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Als Arzthelferin im Pflegeberuf, warum lässt man mich nicht?

H9eliax 80


@ Braunesledersofa

Ich kenn mich jetzt wirklich nicht aus, ist nur so ein Gedanke...

Vielleicht kannst du dich ja beim Arbeitsamt mal erkundigen ob es gewisse Pflegekurse gibt die dich weiterbringen? Dann könntest du dir eine nochmals 3 jährige Ausbildung sparen und könntest dennoch in so einem ambulanten Pflegedienst anfangen. Oder man könnte da vielleicht was verkürzen da du ja bereits Vorwissen hast.

Wie gesagt, ich hab keine Ahnung, aber fragen kostet ja nichts ;-)

Ich wünsch dir alles Gute und deinen absoluten Traumjob. *:)

Pkfefferomin0zlxikör


Ich sehe Arzthelferinnen auch nicht in der Praxis eines Schönheitschirurgen Fingernägel feilen, die Mädels bei meinem Hausarzt leisten unglaublich viel und schaffen es, dabei immer freundlich zu sein. Immer. Und das ist sicher nicht nur in dieser Praxis so. Ich jedenfalls ziehe meinen Hut.

KMad\h`iddya


Waere das besser bezahlt, klingt das doch nach einem guten Job. Abwechslungsreich, nicht langweilig, mit Verantwortung ohne Ueber- oder Unterforderung. Aktiv und nicht anspruchslos, aber auch nicht koerperlich oder intellektuell stressig.

Nicht, dass die Mädels das nicht schaffen würden, aber es ist wirklich viel Überforderung. Die haben eigentlich um 12 Uhr die Praxis zu und 3 Stunden Patienten-Pause, davon 1 Stunde Mittagspause – oft habe ich mitbekommen, dass die Patienten bis 15 Uhr dort saßen und es effektiv keine Pause gab (weil ich einer dieser Patienten war) und die sich kaum für eine halbe Stunde Essen vom Platz losreißen konnten.

ich bin dann auch schonmal zum Bäcker gegangen und habe dem Team Teilchen mitgebracht, weil die da wirklich kaum zum essen kommen.

Also soviel zu stressfrei %-|

h5uhnSges7iTcht


Ich wirkte mal an einer Studie mit, die eigentlich einen anderen Hintergrund hatte, aber ein nettes Nebenergebnis war, dass die Arzthelferinnen in einer Gemeinschaftspraxis einen höheren Anteil bestimmter Stresshormone im Blut hatte, als die Börsenbroker, die auch daran teilnahmen (beide nach acht Stunden Arbeit).

Vielleicht aeussert die TE sich dazu, die ja als Arzthelferin gearbeitet hat. Bei einem Boersenmakler naehme ich an, dass der Stress auf dem Laerm, dem Zeitdruck und der enormen Verantwortung beruht (spekulativ). Diese Probleme sollten bei AHs zumindest selten extrem auftreten (selbst bei Signifikanz koennten die Stresshormone andere Ursachen als unmittelbar den Beruf haben.)

KqM}ooxdy


(...)Laerm, dem Zeitdruck und der enormen Verantwortung beruht (spekulativ). Diese Probleme sollten bei AHs zumindest selten extrem auftreten

Warst du schon einmal in einer Arztpraxis?

Bin gerade ratlos.

PYfeffieTr^minzlikPöxr


Bestimmt nur bei Schönheitschirurgen ]:D

hAuVhngesi^cht


Warst du schon einmal in einer Arztpraxis?

Bin gerade ratlos.

