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Rechtliche Frage zu Mutterschutz und Urlaubsanspruch

B6oarde rGirxlie


Ähm...... Ich hab meine Elternzeit erst ab dem Ende der Mutterschutzfrist beantragt ":/ Liegt da vllt der Denkfehler?? Du hast 8 Wochen nach der Geburt noch Mutterschutz und erst dann kann die Elternzeit überhaupt beginnen. Die Mutterschutzfrist ist gesetzlich vorgeschrieben! Die Elternzeit, die erst danach beginnen kann, ist ja freiwillig!!

BcoarTderGjirlie


Du darfst in den 8 Wochen nach der Geburt gar nicht beschäftigt werden! Was danach kommt, ob 1, 2 oder 3 Jahre, ist dann deine Entscheidung und damit hat dein Ag nichts mehr zu tun. Während der Mutterschutzfrist zahlt er dir ja auch dein "Gehalt", also steht dir auch der Urlaub zu!!!!

J!essicxaM


Ich danke euch für die Hinweise...ob 5 oder 10 Tage Urlaub vorm Mutterschutz macht schon was aus in meinem Fall....9Std. sitzen ist nämlich mittlerweile ne Qual

n7oirhceur


Du hast 8 Wochen nach der Geburt noch Mutterschutz und erst dann kann die Elternzeit überhaupt beginnen. Die Mutterschutzfrist ist gesetzlich vorgeschrieben! Die Elternzeit, die erst danach beginnen kann, ist ja freiwillig!!

Wenn die Elternzeit erst nach der Mutterschutzfrist beginnt, wieso muss ich dann 12 Monate nach der Geburt wieder arbeiten?

pUroisec7co Con ixce


Die zwei Monate "Abzug" entstehen indirekt durch die 8 Wochen Mutterschutzfrist. Die werden nämlich in die 12 Monate Elternzeit eingerechnet. Somit hast du ca. 2 Monate Mutterschutz (genau 8 Wochen) und ca. 10 Monate Elternzeit.

In diesen 10 Monaten bekommst du auch dein Elterngeld, die 2 Monate davor erhälst du dein Mutterschaftsgeld.

Finde das auch etwas verwirrend, da es diese Überschneidungen gibt.

Stelle deine Frage mal in dem Forum, dessen Link ich dir geschickt habe. Dort wirst du sicher die gleichen Antworten erhalten, wie von allen anderen hier bislang auch!

B$oard?erGirxlie


Keine Ahnung, das hab ich mich auch gefragt... Aber ich hab eben meinen Elternzeitantrag angesehen und da steht drauf, dass meine Elternzeit nach den 8 Wochen beginnt.

Du hast aber die Möglichkeit, deinem AG das MuSchG unter die Nase zu halten und daran MUSS er sich halten!

So wie du sagst, wäre es ja dann so, dass eine Mutter, die sich entscheidet, ein Jahr zu Hause die Erziehung ihres Kindes zu übernehmen (was ja auch vom Staat durchs EG unterstützt wird) gegenüber einer Mutter, die nach 8 Wochen wieder arbeiten geht benachteiligt wäre. Die Eine hätte Anspruch auf Urlaub, während die Andere das nicht hat. Ich denke, dafür wirds in unserem so organisierten Staat ausführliche Rechtsvorschriften geben bzw haben wir ja nun schon festgestellt, dass es die gibt ;-)

n=oirZceuxr


Mir ist doch durchaus klar, was ihr hier schreibt und ich habe auch die gleichen Gesetzestexte gelesen. Nicht klar ist mir, wie nun die offizielle Elternzeit bestimmt wird. Dass die zwei Monate Mutterschutz angerechnet werden, ist ja auch logisch, nur befindet man sich nun parallel zum Mutterschutz auch in Elternzeit? Das ist ja das, was mein Arbeitgeber behauptet und dann macht seine Argumentation ja auch durauch Sinn.

