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Muss ich mich nun wegen meines Berufes und Verdienstes schämen?

m;ond+tsterxne


Es ist nur, wenn ich den Leuten dann erzähle, dass ich aufgrund meines Besoldungsdienstalters dieses Jahr im Juni eine Stufe höher springe und ab nächstes Jahr noch den Familienzuschlag bekommen werde (Hochzeit), dann werden die Gesichtsausdrücke immer wütender und die Sprüche immer derber.

Deswegen erzählt man sowas auch nicht.

Ich könnte in der freien Wirtschaft mehr verdienen.

Oder auch weniger. Wie ist Deine Meinung über Menschen, die in der freien Wirtschaft eher wenig verdienen, weil halt schwer was zu finden ist? Welche Haltung hast Du gegenüber Menschen, die ihren Arbeitsplatz in der freien Wirtschaft verloren haben, weil er nun mal nicht so sicher ist?

R0ogelrRabxbit


Es ist nur, wenn ich den Leuten dann erzähle, dass ich aufgrund meines Besoldungsdienstalters dieses Jahr im Juni eine Stufe höher springe und ab nächstes Jahr noch den Familienzuschlag bekommen werde (Hochzeit), dann werden die Gesichtsausdrücke immer wütender und die Sprüche immer derber.

Was mich hierbei etwas wundert: Wie kommt es denn, dass das in Gesprächen mit offenbar einigen Leuten öfter Thema ist? Ich bin auch verbeamtet und unterhalte mich über solche Dinge eigentlich gar nicht weiter, das Thema kommt so eigentlich auch gar nicht auf.

BceaCtixs


Das Thema kommt doch dauernd auf. Die Frage: "Sag, mal was verdienst du damit eigentlich?" hör ich öfter.

S7milAli2


"Sag, mal was verdienst du damit eigentlich?"

Und solche Fragen finde ich sehr unverschämt! Das fragt man doch nicht. :|N

Srchil?dkrötxe007


Das "Problem" bei dieser Sache ist doch, dass man bei Beamten ungefähr weiss, was sie verdienen. Darum kommt oft der Neid, die Leute wissen, was der Nachbar arbeitet und schlagen dann die Besoldungsstufe nach.

Rboge0rRVabbixt


Das Thema kommt doch dauernd auf. Die Frage: "Sag, mal was verdienst du damit eigentlich?" hör ich öfter.

Ehrlich? Ich höre diese Frage nie ":/

Bjeat.is


Liegt vielleicht am Alter. Weiß auch, dass das in der Generation meiner Eltern die Regel gibt: "Über Geld spricht man nicht." Heute ist das wohl etwas lockerer.

eoxxpec]tati1on


Ich könnte in der freien Wirtschaft mehr verdienen.

Oder auch weniger.

Eben - in der freien Wirtschaft müßtest Du nämlich noch Rentenversicherungsbeiträge zahlen. Und dieser Betrag ist nicht zu unterschätzen ;-)

R7ogerRFabbit


Glaube nicht, dass ich zur Generation deiner Eltern gehöre ;-) Ich sehe das nicht als Tabuthema, empfinde die direkte Frage nach der Höhe des Gehalts doch als ungewöhnlich.

SNchilldkrö*te*00*7


Doch doch, die Frage höre ich auch öfters von ungehobelten Männern. Ich antworte dann immer mit "das Doppelte".

Frauen fragen so etwas allerdings nicht.

S!unflo|wer_7x3


Naja, ein Kommilitone von mir ist jetzt auch erfolgreich im öffentlichen Dienst untergekommen. Nachdem es mit den 50.000€ Jahreseinkommen als Berufseinsteiger in der freien Wirtschaft so gar nicht klappen wollte.

Anfangs hielt er den Ball auch flach, aber nachdem er jetzt Beamter auf Probe, promoviert, privat krankenversichert ist UND in seinem Job schon auf ein pder zwei Minister getroffen ist, ist das Thema private Krankenversicherung und Wohneigentum sowie die Überflüssigkeit von Gedanken an die Rente durchaus gerne mal Thema. Seinerseits. ]:D

Ich kann damit leben. Kenne ihn seit 11 Jahren und weiß, wie er tickt. Das rententhema nervt mich, da ich das wirklich als Ungerechtigkeit empfinde. Die einen zahlen viel und bekommen wenig raus, die anderen zahlen nichts und bekommen recht viel raus. Tja... aber auch hier: That's Life – und das ist nicht immer fair.

BUeatxis


Ja, das mit der privaten Krankenversicherung ist natürlich schon ziemlich lästig, wenn man Beamter ist. Gott, bin ich froh, dass ich da nicht rein muss.

SStincThoenx78


Ich habe hier jetzt nicht alle Beiträge gelesen, aber ich finde, daß jeder ja einen Berufswunsch hat. Wenn man den Beruf auch bekommt ist es super! Und wenn dann auch noch das Gehalt hoch ist, was will man mehr!!

