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Bitte Eure Meinungen: Bei ehem. AG bewerben?

SFilkexK. hat die Diskussion gestartet


Hi zusammen,

möchte das hier mal als eine Art Meinungsumfrage an den Start bringen.

Zu meiner Situation:

Ich war 10 Jahre bei einem Unternehmen beschäftigt. Es gab gute und schlechte Zeiten und Situationen (wie überall) und ich habe dort bis zur Geburt unserer Tochter (2007) gearbeitet. Damals gab man mir mündlich die Zusage, dass ich ein Jahr nach Geburt als Teilzeitkraft dort wieder anfangen könnte. Aus "firmeninternen Gründen" wurde mir das aber dann verwehrt.

Ich habe dann mit dem Ende der Elternzeit (nach 3 Jahren...also in 2010) gekündigt, weil ich als Mutter nicht mehr Vollzeit arbeiten wollte. Teilzeit ging auch nach der Erziehungszeit damals nicht. Ich war enttäuscht, weil es mein Traumjob war, aber ich hatte ja keine andere Möglichkeit.

Jetzt sucht diese Firma wieder Angestellte – auch Teilzeitkräfte.

Würdet Ihr Euch bei Eurem ehemaligen Arbeitgeber nochmal bewerben?

Antworten
tmhe reaOl noxki


Würdet Ihr Euch bei Eurem ehemaligen Arbeitgeber nochmal bewerben?

Bei dem ersten: nein! War da 8 Jahre, war auch ne nette Zeit mit netten Kollegen, dann war die Firma insolvent und hat danach mit ein paar Leuten "neu aufgemacht". Im Nachhinein ist da so viel blöd gelaufen mit der (Nicht-)Kommunikation der Chefs, gerade vor der Insolvenzzeit, sodass ich da nicht wieder hin würde.

Bei der zweiten Firma wohl auch eher nicht. Viel Gelästere, Getratsche bis hin zu Mobbing würde ich sagen (aber nicht mir gegenüber), und das in einer Firma, die gerade im Aufbau ist. Also da wohl auch eher nicht.

C{atWilzlows


Ich habe das auch schon mal gemacht, also beim ehemaligen Arbeitgeber beworben und wieder eingestiegen. Die Situation am Anfang war gewohnt, aber doch irgendwie neu, trotzdem konnte ich sofort durchstarten und habe mich sofort wohlgefühlt, weil ich wusste, wie es dort läuft. Irgendwie hat mir aber die Zwischenzeit, in der ich nicht dort war, gefehlt. Es wurde viel umstrukturiert und ich fand das anfangs ganz komisch, weil ich sonst da den Laden geschmissen hab und auf einmal ist alles anders wenn man wiederkommt. Trotzdem würde ich es wieder machen.

lvumos *maximxa


Das käme für mich auf die "schlechten" Zeiten an: Wenn es "nur" zeitweise mal mehr Stress, ein paar mehr Überstunden waren oder meinetwegen ein blöder Vorgesetzter, würde ich an deiner Stelle einen neuen Anlauf wagen. (Tue ich übrigens auch gerade! :-D )

Wenn du dort aber regelmäßig mit Mobbing, Lästereien, tyrannischen Chefs, unmöglichsten Arbeitszeiten und allem, was so zu einem richtig schön schlechten Betriebsklima dazugehört ;-), konfrontiert warst, würde ich es lassen, egal wie gut bezahlt der Job vielleicht ist.

Apropos Bezahlung: Wenn du dort schon gearbeitet und dich bei der Kündigung mit niemandem überworfen hast, rechne ich dir eigentlich ziemlich gute Chancen aus, wieder eingestellt zu werden. Es ist dann aber nicht unüblich, dass du trotz ähnlicher Aufgaben mit einem u.U. wesentlich niedrigeren Gehalt anfängst bzw. dich nochmal ganz von vorne "hocharbeiten" musst. Das würde ich aber nicht mit mir machen lassen, hätte ich da schon früher gearbeitet (also das entsprechende Know-How) und viel geleistet. Sollte es da eine extreme Differenz geben, würde ich wenigstens das Mittel aus dem, was du bekommen sollst und dem, was du früher bekommen hast, verlangen... natürlich nett verpackt zwischen deinen vielen positiven Eigenschaften und Leistungen für die Firma, in der Bewerbung oder beim Vorstellungsgespräch. o:) Damit beugst du einem Eindruck á la "Findet sie woanders nichts, dass sie jetzt wieder bei uns angekrochen kommt?" vor und zeigst, dass du weißt, was du wert bist. Bei mir geht es ja (noch) um Studentenjobs – da gilt (leider): Wie man sich bei der Bewerbung gibt, so wird man später behandelt. %-|