Vielleicht sprechen wir nicht ueber das gleiche? Ich war tatsaechlich nur sehr selten in Arztpraxen. Wenn dann indirekt wegen meiner Frau oder Tochter, aber da herrscht doch zumindest kein Laerm. Und die Hauptverantwortung ruht beim Arzt. Nehmen wir zB die Arztpraxis von Doktor Dressler oder Floeter (der neue heisst Schrader?) aus der Lindenstrasse (die kennen vermutlich viele aus dem Fernsehen). So etwa kenne ich Arztpraxen auch, und die Serie duerfte auch den Anspruch haben, relative Normalitaet vorzuspielen (meine Erfahrungen sind vermutlich wenn zu positiv, weil meine Frau zB aufgrund privater Versicherung teilweise in Extrazimmern untergebracht wird usw). Zeitdruck durch zu viele Patienten gibt es sicher oft, aber das wollte ich nicht mit der Situation eines Boersenmaklers vergleichen.

PMfeffe'rmUinz:likxör


Lindenstraße? Privatversichert? Alles klar ;-D

KYadhiXdya


weil meine Frau zB aufgrund privater Versicherung teilweise in Extrazimmern untergebracht wird usw).

Mein Hausarzt hat keine Zimmer zum Übernachten ;-D und auch keinn Extra-Wartezimmer für Privatpatienten. Je nachdem wo man wartet (das Wartezimmer breitet sich wegen des großen Andrangs in den Fkur aus, und je nachdem was man machen muss, gibt es diverse Schlangen, die AHs haben z.B. eine eigene, da sitzt man im Foyer/Flur) ist man 1:1 mitten im Praxisalltag drin. Und der ist garantiert nicht unstressig.

Teilweise machen die wie gesagt nicht mal Mittagspause. Arbeiten von 9-18 Uhr durch. Essen irgendwas nebenbei oder machen 10 Minuten Pause in der Praxis.

KSMood;y


Vielleicht sprechen wir nicht ueber das gleiche? Ich war tatsaechlich nur sehr selten in Arztpraxen.

Vielleicht wohnst du auch eher ländlich?

Ich gehe jetzt mal von meiner orthopädischen Praxis aus in Berlin, bei der ich eine zeitlang häufig aufgeschlagen musste. Er ist Orthopäde und Unfallarzt, praktiziert mit zwei Kollegen und einem Durchgangsarzt und hat einen ambulanten OP.

Die Dame an der Anmeldung ist allein und sie tut mir schon leid, wenn ich die Tür öffne.

Neben zwei ständig klingelnden Telefonen nimmt sie alle Patienten auf, kassiert die Praxisgebühr und auf ihrem Drucker landen alle Krankschreibungen, Rezepte usb, die sie dann nebenbei noch an die Gehenden verteilt. Sie vereinbart auch Folgetermine, sorgt für einen reibungslosen Ablauf.

Der Arzthelfer, der gipst, tut dies im Akkord, trotzdem muss er akkurat arbeiten und darf sich keine Fehler erlauben – ich habe ihn in den vier Stunden, die ich beim ersten mal im Wartezimmer saß, nicht einmal seinen Raum verlassen sehen (es gibt nur die eine Tür – ich wurde anschließend auch da hinein gebeten und wurde gegipst).

Des weiteren sehe ich da selten jemanden normal gehen – alle bewegen sich im Laufschritt.

Tatsächlich empfinde ich die Lärmbelastung schon als immens. Abgesehen von dem ständigen Geräuschpegel der klingelnden Telefone, dem ewigen Gebrabbel aus dem Wartezimmer, surrt die Klimaanlage und man hört von zeit zu zeit die Gipssäge. Weinende Kinder, komische Geräusche aus dem ambulanten OP – das ist nicht gerade ein Wellnesstempel.

Nehmen wir zB die Arztpraxis von Doktor Dressler oder Floeter (der neue heisst Schrader?) aus der Lindenstrasse (die kennen vermutlich viele aus dem Fernsehen). So etwa kenne ich Arztpraxen auch, und die Serie duerfte auch den Anspruch haben, relative Normalitaet vorzuspielen

Das ist jetzt ein Witz. Hoffe ich zumindest.

Aber wahrscheinlich gibt es auch Menschen, die "Schwester Stefanie" für Realität halten. ":/

hWuhngMesi!chlt


Vielleicht wohnst du auch eher ländlich?

