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Arbeitslos nach dem Studium, was muss ich beachten/machen?

I)o4rexth hat die Diskussion gestartet


Hallo,

ich habe meine Diplomarbeit bestanden und bin nun fertig mit dem Studium. Ab 1.4. bin ich also kein Student mehr und verliere meinen derzeitigen Werkstudentenjob.

Mit den Bewerbungen habe ich gerade erst angefangen, ich werde also mindestens 1 Monat arbeitslos sein... naja, bei realistischer Sichtweise wirds wohl etwas länger dauern, um einen passablen Job zu finden. Im April hab ich noch mein Geld von diesem Monat und auch den Mai kann ich überbrücken, ab Juni brauche ich spätestens Geld. Wenn ich bis dahin nichts "richtiges" gefunden habe, werde ich zur Überbrückung irgendwas machen... . So, ich werde mich also zum 1.4. arbeitssuchend melden... jetzt hab ich was von "3 Monate vorher" gelesen, allerdings war ich mir bis Dato nie ganz sicher, ob ich nicht doch noch ein Semester dranhänge, ich weiß also erst seit Kurzem, dass ich nicht mehr ins nächste Semester gehe.

Was muss ich noch beachten? Bei der Krankenkasse bin ich schon seit 6 Monaten nicht mehr als Student versichert, weil ich im 15. Semester bin. Verliere ich dann meine Krankenkasse, wenn ich keinen Job habe oder ist das denen egal und ich zahle weiterhin einen festen Betrag?

Ich möchte eigentlich kein Arbeitslosengeld beantragen, aber ich glaube, ich würde auch keins bekommen. Ich wohne seit 2 Jahren mit meinem Freund zusammen, wir haben auch ein gemeinsames Haushaltskonto. Er studiert noch und verdient nichts, hat aber einige an Bausparverträgen und Lebensversicherungen gespart (um die 20.000). Stimmt es, dass er verpflichtet wäre, mich mit diesen Ersparnissen zu finanzieren und ich deshalb kein Anrecht auf ARbeitslosengeld bzw HArzt IV hätte?

Also nochmal meine Fragen zusammen gefasst:

1. Gilt in meinem Fall auch die 3-Monatsfrist?

2. Bin ich weiterhin krankenversichert auch ohne Job?

3. Könnte ich überhaupt Harzt IV oder Arbeitslosengeld kriegen?

4. Muss ich mich noch irgendwo arbeitslos melden oder noch irgendwas beachten?

Vielen Dank schon mal!!

Antworten
sminwghxa


1) Ja! Aber rede mal mit deinem Sachbearbeiter

2) In D besteht versicherungspflicht. Wenn Du also kein HArtz IV beziehst, musst du dich freiwillig verichern: Die Betraege sind weitaus hoeher als Studentin.

3) ALG 1 nein (oder hast du in die Arbeitslosenversicherung einbezahlt? MAcht man als Werkstudentin nicht) ALG 2 (Hartz 4) grundsaetzlich ja. Ich kenne die Vermoegensgrenzen nicht, aber wenn dein Freund viel verdient/gespart hat, muss er dich ersteinmal versorgen.

4) ich denke nicht

Iqorexth


Erstmal danke! Freiwillig versichert bin ich schon und zahl schon einiges mehr als vorher (momentan ca. 110€ pro Monat), also geh ich davon aus, dass ich meine Krankenkasse behalte, wenn ich brav weiter zahle?

Mit der 3 Monats-frist hab ich jetzt grad sehr unterschiedliche Sachen gelesen. Manche sagen ja, andere nein... Tatsache ist, dass ich vor 3 Monaten noch dachte, ich würde nächstes Semester auch noch Student sein, wie hätte ich mich da arbeitssuchend melden können?

IEorbeLth


Noch ne Frage... arbeitssuchend melde ich mich bei der Agentur für Arbeit?

P`feffemrminzlMiköxr


Ja, genau :)z

KNadhi2dyxa


Ich zweifel noch etwas ob der Freund sie von seinen Ersparnissen finanzieren muss...

Google mal für dein Bundesland oder deine Stadt mit dem Schlagwort "Bedarfsgemeinschaft", dann müsstest du auf entsprechende Infoseiten kommen. Evt ja schon von Deiner Agentur für Arbeit.

Flriexdaa


Das mit der drei Monatsfrist ist Quatsch! Man weiß ja nicht immer drei Monate vorher, dass man arbeitslos wird. Du hast die Pflicht es zu melden, wenn du es weißt. Also zumindest dann, wenn du Leistungen beantragen willst.

Du und dein Freund zählt als Bedarfsgemeinschaft. Ich habe letztens einen Artikel gelesen, in dem hieß es, dass man bis zu einem Jahr zusammen leben kann ohne das Einkommen und Ersparnisse des anderen angerechnet werden. Aber bei euch ist es ja schon weitaus mehr.

