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Muss ich mich nun wegen meines Berufes und Verdienstes schämen?

oIthevllo


............ich lass mir von meiner Frau sagen, was ich vedient habe......

1x im Jahr – wenn der Steurbescheid kommt, seh ich´s dann schwarz auf weiss.

LrilaLTinaa


"Sag, mal was verdienst du damit eigentlich?"

Und solche Fragen finde ich sehr unverschämt! Das fragt man doch nicht.

Hör ich immer wieder – aber warum eigentlich nicht?

Ich versteh manchmal nicht so ganz, warum so ein Gehampel aus dem Gehalt gemacht wird. Oft ist es überhaupt nicht vergleichbar – Branche, Berufserfahrung, Studium, Expertenmangel – und doch wird es immer wieder verglichen.

Wenn mich jemand fragt, was ich verdiene, bekommt er eine ehrliche Antwort. Genauso wie ich mir eine ehrlich Antwort erhoffe, wenn ich jemanden frage. In den meisten Fällen ist es reines Interesse, was man in anderen Berufen, bei anderen Arbeitgebern, in anderen Regionen verdient. Eine Wertung des Menschens der mir antwortet nehm ich da ganz sicher nicht mir vor.

colairxet


Manchmal fragt man sich, ob die Leute sich nicht vorher darüber informieren, wieviel man in einem Beruf verdienen kann. Gerade Altenpflege und Frisör sind kolossal niedrig bezahlte Jobs, aber ein Geheimnis ist das nun nicht gerade.

Ich würde über Gehalt einfach nicht mehr reden. In Deutschland ist die Kultur halt so, das bringt nur Ärger.

VJerxsa


Was erwarten die Leute von mir? Das ich bei der OFD anrufe und sage: Nein, das finde ich nicht in Ordnung, das ich dieses Geld verdiene.

Wieso fühlst du dich dann angegriffen, richtet sich doch mehr gegen die OFD.

Finde höchstens komisch, dass deine Bekannte alle über dein Gehalt im Bilde sind. Wird das bei euch immer gleich untereinander abgefragt?

Die, die meines kennen, sind keine Hand voll. Und die paar kommentieren es nicht weiter, wär mir auch suspekt. Mich zu verteidigen wenn doch ein "So viel für so wenig Arbeit" [in Relation] durchschimmert übrigens auch. Damit würd ich das Thema ja selbst hoch hängen..

L+iaMn-/Jislxl


Was mich hierbei etwas wundert: Wie kommt es denn, dass das in Gesprächen mit offenbar einigen Leuten öfter Thema ist? Ich bin auch verbeamtet und unterhalte mich über solche Dinge eigentlich gar nicht weiter, das Thema kommt so eigentlich auch gar nicht auf.

Wenn ich mich mit Freundinnen über dieses Thema unterhalte, dann sind höchstens die Rahmenbedingungen meines Jobs (besonders gute Vereinbarkeit von Beruf und Familie) ein Thema, aber nicht die Höhe der Bezüge.

S5chilwdkrötDe00x7


Mit meinen Freunden unterhalte ich mich auf Festen eigentlich regelmäßig über das Geld. Allerdings gerade deswegen, weil wir in ähnlichen Branchen tätig sind und man sich natürlich auch mal informiert, was wo gezahlt wird.

Über Dinge wie Vereinbarkeit von Beruf und Familie habe ich allerdings noch nie jemanden sprechen hören. Da muss es wohl regionale Unterschiede geben :-X

L&ianT-Jdilxl


Über Dinge wie Vereinbarkeit von Beruf und Familie habe ich allerdings noch nie jemanden sprechen hören. Da muss es wohl regionale Unterschiede geben

Keine regionalen Unterschiede, sondern Unterschiede zwischen freier Wirtschaft und Beamtendasein speziell an meiner Behörde ;-) .

