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Ich bin doof... Pvz Zeitschriftenabo, wie komm ich raus?

dLie bReule


Ich bin doof

Zumindest in diesem Falle schon irgendwie. Aber sehs locker, der Schaden hält sich in Grenzen, man kann die Zeitschrift wieder abbestellen oder sogar behalten, vielleicht ist sie ja ganz nett.

Man kann davon ausgehen, daß die Abschlußpraktiken zwar hart am Rande der Legalität, aber trotzdem wasserdicht sind. Ein Bekannter hat kürzlich im Suff "umsonst Lotto" gespielt, und hatte danach ein Abo.

Der war auch doof, und halt besoffen. Aber um eine Erfahrung reicher.

Ktadhixdya


Man kann davon ausgehen, daß die Abschlußpraktiken zwar hart am Rande der Legalität, aber trotzdem wasserdicht sind.

DU gehst davon aus, das deutsche Gesetz in einigen Fällen von etwas anderem. Dies ist ein solcher Fall.

KcadFhifdya


Also gab es noch keine Widerrufsbelehrung und daher kann ich jederzeit widerrufen, wenn ich das richtig verstanden habe?

Nach geltendem Recht muss ein Widerruf bestimmte Vorgaben erfüllen, die hier schonmal nicht gegeben sind.

K'arat,eladxy


Hallo Scaro,

Du hast gar keine Belehrung über die Widerrufsfrist erhalten, habe ich das richtig verstanden? Ich würde den Brief von Kadhidya nicht nehmen, bin aber gerade zu müde, das noch mal zu korrigieren. Kannst Du nicht einen Juristen an Deiner Uni bitten, das noch mal einen ordentlichen Widerruf in Rechtsdeutsch zu verfassen? Viel Erfolg und keine Sorge, sollte tatsächlich eine korrekte Widerrufsbelehrung fehlen, können die Dir gar nichts...

WQa`terlti2


Ich hab mich geweigert, zu bezahlen. Dann kamen natürlich Mahnungen. Dann hab ich da mal angerufen und das Abo in ein billigeres umwandeln lassen für eine Zeitschrift, die ich eh immer kaufte, was ich natürlich auch noch bezahlen durfte (das umändern). Diese Zeitschriften kamen NIE an, Rechnungen aber auch nicht und wenn, dann hätte ich die natürlich nicht gezahlt, ohne Zeitschrift. Strengenommen könnte ich die Umwandlungsgebühr zurückverlangen... ]:D

Außerdem hatte ich zum nächstmöglichen Zeitpunkt gekündigt und darauf hingewiesen, dass ich auf kein Abo hingewiesen worden war... mir wurde eine dubiose Geschichte aufgetischt... :-/

Und ich bin inzwischen umgezogen, aber die neue Adresse hatten die. Keine Zeitung, kein Geld... ;-) naja, was soll ich sagen, das hat sich von allein erledigt inzwischen. ":/

Achso: ich habe mich geweigert, eine Einzugsermächtigung zu erteilen um Mahnkosten erlassen zu kriegen und mich trotzdem geweigert, diese zu zahlen. Ich glaub das klappte auch... is schon nen Weilchen her.

Muiss 'Dior 4Cherixe


Ich hatte sowas ähnliches auch mal.

Da gings angeblich auch drum dass Harz4 Kinder durch diese Arbeit aus dem Zukunftslosen geholt werden sollten blabla.

Hatte Zuhause dann doch nochmal im Inet recherchiert und eben gelesen dass das ganz miese Abzocker waren.

Hab dann sofort gekündigt, die Zeitschriften plus Rechnung für ein ABO dass ich so nie abgeschlossen hab aber trotzdem erhalten.

Dann hab ich mit nem Anwalt gedroht und es kam auf einmal der Brief dass ich die gelieferten Zeitschriften als Probe ansehen und selbstverständlich behalten dürfte und die Rechnung hinfällig wäre ]:D

Also nichts zahlen wofür man nicht einen Vetrag abgeschlossen hat, Mahnungen ignorieren und mit Anwalt und rechtlichen Schritten drohen, da ziehen solche Betrüger ganz schnell den Schwanz ein.

bfetn&ic


@ Kadhidya

Ich würde dir gern auf deine PN antworten und dir erläutern, warum ich dein Schreiben untauglich finde, aber dein Postfach ist voll.

T"iguer7w8


Ist dies ein allgemeines Gesundheitsthema? Die Frage gehört in ein juristisches Forum und nicht in ein medizinisches.

Ich gebe aber dennoch eine Antwort auf die noch keiner gekommen ist.

Es handelt sich offensichtlich um ein Haustürgeschäft (Vertreter in der Wohnung).