By the way: Warum hast du so lange studiert und warum fällt dir am Ende der Diplomarbeit erst an, dass du dich bewerben musst? Als ich studiert habe, haben das alle schon während des Studiums getan und die meisten sind nahtlos einen Job übergegangen.

Kpadh.idya


Übrigens würde ich mir erstmal irgendeinen Job suchen und mich parallel bewerben. ;-)

Falls Du Geisteswissenschaftler bist, könntest Du auch evt was finden, was einigermaßen Deinem Fachgebiet entspricht, aber wenig Geld einbringt (z.B. als Historiker oder Archäologe Führungen und Vorträge im Museum), dazu gehst Du für 400,- € irgendwo arbeiten und hast wegen der geringen Arbeitszeit genug Zeit Dich auf einen "richtigen" Job zu bewerben.

Das wäre nur das, was ich persönlich machen würde.

Allerdings habe ich ganz rational den Eindruck gewonnen, dass es besser ist, man arbeitet fachfremd etwas während man sich bewirbt als dass man Däumchen dreht und Arbeitslosengeld einstreicht oder seine Ersparnisse aufzehrt.

Fachfremd 100 % einsteigen sollte man natürlich nicht. Aber zumindest am Randgebiet des eigenen Fachbereichs (siehe das Beispiel für Historiker) sollte man sich schon bewegen, und ich halte es auch nicht für karriereverbauend, irgendeinen 400,- Job zu machen. Das deutet doch auf Kernkompetenzen hin wie Engagement, Einsatzwillen, man macht auch Aufgaben, die einem nicht zielführend erscheinen, wenn es sein muss (bei Dir konkret also erstmal für Geld; aber ein Prof oder Chef hat sicher auch die eine oder andere in Arbeitnehmersicht sinnfreie Aufgabe)

I&orexth


Ich war ein etwas fauler Student, deshalb hat es so lange gedauert und es wurden auch nicht immer alle Kurse angeboten, wenn man sie brauchte usw. Hat sich eben so ergeben.

Ich hab mich erst jetzt beworben, weil ich derzeit noch einen Werkstudentenjob habe und da 3 Tage die Woche arbeite und das auch während der Diplomarbeit. Es war schon verdammt schwierig, das beides unter einen Hut zu kriegen und meine Professorin hatte mir noch ans Herz gelegt, den Job doch zu Gunsten der Diplomarbeit zu kündigen... ich hatte einfach keine Zeit, mich zu bewerben. Erst nach Abgabe hab ich angefangen und da hat sich bis jetzt noch nichts ergeben.

KGadhQi dxya


In meinem Werkstudentenjob haben die mich auch so behalten. Ich zahle mehr Abgaben weil ich kein Student mehr bin, aber ich hab den Arbeitsplatz solange ich will. Oder bis ich 3 Abmahnungen kriege ;-D

K6adhid`ya


Hast Du schon mal gefragt, ob sie Dich auch als Nicht-Student behalten würden?

Vielleicht bietet sich ja diese Option, und es hat nur keiner mit Dir überlegt, weil sie denken, Du hast direkt was anderes Fachbezogeneres?

I:oretxh


@ Kadhidya

Ich habe BWL studiert. Und leider reicht mir ein 400€ Job nicht aus, ich brauche pro Monat netto mindestens 650€, weil ich mich allein finanziere. Ich hab vor dem Studium in einem CallCenter gearbeitet... das war ziemlich nervig, aber da kann man immer spontan anfangen, die stellen eigentlich jeden ein, auch kurzfristig und auch nur für einen kurzen Zeitraum. Das ist mein Notfallplan. Und da verdient man auch halbwegs, wenn man mindestens 4 Tage pro Woche arbeitet, was die Jobsuche wieder etwas erschweren würde... aber das würde ich schon hinkriegen.

Vll finde ich ja auch noch was kurzfristig, aber darauf verlassen möchte ich mich lieber nicht

IroErexth


@ Kadhidya

Ich hab schon gefragt, die können mich leider nicht behalten. Das Budegt gibt das nicht her und Studenten sind einfach günstiger für das Unternehmen. Dazu kommt noch, dass die Nichte von einem der Partner auch grad nach einem Werkstudentenjob suchte und sie jetzt ab 1.4. meinen Job übernimmt, wenn mein Vertrag ausläuft

K=adh.id{ya


BWL... Öhems. Da bin ich mit "fachfremd aber nah dran"-arbeiten überfragt.

Könntest Du nicht in einen rudimentär-kaufmännischen Bereich gehen? Ach ich schreib dir ne PN.

I orexth


Ok :-)

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