Ich wohne in der Naehe einer Grossstadt, aber nicht einer Millionenstadt.

Ich kenne aber unterschiedliche Einrichtungen.

Ich gehe jetzt mal von meiner orthopädischen Praxis aus in Berlin, bei der ich eine zeitlang häufig aufgeschlagen musste. Er ist Orthopäde und Unfallarzt, praktiziert mit zwei Kollegen und einem Durchgangsarzt und hat einen ambulanten OP.

Die Dame an der Anmeldung ist allein und sie tut mir schon leid, wenn ich die Tür öffne.

Neben zwei ständig klingelnden Telefonen nimmt sie alle Patienten auf, kassiert die Praxisgebühr und auf ihrem Drucker landen alle Krankschreibungen, Rezepte usb, die sie dann nebenbei noch an die Gehenden verteilt. Sie vereinbart auch Folgetermine, sorgt für einen reibungslosen Ablauf.<

Der Arzthelfer, der gipst, tut dies im Akkord, trotzdem muss er akkurat arbeiten und darf sich keine Fehler erlauben – ich habe ihn in den vier Stunden, die ich beim ersten mal im Wartezimmer saß, nicht einmal seinen Raum verlassen sehen (es gibt nur die eine Tür – ich wurde anschließend auch da hinein gebeten und wurde gegipst).

Tatsächlich empfinde ich die Lärmbelastung schon als immens. Abgesehen von dem ständigen Geräuschpegel der klingelnden Telefone, dem ewigen Gebrabbel aus dem Wartezimmer, surrt die Klimaanlage und man hört von zeit zu zeit die Gipssäge. Weinende Kinder, komische Geräusche aus dem ambulanten OP – das ist nicht gerade ein Wellnesstempel.

Nur weil es sowas gibt (was auch mediale Aehnlichkeit zB mit Emergency Room hat), sind ja nicht alle Arztpraxen so beschaffen. Das klingt ja schon eher nach Krankenhaus, mindestens Aerztezentrum.

Nehmen wir zB die Arztpraxis von Doktor Dressler oder Floeter (der neue heisst Schrader?) aus der Lindenstrasse (die kennen vermutlich viele aus dem Fernsehen). So etwa kenne ich Arztpraxen auch, und die Serie duerfte auch den Anspruch haben, relative Normalitaet vorzuspielen

Das ist jetzt ein Witz. Hoffe ich zumindest.

Nein, das erinnert mich an den Hausarzt meiner Eltern aus der Kindheit zB (in einer Kleinstadt).

K|Moodxy


Nur weil es sowas gibt (was auch mediale Aehnlichkeit zB mit Emergency Room hat), sind ja nicht alle Arztpraxen so beschaffen. Das klingt ja schon eher nach Krankenhaus, mindestens Aerztezentrum.

Tatsächlich kenne ich einige Praxen dieser Art, meist Gemeinschaftspraxen, die sich auf die Bedürfnisse der Großstädter einrichten (längere Öffnungszeiten, mehrere Disziplinen unter einem Dach).

Nein, das erinnert mich an den Hausarzt meiner Eltern aus der Kindheit zB (in einer Kleinstadt).

Vielleicht liegt es auch an meiner mangelnden Kenntnis diverser Fernsehpraxen, aber ich kann mich nicht daran erinnern jemals in einer solchen gewesen zu sein.

K(adhWidyxa


Nur weil es sowas gibt (was auch mediale Aehnlichkeit zB mit Emergency Room hat), sind ja nicht alle Arztpraxen so beschaffen. Das klingt ja schon eher nach Krankenhaus, mindestens Aerztezentrum.

Ich wohne in einer ziemlich KleinStadt, bei meinem Hausarzt ist es genauso. Da werden nur hausärztliche Untersuchungen von ihm gemacht (also keine Gemeinschaftsraxis) sowie alle Dinge, die eine Arzthelferin so tut.

Bei uns ist ein ähnliches Bild.