Übers Geld müssen wir nicht sprechen, das ist bei uns Beamten bis auf den Cent nachrechenbar. Was mich und meine Freundinnen eher interessiert sind also die erwähnten Rahmenbedingungen (Urlaubsregelungen, Gleitzeitrahmen). Wenn wir überhaupt über den Job sprechen.

fSettniaepfc'henhutepfxer


Übers Geld müssen wir nicht sprechen, das ist bei uns Beamten bis auf den Cent nachrechenbar. Was mich und meine Freundinnen eher interessiert sind also die erwähnten Rahmenbedingungen (Urlaubsregelungen, Gleitzeitrahmen). Wenn wir überhaupt über den Job sprechen.

Genau. Man kann für jeden Beamten genau ausrechnen, wie viel er verdient.

Ich hör das von Freunden aber auch ständig, du bist Beamtin, du hast doch das Geld %-|

Ich bin aber nicht im gehobenen, sondern im mittleren Dienst. Da verdient man dann auch nicht so viel...

M}artiefnche'n


@ Buddelina

2.2 netto ist nicht überragend viel, aber mit Sicherheit auch nicht wenig. ":/ Da gibts doch etliche Akademiker, die mit weit weniger anfangen.

@ Beatis

Ich kenne keine einzige so genannte "Top-Kanzlei", die ein Einstiegsgehalt von 250k brutto für Berufsanfänger bietet. Wen meinst Du?

A1ll41xRB


Ich kenne keine einzige so genannte "Top-Kanzlei", die ein Einstiegsgehalt von 250k brutto für Berufsanfänger bietet. Wen meinst Du?

In der Tat. Das ist völlig abwegig. Bei 250k reden wir schon von deutlich (!) fortgeschrittener Karriere bei den Großkanzleien.

Bei Einstieg dürften 2.2k netto für einen beachtlichen Teil der Volljuristen eher ein Wunschtraum sein. Es erstaunt mich, wie verzerrt die Wahrnehmung hier immer noch ist.

K$adhxidya


Ich kenne keine einzige so genannte "Top-Kanzlei", die ein Einstiegsgehalt von 250k brutto für Berufsanfänger bietet. Wen meinst Du?

Vielleicht ist seine Quelle John Grisham :=o

MOartie(nch/en


FNJ Euch beiden! (<-keine Floskel)

1^tox3


Übers Geld müssen wir nicht sprechen, das ist bei uns Beamten bis auf den Cent nachrechenbar.

Eben nicht. dazu muss man schon genau wissen, wie er eingestuft ist, welche Zulagen er erhält, wie die Arbeitszeit überhaupt berechnet wird usw. Häufig wird in solches "Vergleichen" nur das Brutto-Grundgehalt ohne alle Zuschläge angegeben.

Ich behaupte einfach mal umgekehrt, dass kein Beamter in der Lage ist, auszurechnen, wieviel er in der "freien Wirtschaft" als "normaler Arbeitnehmer" Brutto verdienen müsste, um auf das gleiche Nettoeinkommen zu kommen.

Aber Netto ist eben nicht gleich Netto und zwar inkl. der gleichen Altersvorsorge und der gleichen Absicherung gegen Berufsunfähigkeit, Krankheit usw. Es müssen also in jedem Fall zusätzliche Lebensversicherungen, Berufsunfähigkeitsversicherungen, private Zusatzversicherungen für Krankheit und Zähne, sowie die Aufschläge bei KFZ-Versicherung, Hypothekenfinanzierung usw. berücksichtigt werden. Wie berechnet man das nicht versicherbare Risiko in hartz4 zu fallen und alles zu verlieren?

Ausserdem vergleichen sich Beamte gern mit Spitzenverdiener. Für mich ist jedoch ein Lehrer mit einem Lehrer oder Dozenten vergleichbar. Ein Polizist mit der Security. Ein Finanzbeamter mit einem Buchhalter/Sachbearbeiter/Bürokraft. In diesen Bereichen verdienen aber ausgerechnet die Beamten teilweise das Mehrfache der Prekariatsbranchen!

A2llU1RxB


FNJ Euch beiden! (<-keine Floskel)

Vielen Dank, Dir auch. (Und ja, ich habe auch den Floskel-Faden gelesen ;-D )

KZrabbeAlkäfenrlxe


Da muss ich dann mal meiner Lehrerin zustimmen:

Jeder hat die Wahl das auch zu tun (oder zumindest die Mehrheit) ;-)

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