Nur leider bekommt nicht jeder seinen Wunschberuf oder kann später nicht mehr darin arbeiten (Stellenabbau da zu geringe Auftragslage, ...)

Ich hab früher auch super verdient, hatte fast meine 4000 DM für mich alleine. Konnte shoppen gehen wann ich wollte und ich habe es auf dem Konto nicht gemerkt, wenn mal kurz 800 DM weg waren.

Das hat sich seit dem Euro geändert. Kann nicht mehr in meinem Beruf arbeiten, da es hier bei uns keine Stellen mehr in meinem Beruf gibt.

Ich denke mir, daß aus solchen Leuten, die Dich wegen Deinem Gehalt dumm anmachen, der Neid spricht. Verdienen nicht so viel und machen vielleicht einen Job, der ihnen nicht gefällt.

Sag denjenigen einfach, daß sie sich den Beruf ausgesucht haben, den sie machen. Daß da nicht so ein hohes Gehalt bei rausspringt, ist ja nicht Deine Schuld.

Oder wie jemand sagte, pfeif auf die Leute.

Ich würde auch gerne mein Gehalt mit Dir tauschen, so ist es nicht. ;-)

Ab und zu könnte ich einige Beamte auch auf den Mond schießen, wenn sie einen von oben herab behandeln (weiß nun nicht wo Du Beamtin bist, tut auch nichts zur Sache), aber hier bei dem für mich zuständigen Sozialzentrum gibt es einige, die denken sie seien etwas besseres. Warum unereins Hartz IV beantragen muß, interessiert die gar nicht.

Muß nun in den nächsten Tagen auch wieder hin, aber es kostet echt immer Überwindung, weil ich genau weiß, daß ich wieder wie ein Nichts behandelt werde. :-(

Natürlich sind nicht alle Beamten so.

Mein Onkel ist auch Beamter, weiß nicht, was er verdient, interessiert mich auch nicht. Ich weiß, daß er viel arbeitet und viel unterwegs ist. Und wer viel arbeitet sollte auch ein dementsprechendes Gehalt bekommen.

Und es gibt auch Berufe ohne Beamtentitel, wo man viel verdienen kann! ;-)

Cxo?lor XCopy


Ich denke, man muss da zwischen blankem Neid und einem tatsächlichen Ungerechtigkeitsgefühl unterscheiden (wobei natürlich auch beides miteinander einher gehen kann). Was ich meine, ist: Ich kann durch mein Studium z.B. auch gut verdienen, bin aber selbst nicht der Meinung, dass ich so viel verdient habe (im Sinne von: meine Arbeit ist tatsächlich so viel wert). Ich profitiere davon, dass die Menschen bereit sind, für Unterhaltung relativ viel zu zahlen, wohingegen wirklich notwendige Tätigkeiten wie z.B. Altenpflege fatalerweise total unterbezahlt sind, meiner Meinung nach.

Ich habe zum Beispiel eine Freundin, die auch sehr unglücklich mit ihrer Bezahlung ist und es "ungerecht" findet, dass sie mit ihrer "notwendigen" Tätigkeit als examinierte Physiotherapeutin so viel weniger verdient, als ich mit meiner eigentlich "überflüssigen" Tätigkeit in der Unterhaltungsbranche (also ein Leben ohne Kultur wäre zwar auch nicht schön, aber ein Leben ohne Pflegekräfte sicher ungleich schwerer). Sie "verdient" (ich schreibs absichtlich in Anführungszeichen, weil das echt eine Sauerei ist in meinen Augen) sage und schreibe 1.100 Euro BRUTTO bei 40 Std. die Woche. Und das mit 10 Jahren Berufserfahrung und zig kostspieligen Weiterbildungen. Im Westen der Republik sieht es da wahrscheinlich noch etwas besser aus, ein anderer Bekannter verdient dort im gleichen Bereich "immerhin" knapp 2.000 Euro brutto, aber klar bekommt so jemand "große Augen", wenn jemand mit einem NETTO-Einkommen als Berufseinsteiger über 2000 Euro sagt, eigentlich verdiene er gar nicht sooo viel.

Ich verstehe die Frustration mancher deshalb sehr gut, auch wenn man persönlich als Besserverdiener natürlich nichts dafür kann und sich nicht schämen muss. Aber gut finde ich es selbst nicht und manchmal ist es mir schon ein bisschen "peinlich", dass ich mit so "überflüssiger" Unterhaltung so viel mehr verdienen kann, als jemand, der in der Gesellschaft echt gebraucht wird.

Kgad)hiSdyxa


Das Thema kommt doch dauernd auf. Die Frage: "Sag, mal was verdienst du damit eigentlich?" hör ich öfter.

Nu, wenn das in der Familie ist, ist es doch klar. Meine Familie würde auch wissen, was ich verdiene, wenn sie fragen. Bzw. teilweise wissen sie es auch.

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