Vorausgesetzt dass der Vertreter nicht herbestellt worden ist, hat die Fragestellerin, was bisher schon erwähnt wurde ein 14 tägiges Widerrufsrecht.

(§ 312 BGB)

Diese Frist ist jedoch noch nicht abgelaufen, denn sie hat noch gar nicht begonnen, weil die Fragestellerin laut ihrem geschilderten Sachverhalt nicht in Textform über Widerrufsrecht belehrt wurde.

siehe § 355 Abs. 3 BGB.

(3) Die Widerrufsfrist beginnt, wenn dem Verbraucher eine den Anforderungen des § 360 Abs. 1 entsprechende Belehrung über sein Widerrufsrecht in Textform mitgeteilt worden ist.

hAagm-tyAsja


andererseits hat sie seit november die zeitschriften behalten und sich nicht gemeldet, da kann das widerrufsrecht vorzeitg erlöschen. könnte also auch konkludentes handeln sein....

ich habe jeden tag mit solchen grauzonen-fällen zu tun.

das vorgefertigte schreiben passt leider wirklich nicht. kunden werfen gern mit dem 123er um sich und der liebe rechtler lacht sich eins drüber, weil arglistige täuschung und drohung anders aussehen.

gelten tun hier 312 bgb mit 355 und 356 bgb.

126 gilt für printmedien und online medien.

mit dem rechtsbeistand würde ich auch nur dann drohen, wenn ich das auch durchziehen werde.

dieses schreiben – so lieb es gemeint ist – ist so, wie viele hundert andere im internet kursierende laienhafte eskalations-vordrucke. davon bekommt ein unternehmen dieser größe wöchentlich mind. 50.

du kannst versuchen, auf 312, 355 und 356 hin die widerrufsfrist zu verlängern und hoffen, aber das war es auch schon.

bBetni6c


andererseits hat sie seit november die zeitschriften behalten und sich nicht gemeldet, da kann das widerrufsrecht vorzeitg erlöschen. könnte also auch konkludentes handeln sein....

Das dürfte keine Rolle spielen. Denn auch auf die Rückgewährungspflicht empfangener Leistungen im Falle des Widerrufs hätte sie in der Belehrung hingewiesen werden müssen. Ohne Belehrung keine Erlöschen des Widerrufsrechts durch Leistungsannahme. Steht explitzit in § 355 III BGB.

bPetNnixc


Ach du sch... explizit natürlich und ein e verschenke ich auch... %-|

hIag-tSysja


. Denn auch auf die Rückgewährungspflicht empfangener Leistungen im Falle des Widerrufs hätte sie in der Belehrung hingewiesen werden müssen. Ohne Belehrung keine Erlöschen des Widerrufsrechts durch Leistungsannahme.

und da die frage: im vorformurlierten schreiben steht, dass auf dem wisch eine widerrufsbelehrung vorhanden ist. moniert wird nur, dass sie nicht fett eingerahmt war.

also scaro: gibt es auf diesem schreiben einen widerrufsbereich? gab es zwischendurch noch ein bestätigungs-schreiben an dich, das du vergessen hast?

wenn nein, ist es ein argument, die widerrufsfrist zu strecken, da du keine widerrufsbelehrung erhalten hat. wenn doch – > zahle, um keine inkasso-kosten oder einen schufa-eintrag wegen unrechtmäßiger streiterei zu riskieren.

ble-tnxic


Naja, das Schreiben ist ja sowieso Humbug.. Ich habe grade nochmal alle Beiträge von Scaro gelesen, da findet sich nichts über eine Widerrufsbelehrung, als sie geschildert hat, was auf dem Vertrag steht. Deshalb bin ich davon ausgegangen, dass es keine gab. Ich hatte sie gestern schon per PN darauf hingewiesen, nochmal alle Schriftstücke der Firma nach einer solchen Belehrung zu durchforsten. Ich kann mir zwar nicht vorstellen, dass es heutzutage noch Unternehmen gibt, die solche Kardinalsfehler begehen, aber möglich ist ja alles.

Ich halte es übrigens ür das Beste, wenn sich scaro an die örtliche Verbraucherschutzzentrale wendet – da wird ihr mit Sicherheit rechtskundig geholfen.

1&txo3


Ich finde es schon merkwürdig, wie dieser Thread ausartet. Einerseits ist es natürlich unverständlich, wie leicht sich Leute über den Tisch ziehen lassen. Und das, wo Fernsehzeitschriften wie Hörzu, TV Spielfilm, TV Movie etc. problemlos fast kostenlos zu abonnieren sind:

[[http://www.abosgratis.de/zeitschrift/p/88/H%F6rzu.html]]

Wer nicht mal das Kleingedruckte liest, sollte sich nicht anschließend darauf berufen garantiert keine Widerrufsbelehrung zu erhalten haben. Die Firma wird vor Gericht das Gegenteil behaupten und dann?

