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Muss ich mich nun wegen meines Berufes und Verdienstes schämen?

a!dridahaBna


Jeder kann sich um eine Anstellung als Beamter bewerben, aber dann bitte nicht jammern, wie schlecht es einem geht.

Das sehe ich auch so. Und aus dem gleichen Grund, sollten sich andere nicht über die angeblichen oder tatsächlichen Vorteile aufregen. Wenn man es nie gemacht hat, kann man es sowieso nicht einschätzen.

K)a\tzen:frauc@hen'Ixvy


Die "gute Rente" wird, wenn ich mal pensioniert werde, wohl nicht mehr so gut ausfallen.

Und jammern, das würd mir nie nicht in den Sinn kommen. Aber ich finde auch nicht, dass ich jedes Mal in die Luft springen muss, weil ich Beamtin bin und ach so viele Vorteile davon habe.

g7raue?KAatxze


Ich muss mich nochmal reinhängen ;-D . Zum Thema Unkündbarkeit. Auch ein Beamter kann bei schwerwiegenden Verstößen aus dem Beamtendienst gekickt werden. Ansonsten ist dieser Punkt in meinen Augen der einzige nennenswerte Vorteil eines Beamtenstatus. Als Angestellter im öD ist man aber ebenso schwer kündbar. Eher wird man erstmal strafversetzt (auch das gibt es für Beamte), ehe man gleich gekündigt wird. Da muss man schon selber richtig Mist verbockt haben, wenn man gekündigt wird. Und was die Pension betrifft: soweit ich weiß sind die Pensionskasse auch nicht so dicke und wer weiß was ist, wenn ich mal soweit bin – ich "darf" immerhin bis mindestens 67 Jahren arbeiten und da hab ich noch so 25 Jahre vor mir. Sicher wird das nochmal angehoben bis dahin, so dass ich mich schon mal auf einen hör-seh- und rollstuhltauglichen Job bewerbe in der Justiz ]:D . Ansonsten bitte ich dochmal um Nennung meiner vielen tollen Vorteile.

P.S. Meine Zimmerkollegin ist im Angestelltenstatus und ihr werdet es nicht glauben: Sie verdient (wenn ich mal meine KV abziehe) genauso viel wie ich. Man soll es nicht glauben ;-D .

E:hemaliRger NutHzer (#47x9013)


@ Bater W.

Dort, wo ich herkomme, läuft bis auf wenige Ausnahmen fast alles auf der Basis von Angestelltenverhältnissen, so auch bei mir. Die Bezahlung ist ungelogen so weit unter dem allgemeinen Durchschnitt, dass die meisten ungelernten Sozialschmarotzer mit ihren verzerrten Vorstellungen dafür noch nicht mal aufstehen würden. Und ich kann mir einfach nicht vorstellen, dass der qualitative Sprung zu den Beamten da so sonderlich groß sein soll. Private Krankenversicherung haut ja finanziell auch ordentlich rein.

f ettnaepfc;henh,uepfer


Außerdem wird man als Beamter sehr schnell dienstunfähig

B>ateBr] W.


@ Graue Katze

Ich hatte es weiter oben schon geschrieben. Ihr sitzt eben keinem gewinnorientierten Unternehmer gegenüber. Das ist ein Riesenprivileg. Und was die Pensionen und Renten angeht, da können wir alle nicht in die Zukunft schauen. Ein weiterer Vorteil ist z. B. das Ihr in keine Pensionskasse einzahlen müßt und dennoch im Alter abgesichert seid, wie wenig das dann auch immer sein wird.

@ Alle

Und die Unkündbarkeit bezog sich in erster Linie auf das Pleitegehen. Habe schon einige Kundenpleiten erlebt, da sitzen denn Ü50-Menschen auf der Straße.

@ Fettnäpfchen

"Dienstunfähig" wird man in der freien Wirtschaft auch ganz schnell. Einer meiner Kollegen hatte einen Bandscheibenvorfall und wurde deshalb von meinem Chef ganz schnell entlassen, weil er mit dieser Krankheit nicht mehr als LKW-Fahrer zu gebrauchen war. Ratzfatz saß der arme Kerl auf der Straße.

Was passiert denn bei Euch bei dienstunfähigkeit?

BZat6erw W.


Verbesserung: Ein weiterer Vorteil ist z. B., dass Ihr in keine Pensionskassen...

Verbesserung: Dienstunfähigkeit

Den "Pleiteschutz" haben natürlich auch die Angestellten im Öffentlichen Dienst.

In der freien Wirtschaft fliegt man dann aber doch schneller raus - Stichwort: Stellenabbau. Auch endet eventuelles Fehlverhalten - oder was immer die Arbeitgeber dafür halten - schnell mit Entlassung.

g[raueTK-atxze


Wenn ich dienstunfähig werden würde, dann würde ich frühzeitig pensioniert und würde mit großem Abzug vom Gehalt auskommen müssen. Wie jeder andere, der berufsunfähig wird und dann eine Berufsunfähigkeitsrente erhält. Heißt nur anders. Ich glaube nicht, dass, wenn mir das jetzt passieren würde, ich davon leben könnte. Ich habe einen Mann, der nur auf 400,00 Euro Basis arbeitet, da der Arbeitsmarkt z.Zt. für ihn nix anderes hat. Des Weiteren sind da noch 2 Kinder daheim und 2 schon raus....Das nur mal so am Rande.