SMtixlgar


klar...warum nicht....wenn man nicht im bösen auseinander gegangen ist, ist das absolut legitim. gerade wenn du zehn jahre dort warst, bringst du ja auch wieder ne ganze ecke wissen mit, die der firma durch deinen weggang evtl. verloren gegangen ist....je nachdem was du dort gemacht hast...

a5pirxa


Ich sehe keinerlei Gründe, die dich daran hindern sollten, Dich nicht bei Deinem früheren Arbeitgeber erneut zu bewerben.

tRh#e rea5l noxki


Es ist dann aber nicht unüblich, dass du trotz ähnlicher Aufgaben mit einem u.U. wesentlich niedrigeren Gehalt anfängst bzw. dich nochmal ganz von vorne "hocharbeiten" musst. Das würde ich aber nicht mit mir machen lassen, hätte ich da schon früher gearbeitet (also das entsprechende Know-How) und viel geleistet. Sollte es da eine extreme Differenz geben, würde ich wenigstens das Mittel aus dem, was du bekommen sollst und dem, was du früher bekommen hast, verlangen...

Ach tatsächlich? ":/ Also für weniger Geld würde ich da schon mal nicht arbeiten, schließlich entfällt ja auch die Einarbeitung und man kennt schon alles. Oder zumindest nach der Probezeit wieder so viel wie vorher. Wenn man keine Alternative hat, ist "weniger" natürlich besser als "nix", aber da würd ich mich doch dann erst nach was andrem umgucken. :-/

l:umos ?maxxima


Noki,

es ist, wie gesagt, eine Frage des Auftretens des Bewerbers, vielleicht auch der Länge der Abwesenheit aus der Firma und man macht es hier – im Lohndumping-Paradies, wo ich wohne – ganz gerne so mit den Leuten. Geiz ist halt... ähm, ja.

Wenn sich zwischendurch irgendwelche Arbeitsabläufe und -bereiche grundlegend geändert haben, kann die Firma durchaus damit argumentieren, dass du da "neu anfängst" und eine entsprechende Einarbeitung/Probezeit nötig ist, aber auch dann hast du immerhin fürher mal eine lange Zeit gut für das Unternehmen gearbeitet und es ist doch davon auszugehen, dass das auch jetzt der Fall sein wird. ;-)

Wenn sich nicht viel geändert hat, ist es doch nur "same shit, different day". 8-) Da ist man nach einer Woche wieder völlig drin in seiner Aufgabe und das kann auch entsprechend vergütet werden.

Hey, wir leben im bösen Kapitalismus – Gehaltserhöhungen, Beförderungen etc. verdient man sich halt über "Treue zum Arbeitgeber". Kündigt man, ist man nicht mehr "treu", kommt man wieder zurück, ist das zwar schön, aber dann muss man sich die Goodies halt auch erstmal wieder verdienen... und vielleicht will Silke ja auch nur Spionage für die Konkurrenz betreiben... ;-D

W*atebrli2


Ich würde zu meinem alten AG zurückgehen, war da ein Jahr und fand Bedingungen und Arbeitsklima super. Habe auch gesagt, dass ich vielleicht nochmal zurückkomme. Ist ein Nebenjob und dafür wirklich gut (bezahlter Urlaub, bezahltes Kranksein... also normal eigentlich, aber als Studi wohl gar nicht selbstverständlich :-/). Ich werde mich auch da im März wieder bewerben... würde zwar lieber eine andere Richtung machen, aber den jetzigen Job will ich auf keinen Fall mehr lange behalten und suche dann neu, gut wenn man dann schon einen AG kennt, wo alles stimmt (Bezahlung rechtzeitig, keine Ausbeutung, faires Betriebsklima etc...).

nTajOana)guxt


Meine Meinung: Mach es. "Keine Teilzeitstelle möglich" ist eine objektive Begründung, wenns die Stellen jetzt gibt, kommst du wieder, weil du dich damals so unglaublich wohl gefühlt hast. Ist doch die Begründung für ein Anschreiben :-)

S%unflo%wMer_7x3


Ich würde es auch machen. Wenn es jetzt explizit Teilzeitstellen gibt und Du da insgesamt zufrieden warst und die mit Dir auch... Ist doch optimal, weil Du da schon einiges kennst.