Ausserdem finde ich es höchst riskant sich auf eine Rechtslage zu berufen, die zwar theoretisch eindeutig ist, aber in der Praxis höchstens dann etwas nutzt, wenn man eine gute Rechtschutzversicherung hat und einfach den Anwalt den Rest machen lässt. Insbesondere empfinde ich Ratschläge wie "Mahnung einfach ignorieren" ziemlich riskant, denn die Chance, dass es zb über einen negativen Schufaeintrag das teuerste Abo aller Zeiten wird, ist sehr hoch. Firmen, die solche Vertriebssysteme anwenden, interessieren sich wenig für die Rechtslage, sondern schreiben Forderungen ab, wenn Ärger droht und verkaufen ansonsten Forderungen einfach weiter. Hauptsache sie kassieren die Provision.

Und da unser Rechtssystem sich wenig für diese Firmen interessiert können diese einfach weiter machen.

baetznic


Die Firma wird vor Gericht das Gegenteil behaupten und dann?

Die Firma hat die Beweislast. Sie muss vollumfänglich nachweisen, wann und wie sie (schriftlich) belehrt hat und ob die Belehrung inhaltlich den gesetzlichen Anforderungen entsprach. Die bloße Behauptung reicht nicht.

Wer nicht mal das Kleingedruckte liest, sollte sich nicht anschließend darauf berufen garantiert keine Widerrufsbelehrung zu erhalten haben.

Naja... Haustürgeschäfte leben von der Überrumpelungssituation. Natürlich liest sich der ideale Verbraucher alles genau durch, bevor er unterschreibt. Dass das in der Praxis in solchen Situationen eben anders aussieht, war einer der ausschlaggebenden Gründe für die Einführung der Widerrufs- und Verbraucherschutzvorschriften.

Ausserdem finde ich es höchst riskant sich auf eine Rechtslage zu berufen, die zwar theoretisch eindeutig ist, aber in der Praxis höchstens dann etwas nutzt, wenn man eine gute Rechtschutzversicherung hat und einfach den Anwalt den Rest machen lässt.

Einen Widerruf zu verfassen ist keine juristische Meisterleistung – dazu braucht man weder eine Rechtsschutzversicherung, noch einen Anwalt. Ein Widerruf sollte in jedem Fall abgesendet werden. Natürlich nur, sofern es tatsächlich keine Widerrufsbelehrung gegeben hat. Die Firmen sind doch nicht dumm. Die kennen die Rechtslage ganz genau. Die leben nicht primär davon, dass sich unser Rechtssystem wenig für solche Firmen interessiert, sondern davon, dass 5 von 10 Verbrauchern sich zwar über solche Vertragsabschlüsse ärgern, aber letztlich aus Unkenntnis ihrer Rechte und/oder Angst vor juristischen Konsequenzen trotzdem zahlen.

Wenn die Rechtslage eindeutig ist, ist es mir auch egal, ob die Firma die (nicht bestehende) Forderung an ein Inkassobüro vertickt hat. Der Forderung widerspricht man, dann müssen die einen gerichtlichen Mahnbescheid veranlassen, dem widerspricht man ebenfalls und dann wird (soweit die Firma das tatsächlich möchte) über die Sache gerichtlich verhandelt. Bis hierhin benötigt man auch keinen Anwalt. Sollte ich vor Gericht dann einen Anwalt benötigen, gibt es bei eigener Mittellosigkeit das Institut der Prozesskostenhilfe.

Mir widerstrebt es irgendwie, wenn den Leuten suggeriert wird, dass man sich ohne Rechtsschutzversicherung und Anwalt in sein Schicksal fügen muss und eben entgegen einer eindeutigen Rechtslage zahlen soll. Das ist bei so kleinen Sachen, wie ein Zeitschriftenabo vielleicht weniger schmerzhaft, aber es gibt auch Haustürgeschäfte die richtig ins Geld gehen können.

Insbesondere empfinde ich Ratschläge wie "Mahnung einfach ignorieren" ziemlich riskant, denn die Chance, dass es zb über einen negativen Schufaeintrag das teuerste Abo aller Zeiten wird, ist sehr hoch.

Nach dem Widerspruch kann man Mahnungen durchaus ignorieren. Nur nicht den gerichtlichen Mahnbescheid. Dem sollte man dann tunlichst widersprechen.

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