Die freie Wirtschaft....ist nun mal ein anderes Pflaster als der öffentliche Dienst. Und es steht jedem frei, seine Berufswahl zu treffen und sich im Vorfeld über gewisse Risiken und Sicherheiten aufklären zu lassen. Und dazu muss ich nicht mal verbeamtet sein um mich nicht den Risiken der freien Wirtschaft auszusetzen. Allerdings muss ich hier einräumen, dass es manchmal auch im öD besser wäre, wenn es Prinzipien wie in der freien Wirtschaft geben würde. Zum Beispiel gibt es immer wieder Kollegen, die mehr krank feiern im Jahr als dass sie anwesend sind...in der freien Marktwirtschaft wären sie längst geflogen. Und das würde ich auch gerecht finden, denn für sowas habe ich wenig Verständnis. Wenn jemand wirklich krank ist - da kann keiner was dafür. Wer aber wegen jedem Schnupfen und Zieperlein 2 Wochen krank macht - der darf m.E. ruhig immer daheim bleiben.

Stellenabbau: Den gibt es auch bei der Justiz (als Beispiel). Leute, die in Rente oder Pension gehen, werden so gut wie nicht mehr ersetzt. Das heißt, deren Arbeit wird auf die Arbeitenden umgewälzt. Somit leisten die meisten hier mehr als üblich, ohne dass sie deshalb mehr Geld bekommen würden. Denn hier wird (leider) nicht nach Leistung bezahlt. Auch Beförderungen sind unabhängig von Leistung...wenn du das gewisse Alter hast, bist du mal dran. Egal ob du ein stiller Eckensitzer warst oder immer Leistung gegeben hast. Find ich persönlich ungerecht.

Pensionskasse: das stimmt. Aber der Nachteil ist, dass sie deswegen auch bald leer sein werden. Ich fände es besser, mtl. einen Beitrag dafür zu leisten. So muss ich auf Nr. sicher gehen und mich privat absichern - was bedeutet, dass dieser Betrag irgendwie ja doch von meinem Gehalt weggeht, wenn auch nicht über den Arbeitgeber.

grrauqe2Katxze


Außerdem wird man als Beamter sehr schnell dienstunfähig

:-o , wie geht das denn?

L$ian-J8ill


Vielleicht findet sich ja jemand, der das System der Altersversorgung von Beamten zum einmillionsten Mal erklärt, während ich mich ins Büro verabschiede ;-) .

7$7e8rgrxeis


was ich ja nei uns mies finde:

Gleiche Arbeit unterschiedliche Bezahlung da Arbeiter und Beamte :-o ich sage nicht wer mehr hat aber doof ist das dennoch

R0af/a88


Jetzt schalte ich mich mal um die Diskussion ein. Wieso brauch man das Beamtentum überhaupt noch ? Ich wäre dafür wenn das System abgeschafft wird, genauso sollte jeder Beamte in Rentenkasse und anderen Versicherungen wie ein normaler AG ebenso einzahlen. Außerdem kann ich nicht nachvollziehen wieso Lehrer in einigen Bundesländern verbeamtet werden und in anderen nicht. Und wieso können Beamte schon so früh in Pension gehen während der normale AG so lange wackeln muss.

Ich kenne einen Richter, der ist seit 4 Jahren ! Krank und arbeitsunfähig wohl auf Lebenszeit, bekommt aber noch die vollen Bezüge wie als würde er arbeiten. Das ist doch krank, zumal dieser Richter gar nicht wirklich krank ist ... .

gCrau0eKatxze


Dann kannst du gleich weiter in die Politik gehen...warum kriegt ein EX-Bundeskanzler weiterhin Kanzlerbezüge ??? ?

Du hast ja Recht, aber das System krankt nicht nur bei den Beamten.

Und wenn ich mich frühzeitig pensionieren lassen würde, ist das gleichzusetzen, als wenn ich eher in Rente gehe....Abzüge gibt es dort und dort.

a ma2x8


das (ursprünglich) gedachte Staats-Beamten-System ist ja (noch aus dem vorletzten Jahrhundert stammend, wo der Beamte = Staatsdiener quasi der "Leibeinge" des Staates war, der Staat sich aber verpflichtet hat für seine Diener zu sorgen bis ans Lebensende), dass der Beamte auf seiner Beamten-Position weniger verdient als es in der freien Wirtschaft üblich wäre/ist, dieses somit eingesparte Geld wird später für die Pension verwendet, die - was auch die meisten gerne vergessen/übersehen - voll versteuert werden muss, im Gegensatz zu einer Rente.

und nein, ich bin nicht verbeamtet und auch nicht im Staatsdienst / öD aber ein bissi Grundwissen sollte man schon haben

aema2x8


@ Ivy

wenn dich der Bereich Strafsachen interessieren sollte, hast du schon mal über ein Aufbaustudium zum Amtsanwalt nachgedacht? (ggf. nur mal so als Idee in den Raum geworfen)

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