Wenn man dieses Diagramm bei Wikipedia zur Elternzeit anschaut, beginnt die Elternzeit dort auch direkt nach der Geburt. Ich finde dazu einfach keine klare gesetzliche Regelung. :-/

Bboar)derGi rlie


Nein, die Elternzeit beginnt erst NACH dem Mutterschutz. Die 8 Wochen Mutterschutz werden aber bei der Berechnung der Elternzeit berücksichtigt. Dadurch hast du rein theoretisch nur 10 Monate Elternzeit. In der Zeit gilt für dich das Elternzeitgesetz. In den 8 Wochen nach der Geburt greift das Mutterschutzgesetz. Fakt ist, dein AG muss sich an die gesetzliche Frist nach dem MuSchG halten (6 Wo vor – 8 Wo nach). Erst NACH den 8 Wochen kann er dir mal was von Elternzeit erzählen

n*oi\rczeuxr


Gut, dann brauche ich jetzt nur noch das Gesetz, in dem das so steht. Ich gehe ja davon aus, dass du Recht hast, mir fehlt lediglich der stichhaltige Beweis. Bisher argumentiert mein AG ja damit, dass ich ein Jahr Elternzeit nehme und diese genau 365 Tage nach Geburt endet. Somit kann er auch ab Geburt den Urlaub kürzen. Ich habe dieser Logik nichts Handfestes entgegenzusetzen, obwohl ich ja auch denke, dass das nicht stimmt.

p1rosiecco o7n icxe


Doch das hast du und zwar den Passus, den ich dir vorhin zitiert habe! Der Mutterschutz hat doch gar nichts mit der Elternzeit zu tun. An den Mutterschutz nach der Geburt und die entsprechenden Vorschriften, die dafür gelten, MUSS sich jeder halten (auch dein AG ;-)); die Elternzeit kann dann individuell bestimmt werden.

Sonst ruf doch mal beim Bundesministerium f. Familie etc. an. Die sind dort auch sehr hilfsbereit. Vielleicht können die dir dort etwas schriftlich geben bzw. einen Hinweis auf eine Quelle, aus der das deutlich hervorgeht.

Wobei man es m.E. auch aus dem MuSchu-Gesetz deutlich herauslesen kann. Das was dein AG da erzählt, ist für mich eine absolute Fehlinterpretation des Gesetzes :|N ":/

BkoardeYrG?irlixe


Ich glaube, was prosecco on ice vorhin zitiert hat, war aus § 17 des MuSchG. Auf jeden Fall hieß der § "Erholungsurlaub". Den kannst du deinem AG zeigen und daran MUSS er sich, wie gesagt, halten.

pTrosec-co o_n icxe


@ BoarderGirlie

:)z jipp das meinte ich auch!!

n;oirc>eur


Ja, weiß ich doch. Der AG hält aber mit dem Elternzeitgesetz dagegen und behauptet, der Paragraph aus dem MuSchuG träfe ja nur zu, wenn man nicht in Elternzeit gehe. Ansonsten greife eben das Elternzeitgesetz und dort stehe, der Urlaub werde anteilig gekürzt.

Im Prinzip brauche ich den Teil, der besagt, dass die Elternzeit definitiv erst nach dem Mutterschutz beginnt.

BUoard&erMGirlixe


Dann muss er dir zeigen, in welchem Gesetzestext findet. Du bist schon auf der sicheren Seite!

Ich versteh auch nich, warum er wegen ein paar Tagen Urlaub so nen Stress macht. In 8 Wochen kannst du ja eig nicht mehr als 6 Tage Urlaub bekommen!? Es sei denn, du hast sowieso nen sehr sehr hohen Jahresanspruch ;-D

Da du meintest, dein AG ist ein weltweit agierender Konzern, machst du die wegen dieser Sache nicht arm ;-)

BeoardeIrGxirlie


Gesetzestext er das findet

sry

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