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Ich bin doof... Pvz Zeitschriftenabo, wie komm ich raus?

1-tox3


Natürlich hast du Recht. Aber in der Praxis nützt sowas wenig. [[http://www.med1.de/Forum/Beruf.Alltag.Umwelt/609285/17891706/]]

Der Vertrag ist völlig eindeutig. Sunshine schreibt direkt danach

Da bist du nicht die Einzige. Ich bin da auch mal drauf herein gefallen. Bei mir war allerdings die Widerrufsfrist noch nicht erloschen.

Den Richter möchte ich sehen, der bei einer solchen Lage davon ausgeht, dass es gar keine Widerspruchsbelehrung gab.

Die Juristen, die ich kenne (und ich kenne einige) gehen aber immer vom Ideal-Informierten Verbraucher aus. Wer also nicht mal sein Kleingedrucktes liest... Natürlich kann sie klagen und wird evtl. sogar gewinnen – wenn sie eine Anwalt findet. Aber die Praxis wird eher so aussehen: Die Schreiben (egal ob per mail oder per Einschreiben) werden einfach ignoriert. Eine Inkassofirma schreibt und berechnet stets höhere Gebühren. Bis sie aufgeben und sich per Schufa-Eintrag rächen. Die Schufa wiederrum interessiert sich nicht dafür, ob die Forderung berechtigt war oder nicht.

Und ich kann nichts erkennen, was diesen Prozess aufhalten könnte.

Wie sowas üblicherweise abläuft kann man zb hier lesen:

[[http://www.med1.de/Forum/Cafe/607548/]]

Sollte sie jetzt im nächsten Schritt den Anwalt verklagen oder die Schufa?

Ich kündige übrigens entgegen dem Juristenrat nie per Einschreiben mit Rückschein, sondern immer per EMail mit Bitte um schriftliche Bestätigung. Klappt bei seriösen Firmen immer problemlos. Die Firmen, die Dreck am Stecken haben, ignorieren auch Einschreiben mit Rückschein. Teldafax hatte zb eine firmeneigene Schredergruppe, die Kündigungsschreiben entsorgt hat. Und die Staatsanwaltschaft Bonn hat trotz einer Vielzahl von Anzeigen monatelang nicht getan und erst lange nach dem Insolvenzantrag durchsucht.

b[etnixc


Du scheinst mir diesbezüglich etwas zu pessimistisch zu sein, dabei sind mir so manche deiner Beiträge eigentlich in guter Erinnerung.

Den Richter möchte ich sehen, der bei einer solchen Lage davon ausgeht, dass es gar keine Widerspruchsbelehrung gab.

Ein Richter hat in erster Linie Beweise zu würdigen und nicht von irgendwas auszugehen. Die gesetzliche Regelung verteilt die Beweislast für die Belehrungsumstände an den Unternehmer. Kann er den Beweis nicht erbringen, DARF der Richter überhaupt nicht davon ausgehen, dass es eine Widerspruchsbelehrung gegeben hat.

Natürlich kann sie klagen und wird evtl. sogar gewinnen – wenn sie eine Anwalt findet

Sie braucht doch gar nicht klagen. Derjenige, der sich darauf beruft, dass die Forderung besteht, muss klagen. Sie kann sich hinsetzen, der Forderung nach ihrem Widerruf widersprechen und der Dinge harren, die da kommen.

Die Juristen, die ich kenne (und ich kenne einige) gehen aber immer vom Ideal-Informierten Verbraucher aus.

Na gut, dann sind ja alle Verbraucherschutzvorschriften obsolet. ;-) Juristen richten sich in allererster Linie danach, ob das Gesetz dem nicht ideal informierten Verbraucher eine Möglichkeit bietet, seine Schwäche auszugleichen. Keiner wird sich hinstellen und sagen, das hätten sie als idealer Verbraucher aber wissen müssen, wenn das Gesetz dem Verbraucher dennoch Möglichkeiten einräumt, aus unidealen, beim Verbraucher liegenden Gründen vom Vertrag zurückzutreten.

Aber die Praxis wird eher so aussehen: Die Schreiben (egal ob per mail oder per Einschreiben) werden einfach ignoriert. Eine Inkassofirma schreibt und berechnet stets höhere Gebühren.

Zum einen ist es für die Rechtslage unerheblich, ob der andere die Schreiben ignoriert oder nicht. Es genügt ein Einwurfeinschreiben mit entsprechendem Postbeleg, das stellt sicher, dass der Brief als zugegangen gilt. Ich kann mir im Übrigen nicht vorstellen, dass Juristen zu einem Einschreiben mit Rückschein raten, da hier der Empfänger die Annahme verweigern kann und der Brief dann eben nicht als zugestellt gilt. Die Inkassofirma kann höhere Gebühren berechnen so viel sie möchte, wenn die Forderung nicht besteht, muss ich auch keine Gebühren zahlen.

Eine Inkassofirma schreibt und berechnet stets höhere Gebühren. Bis sie aufgeben und sich per Schufa-Eintrag rächen. Die Schufa wiederrum interessiert sich nicht dafür, ob die Forderung berechtigt war oder nicht.

Der Schufaeintrag unterliegt gesetzlich festgelegten Voraussetzungen Schön zusammengefasst [[http://www.123recht.net/Drohung-mit-Schufa-Eintrag-zur-Durchsetzung-zweifelhafter-Forderungen-verboten-__a76979.html. hier]] Dazu gehört nicht der Eintrag bestrittener Forderungen – tut sie das doch, verhält sie sich rechtswidrig. In einem solchen Fall bleibt einem natürlich nichts anderes übrig, als gegen die Inkassofirma gerichtlich vorzugehen, in dessen Folge auch ein unberechtigter Schufaeintrag gelöscht wird. In dem Rahmen kann man auch Schadensersatz verlangen, wenn einem durch den unberechtigten Eintrag Schäden entstanden sind. Klagen kann man im deutschen Rechtssystem aber auch, wenn man weitgehend mittellos ist. Ich halte es für die absolut verkehrte Argumentationsweise, zu raten, besser stillzuhalten, statt sich um die Durchsetzung seiner Rechte zu kümmern, weil sich die Inkassofirma oder wer auch immer rechtswidrig verhalten könnte. Wir leben in einem Rechtsstaat. Das System ist dafür da, solche Machenschaften nicht hinnehmen zu müssen!

gjlücksmkXinxdle


Das selbe ist meinem damals 19jährigen Sohn (als er bei uns zu Hause die Haustüre öffnete – ich war nicht da) auch passiert.

Ich hab es erst durch die Rechnung erfahren und da war es mit dem Rücktrittsrecht schon zu spät. Wenn man auf den "wisch" draufschaut, wird man irgendwann erschreckenderweise erkennen, das dieser Vertrag zwei Jahre gültig ist. Ich habe gleich schriftlich mit Einschreiben gekündigt, hänge aber jetzt noch die ganzen zwei Jahre drinnen. Böse Falle

S6carxo


andererseits hat sie seit november die zeitschriften behalten und sich nicht gemeldet, da kann das widerrufsrecht vorzeitg erlöschen. könnte also auch konkludentes handeln sein....

Nein, ich bekam die erste Zeitschrift am 23. Dezember. Und da war die Rechnung noch nicht da, also war ich in dem Glauben, dass das Aufgetischte war sei. :-|

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