinlich auch keine Ausbildung mehr als Beamtin machen mir gefällt die Arbeit zwar, aber die Bedingungen sind teilweise echt schlimm

BJa[ter Wx.


@ Lian-Jill

Ja, ein gewisses Benehmen sollte eine Selbstverständlichkeit sein. Ist es aber nicht immer.

Gerade in einer von Männern dominierten Handwerkerwelt geht es nicht immer fein zu.

Aber auch ein mir bekannter Steuerberater ließ seine Wut immer lautstark an seinen Angestellten aus.

Gerade kleine Selbständige führen sich manchmal auf wie absolutistische Monarchen. Dieses können sie nur, weil ein großes Machtgefälle zu ihren Gunsten besteht.

Und wie ich schrieb, ein gewinnorientierter Unternehmer ist etwas anderes als ein "anonymer" Arbeitgeber. Jeder Cent, den ein Angestellter mehr verdient, fehlt dem Chef beim Kauf einer neuen S-Klasse.

Auch häufige Krankschreibungen werden in kleinen mittelständischen Unternehmen nicht so toleriert.

Und wer das Wort "Betriebsrat" in den Mund nimmt, wird aus anderen Gründen gaaanz schnell entlassen.

Jeder kann sich für einen Beamtenposten bewerben, das ist klar. Wenn man ihn dann hat, sollte man sich aber der Privilegien bewußt sein.

K+atzenfvraucohenIxvy


Ich müsste ja auch nicht so viel arbeiten. 8 1/2 Stunden müssten auf meinem Stempelkonto stehen. Aber die Arbeit kann man in dieser Zeit eigentlich nicht bewältigen.

Noch mache ich es gerne, noch macht es mir Spaß!

Aber das wird sich nach ein paar Jahren bestimmt auch ändern!

Aber Ihr bekommt doch einen regelmäßigen Inflationsausgleich? Und je nach Familienstand wird der Ortzuschlag berechnet? Ihr seid unkündbar. Mein Chef kann morgen Pleite gehen, und wer stellt mich Alte dann noch ein?

Ich sitze täglich meinem Arbeitgeber Aug' in Aug' gegenüber, ist ein kleiner Familienbetrieb.

Kein Betriebsrat, keine Gewerkschaften, kein 13. Monatsgehalt. Das Weihnachtsgeld hängt von der Auftragslage ab. Einen regelmäßigen Inflationsausgleich gibt es nicht. Ich muß Wutanfälle, Gebrüll und Beleidigungen ertragen.

Ich bin damit übrigens kein Einzelfall, vielen Arbeitnehmern, die in kleinen Betrieben arbeiten, geht es so. Es arbeitet ja nicht jeder Angestellte in einem Großkonzern. Die vielen kleinen Handwerksbetriebe sind ja auch Arbeitgeber, und dort geht es oft richtig krachledern zu.

Gemessen daran, habt ihr wirklich einen Sechser im Lotto.

Das ist allerdings auch meine Erfahrung, Beamte und Angestellte im öffentlichen Dienst wissen gar nicht um ihre Vorteile.

Glaub mir, das weiß ich und ich bin auch froh darüber!

Weniger Geld, dafür aber sicherer. Das war und ist der Deal.

Das Fehlen der von dir aufgezählten Nachteile ("Ich muß Wutanfälle, Gebrüll und Beleidigungen ertragen.")

ist ja nicht automatisch ein Vorteil. Das sähe ich eher als Selbstverständlichkeit an.

Gut, das müssen andere bestimmt auch ertragen.

Aber ich sehe regelmäßig als Nachteil an, dass man es als ledige und kinderlose nicht so recht einfach hat, was die Standortwahl angeht. Da ziehst du regelmäßig den Kürzeren!

M,AC]BA


Als ich vor über 40 Jahren meinen Eltern erklärte, dass ich die Beamtenlaufbahn absolvieren möchte, wurde ich ausgelacht mit der

Bemerkung: in unserer Familie gibt es nur Akademiker. Ich bin standhaft geblieben und habe es durchgezogen.

Ich brauchte nie nach Hause zu kommen und um Geld betteln, weil mal es "wieder vorne und hinten nicht gereicht hat".

Habe geheiratet, Kinder, Haus gebaut und alles wunderbar geklappt, wir hatten unser geregeltes Einkommen. Da gab es auch Überstunden, zumal im Aussendienst. Jawohl weniger Verdienst, dafür aber regelmässig, sicherer Arbeitsplatz, das war mir wichtig. Und meine Pension geht niemand was an. Dafür habe ich gearbeitet.

Meine Eltern haben lange Zeit gebraucht, dies zu verdauen, irgendwann haben sie es wohl eingesehen. Ich bin ihnen nicht längere Jahre mit einem Studium auf der Tasche gelegen um danach arbeitslos zu sein.

KatzchenfrauchenIvy, Du machst das richtig. :)z

gprauleKatzxe


Also: Ich bin ebenso in der Justiz beschäftigt im mittleren Dienst. Also kein Studium. Mein Netto liegt nach 25 Dienstjahren bei ca. 2170 Euro. Im Dezember habe ich keine Sonderzahlung erhalten, denn den Landesbeamten in Sachsen wurde das Weihnachtsgeld gestrichen; die Angestellten haben es erhalten (soviel dazu, dass Beamte immer Vorteile haben...-ich lach mich tot ]:D ). Von diesem Verdienst geht mtl. meine private KV ab, das sind 264,00 Euro. Ich finde nicht, dass ich zuviel verdiene, aber ich beschwere mich auch nicht. Und das mit den "Beamtensprüchen" nervt manchmal tierisch. Ich arbeite 40 Std./Woche oder auch mal mehr und liege auch nicht auf der faulen Haut. Warum müssen wir uns immer rechtfertigen?