Wenn man im Wartezimmer sitzt, sieht man das natürlich nicht; aber ich hab teilweise in der AH-Schlange gesessen, da kriegt man sowas mit.

bEeetlefjuice2x1


Also nochmal langsam.

Natürlich ist eine Arzthelferin eine pflegerische Laie... denn soviel ich weiß erlernt sie in ihrer Ausbildung genausoviel Pflegekenntnis wie eine Sekretärin oder eine Friseuse.

Ne Bekannte von mir arbeitet in einer Kinderarztpraxis als "Sprechstundenhilfe" ;-) *ich liebe diesen Ausdruck* :=o

Und da ist es sicher weder leise, noch ruhig, man brauch 10 Hände und 5 Ohren für Telefon, Patient, Ärztin etc... und natürlich nur zu 2. da vorne (bei 2 Ärzten) bei meinem Hausarzt hab ich schon mitleid mit den 3 da vorne wenn ich nur die Tür reinkomme.

Aber nochmal ich bin nicht 100% sicher, aber die Ausbildung zur MFA beeinhaltet soviel ich weiß vielleicht Verbände anlegen Blutdruck messen evtl auch Spritzen, aber sicher keinerlei pflegerische Sachen zum Thema Waschen, Mobilisieren, Proyphlaxen, Dekubitalpflege.. ich glaub nicht das die jemandem schon mal Zähne geputzt haben. beim duschen geholfen haben oder sonstiges... aber das scheint ja alles ohne Ausbildung zu gehen laut huhngesicht (die ganze Pat- Beobachtungen ob da jemand was ausbrütet was er nicht sagt weil er sich nicht äußern will/ kann, mal ganz außen vor gelassen.)

Du wolltest wissen was die Grundpflege beeinhaltet eigentlich 80-90% so einer Pflege aber für die anderen 10% bräuchte man ne Fachkraft oder sollen extra zwei Leute dahin fahren? das rentiert sich so überhaupt nicht... also liebereine die alles darf. Und ja in so nem kleinen privaten Pflegedienst da arbeiten evtl viele Laien, das sind aber dann auch qulitativ teilweise sehr grauzonige Sachen bei...

alle renomierten wie DRK, Caritas, Awo oder große Private bzw an KHs angegliederte Pflegedienste haben nur KS oder Krankenpflegehelfer im Dienst (und die haben auch 1 ganzes jahr gelernt mit Abschluss und nicht nur irgendwelche Kurse besucht).

Dann lieber im ALtenheim arbeiten, denn dort wären ja auch Fachkräfte immer zur Stelle... es geht ja um das ALLEINE verantwortung übernehmen... und wenn ich die Tür bei nem Pat. aufschließe und der liegt neben dem Bett und ist da nachts rausgefallen, hat evtl ne Platzwunde, was gebrochen oder steht unter schock dann muss ich da auch sofort helfen und nicht nur 112 wählen... gehört alles mit dazu und ist sicher keine ausnahme...

So beim Job wie ich ihn mache (intensiv mit beatmung etc) ist es ja nochmal ein anderer Schuh... Herzstillstand, akute Atemnot, Krampfanfälle, Apnoen, da fühl ich mich als normale Kinderkrankenschwester schon teilweise zu schlecht ausgebildet (wenigstens direkt nach dem Examen)

b,eet~lejuicxe21


Ach so eins hab ich vergessen:

Eben weil viele diese doch total unterschiedlichen Berufe gern vermischen gibt es ganz harte Gesetze, die eben eine verkürzung der Ausbildung weil man schon was anderes davon gemacht hat, immer nahezu ausgeschlossen.

Selbst mit 1jähriger KPH kann ich kein Jahr der 3jährigen Ausbildung kürzen...

Als Arzthelferin oder selbst als Altenpflegerin kann ich nichts kürzen auf dem Weg zur Krankenschwester... etc...

Das gilt jetzt für NRW aber soviel ich weiß ist das deutschlandweit gleich geregelt.

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