Solltest Du das Gefühl haben, die Aussage "es gibt keine Teilzeitstellen" damals seien aber nur eine Ausrede gewesen... dann wohl nicht.

Aber allein die Tatsache, dass Du über eine erneute Bewerbung nachdenkst, zeigt doch, dass Du Interesse hast und es Dir vorstellen kannst.

Daher: Mach' es! Dann wirst Du ja sehen, wie es im Vorstellungsgespräch läuft, mit dem Du konkret arbeiten würdest,...

Ghiudseppxe


Ich denke es kommt immer darauf an aus welchem Grund man sich von der Firma getrennt hat, aber in Deinem Fall sehe ich das genauso:

Mach es. "Keine Teilzeitstelle möglich" ist eine objektive Begründung, wenns die Stellen jetzt gibt, kommst du wieder, weil du dich damals so unglaublich wohl gefühlt hast. Ist doch die Begründung für ein Anschreiben

SHilQkeK.


Danke für Eure Statements.

Ja, ich hab damals wirklich nur gekündigt, weil es keine Teilzeitstellen gab. Und eine Vollzeitstelle anzunehmen kam damals für mich nicht in Frage.

Ich werd mein Glück mal versuchen. Hab ja immer noch gute Kontakte zu ehemaligen Kolleginnen – so kann ich dann auch ein bisschen vorfühlen, was die Teilzeitkräfte dort verdienen und meine Gehaltsvorstellung dementsprechend formulieren :-)

@ sunflower

Aber allein die Tatsache, dass Du über eine erneute Bewerbung nachdenkst, zeigt doch, dass Du Interesse hast und es Dir vorstellen kannst.

Ja, kann ich mir durchaus vorstellen. Es war mein absoluter Traumjob und er hat mir tierisch viel Freude bereitet. Die Kündigung hat damals schon geschmerzt – alleine deshalb, weil wir mehrere "Mamis" waren, die gerne halbtags gearbeitet hätten. Wir hatten dem Chef auch angeboten, uns eine Vollzeitstelle mit 2 Frauen zu teilen (halt wochenweiser Wechsel...mal morgens, mal nachmittags). Damals ging das noch nicht....heute merkt die Geschäftsleitung wohl, dass man mit Teilzeitkräften durchaus auch gutes Personal haben kann.

@ Waterli

aber den jetzigen Job will ich auf keinen Fall mehr lange behalten und suche dann neu, gut wenn man dann schon einen AG kennt, wo alles stimmt (Bezahlung rechtzeitig, keine Ausbeutung, faires Betriebsklima etc...).

Das kenn ich. Hab vor 2 Jahren einen Job als Kassiererin angenommen, weil mein alter AG mich ja Teilzeit ned haben wollte. Der Job war ok. Aber halt auch nur "ok". Wirklich gefordert war ich dort nicht und die Bezahlung war auch der absolute Hohn (5,35 Euro/Stunde). Aber ich habs halt gemacht, damit wir finanziell besser dastehen. Ständig dann noch Mehrarbeit und Schichtwechsel etc., aber nicht mal ein Danke vom Chef ... mehr Geld hätte es eh ned gegeben.

SQilkxeK.


@ lumos

und vielleicht will Silke ja auch nur Spionage für die Konkurrenz betreiben...

Ja, der Gedanke könnte denen natürlich kommen. Habe schließlich bei einem marktführenden Unternehmen gearbeitet – von daher durften die mir damals auch während der Elternzeit vorschreiben, in welchen Bereichen ich mir eine andere Arbeitsstelle suchen darf. Im gleichen Berufszweig hätte ich nicht arbeiten dürfen, da mein Vollzeit-Arbeitsvertrag mit dieser Firma ja noch bestand. Aber das war für mich absolut ok – hab ja was anderes gefunden (ich wusste das ja auch schon vorher – kannte ja meine Klauseln im Vertrag).

Hab auch kein Problem damit, mich unterzuordnen. Im Gegenteil. Ich möchte gar keine Führungsposition oder ähnliches mehr haben. Arbeite lieber in einem gut funktionierenden Team und mache meine Arbeit korrekt.

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