E,hemaldiger Nu+tzer (#47x9013)


@ Bater W.

Stell dir einfach mal vor, du erstickst an Arbeit und arbeitest an deiner Qualifikation gemessen für einen Hungerlohn, wirst aber von außen grundsätzlich als faul und überbezahlt wahrgenommen, weil sich niemand eingehen mit den Zahlen befasst, bevor er sich ein Urteil bildet. Leistung wird nicht mal zur Kenntnis genommen und den Schaden, wenn man die geleistete Arbeit auf ein halbwegs vertretbares Maß herunterschraubt, hat man in erster Linie selbst, weil diese Form von Arbeit "branchenbedingt" erheblich komplizierter wird, wenn sie liegen bleibt (ist blöd ausgedrückt, ich weiß). Zwei Zimmer weiter sitzt eine Sekretärin, die das Gleiche oder mehr für's bloße Poststempeln verdient. Als Beamter darfst du nicht streiken, als Angestellter im öffentlichen Dienst sitzt der Staat es aus, bis die Bevölkerung wegen mangelnder Erfüllung deiner Pflichten gegen dich aufgebracht ist. Wie lange ist dir ein sicherer Arbeitsplatz das wert?

Kratz\enfrZaucxhenIvy


Also: Ich bin ebenso in der Justiz beschäftigt im mittleren Dienst. Also kein Studium. Mein Netto liegt nach 25 Dienstjahren bei ca. 2170 Euro. Im Dezember habe ich keine Sonderzahlung erhalten, denn den Landesbeamten in Sachsen wurde das Weihnachtsgeld gestrichen; die Angestellten haben es erhalten (soviel dazu, dass Beamte immer Vorteile haben...-ich lach mich tot ). Von diesem Verdienst geht mtl. meine private KV ab, das sind 264,00 Euro. Ich finde nicht, dass ich zuviel verdiene, aber ich beschwere mich auch nicht. Und das mit den "Beamtensprüchen" nervt manchmal tierisch. Ich arbeite 40 Std./Woche oder auch mal mehr und liege auch nicht auf der faulen Haut. Warum müssen wir uns immer rechtfertigen?

Genau die Frage beschäftigt mich auch.

g`raue[Katze


Tja...aber eine Antwort werden wir nie bekommen, da den Beamten allgemein ein schlechter Ruf vorauseilt. Sicher gibt es schwarze Schafe...wie in jeder Branche. Aber ich bin mir ganz sicher, dass manch Politiker – ich sag da mal auch Abgeordnete im Bundestag, die schlafend gezeigt werden- eher zu Unrecht seine fetten Diäten kassiert. Egal....man wird damit leben müssen. Ich hab jedenfalls keine Zeit im Büro, mein Stempelkissen aufzuschütteln und ne Runde abzumatten (Ich sag ja nicht, dass ich immer Bock habe... ;-D ). Solange die Leute teilweise auch sinnlos sich zerfetzen, hab ich gut zu tun ]:D

KvatzenxfraufchenIvxy


Tja...aber eine Antwort werden wir nie bekommen, da den Beamten allgemein ein schlechter Ruf vorauseilt. Sicher gibt es schwarze Schafe...wie in jeder Branche. Aber ich bin mir ganz sicher, dass manch Politiker – ich sag da mal auch Abgeordnete im Bundestag, die schlafend gezeigt werden- eher zu Unrecht seine fetten Diäten kassiert. Egal....man wird damit leben müssen. Ich hab jedenfalls keine Zeit im Büro, mein Stempelkissen aufzuschütteln und ne Runde abzumatten (Ich sag ja nicht, dass ich immer Bock habe... ). Solange die Leute teilweise auch sinnlos sich zerfetzen, hab ich gut zu tun

Da kann ich nur zustimmen. Solange es Ehescheidungen, Kinderstreitigkeiten und Nachbarschaftskämpfe gibt, hab ich auch gut zu tun. :)z

B}ate`rx W.


@ DonN

Streiken darf ich auch nicht. Täte ich dieses, flöge ich hochkant raus.

Will man Beamtensold und Angestelltengehälter wirklich miteinander vergleichen, würde ich immer den Nettoverdienst gegenüberstellen, also das was ausbezahlt wird und zum Leben bleibt.

Die Angestellten haben ja noch die Abzüge der Sozialversicherung (u. a. Rente, Arbeitslosenversicherung,) zu tragen. Weiteres Beamtenprivileg: sie zahlen nichts in eine Pensionskasse ein, bekommen aber dennoch im Alter eine gute Pension. Der Angestellte zahlt in die gesetzliche Rentenversicherung ein und bekommt am Ende nur wenig dafür.

Und was die Unkündbarkeit angeht, die ist nicht mit Gold aufzuwiegen. Wer stellt schon einen Fünfzigjährigen ein, der wegen Firmenpleite auf der Straße sitzt?

Jeder kann sich um eine Anstellung als Beamter bewerben, aber dann bitte nicht jammern, wie schlecht es einem geht.

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